17 Mai

Ludgerus-Pfarrei lässt Regenbogenflaggen wehen

Heute ist der internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter-, und Transphobie. Und auch die katholische St-Ludgerus-Pfarrei zeigt Flagge – Regenbogenflagge, um genau zu sein: Dieses Symbol hat der amerikanische Künstler Gilbert Baker im Jahr 1978 als Symbol für die Akzeptanz und die Vielfalt lesbischen und schwulen Lebensweise entworfen. Heute hat sich die Regenbohnenfahne weltweit als Zeichen für die Zugehörigkeit oder die Solidarität mit der Schwul-/Lesben-/Trans-Szene durchgesetzt

Nun hat sich die Ludgerus-Gemeinde mit zwei solcher Fahnen, die aus den Fenstern der Büros an der Abteistraße neben den einstigen Domstuben hängen, gegen Homo-, Bi-, Inter-, und Transphobie positioniert.

Zuvor hatten bereits die Jugendgruppen der Pfarrei und der Gemeinderat sich eindeutig gegen die Haltung des Vatikans positioniert, dass gleichgeschlechtliche Liebe keinen Segen verdiene. „Wir positionieren uns für eine offene Kirche, die niemanden ausschließt, abwertet oder diskriminiert“, ist auch auf einem regenbogenfarbenen Aushang in der Vitrine vor dem Gemeindebüro zu lesen.

14 Mai

Aufdringlicher Taschendieb vorm Supermarkt

Foto: Capri23auto/pixabay  

Sich von Fremden umarmen zu lassen, ist nicht nur wegen den Kontaktverboten zur Bekämpfung zur Corona-Pandemie eine schlechte Idee. Ein Senior vermisste am vergangenen Mittwochmorgen seine Geldbörse, nachdem ihn ein Unbekannter auf dem Parkplatz des Edeka Supermarktes an der Velberter Straße umarmt hatte. Die Polizei sucht Zeugen.
Gegen 11 Uhr sprach ein zirka 30 bis 40 Jahre alter Mann den Senior an. Aufdringlich hielt er dem 85-Jährigen eine Spendenliste vor. Der Rentner lehnte jegliches weitere Gespräch ab und ging weiter. Der Mann folgte ihm und umarmte ihn aus heiterem Himmel. Danach verschwand der Verdächtige. Wenig später stellte der ältere Herr fest, dass der Unbekannte ihm die Geldbörse samt Bargeld aus der Jackentasche klaute.
Der mutmaßliche Taschendieb soll ungefähr 1,70 Meter groß sein. Er hat dunkle Haare. Seinem Aussehen nach könnte es sich um einen Südosteuropäer handeln, so die Polizei, die hofft, dass mögliche Zeugen weitere Angaben zu dem Flüchtigen machen können. Hinweise bitte an Tel.: 0201/829-0.

12 Mai

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 20/2021

Eine tierische Ausgabe: Sicherheitsrisikos durch Kuh und Hase

Eine ungewöhnliche Verfolgungsjagd lieferte sich die Polizei am Mittwochabend: Einer von einer Weide an der Preutenborbeckstraße entlaufenden Kuh folgten die Beamten bis in die Werdener Innenstadt. Das in Panik geratene Tier erschoss ein Jäger nach Absprache mit der Polizei und dem Bauern, dem das Tier gehörte: Laut Polizei stellte das Rind ein „erhebliches und unkalkulierbares Sicherheitsrisiko“ dar. 
Und: Sorge bereitet den Jägern der Fall der Hasenpest, die in Heiligenhaus bei einem Tier nachgewiesen wurde: Denn die Hasenpest ist auf den Menschen übertragbar. Hunde könnten sie übertragen, ohne dass sie die Krankheit bekommen. Weder Haushunde noch -katzen scheinen dafür sehr empfänglich, Ausnahmen sind möglich. 


Vereinbarung von Uhuschutz und Klettersport im Steinbruch unmöglich

Der Ruhrverband hat den zunächst geplanten Verkauf des Werdener Steinbruchs an den Deutschen Alpenverein (DAV) eine Absage erteilt. Grund sei der dort brütende Uhu, so Unternehmenssprecher Markus Rüdel. Der Uhu-Schutz ließe sich nicht mit den vom DAV geplanten Kletteraktivitäten im Gelände an der Laupendahler Landstraße vereinbaren. Auch der Beirat bei der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Essen hält ein Nebeneinander von Uhuschutz und Klettersport im Steinbruch für unmöglich. Das hat der Beirat nach einem Gespräch mit Vertretern von Naturschutzverbänden und DAV bekanntgegeben. 


Werdener FFF-Aktivist trifft Bundeskanzlerin

„Wir wollen nicht nur die ewig gleichen Formelantworten hören, die haben wir schon genug bekommen.“ Wenn Levi Camatta am Donnerstag kommender Woche in einer Diskussionsrunde auf Angela Merkel trifft, dann soll das keine nette Plauderei werden. Der Werdener „Fridays for Future“-Aktivist hat sich vorgenommen, die Kanzlerin auf konkrete Aussagen festzunageln. „Wir wollen auch was erreichen.“ Die Diskussionsrunde, an der der 15-jährige zusammen mit zwei anderen Jugendlichen teilnimmt, soll voraussichtlich den Abschluss des 17. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetags bilden, der in Essen stattfindet. 


Abstimmen bei unserer Frage der Woche!
Nimmt die Politik den Klimaschutz wichtig genug? 

11 Mai

Naturschutzbeirat: Nebeneinander von Uhu und Klettern im Werdener Steinbruch unmöglich

Der Beirat bei der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Essen hält den Uhuschutz im Werdener Steinbruch nicht mit den vom Deutschen Alpenverein (DAV) angedachten Kletteraktivitäten vereinbar. Das hat der Beirat nach einem Gespräch mit Vertretern von Naturschutzverbänden und DAV bekanntgegeben.

Der Uhu wird dein Steinbruch nicht mit Kletterern teilen müssen. Foto: Nabu Ruhr


Aufgrund der geringen Größe des Steinbruchs sei ein Nebeneinander von Uhu und Kletterei dort nicht möglich, so Dr. Bodo Tigges, Vorsitzender des Naturschutzbeirates. Er begrüßt, dass die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Essen den Deutschen Alpenverein darauf hingewiesen hat, dass ein Klettern nach den Artenschutzbestimmungen des Bundesnaturschutzgesetzes „fast das gesamte Jahr über rechtlich nicht zulässig ist“. Auch unterstützt der Naturschutzbeirat die Idee der Stadtverwaltung, einen Kauf des Grundstücks an der Laupendahler Landstraße zu erwerben, um den Artenschutz dort zu gewährleisten und das Areal als Naturschutzgebiet auszuweisen.
Der DAV wollte den Steinbruch vom Ruhrverband erwerben, um ihn für den Klettersport zu nutzen. Um den Uhu nicht zu verdrängen, wollte er dafür jeweils nur in einem der zwei Teile des Steinbruchs klettern. Aus Sicht des Naturschutzbundes (Nabu) Ruhr wäre das jedoch nicht möglich gewesen, da die jungen Uhus beide Teile des Steinbruchs nutzen. Der Naturschutzbeirat hat sich der Argumentation des Nabu Ruhr angeschlossen.
Als unabhängige Vertretung der Belange von Natur und Landschaft ist der Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Essen eingerichtet und soll bei Schutz, Pflege und Entwicklung der Landschaft mitwirken. Er setzt sich aus Vertretern von Naturschutzverbänden sowie Landwirtschafts-, Waldbauern-, Gartenbau-, Jagd-, Fischerei-, Sport- und Imkereiverbänden zusammen.

06 Mai

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 19/2021

Grundsteinlegung für das Zentrum für seltene Lungenerkrankungen

Es war ein stürmischer Empfang, der Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann und die übrigen Gäste bei der Grundsteinlegung für ein neues Zentrum für seltene Lungenerkrankungen bereitet. Unter die vom Wind wackelnde Pergola, die Redner und Grundstein vor Regen schützen sollte, traute sich dann doch niemand. Und so wich man für die Ansprachen in sicheres, betoniertes Gefilde aus, die das sich im Entstehen befindliche Gebäude bereits bietet. „Über uns wird die Isolierstation mit 16 Einzelbettzimmern gebaut“, berichtet Thorsten Kaatze, Geschäftsführer der Ruhrlandklinik. 


Skatepark auf dem Gelände des abgebrannten Vereinsheims?

Am Morgen des Karfreitags gab es keine Rettung mehr für das aufgegebene Vereinsheim am Volkswald. Brandstiftung? Unbedachter Umgang mit offenem Feuer? Die Polizei ermittelt. Die Feuerwehr löschte und zog mit einem Bagger die verkohlten Überreste vom Brandherd weg. Inzwischen transportierte eine Fachfirma die traurigen Überreste ab. In den sozialen Medien zeigten sich Anwohner empört über „die Tatenlosigkeit der Stadt“. Das abgebrannte Vereinsheim sei der finale Weckruf, den ehemaligen Sportplatz endlich wiederzubeleben. Dies könnte nun in Form eines Skateparks geschehen, geht es nach dem Willen einiger junger Menschen, die sich diesbezüglich bereits tatkräftig zeigen. 


Bocateria „Sandwich Coffee“ lädt zum kulinarischen Kurzurlaub

Die vielleicht erste Bocateria in Deutschland ist eröffnet. Wer die Lust verspürt, sich zu Corona Zeiten einen kleinen südlichen Kurzurlaub zu gönnen, und wenn er nur kulinarisch ist, könnte in der Heckstraße vorbeischauen. Dort haben der Betreiber David La Perna und sein Bruder Sandro am vorletzten Donnerstag die besagte Bocateria „Sandwich Coffee“ eröffnet. Dort bereiten sie fein belegte Panini, typisch italienische Brote. Wie das perfekte Panino letztendlich aussieht, haben die passionierten Hobby-Köche zu Hause gelernt: „Die Mama macht die besten Panini.“ 


Trainings für Eltern und Kinder

Achtsamkeits- und Entspannungstrainings sind für Kinder und Jugendliche derzeit besonders wichtig, weiß der Werdener Psychologe Simon Müller. „Während Corona sehen wir eine Zunahme von Drogenkonsum bei fehlender Selbstregulation“, warnt Simon Müller. „Das geschieht meist aus Langeweile, Frust oder zur Kontrolle von Ängsten.“ Das A und O sei, sich selbst Strukturen vorzugeben. Er möchte Eltern anregen, diesen Ausgleich für ihre Kinder aber nicht nur in Corona-Zeiten anzubieten. 
Link zur Homepage der Praxis Simon Müller


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: 
Sollten Menschen, die vollständig geimpft sind, Erleichterungen bei den Corona-Einschränkungen bekommen?