05 Feb.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 06/2026: Hilfe, Förderung und Diskussionen

Spendenaktion für ukrainische Partnerschule

Aus einer Idee im Klassenraum wurde eine wirksame Hilfe. „Wir haben gemeinsam mit den Schülern der Klasse 9a überlegt, was man den Schülern unserer Partnerschule in der Ukraine, dem Lyzeum Nr. 7 in Riwne, Gutes tun könnte, und haben dann eine Spendenaktion gestartet“, erzählt Geschichtslehrer Malte Knapp. „In einer ersten Sammelaktion haben die Schüler nützliche Alltagsgegenstände wie Schreibutensilien und Hygieneprodukte mitgebracht. Sachen, worüber sich die notleidenden Schüler in der Ukraine freuen.“ Die gesammelten Spenden wurden von Wolfgang Kintscher und seinem Team vom Essener Verein „Ukraine wir kommen“ in die Ukraine gefahren und dort feierlich übergeben.


Bezirksvertretung unterstützt Bollerwagenumzug

Die Bezirksvertretung IX Werden, Schuir, Bredeney und Kettwig (BV) hat in ihrer letzten Sitzung das neue Haushaltsjahr beschlossen. Dabei wurde der Zuschuss zum Bollerwagenumzug von 500 auf 3000 Euro aufgestockt – nach Angaben der Veranstalter sichert das den Zug; drei Feste in Kettwig erhalten zudem 6000 Euro Unterstützung. Die traditionelle Altweiberfeier der AWO erhält 50 Euro. Ein Arbeitskreis, der sich aus Mitgliedern der BV und Vertretern der Verwaltung zusammensetzt, empfiehlt in diesem Bereich eine Reduzierung der Mittel für „Zuwendungen an Dritte“ auf 16 315 Euro, wobei insbesondere bei den Stadtfesten jeweils eine Förderung von 2000 Euro vorgesehen ist, statt – wie gewünscht – 4000 Euro.


Anhaltende Diskussion um Forensik-Standort

Die Diskussion um die geplante Forensik, die der Landschaftsverband Rheinland (LVR) im Auftrag des Landes NRW in Heidhausen bauen möchte, reißt auch nach dem Bürgerdialog vor gut einer Woche nicht ab. Die FDP Werden wirft den Entscheidungsträgern falsche Prioritäten bei der Wahl des Standorts und mangelnde Transparenz vor, auch die hiesige CDU lehnt die Planungen ab. Im Essener Norden indes zeigt sich mancher verwundert über diese Diskussion im beschaulichen Süden.


Männer reden über Gefühle: „Mann, lass mal reden“

Ein kühler Montagabend im Wesselswerth. Im „Karst´s Gesundheitspunkt“ stehen heute nicht maßgeschneiderte Behandlungspläne im Mittelpunkt, sondern Stühle. Darauf sitzen überwiegend Männer, vereinzelt auch Frauen, zwischen Ruderbank und Ergometer. Und sprechen über Dinge, die sie meistens für sich behalten: Unsicherheiten, Körpergefühl oder emotionale Bedürfnisse. In der zwölften Ausgabe der Essener Gesprächsreihe „Mann, lass mal reden“ erzählt der Physiotherapeut und Extremsportler Fabian Karst von seinem Lebensweg und dem, was ihn jeden Tag zu Höchstleistungen anspornt. Der Inhaber des Gesundheitszentrums spricht dabei auch über seine Grenzen und betont, dass Bewegung für ihn weit über reine Fitness hinausgeht, ihm als seelische Stütze und notwendige Kraftquelle für seinen fordernden Berufsalltag in der Verantwortung als Unternehmer dient.


SCWH unterliegt deutlich zum Auftakt

Das einzige Ziel des SC Werden-Heidhausen in der Landesliga kann nur Klassenerhalt heißen, nicht mehr, aber auch nicht weniger. In der Mintarder Aue kam der SC jetzt unter die Räder.: Bei DJK Blau-Weiß Mintard unterlagen die 1. Herren mit 5:0.


Tour über den Ruhrtalradweg durch Werden

30 Mai

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 22/2025: Aufstieg, Baustellen, Rückkehr und Engagement

SC Werden-Heidhausen steigt in die Landesliga auf

Der SC Werden-Heidhausen ist aufgestiegen in die Landesliga. Mit einem souveränen 4:1 beim einstigen Zweitligisten 1. FC Mülheim nutzten die Löwentaler direkt den ersten Matchball und jubelten mit einer unglaublich großen Schar an Fans, die nach Styrum mitgekommen war. Mehrere hundert Werdener unterstützten ihre Helden, waren sogar mit einem Reisebus angereist. Danach ging es im Löwental feucht-fröhlich weiter.


Lange Bahn-Sperrung schneidet Werden ab

Fast die gesamte zweite Jahreshälfte wird Werden komplett vom Bahnverkehr abgeschnitten sein: Von Samstag, 29. Juni bis Montag, 1. Dezember wird die Bahnstrecke zwischen Essen Hauptbahnhof und Düsseldorf-Unterrath in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Das heißt: In dieser Zeit rollt kein Zug mehr in den Werdener S-Bahnhof ein. Nutzer der S 6 sind in diesem Zeitraum auf Ersatzverkehr angewiesen.


Rückkehr der Ludgerus-Skulptur zum Brunnen

Der Heilige Ludgerus steht vor seiner Rückkehr: Während des vergangenen Weihnachtsfests wurde die Bronzeskulptur auf der Säule des Ludgerusbrunnens in einer aufwendigen Aktion abmontiert. Denn deren Standfestigkeit schien nicht mehr gegeben. Nun kündigt Plarent Kazani an: „Die Bronzeskulptur kehrt rechtzeitig zur traditionellen Ludgerusprozession zurück.“


Gymnasium Werden startet Partnerschaft mit ukrainischer Schule

Das Gymnasium Werden hat einen wichtigen Schritt in Richtung internationaler Zusammenarbeit unternommen: Der Essener Journalist Wolfgang Kintscher und sein Team von Helferinnen und Helfern, die der Initiative „Lemberg wir kommen“ entstammen, half dabei, eine Verbindung zur ukrainischen Schule „Lyzeum Nr. 7“ in Riwne herzustellen. Ziel dieser Partnerschaft ist es, nicht nur ein Hilfsprojekt ins Leben zu rufen, sondern einen kulturellen und sprachlichen Austausch auf Augenhöhe zu schaffen.


Mit der Vespa für den guten Zweck: Spendentour nach Zell am See

Für Julia Schröder-Pröbe ist die rund 890 Kilometer lange Tour, zu der sie am morgigen Freitag mit ihrem Motorroller antritt, mehr als ein ganz privates Abenteuer, an dessen Zeil ein Treffen mit Gleichgesinnten bei den „Vespa Alpdays“ im österreichischen Zell am See ansteht: Es ist eine Mission – eine Mission, bei der sie Spenden sammeln will für die José Carreras Leukämie-Stiftung. Und damit dies auch gut klappt, rührt sie kräftig die Werbetrommel für die gute Sache – auch mit Hilfe von sozialen Medien: Mit Filmen und einem Tour-Tagebuch will sie tagtäglich live von ihrem Trip berichtigen. Dabei hat sie bisher kaum Erfahrungen mit Instagram und Co. gesammelt. „Ich habe zu meinem Mann gesagt: Ich werde auf keinen Fall Influencerin – das ist richtig viel Arbeit.“