Letzter Abend — Wir werden See(n)
Irgendwie hatte es etwas von Abschied, der letzte Abend, noch im Sommer um den See. Ich weiß, es ist Herbst, aber wer will das schon so sehen. Die ersten Blätter liegen bereits, aber noch skatet es sich gut.
Am Haus Scheppen fehlen die üblichen Verdächtigen und ich setzte mich mit der doppelten Currywurst erstmals an den Stammtisch; bereit, jede Sekunde aufzuspringen.
Ein lachender Typ fragt, wo man so hässliche Skateschuhe bekommt. Ich antworte wahrheitsgemäß: Ebay. Wenn der wüsste, wie schlecht die auch verarbeitet sind, und eine Ratsche kaputt war, was nicht unter „übliche Gebrauchsspuren“ fällt, meine ich. Die 20 Euro für sehr leichte Speedschuhe waren für die Mülltonne, sehr schade. Die werden gehen wie der Sommer, oder ich bastele daran. Aber wenn das Leuchtblau (gibt es, siehe diese Schuhe) hässlich ist, lohnt es vielleicht doch nicht.
Auf dem Rückweg schmerzen sie auch noch, überholen aber zwei Angeber. Wie sagte VW zu seinem Käfer: „He is ugly, but he functions“.
Ich könnte mich ja … schämen wegen d er albernen Überschrift. Aber es ist ja noch Morgen. Ja, der Morgen nach einem schönen Kinoabend mit „Rush“. Seit Le Mans habe ich lange wieder auf einen echten Rennfahrerfilm gewartet, 42 Jahre. Ich war nie ein Lauda Fan (eher Jochen Rindt, also Hunt), aber man wird es in dem Film; obwohl er sehr unangenehm dargestellt wird, aber sehr gut von Daniel Brühl.
Ein phantastischer Morgen! Sonne! Noch keine neue schäbige Koalition!