Selber schieben statt Sportschau
Samstagabend um 18.30 Uhr bei Edeka an der Velberter Straße. Alle Kassen besetzt und trotzdem lange Schlangen, und das liegt nicht an den durchaus schnellen Kassiererin, sondern an den neugierigen Kunden und Kundinnen, die ihren neuen Riesensupermarkt testen wollen. „Mein Mann schaut Sportschau, da habe ich mich eben auf den Weg gemacht, und mal geschaut“, erläutert eine Kundin vor dem vollen Regal mit frischen Nudeln, doch dann erläutert sie: „Schalke spielt erst morgen, sonst wäre ich auch erst nächste Woche gekommen.“
Die erste geräucherte Forelle hat eine andere Kundin im Wagen: „Die hat der Mann am Ofen mir erst gegeben, nachdem er selbst probiert hat.“ Das sei hier wie in der Werbung. „Die Mitarbeiter lieben Lebensmittel.“
Da gibt es auch Lob für die Frau an der Kasse: „Einen schönen Laden haben Sie.“
Einen Stock bei Tringut hält ein junges Männerteam die endlosen
Weiten der Getränkemarktes im Griff. Dabei sind Biere und Limonaden gar nicht so ausgebreitet. Hier gibt es eher jeden noch so extremen Fruchtsaft.
An der Kasse zwei junge Männer, die einen lächelnd vor die Qual der Wahl stellen. Vielleicht könnte einer hinuntergehen mit seiner Kasse.
Ich könnte ja das schreiben, was alle sagen: Es gibt keinen Schnee mehr. So sind wir eben, die Ü50, wahrscheinlich auch Ü40, wir erzählen aus vergangenen Zeiten und machen die Mädels und Jungs neidisch. Natürlich hatten wir nicht dauernd Schnee, und erst recht nicht an den Weihnachtstagen.
Ich kann mich noch gut erinnern an einen Besuch auf der tiefsten, eigentlich höchsten Schwäbischen Alb. Da meinten die Ureinwohner: Wir aus dem Ruhrgebiet seien arrogant; und das begründeten sie tatsächlich damit; dass wir ihre klassische Kritik „schwarze Wäsche im Garten“ nicht widerlegten, sondern mehr meinten: „Na und!“ — Damals hatte man eben noch nicht den Goosen.
Damit darf Goosen das sowieso für ein Fotobuch nutzen, zu dem er das Vorwort geschrieben hat. Denn selbst jemand, der den Satz abgenutzt findet, muss den Satz ihm für ein Fotobuch über die Achtziger zugestehen. Warum sollte er einen zweitklassigen Satz nehmen.
Ihr großer Hund stand mitten auf dem Bürgersteig und machte auf denselben. Ich musste warten, weil der drückende Hund den Bürgersteig blockierte und etliche Autos auf der Straße fuhren. Das junge, sympathisch wirkende Frauchen machte keine Anstalten, den Kot aufzuheben, schob ihren Kinderwagen weiter.