Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 04/2026: Neue Jahresprogramme, neue Fahrschule neue Ausstellung und ein Neujahrsempfang
Geschichts- und Kulturverein sowie Heimatverein präsentieren neues Jahresprogramm
Zwischen der dramatischen Weltumrundung einer Frau am Steuer eines Automobils in den 1920er-Jahren und den verzweifelten Bittschreiben jüdischer Familien an den Vatikan spannt sich im kommenden Jahr der thematische Bogen des Geschichts- und Kulturvereins Werden und der Werdener Bürger- und Heimatvereins. Geschichte lebendig zu erzählen und große Fragen anhand konkreter Schicksale und regionaler Bezüge verständlich zu machen ist das Anliegen der beiden hiesigen Traditionsvereine.
An jedem zweiten Dienstag im Monat – außer in den Schulferien – haben die Experten jeweils um 19.30 Uhr in der Aula des Gymnasiums Werden, Grafenstraße 9, ihren großen Auftritt.

Dritte Fahrschule unter dem Namen Schmitz eröffnet
Es ist die dritte Fahrschule, die Kai Schmitz unter dem Namen seines Vaters Rolf in der Grafenstraße eröffnet. Der Ort gefiel ihm schon immer. Und dies trotz der Zurückhaltung bei den Anmeldungen, die spürbar ist. „Die meisten haben irgendwo aufgeschnappt, dass es billiger werden soll“, sagt er ruhig. Doch was genau geplant sei, wüssten die wenigsten – schon deshalb, weil man seit Oktober letzten Jahres in der Findungsphase ist.
„Ende März werden sich die Verkehrsminister der Länder in der Konferenz zusammensetzen und für die Bundesebene die in ihren Gremien erarbeiteten Vorschläge einbringen. Die frühestmögliche Änderung würde also Ende 2026 oder 2027 kommen.“ Grundsätzlich erwarte er nach der Änderung des Gesetzes nur eine minimale Verbilligung des Führerscheins: Denn es werden vielleicht nur noch sechs statt zwölf Sonderstunden vorgeschrieben sein. Die Theorie könnte online absolviert werden. Doch wie lange jemand braucht, um die Reife zur Prüfung zu haben,
Schachfreunde Werden feiern außergewöhnlichen Erfolg

Die Schachfreunde Essen-Werden sind längst mehr als ein Traditionsverein, sie sind eine Talentschmiede. Rund 130 Mitglieder zählt der Club, etwa 50 davon sind Kinder und Jugendliche – damit sind die Werdener mittlerweile der größte Schachverein in Essen.
Gekrönt wurde diese Entwicklung jüngst durch den Gewinn der Deutschen Jugendvereinsmeisterschaft im U20 der Mädchen– ein Erfolg, wie es ihn in Werden und seit Jahrzehnten in Essen kaum gegeben hat.
„Wie alles: harte Arbeit“, sagt Jugendwart Stefan Hütte trocken, wenn man ihn nach dem Geheimnis hinter dem Höhenflug fragt. Hütte, 56 Jahre alt, Steuerberater von Beruf und seit Jahrzehnten im Verein verwurzelt, leitet die Jugendarbeit mit einem klaren Doppelziel: sportliche Spitze und soziale Stärke. „Wir wollen natürlich gut sein“, sagt er, „aber wir wollen auch das Teambuilding nicht vernachlässigen.“

Zonta-Benefizkonzert für Folkwang-Stipendien
Die beiden Essener Zonta-Clubs laden am Mittwoch, 11. Februar, in die Neue Aula der Folkwang-Universität der Künste zu einem Benefiz-Konzert ein. Der Abend soll neun weitere „Deutschland-Stipendien“ ermöglichen, die an „begabte und leistungsfähige“ Folkwang-Studentinnen vergeben werden. Gestaltet wird das Programm von den diesjährigen Stipendiatinnen.
Sie treten auf mit Geige, Fagott, Cello, Bratsche, es gibt eine Mezzosopranistin und Talente aus den Bereichen Musical, moderner Tanz und Jazz zu erleben. Und eben auch Schlagzeugerin Polina Bataeva. Die wirbelt auf Marimba, Snare Drums und Kesselpauken. Seit 2024 absolviert die gebürtige Moskauerin in Essen ein Masterstudium bei Professorin Katarzyna Myćka. Im Sommer steht das finale Konzertexamen an: „Ein großer Tag, der viel Vorbereitung benötigt.“

Kunstverein Kunstwerden zeigt kritische Ausstellung zum Fleischkonsum
Wer einer Kuh auf dem Weg zur Schlachtung in die Augen sieht, erblickt darin lautlose Tränen extremer Todesangst. Die feuchten Augen der Schlachttiere spiegeln das stille Grauen vor dem sicheren Tod. In den Schlachthöfen schreit dieses Entsetzen aus jedem Blick, noch bevor das kalte Eisen ihre Haut berührt, der erste tödliche Schlag sie trifft.
In der Ausstellung „Kühe sehen – meet your meat“ im Kunstverein Kunstwerden konfrontieren die Künstler Carina Hommel, Julian Baer, Christiane Voigt und Thomas Hannappel das Publikum direkt und eindringlich mit der Herkunft des eigenen Fleischkonsums – ohne jede beschönigende Distanz.


SC Werden-Heidhausen mit Fairness-Preis ausgezeichnet
Der SC Werden-Heidhausen erreichte bei den 30. Essener Hallenfußballmeisterschaften den finalen Tag. In der Runde der besten Acht verkauften sich die Löwentaler gut. Alles in allem gab es in der diesjährigen Hallensaison nur ein einziges Spiel, wo die Werdener nicht mithalten konnten. Stolz können sie auf eine ganz besondere Ehre sein.
An einem Tag mit vielen hitzigen Konflikten, nickeligen Fouls und sogar einem skandalösen Spielabbruch holten sie sich den Titel der fairsten Mannschaft in Essen. Was Trainer Danny Konietzko so kommentierte: „Als Mannschaft zum wiederholten Mal den Fairness-Preis zu bekommen, zeigt gewisse Werte zu vertreten, die heutzutage sicherlich keine Selbstverständlichkeit mehr sind.“
Ehrung für André Ströttchen beim Neujahrsempfang
Ein besonderer Moment für André Ströttchen: Der Vorstandssprecher vom ERRV Essener Ruder- und Regattaverein nahm auf dem gemeinsamen Neujahrsempfang der Essener Sport- und Bäderbetriebe (SBE) und des Essener Sportbundes (ESPO) im Congresscenter Essen von Kevin Kerber, 2. Vorsitzender des ESPO, eine Ehrung für sein herausragendes Engagement entgegen. Für diese Auszeichnung hatten ihn seine Vorstands- und Ruderkollegen vorgeschlagen.
Seit nunmehr über zwei Jahrzehnten engagiert sich André Ströttchen mit außergewöhnlichem Einsatz für den Essener Rudersport. Seine ehrenamtliche Laufbahn begann im Jahr 2005 als Trainer beim Essen Werdener Ruderclub. Es folgten zahlreiche weitere Aufgaben und Ämter, unter anderem als Ruderwart, Sportwart und stellvertretender Vorsitzender.
Spektakulär: die Polarlichter über Werden


