Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 45/2026: Feuerwache, E-Scooter-Unfall, Mariengymnasium und Hitzeschutz in Werden
Neue Feuer- und Rettungswache in Heidhausen feiert Richtfest
Der Neubau der Feuer- und Rettungswache am Brakeler Wald macht gute Fortschritte. Nun wurde mit einem gut besuchten Richtfest der Abschluss der Rohbau-Arbeiten gefeiert. Mit prominenten Vertretern der Stadtgesellschaft, unter anderem waren Oberbürgermeister Thomas Kufen, Landtagsabgeordneter Fabian Schrumpf, Bezirksbürgermeisterin Gabriele Kipphardt und Feuerwehrdezernent Christian Kromberg nach Heidhausen gekommen.

E-Scooter-Unfall am Bellenbergsteig: Werdenerin berichtet von Zusammenstoß
Der Schock steckt Sandra Leschber noch Tage später in den Knochen. Am Halloween-Nachmittag, Samstag, 31. Oktober, ging die Werdenerin gegen 16.20 Uhr den Gehweg am Bellenbergsteig entlang. Auf Höhe der Hausnummer 7 sei sie von jugendlichen E-Scooter-Fahrern angefahren, berichtet sie. Offenbar waren sie in einer Gruppe von „zwei, drei E-Scootern“ auf der schmalen Fahrbahn unterwegs, als ihnen ein Auto entgegenkam.
„Volle Pulle sind sie auf den Bürgersteig ausgewichen, ohne zu klingen, und haben mich einfach über den Haufen gefahren.“ Sie kam offenbar mit Blessuren davon: zerrissene Hose und Schuhe sowie blaue Flecke, aber keine Brüche oder Ähnliches. Dass seit einigen Wochen wieder E-Scooter zum Stadtbild Werdens gehören, ist nicht nur ihr ein Dorn im Auge.
Mariengymnasium Werden entwickelt sein Unterrichtskonzept weiter
„Jungs brauchen halt Bewegung“, sagt Markus Niehaus. Der Erprobungsstufenkoordinator steht damit vor einem praktischen Problem: Das Mariengymnasium Werden hat weder einen großen Schulhof noch einen Fußballplatz direkt am Gebäude. Mehr Platz sollen die Jungen trotzdem bekommen. Deshalb sind zwei große Räume, die zuvor für den Kunstunterricht genutzt wurden, zu Klassenräumen für die beiden fünften Jungenklassen geworden.
Sie haben eigene Ausgänge zum sogenannten Kunstgarten. Dort können die Schüler zwischendurch an die frische Luft. Die neuen Räume sind eine von mehreren Anpassungen am Konzept der parallelen Monoedukation. Seit dem Schuljahr 2010/11 lernen Mädchen und Jungen am Mariengymnasium zeitweise getrennt – davor war die bischöfliche Schule ein reines Mädchengymnasium.
Das gilt inzwischen von der fünften bis einschließlich der achten Klasse. Pausen, Arbeitsgemeinschaften und Ausflüge verbringen sie weiterhin gemeinsam. Ab Klasse 9 werden gemischte Klassen gebildet. Die Schule fasst ihr Modell mit dem Leitsatz „Getrennt lernen. Gemeinsam leben“ zusammen. Nach rund 16 Jahren hat das Gymnasium sein Konzept erneut geprüft.
Mehr Hitzeschutz für Essen: Netzwerk fordert städtische Koordination
Christiane Gregor sieht mit dem Netzwerk von Gemeinsam für Stadtwandel Essen einen sofortigen Handlungsbedarf angesichts der „explosiv“ gestiegenen Zahl an Todesfällen, die unmittelbar durch die Hitze oder im Zusammenhang mit ihr in diesem Jahr zu beklagen waren. Einem Forderungspapier, das von einem breiten Bündnis aus der Zivilgesellschaft, unter anderen dem gesamten evangelischen Kirchenkreis mitgezeichnet wurde, hat sich auch ihr Verein LIV, Leben in Vielfalt, Essen angeschlossen.
Einen Hitzegipfel allerdings will die Stadt nicht organisieren. „Es stehen Ehrenamtler bereit, die Menschen in ihren Wohnungen abzuholen und zu Kühlorten zu bringen. Kirchen haben sich bereit erklärt, weitere zu schaffen. Viele Vereine würden sich engagieren, es braucht aber besser eine städtische Koordination.“ Etwa Fördervereine an Schulen, um Hitzeschutzfolien anbringen zu lassen, die vier Grad im Zimmer ausmachen werden. Das Netzwerk hat viele Ideen für einen besseren Schutz gegen den Klimawandel.
Frank Goosen bringt Heimat, Fußball und Rockmusik nach Werden
Am Mittwoch, 11. November, kommt der Bochumer Autor und Kabarettist Frank Goosen ins Forum des Mariengymnasiums. In seinem Programm „Heimat. Fußball. Rockmusik.“ erzählt er mit trockenem Humor vom Leben im Ruhrgebiet. Es geht um Omma und Oppa, um die ersten Konzerte und um Niederlagen, an die man sich noch Jahre später erinnert.
Auch die kleinen Triumphe haben ihren Platz. Für einen davon reicht es schon, wenn einen auf dem eigenen Fußballplatz jemand „Trainer“ nennt. Am Wochenende gibt es keine Auftritte, da ist er im Stadion. Wir haben dem Kultautor einige „Tresenfragen“ gestellt.

Eindrücke vom Montagschor in der Evangelischen Kirche Werden

