29 Okt.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 44/2026: Halloween auf dem Baldeneysee, neue Feuerwache und Werdener Geschichte

Halloween auf dem Baldeneysee: Weiße Flotte lädt zur Geisterfahrt

Die Weiße Flotte lädt ein zur Geisterfahrt: Am Freitag, 30. Oktober, 17.30 bis 19.30 Uhr und 18 bis 20 Uhr, sowie am Samstag, 31. Oktober, von 17 bis 19 Uhr, starten gruselig dekorierten die Schiffe „Baldeney“ und „Hesingen“ vom Anleger Hügel zur Halloween-Tour. Zudem steigt am Anleger Hügel auf einem Schiff eine Halloween-Party. Tickets (für die Tour 28/20 Euro, für die Party 35 Euro): www.baleneysee.com.


Neue Feuer- und Rettungswache Süd an der Ruhrtalstraße geplant

Die neue Feuer- und Rettungswache Süd soll auf dem ehemaligen Gelände der Laupendahler Kfz-Werkstatt an der Ruhrtalstraße entstehen. Das benachbarte Grundstück mit der Aldi-Filiale steht für das Vorhaben nach derzeitigem Stand nicht zur Verfügung.

Nach Kenntnis der Feuerwehr will Aldi am bisherigen Standort neu bauen. Das sagte Branddirektor Dominik Rützel von der Feuerwehr Essen in der vergangenen Sitzung der Bezirksvertretung IX im Kettwiger Rathaus. Aldi Nord spricht von einer „geplanten Modernisierungsmaßnahme“.


Zehn Jahre Hilfe für Waisenkinder in Ghana

Der Hilfsverein „Ghana Rural Health Care Support“ feiert sein zehnjähriges Bestehen.

Der Verein mit Sitz in Werden betreut seit acht Jahren das Waisenhaus „Needy Faith“ in der entlegenen Region Awutu in Ghana. 25 Waisenkinder im Alter von vier bis 16 Jahren sind dort beheimatet und besuchen die angrenzende Waisenhausschule.

Der Verein unterstützt das Waisenhaus regelmäßig mit Nahrung, Frischwasser und Bildung: Er ist der einzige Unterstützer der Waisenkinder. Es besteht die Möglichkeit, Patenschaften für die Kinder übernehmen. Nun soll auch der Verkauf eines Jahreskalenders mithelfen.


Heissiwald-Projekt bringt Kindern die Natur näher

Beim Projekt „Mein Tag im Heissiwald“ stehen Kinder aus dem Essener Norden im Mittelpunkt: ihre Neugier, ihr Staunen, ihre Fragen und ihre Freude. Der Förderverein des Wildgatters Heissiwald möchte Essener Kindern und ihren Eltern Wissen über Natur und Umwelt vermitteln. Doch viele Familien kennen das Wildgatter gar nicht oder können es aufgrund fehlender Mobilität nur schwer erreichen.

Hier setzt das Pilotprojekt an: ein Tag in der Natur, voller Entdeckungen.

Das Angebot richtet sich insbesondere an Kindertagesstätten und Familienzentren aus Stadtteilen, deren Kinder nur selten Zugang zu naturnahen Lern- und Erlebnisorten haben.


SC Werden-Heidhausen muss sich gegen Mintard mit Remis begnügen

Landesligist SC Werden-Heidhausen holte ein 1:1 gegen Mintard. Die Löwentaler hatten alles gegeben, sich diesmal auch ein Übergewicht an Torchancen erarbeitet, aber wieder „nur“ remis gespielt. Der Reserve und der „Dreiten“ gelang offensiv zu wenig, während die „Bierte“ ein Torfestival abfackelte. An Allerheiligen ist spielfrei.


Die Silberbibel und das Geheimnis der Werdener Klosterbibliothek

Ein Pergamentblatt, um ein Stück Holz gewickelt, zusammen mit alten Reliquien unter dem Boden einer Domkapelle: Was im Oktober 1970 in Speyer zum Vorschein kam, gehörte zu einem der bedeutendsten Bücher aus der einstigen Werdener Klosterbibliothek.

Es war das Schlussblatt des Codex Argenteus, der berühmten „Silberbibel“. Der größte erhaltene Teil der Handschrift lag damals längst in Schweden. Bei der Zuordnung halfen nicht nur die Schrift und der Inhalt. Auch Wurmlöcher passten zusammen.


01 Feb.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 5/2018

Diese Woche steigen die Werdener Nachrichten ganz tief in die Statistik. Trotzdem sollte es spannend und unterhaltend sein. Werden überaltert, wenn, dann nur ganz langsam und vorsichtig. Unsere Leser diskutieren eifrig.

Die Bezirksvertretung hat im Löwental und im Tal des Volkswaldes eine Entscheidung getroffen. Die Handballer sind richtig gut. Wir schauen nach Mintard und noch viel weiter.

Es gibt jede Menge Musik und noch viel mehr Karneval. Sogar ein Bauchredner ist diesmal dabei, und wir besuchen einen Hausbauer am Wohnwagen.

Dazu mehr über den Leinpfad, der die Radfahrer und Denkmalschützer scheidet, glaubt jedenfalls Grün & Gruga.

Das und noch viel mehr in der Werdener!

30 Jan.

Mintarder Brücke – zu kurz gedacht

Die Mintarder Brücke soll also mittelfristig ausgebaut oder abgerissen werden, oder einen platonischen Partner bekommen; eine weitere Brücke ohne Berührung daneben. Sechs Spuren würden dann entstehen, passend zum Ausbau der A 52 vor und hinter der Brücke. 52 Jahre ist die Mintarder jetzt alt, was ja gut zur A 52 passt. Zum Vergleich, der selbstverständlich absurd ist: Die vorletzte Brücke von Werden hat dieses Alter nicht erreicht, die letzte ist zwei Jahre jünger, hätte aber wenigstens genug Spuren. In der Breite schenken sich beide Brücken nichts. Leider dürfte Werdens Brücke zu kurz sein, und zu kurze Beine haben. Schade. Diesen „Flugzeugträger“ könnte Werden gut abgeben.

Ein Abriss der Mintarder Brücke wäre wirklich seltsam, nicht nur wegen eines zumindest für Menschen noch akzeptablen Alters, indem man noch nützlich sein kann, oder? Aber auch so wäre es seltsam: Ist die letzte Reparatur nicht erst gerade gewesen? Nun ja, genaugenommen ist das doch schon viereinhalb Jahre her. Eigentlich wurde sie schon immer repariert. Der Bau der heute noch längsten Stahlbrücke Deutschlands (1800 Meter, immerhin bei allen Brücken Deutschlands knapp auf Platz 8) war ein Schnäppchen: Umgerechnet 20 Millionen Euro. Nun gut, in den ersten Jahren mussten kleine Nacharbeiten für 8,4 Millionen € vorgenommen werden. Damit kostete sie immer noch weniger, als vor 30 Jahren für den Werdener Tunnel (ca. 300 Meter) mit umgerechnet 30 Millionen € veranschlagt wurden. Doch dann kam über Mintard die Reparatur vor 13 Jahren mit 14 Millionen € dazu, und nun 2013 noch einmal 2,5 Millionen €.

80.000 Fahrzeuge fahren täglich hoch über Mintard. In Werden sind es 40.000; und wie gesagt: Sieben Fahrspuren in Werden! Bekanntlich weniger ein Problem der Werdener Brücke als der B224 in Werdens Innenstadt.

Ich gebe zu: das kann man alles nicht vergleichen. Also zurück zur Mintarder Brücke: Der Verkehr der Zukunft braucht diesen Ausbau, sonst wären der Ausbau der B 52  davor und danach Unsinn. Eine Frage: Hat man sich das nicht vorher überlegt?

Und dann doch noch eine Feststellung für Werden, wo die heute noch viel zu breite Brücke ja den Verkehr einer A 31 aufnehmen sollte, die nie gebaut wurde. Da hatte man vorher überlegt, aber falsch.

Ich könnte . . . drüber schmunzeln, wenn es nicht in Werden und über Mintard so traurig wäre. Aber vielleicht reicht es ja auch, wenn man über das Ruhrtal bei Werden eine Brücke zur Entlastung der B 52 baut —  von  Bredeney nach Ober-Heidhausen (Preutenborbeck) oder gleich nach Velbert . Das sähe sicher nicht schön aus, aber die Italiener machen so etwas locker zwischen Venedig und Cortina d’Ampezzo. Da steht ein Brückenpfeiler mitten in der historischen Stadt Vittorio de Veneto. Ein kleines Opfer für eine Entlastung um 20 Prozent .  (Ich bitte inständig, die vorangegangenen Zeilen nicht ernst zu nehmen; und hoffe trotzdem, Sie nicht gelangweilt zu haben)