06 Okt.

Lanz Verriss – hier nicht, aber . . .

Ich könnte ja . . . diesmal ohnehin keinen Lanz-Verriss schreiben, habe ja gar nicht geguckt. Ich hätte vielleicht den Schluss geschaut, wenn der menschelnde Lackaffe nicht genau in der Sekunde, in der ich einschalte, einen Beamten beleidigt hätte: „Sie sehen auch aus wie ein Beamter trotz Verkleidung).. Ich habe manchmal einfach nicht die Kraft für Fremdschämen. Der tut immer so menschelnd, ist aber entweder ein ungeschickter Idiot oder doch arrogant.

05 Okt.

Rippchen in Waltrop

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Gestern abend in Waltrop; tiefstes Nordost-Ruhrgebiet mit dem Warenhaus Manufaktum in der Zeche; das einen Besuch wert ist (aber zu Junk Food nicht passt).

Ich war ohnehin wegen eines Kontrabasses dort, eine „erwachsene Geige“ (kein Scherz von mir, sondern der eines Geigenbauers vom Bodensee). Und dann habe ich das bauchige Instrument anschließend mit einem Schlemmerabend verbunden, und die zufällige Wahl fiel mit dem Glück des Hungrigen auf Curry- Heini (www.curry-heini.de; — der Mann ist laut Webseite ja eine bundesweite Berühmtheit. Wusste ich nicht.). Ich habe mit sicherem Gespür keine Wurst bestellt, obwohl es mir Leid tut nach dem Besuch auf seiner Internetseite. Vorne an der Theke echte Ruhrgebietsstimmung: Laut, herzlich und doch sofort persönlich zu dem Fremden aus dem Westen des Potts. Weiterlesen

04 Okt.

Letzter Abend — Wir werden See(n)

Irgendwie hatte es etwas von Abschied, der letzte Abend, noch im Sommer um den See. Ich weiß, es ist Herbst, aber wer will das schon so sehen. Die ersten Blätter liegen bereits, aber noch skatet es sich gut.

Am Haus Scheppen fehlen die üblichen Verdächtigen und ich setzte mich mit der doppelten Currywurst erstmals an den Stammtisch; bereit, jede Sekunde aufzuspringen.

Ein lachender Typ fragt, wo man so hässliche Skateschuhe bekommt. Ich antworte wahrheitsgemäß: Ebay. Wenn der wüsste, wie schlecht die auch verarbeitet sind, und eine Ratsche kaputt war, was nicht unter „übliche Gebrauchsspuren“ fällt, meine ich. Die 20 Euro für sehr leichte Speedschuhe waren für die Mülltonne, sehr schade. Die werden gehen wie der Sommer, oder ich bastele daran. Aber wenn das Leuchtblau (gibt es, siehe diese Schuhe) hässlich ist, lohnt es vielleicht doch nicht.

Auf dem Rückweg schmerzen sie auch noch, überholen aber zwei Angeber. Wie sagte VW zu seinem Käfer: „He is ugly, but he functions“.

04 Okt.

Wenn Sie etwas Zeit haben — am TddE

Ich könnte ja … stundenlang erzählen, was mir zum Tag der deutschen Einheit (TddE — klingt nach einem alten Schnellzug) einfällt. Das geht wohl jedem so. Aber wenn Sie gerade an diesem Feiertag ohne Gottesdienst etwas Zeit übrig haben, einige kleine Geschichten, die auch für andere interessant sein könnten: Ich erspare ihnen die seltsamen Erlebnisse vor der Wende, als ich schon als Journalist Ostberlin besuchte und ab Friedrichstraße den ganzen Tag begleitet wurde; zusammen mit einem Kollegen, Stefan Wette, einem ehemaligen Werdener Gmynasiast. Weiterlesen

04 Okt.

Rush Rush bis zum Showdown — andere Helden

Rush_movie_posterIch könnte mich ja … schämen wegen d er albernen Überschrift. Aber es ist ja noch Morgen. Ja, der Morgen nach einem schönen Kinoabend mit „Rush“. Seit Le Mans habe ich lange wieder auf einen echten Rennfahrerfilm gewartet, 42 Jahre. Ich war nie ein Lauda Fan (eher Jochen Rindt, also Hunt), aber man wird es in dem Film; obwohl er sehr unangenehm dargestellt wird, aber sehr gut von Daniel Brühl.

Macher Ron Howard hat auch das Problem gelöst, dass die damals spektakulären Kameras in den Rennwagen heute nur müde lächeln lassen. Schnelle Schnitte in den Motor sind ein ausreichender Ersatz. Die Story wirkt so echt, und ist doch mehr als verdichtet, wie Autor Peter Morgan (auch ein schönes Auto) betont. Weiterlesen