13 Juni

So viel Grün und doch keine Freude überall

Der Ruhrverband erläutert:

 

Die Wasserpflanzen erreichten am Südufer des Baldeneysees auf dem Teilstück vom Hafen Scheppen bis zum Schloss Baldeney bereits im Mai dieses Jahres die Wasseroberfläche.

Die Wasserpflanzen erreichten am Südufer des Baldeneysees auf dem Teilstück vom Hafen Scheppen
bis zum Schloss Baldeney bereits im Mai dieses Jahres die Wasseroberfläche.

Wasserpflanzen wachsen ungewöhnlich früh in den Stauseen des Ruhrverbands
Hohe Artenvielfalt ist gewässerökologisch positiv – aber Einschränkungen für Wassersport
Der Ruhrverband beobachtet in diesem Jahr in den Stauseen an der unteren Ruhr ein ungewöhnlich frühes Wachstum der Wasserpflanzen. Vor allem im Baldeneysee reichten die Pflanzenbestände in den Flachwasserbereichen am Südufer bereits im Mai bis an die Wasseroberfläche oder knapp darunter.
Eine im Auftrag des Ruhrverbands unternommene Betauchung des Baldeneysees durch einen Gewässerökologen hat zudem ergeben, dass auch in einigen tieferen Seebereichen Wasserpflanzen wachsen. Sie sind zwar derzeit noch niederwüchsig, aber werden vermutlich im Laufe des Sommers ebenfalls die Wasseroberfläche erreichen.
Der Baldeneysee war in den vergangenen Jahren von diesem Naturphänomen weniger stark betroffen als Hengstey-, Harkort- und Kemnader See. Dass die Verkrautung in diesem Jahr besonders früh einsetzt, hat unter anderem folgenden Grund: Neben der in den drei oberen Ruhrstauseen hauptsächlich anzutreffenden und bei Wassersportlern besonders unbeliebten Elodea nuttallii wurden im Baldeneysee auch größere Bestände von Igelkolben (Sparganium), Wasserstern (Callitriche obtusangula) und Kleinem Laichkraut (Potamogeton berchtoldii) nachgewiesen. Aus gewässerökologischer Sicht ist diese große Vielfalt an Wasserpflanzen ein erfreulicher Indikator für den guten Zustand des Gewässers. Während jedoch die schnellwüchsige Elodea jedes Jahr aus Restbeständen am Gewässergrund neu austreibt und deshalb erst im Hochsommer ihre volle Ausdehnung erreicht, bleiben der Wasserstern und die Laichkrautarten auch im Winter im Bestand erhalten und setzen ihr Längen- und Dichtewachstum bei steigenden Wassertemperaturen und zunehmendem Lichteinfall ungehindert fort.
Begünstigt wurde das Wachstum der Wasserpflanzen in allen Ruhrstauseen in diesem Jahr zudem durch den milden Winter und durch das Ausbleiben stärkerer Frühjahrshochwässer, die die jungen Pflänzchen ausgerissen oder übersandet und dadurch ihr Wachstum verlangsamt hätten. Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse ist davon auszugehen, dass in den kommenden Sommermonaten weite Bereiche aller Ruhrstauseen zumindest abschnittsweise durch massives Wasserpflanzenaufkommen für die sportliche Nutzung nur eingeschränkt zur Verfügung stehen werden.
Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass eine dauerhafte Bekämpfung der Wasserpflanzenausbreitung durch den Einsatz von Mähbooten unmöglich ist. Der Ruhrverband kann allenfalls in Teilbereichen wie Steg- und Hafenanlagen durch den Einsatz seines Mähboots „Manati“ Erleichterung verschaffen. Überall dort, wo der Igelkolben die dominierende Art bildet, ist allerdings selbst das nicht möglich, denn anders als die relativ „störrische“ Elodea werden die bandförmigen, in der Strömung flutenden Blättern des Igelkolbens von den Sensen des Mähboots nicht erfasst.
Auch die in der Vergangenheit vom Ruhrverband vorgenommenen Versuche, den Gewässergrund mit schwerem Gerät wie Pflug oder Schleppketten zu bearbeiten und so das Wachstum der Wasserpflanzen bereits in einer frühen Wachstumsphase zu stören, haben nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Bisher konnte weder im Zuge eines mehrjährigen Forschungsprojekts noch durch entsprechende Ideenwettbewerbe ein probates Mittel gegen das Wachstum der Wasserpflanzen gefunden werden. Der Ruhrverband sucht trotzdem weiter nach praktikablen Lösungen und setzt zusätzlich auf die Eigeninitiative der ansässigen Wassersportvereine, wenn es darum geht, die Wassersportausübung auf den gewässerökologisch immer besseren, aber dadurch eben auch zunehmend von Wasserpflanzen besiedelten Ruhrstauseen weiterhin zu ermöglichen.

13 Juni

Mit Glück und Spucke

Jubel beim Einszunull unter der Brücke.

Jubel beim Einszunull unter der Brücke.

Das ging ja noch einmal gut, mit Schweini sehr gut. Unter der Brücke bei den Werdner Wiesn von Mali Sirin war es nicht zu voll, aber gute Stimmung. Mit Schweini war dann auch alles gut, obwohl diese Abwehr und dieser auch nicht schlagkräftige Sturm noch Platz nach oben lassen, was der deutschen Elf ja in der Regel gelingt, dort noch etwas hinein zu packen. Doch ich muss sagen: Die Bild traf es heute am besten.

Übrigens scheint in diesem Moment die Sonne wieder. Erstaunlich wie viele große Pfützen schon bei etwas Regen in Werden entstehen, ob an der Körholzstraße oder auf dem Blockbinnenweg.

10 Juni

Morgen: Öffentliches Familien-Fest in der Kita Fliewatüüt Fischlaken Bernhardstraße

nach Redaktionsschluss:
Großes Familienfest in Fischlaken VKJ eröffnet 21. Kinderhaus am Samstag!
Schlag auf Schlag geht’s zu beim VKJ, Verein für Kinder- und Jugendarbeit in
sozialen Brennpunkten Ruhrgebiet e.V.: Am vergangenen Wochenende wurde
in Mülheim das 20. Kinderhaus eröffnet und schon am kommenden Samstag,
11. Juni, erfolgt der 21. Streich. In Fischlaken eröffnet das VKJ-Kinderhaus Fliewatüüt mit einem großen Familienfest. In nur 12-monatiger Bauzeit ist das Kinderhaus an der Bernhardstraße 28 von der Allbau AG errichtet worden. Hier werden Kinder ab vier Monaten bis zur Einschulung in vier Gruppen betreut. Es wurden 74 Betreuungsplätze geschaffen. Am Samstag wird nun von 12 bis 16 Uhr große Eröffnung gefeiert. Der 1. Vorsitzende des VKJ, SPD-Ratsherr Frank Müller, wird mit Allbau-Vorstand Dirk Miklikowski und Bürgermeister Rudolf Jelinek (SPD) die feierliche Eröffnung vornehmen. Nach dem Festakt kann man das Kinderhaus erkunden und die Kids können sich schminken lassen, ihr Geschick im Fußparcours, beim Dosenwerfen und Sackhüpfen beweisen, am Bastelstand ein Flugmobil Fliewatüüt basteln und am Malstand kreativ werden. Für das leibliche Wohl der Gästeschar sorgen eine Caféteria, in der es neben selbstgebackenen Kuchen auch frische Waffeln geben wird, ein Grillstand und eine Popcornmaschine. Der Eintritt ist frei und Kinderhaus-Leiterin Bärbel Jaudschus freut sich auf viele Nachbarn und Gäste aus dem Stadtteil: „Wir öffnen alle Türen und ich hoffe, viele folgen unserer Einladung und erkunden das Kinderhaus.“