Die Werdener Nachrichten vom 10. Oktober
Halbvoll oder halbleer. Nun ja, das Löwentalstadion hätte sicherlich zehn Mal soviel Zuschauer vertragen, auch wenn es nur leichte Hügel hat, aber die 500 erfreuten die Macher auch. Sehr viel mehr davon gibt es in dieser Ausgabe. Dazu diesmal Folkwang als Uni des Ruhrgebietes: Von Werden aus wird nun das Pop-Institut in Bochum geleitet, wo neue Popmusik entstehen soll; die Designer bekommen ihre Bauten auf Zollverein. Folkwang wird zur himmlischen Halle aller Künste und befruchtet die Erde.
Am Boden bleiben mussten die Fußballer des SCWH; die Rede ist nicht vom RWE Spiel, sondern gegen Essen-West ging es nach dem Aufstieg am Anfang der Saison weiter bergab. Es gibt viele zu viele Abstiegsplätze. Im Jubb schreiben Kinder ein Buch darüber, wie sich ein Kind in der Fremde fühlt. Das Modell Mariengymnasium macht über die Staatsgrenzen hinaus Furore. Pädagogen, schaut nach Werden!
Wir erinnern an den großen Abend Lykos bei den Mitternachtsspitzen. Fragen nach den Bürgerämtern, und erinnern daran, dass diesmal die Herbstaktion des Wildgatters nicht am Wildgatter sondern auf dem Brehm ist. Ela Ela Ela, sag einst France Gall. Dazu Ausstellungen und Konzerte, Werden spielt sich wieder warm zu einem Programm, bei dem schon eine mittlere Kreisstadt kaum mitkommt.

Großartige Uwe Lyko und Hagen Rether
In den Mitternachtsspitzen am vergangenen Samstag war Werden wieder gut vertreten, mit Uwe Lyko und Hagen Rether.
Uwe Lyko war nicht nur als Herbert Knebel zu sehen, er bot auch seinen großartigen Schmoki (Helmut Schmidt), und es ist fast nicht zu fassen: Als Karl Lagerfeld war er noch besser. Wieder mit Wilfried Schmickler, der als Angela Merkel, als eines der „überschätzten Paare der Weltgeschichte“. Das muss man gesehen haben. Uwe Lyko parodiert den Modezar und an diesem Abend Modeberater der Kanzlerin so wunderbar, dass es sogar ohne Ton ein Vergnügen wäre, mit Ton ist es ein Genuss. Albern und bissig in bester Form; von der schwulen Seidenraupe bis zum „ein Hauch von Nichts“.
Extrem bitter und böse die Ironie von Hagen Rether, der am Flügel sitzend und wieder nicht einen Ton spielend nur scheinbar über die bösen Taten der Nordkoreaner sprach. Das hatte wieder Klasse.
http://www1.wdr.de/fernsehen/unterhaltung/mitternachtsspitzen/indexmitternachtsspitzen100.html
Die Werdener Nachrichten vom 2. Oktober
Die Verwaltung arbeitet an der Kante, wie sehr, das ist bei uns zu lesen. Sie kann das Geld nicht mehr ausgeben. Das ist Mist, und kann aber über desolate Toiletten nicht abgeführt werden. Wir haben das Spiel des Jahres als Ankündigung: RWE gegen SCWH; alles liebend als Open Air.
Auf Seite 2 gibt es eine Erinnerung an Wilma Unterbarnscheidt, die Wirtin des alten Am Kamin und des Aulen Winkel. Einige Neubauten kommen in Heidhausen und Fischlaken. Dafür passiert am Volkswald immer noch wenig. Das Wochenende mit seinen Flohmärkten wird noch einmal erinnert, aber auch der Musik und vor allem der Zukunftswerkstatt der Pfarre Ludgerus. Mit der leergeräumten Luciuskirche wurde schon die Richtung vorgegeben.
Beim Sport ist die Ausbeute gemischt, vor allem die Jugend des SCWH ist nach Jahren der Höhenflüge erst einmal gelandet. Jetzt geht es erst einmal in die Herbstferien.
Das und noch viel mehr steht in der Werdener.
