Endlich gibt es wieder die Werdener Nachrichten! Und das sind die Themen der ersten Ausgabe im neuen Jahr:
Einfallsreiche Sternsinger
In Corona-Zeiten können die Sternsinger nicht wie gewohnt von Tür zu Tür ziehen. Was sich Jugendliche in Heidhausen und Fischlaken einfallen ließen, um dennoch Spenden für Menschen in Not sammeln zu können, verraten die Werdener Nachrichten!
Homeschooling in Werden
Der harte Lockdown verlängert sich – vorerst bis zum 31. Januar. Das heißt auch: In den Werdener Gymnasien bleiben die Stühle kalt, dafür flackern daheim die Bildschirme – Homeschooling, wie das Lernen daheim neudeutsch heißt, ist angesagt. Wie das klappt, steht in den Werdner Nachrichten!
… und vieles mehr!
Alle Details zu den neuen Quartiers-Bussen, die traditionellen Neujahrs-Grußworte von waddischen Vertretern aus Politik und Gesellschaft und: die Gewinner des Weihnachts-Preisrätsels 2020!
Abstimmen bei unserer Frage der Woche: Werden Sie sich gegen Corona impfen lassen?
drei Wochen lang mussten Sie auf ihre Werdener Nachrichten verzichten. Nun endlich ist die Zwangspause beendet: Endlich können wir Sie wieder mit Nachrichten, Hintergründen, Reportagen und Geschichten aus Werden Stadt und Land versorgen. Vom kommenden Freitag, 15. Januar, an erscheinen die Werdener Nachrichten wieder wie gewohnt.
Wir entschuldigen uns bei Ihnen, liebe Leserinnen und Leser für die Unannehmlichkeiten, die Ihnen dadurch entstanden sind. Und wir bedanken uns bei den vielen Menschen, die uns telefonisch, per Brief und E-Mail Anteilnahme und Mut zugesprochen haben.
Die Folgen des Hackerangriffs bekommen wir heute noch zu spüren – noch ist ein normales Arbeiten für uns als Redaktion nicht möglich. Jedoch arbeiten alle Bereiche im Verlag weiter mit Hochdruck an der Lösung der noch ausstehenden Probleme. Und dank der Fortschritte, die dabei erzielt werden, können wir Ihnen nun endlich wieder Ihre Heimatzeitung präsentieren!
Bereits am 14. November des vergangenen Jahres hat eine Unbekannte einer 82-Jährigen im Edeka-Supermarkt an der Heckstraße die Geldbörse gestohlen. Mit der EC-Karte, die sich in der Geldbörse befand, bezahlte die Täterin kurze Zeit später mehrere Einkäufe und hob Geld an zwei Geldautomaten ab.
Bei einer der Bargeldabhebungen wurde die Unbekannte gefilmt. Mit Bildern aus der Überwachungskamera sucht die Polizei nun nach der Tatverdächtigen und nach Zeugen: Wer kennt die abgebildete Frau und/oder kann Hinweise zu ihrem aktuellen Aufenthaltsort geben?
An der Haustür konnten in diesem Jahr die Segenswünsche der Sternsinger wegen der coronabedingten Kontaktbeschränkungen nicht überbracht werden. Auch Spenden für die Kinder in aller Welt konnten nicht auf gewohnter Weise gesammelt werden. Aber das Geld wird umso dringender für Bildungsprojekte und jegliche andere Hilfen benötigt.
Deshalb wurden die Jugendlichen der Kamillusgemeinde kreativ: In Christi Himmelfahrt in Fischlaken saßen am vergangenen Samstagvormittag Jugendliche unter dem Vordach der Kirche und am Sonntagvormittag im Vorraum von St. Kamillus in Heidhausen, um auf die Aktion hinzuweisen. Segensaufkleber und Handzettel lagen bereit und die Jugendlichen konnten reichlich Spenden entgegennehmen.
Da die Kamilluskirche täglich zwischen 8 und 18.30 Uhr geöffnet ist, liegen Segensbänder und Handzettel noch zwei Wochen im Vorraum zum Mitnehmen aus. Der Opferstock hinter der Glastür auf der rechten Seite steht genau so lange für die Sternsingeraktion zur Verfügung. Wer lieber eine Spende für die Aktion von zuhause aus überweisen möchte, kann dies auf folgendes Konto des BdKJ Diözesanverbands tun: IBAN: DE14 3706 0193 2001 4930 20BIC: GENODED1PAX .
Mit festlich geschmückten Traktoren und weihnachtlicher Musik im Gepäck sind Landwirte aus ganz NRW am Wochenende auch durch Werden Stadt und Land gefahren, um weihnachtliche Stimmung zu verbreiten.
Der Ortsbus
kommt: Mit dem Fahrplanwechsel zum 7. Januar 2021 rollt auch der
lange diskutierte und angekündigte Kleinbus als Ringlinie im
20-Minuten-Takt durch Werden Land. Doch nicht alle stimmt das neue
Angebot, das ursprünglich Teil des ansonsten gescheiterten Werdener
Verkehrskonzeptes war, glücklich: Anwohner rund um die
Ruhrlandklinik fühlen sich im wahrsten Sinne des Wortes abgehängt.
Wenige Wochen später bringt CDU-Ratsherr Ulrich Beul gute
Nachrichten: „Der neue 190- er wird zukünftig auch zum Heidhauser
Platz und wieder zurück fahren“, verspricht der neue
Aufsichtsratsvorsitzender der Ruhrbahn. Durch diesen zusätzlichen
Ast werde der Heidhauser Platz eine Art Knotenpunkt mit guten
Umsteigemöglichkeiten.
Vor manchen Läden
bildeten sich noch einmal lange Schlangen: Für die letzten zwei Tage
vor dem Lockdown brauchte man in der Werdener Innenstadt nicht nur
wetterfeste Kleidung, sondern auch Geduld. Die Händler zeigen
Verständnis für die Maßnahmen, haben aber Sorge um ihr tägliches
Brot. Sie hoffen, dass die Werdener sich bestellfreudig zeigen und
die lokalen Online-Angebote wahrnehmen.
Wenig
vorweihnachtliche Stimmung herrscht in den frühen Morgenstunden des
ersten Adventsonntags beim Werdener Bürger- und Heimatverein (WBHV):
Denn der Werdener Wiesn-Wirt Mali Sirin berichtet, dass der von ihm
gesponserte Tannenbaum, der vor seinem Biergarten aufgebaut war, in
der Ruhr schwimmend gesichtet wurde.
Wegen der
steigenden Infektionszahlen sagen nach und nach sämtliche Kirchen in
Werden Stadt und Land ihre Weihnachtsgottesdienste ab. Stattdessen
gibt es Alternativen online und am Telefon. Auch auf
Radio-Gottesdienste verweisen die Gemeinden.
„Wir sind sehr
erfreut – und auch ein bisschen stolz“, sagt Peter Bankmann.
Grund der Freude für den Freundeskreis Gartenhaus Dingerkus, dem er
vorsitzt, ist eine Auszeichnung der Stadt Essen: Erstmals in diesem
Jahr hat sie den Heimat-Preis ausgelobt – und der Freundeskreis,
der sich seit zehn Jahren um die Belebung des Kleinods am Rande der
Werdener Altstadt kümmert, hat den ersten Platz gewonnen – und
damit 7000 Euro. Ein schöner Lichtblick in einem Jahr, das ansonsten
auch für die Dingerkus-Freunde rar an Höhepunkten war. Dabei sollte
2020 ein besonderes Jahr werden für die engagierte Runde:
„Eigentlich wollten wir im August ausgiebig unser zehnjähriges
Bestehen feiern mit offenem Garten und Musikprogramm“, so Peter
Bankmann.
In seiner Jugend
fuhr Max Stahr großen Erfolgen auf dem Rennrad entgegen. Nun setzt
sich der einstige Leistungssportler in der Bezirksvertretung IX für
ein harmonisches Miteinander aller Verkehrsteilnehmer ein: Als neuer
Mobilitätsbeauftragter will der 29-Jährige den Spagat meistern,
Rad- und öffentlichen Nahverkehr zu fördern, ohne die Autos in eine
Sackgasse zu befördern. Die Werdener Nachrichten durften den
Werdener Jungpolitiker in seiner Wohnung in Werden besuchen.
Die
Restcent-Aktion hat bei den Mitarbeitern des St. Josef Krankenhaus
Werden eine lange Tradition: Bei der Auszahlung des Monatsgehalts
verzichtet ein Großteil von ihnen freiwillig auf die Cent-Beträge
hinter dem Komma. Für den Einzelnen sind das nur kleine Beiträge im
Monat, in der Summe können sie allerdings viel bewirken: 609,28 Euro
kamen im Laufe des letzten Jahres auf diesem Weg zusammen. „Wir
alle entscheiden gemeinsam über den Zweck der Gelder – in diesem
Jahr möchten wir das Christliche Hospiz hier in Werden
unterstützen“, sagt Betriebsratsvorsitzender Kasimir Schlimok bei
der Scheckübergabe.
Die Erzieherin,
Natur- und Waldpädagogin Henrike Galla und die Gesundheits- und
Kinderkrankenpflegerin Johanna Knaup engagieren sich seit vielen
Jahren für Familien im Stadtteil. Glücklich lachende Kinder und
ratsuchende Eltern sind ihr Metier. Nun tun sie sich mit „Gemeinsam
Wachsen“ zusammen und bieten Kurse an für Familien, Eltern,
Kinder. Am Frielingsdorfweg in Heidhausen war genau das richtige
Raumangebot frei. Beide machen damit aus der Not eine Tugend, denn
fast zeitgleich mussten ihre bisherigen Räume aufgegeben werden. Die
Elternschule Werden schloss ihre Pforten.
Dirk Uhlenbrock
ist niemand, der Dinge einfach als gegeben hinnehmen mag – auch
nicht den Ort, in dem er lebt. Wenn er durch seine Heimat Werden
streift und dabei die Begebenheiten der Landschaft und der
Architektur, die ihm dabei begegnen, in Augenschein nimmt, dann fragt
er sich zusehends, „warum die die Dinge so sind, wie sie sind“.
„Dabei bin ich darauf gestoßen, dass vieles mit der Geschichte des
Werdener Stifts zusammenhängt.“ Mit seiner so entfachten
Leidenschaft für Heimatgeschichte will der Grafiker nun andere
anstecken: Zusammen mit dem Buchhändler Thomas Schmitz bringt er die
neue Heftreihe „Wadden Kladden – Werdener Heimathefte“ heraus.
Die Sicht auf den
Schulalltag durch die Augen der Schüler des Kunst-Leistungskurses
der Jahrgangsstufe 12 am Gymnasium Werden fand die Kurslehrerin
Alexandra Gollan beeindruckend. „Nach den Schulschließungen und
der ungewissen Zeit in den Ferien zeigten die Schüler ihren
subjektiven Blick auf den Schulalltag, der geprägt ist von vielen
Regeln, Social Distancing und dem Versuch, ein bisschen Normalität
einkehren zu lassen. In diesen Fotografien zeigten die jungen
Künstler ihre Eindrücke und transportieren dies in künstlerische
Fotoserien, die mehr zeigen sollen als nur die reine Dokumentation.“
Man glaube als Lehrer häufig, man wüsste, was die Schüler so
denken, sagte die Alexandra Gollan im Interview. Diese Fotoserien
allerdings hätten ihr gezeigt, dass man bisweilen doch nicht eine so
klare Vorstellung davon habe.
Die Essener
Kindertageseinrichtung St. Kamillus eröffnet Anfang 2021 eine neue
Waldgruppe. Die Gruppe wird in einem Bauwagen auf dem Außengelände
der Kita untergebracht, soll die meiste Zeit jedoch im nahe gelegenen
Waldgebiet verbringen. Im Dezember bereits wurde der Bauwagen für
die neue Naturgruppe geliefert.
Folkwang-Studenten beim „Kunstspaziergang“ auf der Brehminsel.
Kultur in Zeiten
von Corona: Proben können Studenten der Folkwang-Universität
momentan nur sehr eingeschränkt – in Gruppen können sich die
angehenden Künstler gar nicht treffen. Die Choreografie-Studenten
Mateusz Bogdanowicz und Manuel Zeza haben eine Lösung gefunden: Mit
Tanzstudenten treffen sie sich regelmäßig zu „Kunstspaziergängen“
auf der Brehminsel. Dort fotografieren und filmen sie Tänzer wie
Lucas Lopes Pereira. Die Videos, die aus dieser Performance
entstehen, kann man sich später im Internet anschauen.
Zu seinem 85.
Geburtstag am 7. Mai hatte das Werdener CDU-Urgestein Hanslothar
Kranz hinter der LudgerusBasilika, unweit des Kräutergartens, einen
Baum, eine Amerikanische Felsenbirne gepflanzt. Dabei bat er statt
persönlicher Geschenke um eine Spende für die soziale Einrichtung
„Raum 58“. Diese hat er nun an die Sozialeinrichtung im Essener
Nordviertel weitergegeben. Einen Gesamtbetrag von 3500 Euro hat
Hanslothar Kranz mit seiner Spendenaktionen zusammenbekommen: „Dafür
möchte ich mich bei allen Spenderinnen und Spendern herzlich
bedanken.“
Mit festlich geschmückten Traktoren und weihnachtlicher Musik im Gepäck sind Landwirte aus ganz NRW auch durch Werden Stadt und Land gefahren, um weihnachtliche Stimmung zu verbreiten. Denn auch wenn Corona allerorts die Stimmung trübt, wollen die im Verein „Land schafft Verbindung“ organisierten Bauern, Kinderaugen zum Leuchten bringen. Daher klapperten sie bei ihrer Tour viele Kinderkrankenstationen und Einrichtungen für kranke oder benachteiligte Kinder ab und verteilten dort kleine Geschenke. Zu den Organisatoren gehörte auch der Werdener Landwirt Thomas Leuchten.
Wenn irgendwo auf
der Welt Menschen in kleinen Booten auf dem gewaltigen Ozean treiben,
Naturkatastrophen Menschen entwurzeln, Mächtige Kriege entfesseln
oder ein Virus wahllos Leben vernichtet, ziehen die meisten den Kopf
ein. Einer, der seit 40 Jahren loszieht, um zu helfen, ist der
Werdener Kinderarzt mit der kleinen, starken und umsichtigen
Hilfsorganisation Cap Anamur. Dr. Strahl arbeitete zwölf Jahre
ehrenamtlich im Vorstand, davon acht Jahre als dessen Vorsitzender.
Mit nur fünf Mitarbeitern in der Kölner Verwaltung und 15
Vereinsmitgliedern ist Cap Anamur sorgfältig mit der Verwendung der
gespendeten Gelder und dabei sehr effektiv. Damit das auch so bleibt,
gab der 76- jährige dankbar und gern seine Aufgabe an einen jüngeren
Nachfolger ab, will aber weiterhin aktiv mitmachen.
Bereits im Sommer
hat die Ernst von Siemens Musikstiftung den während Corona-Pandemie
aufgelegten Folkwang Hilfsfonds mit einer großzügigen Fördersumme
unterstützt. Jetzt gibt die Stiftung weitere 65.800 Euro an
finanziell in Not geratene Folkwang Studierende aus den
Musikstudiengängen.
Ruhig ist es
geworden um die Idee des Lichtkunstwerks „Brückenschlag“, mit
der die Künstler Prof. Norbert Thomas und der Architekt Dieter
Michael die Gustav-Heinemann-Brücke aufwerten wollen. Doch hinter
den Kulissen arbeiten die Initiatoren immer noch daran, dass aus
ihrer Idee Realität wird. So hoffen sie, dass ein wichtiger Schritt
im Zuge der geplanten Brückensanierung umgesetzt werden kann.
Viel Zeit, seine
Dinge zu ordnen, Klavier zu spielen und über das nachzudenken, was
daheim bedeutet. Nicklas John spielte während des ersten Lockdowns
im Bürgermeisterhaus. Sein Spiel ermunterte den Musiker Carsten
Linck, dem 23-jährigen anzubieten, seine erste CD mit dem im
Bürgermeisterhaus dafür ebenfalls vorhandenen Equipment
aufzunehmen. Diese CD entfaltet durchaus Sog-Wirkung und endet, für
einen Jazz-Pianisten ungewöhnlich, mit dem Steiger-Lied.
Im Rahmen der Caritas-Aktion „Freude schenken“ wurden in der
Gemeinde St Kamillus 50 Pakete gepackt und in den beiden Kirchen in
Heidhausen und Fischlaken abgestellt. Auch die beiden katholischen
Kindergärten beteiligen sich seit einigen Jahren an der Paketaktion.
Die Eltern haben mit ihren Kindern liebevoll 49 Pakete gepackt. Diese
wurden für Frauen und Kinder im Essener Frauenhaus abgegeben. Schon
seit Jahren erhalten die Frauen im „Café Schließfach“ diese
Pakete, die in diesem Jahr wegen Corona auf mehreren kleinen
Weihnachtsfeiern zur Mitnahme übergeben werden.
Die
FUNKE Mediengruppe, zu der auch die Werdener Nachrichten gehören,
ist Opfer eines Hackerangriffs geworden. Davon betroffen sind
zahlreiche Computersysteme im gesamten Bundesgebiet – auch unsere
Redaktion und unser Druckhaus. Die Weihnachtsausgabe der Werdener
Nachrichten kann deshalb nicht erscheinen. Da der Angriff auf die
Systeme weiter andauert und die IT-Technik Zeit braucht, um den
Schaden zu beheben, müssen auch die Leser auch auf die beiden
kommenden Ausgaben verzichten. Als Ersatz erscheinen die
traditionellen Neujahrsgrußworte, der Jahresrückblick 2020 und
weitere Geschichten online auf waddische.de.
Die Redaktion der
Werdener Nachrichten hofft, ihre Leser bald wieder in gewohnter Form
mit den Werdener Nachrichten versorgen zu können!