07 Mai

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 19/2026: Lärm, Maifeiertag und neue Treffpunkte

Stadt bittet um Beteiligung zum Thema Lärm

Am 29. April war „Tag des Lärms“, der für Werden eine zweischneidige Sache ist: einerseits ein städtisches Naherholungsgebiet, gibt es andererseits gefühlt einen deutlichen Qualitätsverlust durch Fluglärm. Auch die B224 führt zu Belastungen. Nun bittet die Stadt, dass sich die Bürger einbringen.


Frühlingsfest lockt viele Besucher an

Das Gartenhaus Dingerkus, das Haus Wunderbar und erstmals auch die Salzgrotte Werden haben am vergangenen Wochenende zum gemeinsamen Frühlingsfest geladen – und wurden förmlich überrannt von Besuchern, die das bunte Angebot der Einrichtungen kennenlernen, wiederentdecken oder schlicht genießen wollten. Musik und frühlingshafte Rezitationen gab es im und am einstigen Gartenhaus des abteilichen Kanzleidirektors Dingerkus zu erleben. Am Glücksrad von Haus Wunderbar konnten Besucher ihr Pflanzenwissen zu Fragen, die ihnen Martina Schmitz-Strehlau (r.) stellte, testen. Und Entspannung pur bot die Salzgrotte Werden.


Sturz an der Heckstraße sorgt für Ärger

Seit gut einer Woche läuft Jael Tilders mit bösen Schrammen im Gesicht herum. Die 79-Jährige sieht fast so aus, als sei sie Opfer eines tätlichen Angriffs geworden. Doch tatsächlich ist sie böse gestürzt: „Über eine schlecht verlegte Gehwegplatte“, ärgert sie sich. Das Unglück ist am Anfang der Heckstraße vor der Bäckerei Döbbe geschehen, als sie die Ampel vom Rathaus überquert hat.

Offenbar wurde bei den Arbeiten zum Verlegen der Glasfaserkabel schlampig gearbeitet, mutmaßt sie. Besonders ärgerlich fand sie es, dass sich bei der Stadt niemand zuständig fühlte, als sie vor der gefährlichen Stelle warnen wollte.


Maifeiertag im Löwental: Freude und Frust

Der sonnige Maifeiertag hat auch dieses Mal wieder zahlreiche Menschen ins Löwental gelockt – und viele von ihnen packten den Grill aus. Während sich die einen über einen schönen Tag im Freien mit leckeren Speisen frisch vom Rost freuen, ärgern sich andere über Rauchschwaden, Lärm, wild parkende Autos und nicht zuletzt über die Müllberge, die manche Grillgruppen rücksichtslos in der Grünanlage hinterlassen haben. Die Stadt Essen bestätigt ein hohes Besucheraufkommen am ersten Mai-Wochenende im Löwental, im Großen und Ganzen sei es jedoch ruhig geblieben


Troll-Café öffnet für alle

Das Café auf dem Campus der Folkwang Universität war bisher nur Hochschulangehörigen vorbehalten. Nun gibt es bio, vegetarisch und vegan für alle. Im neueröffneten Troll-Café werden Snacks, belegte Brötchen, Quiches und Pizzen, Zimtschnecken, Kuchen und vieles mehr angeboten. Dazu fair gehandelter Kaffee. Luana Lang schmunzelt: „Ich weiß gar nicht, wie viele mir am Eröffnungstag herzlich gratuliert haben. Die haben sich richtig gefreut, dass es hier wieder eine Anlaufstelle für sie gibt.“

Im ehemaligen Asta-Café am Klemensborn 39 fallen sich Studierende fröhlich in die Arme. Die Sprachen wirbeln durcheinander, aber der Tenor ist gleich: „Endlich ist wieder geöffnet.“ Nach über einem Jahr Leerstand verständlich. Luana Lang und Tanja Hachmann haben auf jeden Fall direkt alle Hände voll zu tun.


SC Werden-Heidhausen rutscht tiefer in den Abstiegskampf

Der Landesligist SC Werden-Heidhausen konnte beim Heimspiel gegen den VfB Bottrop trotz Überzahl eine 1:0-Führung nicht halten, verlor schlussendlich mit 2:4 und muss sich nun wirklich ernsthaft mit den Abstiegsregelungen befassen. Zum Beispiel sieht es in Sachen „Direkter Vergleich“ nicht gut aus für die Löwentaler. Während die Zwote einen wichtigen Schritt in Richtung Aufstieg in die Kreisliga A machte, geht der Dreiten wohl die Luft aus.

15 Juli

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 29/2021

Unwetter sorgt für überflutete Straßen und vollgelaufene Keller

Der Starkregen, den Sturmtief „Bernd“ in der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag über ganz NRW hat ergießen lassen, hat auch in Werden großen Schaden angerichtet. Die Ruhr hat ganze Straßen überflutet, etliche Keller sind vollgelaufen. Anwohner mussten ihre Häuser verlassen


E-Scooter: Verkehrswende oder Ärgernis?

Die E-Scooter haben seit dem vergangenen Wochenende auch Werden erreicht. Die elektronisch betriebenen Tretroller, die sich mit Hilfe eines internetfähigen Handys ausleihen lassen, sollen nach Willen der Stadt Essen einen entscheidenden Beitrag zur Verkehrswende leisten. Viele Bürger betrachten sie jedoch vor allem als Ärgernis. „Wollen die Verantwortlichen dieser Stadt, dass sich Bürger in Initiativen mobilisieren, um diesen Unsinn zu stoppen?“, fragt etwa Norbert Fabisch, der sich nach der ersten Sichtung der vor allem bei jungen Menschen beliebten Fortbewegungsmittel mit einem offenen Brief an Oberbürgermeister Thomas Kufen gewandt hat. 


Brunnen-Einweihung und Ehrung für Dingerkus Gründungsmitglied

An der Brandstorstraße wurde jetzt der Brunnen eingeweiht, der mit dem Preisgeld von 7000 Euro für den Gewinn des erstmalig ausgelobten Heimat-Preises der Stadt Essen gekauft werden konnte. Auch wurde der im Frühjahr verstorbene Conrad Schlimm geehrt. Das Gründungsmitglied des Freundeskreises Gartenhaus Dingerkus hatte sich stets tatkräftig und mit pfiffigen Ideen eingebracht 


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: 
Die E-Scooter haben Werden erreicht. Was halten sie von den elektronischen Rollern?

10 Dez.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 50/2020

Nun weisen auch in der Werdener Altstadt Schilder auf die Empfehlung zum Tragen einer Maske hin. Anders als andere Kommunen hat die Stadt Essen allerdings keine generelle Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im Freien eingeführt. Deren Nutzen ist medizinisch durchaus umstritten: So stellt die Gesellschaft für Aerosolforschung fest, dass Masken im Zusammenhang mit anderen Maßnahmen wie Abstand halten und Lüften durchaus helfen, das Infektionsrisiko zu senken. Im Freien fänden jedoch so gut wie keine Infektionen über das Aerosol statt.


Gartenhaus Dingerkus ist ausgezeichnet

„Wir sind sehr erfreut – und auch ein bisschen stolz“, sagt Peter Bankmann. Grund der Freude für den Freundeskreis Gartenhaus Dingerkus, dem er vorsitzt, ist eine Auszeichnung der Stadt Essen: Erstmals in diesem Jahr hat sie den Heimat-Preis ausgelobt – und der Freundeskreis, der sich seit zehn Jahren um die Belebung des Kleinods am Rande der Werdener Altstadt kümmert, hat den ersten Platz gewonnen – und damit 7000 Euro.


Werner Stahl gibt Cap Anamur Vorsitz ab

Wenn irgendwo auf der Welt Menschen in kleinen Booten auf dem gewaltigen Ozean treiben, Naturkatastrophen Menschen entwurzeln, Mächtige Kriege entfesseln oder ein Virus wahllos Leben vernichtet, ziehen die meisten den Kopf ein. Einer der seit 40 Jahren loszieht, um zu helfen, ist der Werdener Kinderarzt Dr. Werner Strahl mit der kleinen, starken und umsichtigen Hilfsorganisation Cap Anamur. Mit 76 Jahren hat er nun den Vorsitz bei Cap Anamur im August abgegeben – ein Rückblick ohne Rückzug.


Ein Besuch beim neuen Mobilitätsbeauftragter

In seiner Jugend fuhr Max Stahr großen Erfolgen auf dem Rennrad entgegen. Nun setzt sich der einstige Leistungssportler in der Bezirksvertretung IX für ein harmonisches Miteinander aller Verkehrsteilnehmer ein: Als neuer Mobilitätsbeauftragter will der 29-Jährige den Spagat meistern, Rad- und öffentlichen Nahverkehr zu fördern, ohne die Autos in eine Sackgasse zu befördern. Die Werdener Nachrichten durften den Werdener Jungpolitiker in seiner Wohnung in Werden besuchen.


Döt on dat op Waddisch Platt: Der Podcast auf Waddisch Platt
Freedag / Freitag, 11. Dezember 2020
Opnohm / Sprecher: Marc Real


Abstimmen bei unserer Frage der Woche:
Muss ein härterer „Jahreswechsel“-Lockdown nach Weihnachten her?