03 Sep.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 36/2020

U-16 Wahl im Jugend- und Bürgerzentrum Essen-Werden

Für die Oberbürgermeisterin / des Oberbürgermeisters: Kern, Oliver Robert (SPD) 4, Mostofizadeh, Mehrdad (Grüne) 3, Fergee, Detlef Albert (NPD) 1, Kufen, Thomas Markus (CDU) 7, Tarrach, Annie Maria (die Partei) 7.

Für die  Vertretung des Stadtbezirkes 9 der kreisfreien Stadt Essen: Die Linke 1, Tierschutzpartei 1, SPD 4, Die Grüne 2, CDU 1.

Für den Rate der Stadt Essen: Brenk, Benjamin (SPD) 5, Blümer, Dorothea (Grüne) 4, Dr. van Heesch-Orgaß, Elisabeth Maria (Tierschutzpartei) 1, Schürmann, Martina (CDU) 1.


Sorgen der jungen Wähler betreffen den Freizeitbereich

Die Jugendlichen hatten sich den Bezirksbürgermeister und seine Vertreter eingeladen. Von dem Ergebnis waren sie begeistert. Hier beauftragten die Jugendlichen die Politiker, die Skateranlage im Löwental zu reparieren. Auch ein zweiter Basketball-Korb auf dem Feld dort wäre wünschenswert, um richtig spielen zu können. Monika Watermann, die ebenfalls  teilnahm, erfuhr zum ersten Mal, dass der jetzige Basketballkorb sehr unglücklich angebracht ist und – wird er bespielt – dazu beiträgt, Fußgänger und Radfahrer zu gefährden. Auch Spielfeldmarkierungen wünschten sich die Jugendlichen. Die Politiker versprachen, die Anregungen der Jugendlichen in der nächsten Bezirksvertretungs-Sitzung vorzutragen.


Letzter Aufschrei richtet sich an Politik und die Verbraucher

 Auf dem Oberschuirshof trafen sich drei Landtagsabgeordnete der FDP (Markus Diekhoff, Stefan Haupt, Ralf Witzel) sowie Kommunalpolitiker auf Anregung von Peter Barthel zur Hofbesichtigung und Diskussion. Die Familie Ludger und Nikolas Weber hatten die Landwirte Dr. Günter Maas, Overhammshof, Hermann Terjung jun. aus Mülheim und weitere Mitstreiter dazu gebeten.  

Bereits im Januar hatte die FDP im Landtag darum gebeten, eine sogenannte Enquete-Kommission zu gründen. Das ist für einen Landtag unüblich. Solche Kommissionen, die  parteiübergreifend mit Fachleuten und Betroffenen besondere Themen erarbeiten, werden sonst nur im  Bundestag eingesetzt. In NRW trägt sie den Titel „Gesundes Essen. Gesunde Umwelt. Gesunde Betriebe.“ Sie will den gesamten Zusammenhang überblicken und langfristige politische Weichen stellen, die für die Landwirte kalkulierbarer sind als der derzeitige oft nur teilweise gestückelte Flickenteppich.

Die Bauern gaben ihnen mit auf den Weg:  Zwar sei die erste Ernte gut gewesen, ab dann allerdings griff die Dürre zu. Schlechte Jahre kennt jeder Landwirt. Doch müsse man sich nun über Bewässerung ernsthaft Gedanken machen. Vermeidlich gut informierte Verbraucher beschimpften die  Landwirte, wobei sie ihre Vorwürfe oft nicht klar definierten, teilte Nikolas Weber mit. Er werde mit unrealistischen Forderungen überhäuft, bei dem das Wort „Bio“ eine große Rolle spiele. „Wenn alle Bauern morgen auf ,Bio’ umstellen würden, hungern 3 Millionen Menschen“, sagte er. Gerade die Verbraucher allerdings, die satt, zufrieden und gesund seien, hätten deutliche Luxusprobleme. Er müsse einmal ganz deutlich sagen: „Wir Landwirte verstehen Sie nicht mehr, denn Sie reden anders, als Sie handeln.“ Dass die Moral am Regal ende, bewies wohl ein Experiment, bei dem Verbraucher zu 86 Prozent das günstigere Produkt dem teurern „Tierwohl“-Fleisch vorgezogen haben.


Gelenk-Therapie für Tänzer erfolgreich beendet: „Wind bewegt“ sollte sich nun bei starkem Wind wieder drehen

Die Happen, die die Restaurierung einer Tänzerin (beschädigt durch Sturm Ela) und die Gelenke aller Stangen verschlang, wurden mit 5000 Euro von der Kulturstiftung der Stadt Essen zur Verfügung gestellt, wofür der Bürger- und Heimatverein seine Spendenberechtigung als gemeinnütziger Verein zur Verfügung stellte. So konnte es an die Künstlerin weitergeleitet werden, um die Kosten zu bezahlen.  Die Bezirksvertretung steuerte aus ihrem Fundus noch weitere 1500 Euro bei. Der Werbering tat das seine, um den himmelsstürmenden Bewegten ihre Versicherung zu sichern.


Abstimmen bei unserer Frage der Woche:

Strafrechtlich gesehen ist ein Mensch mit 14 Jahren als  Jugendlicher schon in gewisser Verantwortung. Offenbar traut man ihm zu gut von böse zu unterscheiden. Vielleicht klappt das ja auch  hinsichtlich klug und dumm. So unsere Frage der Woche: Sollten Jugendliche mit 14 Jahren kommunal wählen dürfen?


27 Aug.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 35/2020

Werdens neue Stadtteilfahne wird am Dienstag gehisst

Der Werdener Bürger- und Heimatverein hat auf Grundlage des Wappenentwurfs von Kurt Schweder eine neue Stadtteilfahne für Werden herstellen lassen. Diese wurde erstmals am Dienstag am Marktplatz vor der Basilika gehisst. Corona-bedingt sollte es keine große Feier geben, sondern nur eine kurze Ansprache der Vorsitzenden Martina Schürmann. 


Neubau für Supermarkt und Wohnungen geplant

Werden soll wieder einen weiteren Lebensmittelhändler bekommen: Dies geht aus einer städtischen, nicht öffentlichen Verwaltungsvorlage hervor, die den Werdener Nachrichten vorliegt. Demnach will die Stadt das Gelände der einstigen Parkpalette an der Joseph-Breuer-Straße an einen Mülheimer Immobilieninvestor verkaufen. Dort und auf dem benachbarten Areal der alten Post an der Hufergasse in der Werdener Altstadt soll ein Neubau entstehen, der neben einem Supermarkt auch Wohnungen enthalten soll. 


Hintergründe zum Neuen Radweg

Manches Mal herrscht dicke Luft zwischen den Vertretern der Bezirksvertretung und des Rats. Nicht selten ist der Grund, dass sich die Bezirksvertreter von den Ratsleuten ignoriert oder übergangen fühlen. In dieser Woche haben nun sowohl die Bezirksvertretung IX (BV Werden/Kettwig/Bredeney) als auch der Rat der Stadt Essen über Anträge zu einem Radweg von Werden nach Velbert, beziehungsweise die Aufnahme der Strecke ins Hauptroutennetz beraten. Daniel Behmenburg, der SPD-Fraktionsvorsitzende in der Bezirksvertretung, fand es „versöhnlich“, dass die BV ihren Antrag, der aus den Ergebnissen eines Termins mit der Werdener Radinitiative beruhe, einen Tag, bevor der Rat an der Reihe war, beschließen konnte. 


Marc Real übernimmt KommOmend-Vorsitz

Ist das dein erstes Amt?“ Neugierig befragt Irmin Schmuck, die ihren den Vorsitz der „KommOmend“-Gruppe abgegeben hat, ihren Nachfolger. „Mein erstes von Bedeutung“, antwortet Marc Real – und das verschmitzte Lächeln dabei ist mehr in der Stimme wahrnehmbar als auf den Lippen. Doch für den 22-Jährigen ist dieses „Amt“ tatsächlich besonders wichtig: Setzt sich doch kaum einer wie er für den Erhalt des Waddischen ein, dem Dialekt, der noch vor einigen Jahrzehnten hier der ganz gängige Zungenschlag war. 


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: 
Wie bewerten Sie die Nahversorgung in der Werdener Altstadt? 

24 Aug.

Im Jubb hat die Jugend die Wahl

Das Jubb wird wieder zum Wahllokal für die Jugend.

Das Jugend-und Bürgerzentrum Werden (Jubb) ist im Vorfeld der Kommunalwahl wieder Wahllokal für junge Menschen unter 16 Jahren. Vom 1. bis 3. September können Kinder und Jugendliche, die bei der Kommunalwahl am 13. September noch nicht stimmberechtigt sind, ihren Bürgermeister-Kandidaten für Essen und ihre Vertreter für den Stadtrat wählen. In das tatsächliche Wahlergebnis fließt diese Abstimmung freilich nicht ein, doch dürfte es ein interessantes Stimmungsbild darüber ergeben, wie die Jugend hier politisch tickt.

Das Wahllokal im Jubb, Wesselwerth 10, hat dienstags bis donnerstags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Bitte schellen, eine Mund-und Nasenbedeckung und einen Stift mitbringen.

Auf der Seite des Wahlamts der Stadt Essen https://www.essen.de/rathaus/wahlen_und_abstimmungen/wahlen/wahlamt.de.html oder auf www.townload-essen.de und natürlich in den Werdener Nachrichten kann man sich vorab über die Kandidaten informieren.

Für alle Jugendlichen, die sich ein Bild davon machen möchten, wie die Bezirksvertretung arbeitet, was ihre Aufgaben sind und mit welchen Anliegen man sich an sie wenden kann, gib es am Donnerstag, 27.August, 19 Uhr im Jubb eine Bürgersprechstunde für Jugendliche mit dem Bezirksbürgermeister Benjamin Brenk (SPD) und seinen Stellvertretern Michael Nellessen (CDU) und Ludger Hicking (Grüne).

Da wegen Corona die Besucherzahl beschränkt ist, bittet das Jubb, sich vorher telefonisch anzumelden Tel: 0201/8851149

24 Aug.

Verkehrsprobleme in Heidhausen und am Werdener Berg

Seit Montag sorgt eine Baustelle auf der Heidhauser Straße, zwischen Grüters Gasse und Grüne Harfe, für Verkehrseinschränkungen:  Die Stadtwerke Essen erneuern dort einen Entwässerungskanal. In beiden Fahrtrichtungen steht deshalb nur eine Fahrspur zur Verfügung. Eine Baustellenampel regelt den Verkehr. Die Arbeiten werden bis November andauern.

Probleme gibt es zudem auf der Werdener Straße: Wegen eines Fahrbahnschadens ist seit Montag auf der B224 (Bredeneyer Straße) Richtung Werden zwischen den Kreuzungen Graf-Bernadotte-Straße und „Weg zur Platte“ am Werdener Berg nur ein Fahrstreifen frei, so Straßen.NRW. Ursache ist offenbar ein der viele Regen, der das Kanalsystem überlastet hat. Die rechte Fahrspur muss nun über eine Strecke von 40 Metern komplett erneuert werde. Dafür muss die Straße voraussichtlich eine Woche lang gesperrt bleiben

21 Aug.

Junge Detektive verfolgen Diebe

Am Werdener S-Bahnhof gab es einen Überfall.

Junge Detektive haben sich am gestrigen Donnerstagabend in Werden an die Fersen zweier Räuber geheftet und damit die Polizei unterstützt.

Die beiden vermutlich jugendlichen Räuber überfielen gestern Abend gegen 19.25 Uhr am Bahnsteig des Werdener S-Bahnhofs einen 13-jährigen Werdener. Am Anfang des Treppenaufgangs kamen ihm die beiden Räuber entgegen. Unter der Androhung von Gewalt zwangen sie den Jugendlichem, seine Taschen zu öffnen und rissen ein hochwertiges iPhone an sich. Die beiden Diebe flüchteten dann in den Linienbus 169 der Ruhrbahn.

Unbemerkt jedoch verfolgten ein 14- und ein 15-Jähriger die beiden Räuber und hefteten sich an ihre Fährte. So konnten sie der Polizei berichten, dass die Diebe vom Bus in die Tram der Linie 108 in Richtung Altenessen stiegen. Die Polizei wiederum kann diese Information verwenden, um die Videoaufzeichnungen aus den öffentlichen Verkehrsmitteln sicherzustellen auszuwerten. Nun hofft die Polizei auf einen schnellen Fahndungserfolg.

Zeugen, die beobachtet haben, wo die Täter ausgestiegen sind, werden gebeten sich beim Ermittler des Raubkommissariats im Fachbereich Kinder- und Jugendkriminalität zu melden. Sie werden wie folgt beschrieben: Zwischen 16 und 17 Jahre alt, südländisches Erscheinungsbild. Ein Räuber war bekleidet mit einem weißen T-Shirt und einer Bauchtasche der Marke „Armani“. Sein Komplize trug eine Jeans, schwarze Schuhe und ebenfalls eine Bauchtasche, hier der Marke „Eastpak“.  Tel.: 0201/829-0.