07 Mai

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 19/2026: Lärm, Maifeiertag und neue Treffpunkte

Stadt bittet um Beteiligung zum Thema Lärm

Am 29. April war „Tag des Lärms“, der für Werden eine zweischneidige Sache ist: einerseits ein städtisches Naherholungsgebiet, gibt es andererseits gefühlt einen deutlichen Qualitätsverlust durch Fluglärm. Auch die B224 führt zu Belastungen. Nun bittet die Stadt, dass sich die Bürger einbringen.


Frühlingsfest lockt viele Besucher an

Das Gartenhaus Dingerkus, das Haus Wunderbar und erstmals auch die Salzgrotte Werden haben am vergangenen Wochenende zum gemeinsamen Frühlingsfest geladen – und wurden förmlich überrannt von Besuchern, die das bunte Angebot der Einrichtungen kennenlernen, wiederentdecken oder schlicht genießen wollten. Musik und frühlingshafte Rezitationen gab es im und am einstigen Gartenhaus des abteilichen Kanzleidirektors Dingerkus zu erleben. Am Glücksrad von Haus Wunderbar konnten Besucher ihr Pflanzenwissen zu Fragen, die ihnen Martina Schmitz-Strehlau (r.) stellte, testen. Und Entspannung pur bot die Salzgrotte Werden.


Sturz an der Heckstraße sorgt für Ärger

Seit gut einer Woche läuft Jael Tilders mit bösen Schrammen im Gesicht herum. Die 79-Jährige sieht fast so aus, als sei sie Opfer eines tätlichen Angriffs geworden. Doch tatsächlich ist sie böse gestürzt: „Über eine schlecht verlegte Gehwegplatte“, ärgert sie sich. Das Unglück ist am Anfang der Heckstraße vor der Bäckerei Döbbe geschehen, als sie die Ampel vom Rathaus überquert hat.

Offenbar wurde bei den Arbeiten zum Verlegen der Glasfaserkabel schlampig gearbeitet, mutmaßt sie. Besonders ärgerlich fand sie es, dass sich bei der Stadt niemand zuständig fühlte, als sie vor der gefährlichen Stelle warnen wollte.


Maifeiertag im Löwental: Freude und Frust

Der sonnige Maifeiertag hat auch dieses Mal wieder zahlreiche Menschen ins Löwental gelockt – und viele von ihnen packten den Grill aus. Während sich die einen über einen schönen Tag im Freien mit leckeren Speisen frisch vom Rost freuen, ärgern sich andere über Rauchschwaden, Lärm, wild parkende Autos und nicht zuletzt über die Müllberge, die manche Grillgruppen rücksichtslos in der Grünanlage hinterlassen haben. Die Stadt Essen bestätigt ein hohes Besucheraufkommen am ersten Mai-Wochenende im Löwental, im Großen und Ganzen sei es jedoch ruhig geblieben


Troll-Café öffnet für alle

Das Café auf dem Campus der Folkwang Universität war bisher nur Hochschulangehörigen vorbehalten. Nun gibt es bio, vegetarisch und vegan für alle. Im neueröffneten Troll-Café werden Snacks, belegte Brötchen, Quiches und Pizzen, Zimtschnecken, Kuchen und vieles mehr angeboten. Dazu fair gehandelter Kaffee. Luana Lang schmunzelt: „Ich weiß gar nicht, wie viele mir am Eröffnungstag herzlich gratuliert haben. Die haben sich richtig gefreut, dass es hier wieder eine Anlaufstelle für sie gibt.“

Im ehemaligen Asta-Café am Klemensborn 39 fallen sich Studierende fröhlich in die Arme. Die Sprachen wirbeln durcheinander, aber der Tenor ist gleich: „Endlich ist wieder geöffnet.“ Nach über einem Jahr Leerstand verständlich. Luana Lang und Tanja Hachmann haben auf jeden Fall direkt alle Hände voll zu tun.


SC Werden-Heidhausen rutscht tiefer in den Abstiegskampf

Der Landesligist SC Werden-Heidhausen konnte beim Heimspiel gegen den VfB Bottrop trotz Überzahl eine 1:0-Führung nicht halten, verlor schlussendlich mit 2:4 und muss sich nun wirklich ernsthaft mit den Abstiegsregelungen befassen. Zum Beispiel sieht es in Sachen „Direkter Vergleich“ nicht gut aus für die Löwentaler. Während die Zwote einen wichtigen Schritt in Richtung Aufstieg in die Kreisliga A machte, geht der Dreiten wohl die Luft aus.

22 Jan.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 04/2026: Neue Jahresprogramme, neue Fahrschule neue Ausstellung und ein Neujahrsempfang

Geschichts- und Kulturverein sowie Heimatverein präsentieren neues Jahresprogramm

Zwischen der dramatischen Weltumrundung einer Frau am Steuer eines Automobils in den 1920er-Jahren und den verzweifelten Bittschreiben jüdischer Familien an den Vatikan spannt sich im kommenden Jahr der thematische Bogen des Geschichts- und Kulturvereins Werden und der Werdener Bürger- und Heimatvereins. Geschichte lebendig zu erzählen und große Fragen anhand konkreter Schicksale und regionaler Bezüge verständlich zu machen ist das Anliegen der beiden hiesigen Traditionsvereine.

An jedem zweiten Dienstag im Monat – außer in den Schulferien – haben die Experten jeweils um 19.30 Uhr in der Aula des Gymnasiums Werden, Grafenstraße 9, ihren großen Auftritt.


Dritte Fahrschule unter dem Namen Schmitz eröffnet

Es ist die dritte Fahrschule, die Kai Schmitz unter dem Namen seines Vaters Rolf in der Grafenstraße eröffnet. Der Ort gefiel ihm schon immer. Und dies trotz der Zurückhaltung bei den Anmeldungen, die spürbar ist. „Die meisten haben irgendwo aufgeschnappt, dass es billiger werden soll“, sagt er ruhig. Doch was genau geplant sei, wüssten die wenigsten – schon deshalb, weil man seit Oktober letzten Jahres in der Findungsphase ist.

„Ende März werden sich die Verkehrsminister der Länder in der Konferenz zusammensetzen und für die Bundesebene die in ihren Gremien erarbeiteten Vorschläge einbringen. Die frühestmögliche Änderung würde also Ende 2026 oder 2027 kommen.“ Grundsätzlich erwarte er nach der Änderung des Gesetzes nur eine minimale Verbilligung des Führerscheins: Denn es werden vielleicht nur noch sechs statt zwölf Sonderstunden vorgeschrieben sein. Die Theorie könnte online absolviert werden. Doch wie lange jemand braucht, um die Reife zur Prüfung zu haben,


Schachfreunde Werden feiern außergewöhnlichen Erfolg

Die Schachfreunde Essen-Werden sind längst mehr als ein Traditionsverein, sie sind eine Talentschmiede. Rund 130 Mitglieder zählt der Club, etwa 50 davon sind Kinder und Jugendliche – damit sind die Werdener mittlerweile der größte Schachverein in Essen.

Gekrönt wurde diese Entwicklung jüngst durch den Gewinn der Deutschen Jugendvereinsmeisterschaft im U20 der Mädchen– ein Erfolg, wie es ihn in Werden und seit Jahrzehnten in Essen kaum gegeben hat.

„Wie alles: harte Arbeit“, sagt Jugendwart Stefan Hütte trocken, wenn man ihn nach dem Geheimnis hinter dem Höhenflug fragt. Hütte, 56 Jahre alt, Steuerberater von Beruf und seit Jahrzehnten im Verein verwurzelt, leitet die Jugendarbeit mit einem klaren Doppelziel: sportliche Spitze und soziale Stärke. „Wir wollen natürlich gut sein“, sagt er, „aber wir wollen auch das Teambuilding nicht vernachlässigen.“


Zonta-Benefizkonzert für Folkwang-Stipendien

Die beiden Essener Zonta-Clubs laden am Mittwoch, 11. Februar, in die Neue Aula der Folkwang-Universität der Künste zu einem Benefiz-Konzert ein. Der Abend soll neun weitere „Deutschland-Stipendien“ ermöglichen, die an „begabte und leistungsfähige“ Folkwang-Studentinnen vergeben werden. Gestaltet wird das Programm von den diesjährigen Stipendiatinnen.

Sie treten auf mit Geige, Fagott, Cello, Bratsche, es gibt eine Mezzosopranistin und Talente aus den Bereichen Musical, moderner Tanz und Jazz zu erleben. Und eben auch Schlagzeugerin Polina Bataeva. Die wirbelt auf Marimba, Snare Drums und Kesselpauken. Seit 2024 absolviert die gebürtige Moskauerin in Essen ein Masterstudium bei Professorin Katarzyna Myćka. Im Sommer steht das finale Konzertexamen an: „Ein großer Tag, der viel Vorbereitung benötigt.“


Kunstverein Kunstwerden zeigt kritische Ausstellung zum Fleischkonsum

Wer einer Kuh auf dem Weg zur Schlachtung in die Augen sieht, erblickt darin lautlose Tränen extremer Todesangst. Die feuchten Augen der Schlachttiere spiegeln das stille Grauen vor dem sicheren Tod. In den Schlachthöfen schreit dieses Entsetzen aus jedem Blick, noch bevor das kalte Eisen ihre Haut berührt, der erste tödliche Schlag sie trifft.

In der Ausstellung „Kühe sehen – meet your meat“ im Kunstverein Kunstwerden konfrontieren die Künstler Carina Hommel, Julian Baer, Christiane Voigt und Thomas Hannappel das Publikum direkt und eindringlich mit der Herkunft des eigenen Fleischkonsums – ohne jede beschönigende Distanz.

zur Website der Veranstaltung


SC Werden-Heidhausen mit Fairness-Preis ausgezeichnet

Der SC Werden-Heidhausen erreichte bei den 30. Essener Hallenfußballmeisterschaften den finalen Tag. In der Runde der besten Acht verkauften sich die Löwentaler gut. Alles in allem gab es in der diesjährigen Hallensaison nur ein einziges Spiel, wo die Werdener nicht mithalten konnten. Stolz können sie auf eine ganz besondere Ehre sein.

An einem Tag mit vielen hitzigen Konflikten, nickeligen Fouls und sogar einem skandalösen Spielabbruch holten sie sich den Titel der fairsten Mannschaft in Essen. Was Trainer Danny Konietzko so kommentierte: „Als Mannschaft zum wiederholten Mal den Fairness-Preis zu bekommen, zeigt gewisse Werte zu vertreten, die heutzutage sicherlich keine Selbstverständlichkeit mehr sind.“


Ehrung für André Ströttchen beim Neujahrsempfang

Ein besonderer Moment für André Ströttchen: Der Vorstandssprecher vom ERRV Essener Ruder- und Regattaverein nahm auf dem gemeinsamen Neujahrsempfang der Essener Sport- und Bäderbetriebe (SBE) und des Essener Sportbundes (ESPO) im Congresscenter Essen von Kevin Kerber, 2. Vorsitzender des ESPO, eine Ehrung für sein herausragendes Engagement entgegen. Für diese Auszeichnung hatten ihn seine Vorstands- und Ruderkollegen vorgeschlagen.

Seit nunmehr über zwei Jahrzehnten engagiert sich André Ströttchen mit außergewöhnlichem Einsatz für den Essener Rudersport. Seine ehrenamtliche Laufbahn begann im Jahr 2005 als Trainer beim Essen Werdener Ruderclub. Es folgten zahlreiche weitere Aufgaben und Ämter, unter anderem als Ruderwart, Sportwart und stellvertretender Vorsitzender.


Spektakulär: die Polarlichter über Werden


08 Jan.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 02/2026: Bundesverdienstkreuz, Reparaturcafé und Winterimpressionen

Elisabeth Müller erhält Bundesverdienstkreuz

„Eigentlich bedeutet mir das nichts.“ Fast verschämt lächelt Elisabeth Müller, als sie auf das Bundesverdienstkreuz zeigt, das an der Wand im Flur ihrer Wohnung in der Dückerstraße hängt. Ende November bekam sie die hohe Auszeichnung am Bande im Essener Rathaus von Oberbürgermeister Thomas Kufen verliehen. Nun hängt der Orden gleich neben den Bürgertaler, mit dem sie ein Jahr zuvor ausgezeichnet worden ist. „Aber ich kann das nutzen, um für den Wünschewagen Werbung zu machen.“

Die einstige Ordensschwester hat das Projekt, das Todkranken letzte Wünsche erfüllt, vor knapp zwölf Jahren mitinitiiert – und ist dort noch heute aktiv. Rund 110 Wünsche hat sie miterfüllen können. „Ich bin ganz dankbar und demütig, dass ich das überhaupt noch kann“, unterstreicht die 83-Jährige.


Wahl des Kirchenvorstands in St. Ludgerus bestätigt

Die Wahl des neuen Kirchenvorstands in St. Ludgerus gilt als rechtmäßig: Nachdem der bestehende Kirchenvorstand bereits eingegangene Einsprüche geprüft und zurückgewiesen hatte, hat nun auch der Generalvikar des Bistums Essen diesen Bescheid rechtmäßig bestätigt.


Zehn Jahre Reparaturcafé im Haus Fuhr

„Weg damit!“ – Defekte Gegenstände werden oft sofort durch Neues ersetzt. Dabei können viele Dinge im Reparaturcafé instandgesetzt werden, das bald sein zehnjähriges Bestehen feiert: Im Januar 2016 haben ehrenamtliche Reparateure erstmals das Haus Fuhr in eine bestens ausgerüstete Werkstatt verwandelt – und auch jetzt noch lädt der Treff jeden zweiten Samstag im Monat von 15 bis 18 Uhr ein, sich für mehr Nachhaltigkeit und gegen den Wegwerfwahn zu engagieren.

Menschen erhalten beim Reparaturcafé Hilfe von ehrenamtlichen Fachleuten bei der Instandsetzung ihrer Gegenstände sowie Kaffee, Kuchen und einen Raum für Begegnungen und Austausch.


Bonian Tian wird Professor an der Folkwang Universität

Der Cellist Bonian Tian ist international bekannter Solist und ein gefragter Lehrer an verschiedenen Hochschulen. Er gewann zahlreiche internationale Wettbewerbe, trat schon mit geradezu unzählig vielen Orchestern auf. Tian gab Celloabende in Berlin und Köln, im Wiener Musikverein, im Lincoln Center New York City, im Kopenhagener Tivoli Konzertsaal, im Seoul Centre for Culture and Music und während einer Privataudienz bei Königin Margrethe II. von Dänemark.

Nun übernahm der 39-Jährige einen Lehrstuhl an der Folkwang Universität der Künste.

Bonian Tian

Der in China Geborene lebt seit 2005 in Deutschland: „Ich habe viel von diesem Land gelernt. Hier gibt es gute Arbeitsmöglichkeiten für Musiker. Da ist es ein schönes Gefühl, etwas zurückgeben zu können. Ich genieße es, mit jungen Musikern arbeiten zu dürfen. Ich sehe in glückliche Augen, und das ist immer ein besonderer Moment.“


SC Werden-Heidhausen sucht neuen Torwart

Der SC Werden-Heidhausen hofft, dass ihm bald ein neuer Torwart für die Landesliga ins Netz geht: Denn Stammkeeper Marcel Niehaus ist  nach  seiner Roten Karte in Schönebeck für zwei Pflichtspiele gesperrt.  Er  war  gut ersetzt worden  von Stefan Cvetkovic. Doch der hat den Verein verlassen. Der eigentliche zweite Mann Marcel Wagener ist dauerverletzt.

Weitere Abgänge  sind  Fynn  Roß, Abdelmalik  El  Ouriachi  und Aurel Jahaj. Für die Restrunde ist das große Ziel der Klassenerhalt.


Leo Blume gewinnt KI-Wettbewerb

„Wir verstehen zu wenig, wie Künstliche Intelligenz funktioniert.“ Lange Zeit schon beschäftigt sich Leo Blume mit dem Thema KI. Vor allem Sprachmodelle wie Chat-GPT interessieren sie. Schon mit 17 hat die frühere Abiturientin des Gymnasiums Werden jetzt ein Informatik-Studium an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen begonnen, arbeitet dort gleichzeitig als studentische Hilfskraft, damit sie ihr Lieblingsthema auch in Forschung und Lehre beackern kann.

Mit dem Sieg eines KI-Bundeswettbewerbs hat die Hochbegabte nun für Furore gemacht: Sie hat eine App entwickelt, die das Verhalten von Sprachmodellen erklärbar machen soll. Dass Leo Blume hochbegabt ist, hat sich schon früh gezeigt. „Ich meine, ich war drei oder vier Jahre alt“, sagt sie. Da habe Leo schon rudimentär lesen und schreiben können. „Und dann habe ich einfach einen IQ-Test gemacht. Dabei wurde festgestellt, dass ich hochintelligent bin.“

Damals war Leo noch ein „Er“. Doch in den vergangenen Jahren hat Leo einen Prozess durchgemacht, in dem sie sich zu einer Frau transformiert hat: „Ich fühle mich als weiblich“, stellt die 17-Jährige fest.


Werden im Schnee – Winterimpressionen aus der Leserschaft

Der Schneefall hat in den vergangenen Tagen Werden Stadt und Land in ein echtes Winterwunderland verwandelt. Wir veröffentlichen schöne Schneefotos der Leserinnen und Leser.

27 Nov.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 48/2025: Das große Weihnachtspreisrätsel startet zum 1. Advent!

Weihnachtszeit ist Rätselzeit!

Das beliebte Weihnachtspreisrätsel wartet in der Ausgabe der Werdener Nachrichten zum 1. Adventswochenende: Begeben Sie sich auf eine rätselhafte Herbergssuche durch Werden und gewinnen Sie einen der vielen attraktiven Preise!

Hier geht es zur Anmeldung!


Gabriele Kipphardt erneut zur Bezirksbürgermeisterin gewählt

Auf der der ersten, konstituierenden Sitzung der Bezirksvertretung IX (Werden/Kettwig/Bredeney) im Ratssaal des Rathauses Kettwig wurde die CDU-Politikerin mit großer Mehrheit und wenig überraschend wiedergewählt. Weit größer dürfte die Überraschung sein, dass mit Neuzugang Stefan Moors der einzige FDP-Vertreter den Posten des ersten stellvertretenden Bezirksbürgermeisters ergattern konnte. Geschuldet ist dies wohl einem neuen Bündnis der FDP, die sich – gemäß des Vorbilds im Essener Stadtrats – mit dem Einzelvertreter des Essener Bürger Bündnisses (EBB) zu einer Fraktion zusammengeschlossen haben: Diese wiederum hat mit den acht Vertretern der CDU eine Mehrheitskoalition gebildet – „für stabile Verhältnisse und klare politische Schwerpunkte“, so der EBB/FDP-Rats-Fraktionsvorsitzende Kai Hemsteeg, der der Sitzung als beratendes Mitglied beiwohnte.


Heidhauser Tannenbaum leuchtet wieder

Am Samstag wurde in Heidhausen feierlich die erste Beleuchtung des diesjährigen stattlichen Tannenbaums am Rathaus eingeschaltet. Zahlreiche Besucher folgten der Einladung des Bürger- und Heimatvereins, um gemeinsam den Beginn der Adventszeit zu feiern. Musikalisch übernahm eine Melodiegruppe der Concert Band Ruhr die Einstimmung mit Weihnachtsmedley.


Neuer Vorstand für ökumenische Hospizgruppe

Im „Verein zur Förderung der ökumenischen Hospizgruppe Werden“ wurde ein Amtswechsel vollzogen. Die Heidhauserin Cornelia Teichgräber stellte sich als Vorsitzende zur Verfügung. Die bisherige Doppelspitze wird aufgelöst, sodass der zukünftige Vorstand nur noch drei Posten umfasst. Neben der neuen Vorsitzenden werden das der Schatzmeister Manfred Boers und Schriftführer Peter Reimer sein. Im Januar startet ein neuer Befähigungskurs für ehrenamtliche Trauer- und Sterbebegleiter.


Widerstand gegen forensische Klinik wächst

Mittlerweile haben sich zwei Initiativen gegen die geplante forensische Klinik für straffällig gewordene Frauen gebildet. Nicht zuletzt mangelnde Transparenz bei den Planungen steht im Fokus der Kritik der Anwohner. Offenbar trägt diese nun Früchte; Der Planungsbeirat hat nun angekündigt, die Bevölkerung stärker in das Bauprojekt einzubinden. So sollen die Bürger auf einer Bürgerinformationsveranstaltung am Mittwoch, 28. Januar 2026, ab 18 Uhr umfassend über die Planungen des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) Nordrhein-Westfalen informiert werden.


Nachwuchstalente im WDR-3-Campus-Konzert

Zum siebten Mal wurde in der Reihe WDR-3-Campus-Konzert ein Konzert aus der Folkwang-Universität der Künste aufgenommen. „Sie werden nichts vermissen, was Sie sonst auch hören, nur dass es diesmal von unseren Jungstudierenden kommt“, begrüßte die künstlerische Leiterin und Folkwang-Professorin Nicola Jürgensen das Publikum in der Neuen Aula zu Musik, die „von ausgewählten Teilnehmern des Instituts für künstlerische Nachwuchsförderung folkwang junior“ der Hochschule dargeboten wurde. Insgesamt waren es sieben ihrer Schülerinnen und Schüler, denen sie die Bühne bot. Sie durften sich über einen langen Applaus freuen.


Grundschüler lauschen beim Tag des Vorlesens

Bedächtig lauschen die Viertklässler der elfjährigen Elena. Sie hat das Buch „Der Weihnachtspony“ mitgebracht. Ein Buch, dessen Botschaft ihr besonders gut gefällt, weshalb sie diese an die jungen Schülerinnen und Schüler weitertragen möchte: „Es geht um ein Pony, das sich nicht so schön findet und trotzdem am Ende den Schlitten vom Weihnachtsmann ziehen darf, weil es alles kann.“ Sie ist eine der 40 Schülerinnen und Schüler, die am „Tag des Vorlesens“ am vergangenen Freitag die Grundschulen der Umgebung besucht haben, um den jüngeren Schülern ihre Lieblingsbücher nahezubringen.

13 Nov.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 46/2025: Verkehrschaos, Stolpersteine und Kultur

Altstadt im Stau: Baustellen sorgen für Ärger

Ganz Werden ist eine Baustelle – den Eindruck gewinnen viele Bürger, wenn sie sich momentan mit dem Auto durch die Altstadt bewegen müssen. Neben der Dauerbaustelle an der Bungertstraße machen nun auch Löcher an der Brückstraße den Autofahrern zu schaffen: vorm Eiscafé Sorreli‘s etwa und vor dem St. Josef-Krankenhaus, wo die rechte Spur aus Heidhausen kommend deswegen gesperrt und ein Einbiegen in die Propsteistraße von dort nicht möglich ist. „Ein Unding“, schimpft etwa Claudio Schlegtendal. „Der Verkehr staut sich mindestens bis zur Aral-Tankstelle, auch für Rettungswagen ist dann kein Durchkommen.“ Und nicht nur ihn ärgert besonders: „Wochenlang sieht man da niemanden arbeiten.“ Aber die Sperrung bleibt.


Gedenken und Pflege: Stolpersteine in der Altstadt gereinigt

Anlässlich des Jahrestags der Reichspogromnacht, der sich am 9. November zum 87. Mal genähert hat, haben sich Werdener aufgemacht, um die Stolpersteine im Abteistädtchen zu reinigen. Diese erinnern an Menschen, die hier lebten, ehe sie von den Nationalsozialisten verfolgt, deportiert und ermordet wurden. Das Team um „Schöner Werden“ war schon am Donnerstag zuvor unterwegs und machte dabei eine unschöne Entdeckung: Stolpersteine an der Bungertstraße waren mit Bauschutt überdeckt.

„Das ist schon eine arge Achtlosigkeit“, betont Barbara Vlijt, die zu dem Trupp Werdener gehört, die Woche für Woche donnerstags mit Müllbeuteln, Zangen, Feger und Schaufeln durch die Straßen der Altstadt und entlang des Ruhr ziehen, um Straßen und Sträucher, Ufer und Grünflächen von Unrat zu befreien. Einmal im Jahr nehmen sie sich auch der Stolpersteine an.


Drangsal live: Hochkultur trifft auf Pogo

So wild tanzte die Menge Pogo, dass das Kruppsche Parkett zu beben anfing: Der Auftritt von Drangsal in der Villa Hügel wurde zum lautstarken Rockereignis, in dem – neben Bandleader Max Gruber – vor allem die Location selbst der Star war. „Ich kann es offiziell sagen: Drangsal ist jetzt Hochkultur“, freut sich der charismatische Frontmann, um gleich loszubrettern – und vor allem den jüngeren Teil des Publikums in Ektase zu versetzen.


Fußball-Wochenende: SC Werden-Heidhausen punktet in der Breite

Der SC Werden-Heidhausen unterlag bereits am Samstag dem Spitzenreiter VfB Bottrop mit §:1. Ohne den urlaubenden Trainer Danny Konietzko machte der SC den Gastgebern das Leben schwer und hatte in der Nachspielzeit sogar den Ausgleichstreffer auf dem Schlappen. Leider brannten einem Bottroper Zuschauer die Sicherungen durch. Am Supersonntag holten Damen, Zwote, „Dreite“ und „Bierte“ die maximale Punkteausbeute. Die beiden Kreisliga B-Teams liegen weiter auf Aufstiegskurs.


Musikalisches Talent trifft auf Förderung

Die Leidenschaft für Musik liegt bei Lakeisha Koprowski in der Familie. „Meine große Schwester hat Klavier gespielt“, erinnert sich die 17-jährige Schülerin des Gymnasiums Werden. Das hat als Motivation genügt, sich bereits als Kleinkind als Piano zu setzen. Dabei hat sie ein schier unglaubliches Talent entwickelt, das auch in ihrer Schule Förderung findet. So darf sie während der Schulzeit bereits Kurse der Folkwang Universität der Künste besuchen. „Ich finde es toll, dass die Schule das mitmacht und mich den Unterricht nachholen lässt“, sagt sie. Solcherlei gemeinsame Nachwuchs-Förderung wollen die beiden in Werden ansässigen Bildungseinrichtungen nun vertiefen: Dafür haben Folkwang-Rektor Holger Zebu Kluth und Schulleiter Dominik Krister einen gemeinsamen Kooperationsvertrag unterschrieben.


Bald ist es wieder soweit …