Es gibt keinen Schnee mehr
Ich könnte ja das schreiben, was alle sagen: Es gibt keinen Schnee mehr. So sind wir eben, die Ü50, wahrscheinlich auch Ü40, wir erzählen aus vergangenen Zeiten und machen die Mädels und Jungs neidisch. Natürlich hatten wir nicht dauernd Schnee, und erst recht nicht an den Weihnachtstagen.
Aber es gab ihn, wenn dann für mehrere Tage, ja, wir haben Schneemänner gebaut.
Geht heute auch noch oft. Aber vor allem hatten wir eins, Schlinderbahnen, oft über mehrere Tage, dazuauch Gleitschuhe. Die gibt es noch zu kaufen, aber sie lohnen sich wirklich nicht mehr, weil der Schnee viel zu selten fest wird.
Damit konnte man nicht nur auf Schnee, Schlinderbahnen und Eisflächen Spaß haben, sondern auch Schlitten schneller machen und Schlittenketten steuern. Schlittenketten bildete man nicht, indem man die Schlitten aneinander band, sondern, indem sich einer auf den Schlitten legte und sich mit den Füßen in den Schlitten dahinter einhakte. Dass das nicht zu Fußbrüchen führte ist ebenso seltsam, wie es ungeheuren Spaß machte. Zum Trost für die Jungen: Dafür habt Ihr heute Racingsmodelle, Schläuche und abgefahrene Ufos, die wir kaum nutzten. Aber es bleibt ein Manko: Schnee.
Jetzt habe ich doch geschrieben, was alle sagen. Aber all ihr U30 bis Ü15, fragt mal Eure Eltern, wie das damals war. Die haben wahre Abenteuerromane zu erzählen, von Kaperfahrten und so.


Ich kann mich noch gut erinnern an einen Besuch auf der tiefsten, eigentlich höchsten Schwäbischen Alb. Da meinten die Ureinwohner: Wir aus dem Ruhrgebiet seien arrogant; und das begründeten sie tatsächlich damit; dass wir ihre klassische Kritik „schwarze Wäsche im Garten“ nicht widerlegten, sondern mehr meinten: „Na und!“ — Damals hatte man eben noch nicht den Goosen.
Damit darf Goosen das sowieso für ein Fotobuch nutzen, zu dem er das Vorwort geschrieben hat. Denn selbst jemand, der den Satz abgenutzt findet, muss den Satz ihm für ein Fotobuch über die Achtziger zugestehen. Warum sollte er einen zweitklassigen Satz nehmen.
Ihr großer Hund stand mitten auf dem Bürgersteig und machte auf denselben. Ich musste warten, weil der drückende Hund den Bürgersteig blockierte und etliche Autos auf der Straße fuhren. Das junge, sympathisch wirkende Frauchen machte keine Anstalten, den Kot aufzuheben, schob ihren Kinderwagen weiter.