23 Juli

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 30/2026: Forensik-Streit, Peter-Ulner-Platz und Spurensuche im alten Volksbad

Peter-Ulner-Platz an der Luciuskirche eingeweiht

Peter Ulner ist in der Werdener Jugendarbeit bis heute in bester Erinnerung. In der evangelischen Jugendarbeit gibt es inzwischen sogar zweimal jährlich ein „Peter-Ulner-Gedächtnistrinken“, bei dem Jugendliche im Wettstreit einen Liter Wasser möglichst schnell austrinken. Der Sieger erhält einen vergoldeten Wanderpokal. Doch weit wichtiger als diese humorvolle Tradition ist Ulners langjähriges Engagement: Seit vergangenem Sonntag trägt die Fläche vor der Luciuskirche offiziell den Namen „Peter-Ulner-Platz“.


Bürgerinitiative zieht wegen Forensik nach Heidhausen vor Gericht

Der Streit um den geplanten neuen Standort einer forensischen Klinik für 69 psychisch erkrankte Straftäterinnen in Essen-Heidhausen geht in die nächste Runde. Die eigens gegründete Bürgerinitiative Barkhovenallee zieht vor Gericht. Ihr Vorsitzender Karsten Beckmann kritisiert, dass das Land bislang nicht offengelegt habe, warum ausgerechnet Essen-Heidhausen ausgewählt wurde und weshalb andere Standorte ausgeschieden seien. Deshalb will die Initiative nun gerichtlich Einsicht in die Akten durchsetzen.


Prälat Heribert Stavinsky feiert 90. Geburtstag

Prälat Heribert Stavinsky blickt zufrieden auf sein Leben zurück. „Mir ist alles geglückt – alles hat gepasst“, sagt der katholische Geistliche, der am 24. Juli seinen 90. Geburtstag feiert. Seit mehr als 25 Jahren lebt er als Priester im Ruhestand in Werden-Hamm und feiert regelmäßig Gottesdienste in der Kirche „Zur Schmerzhaften Mutter Maria“.


Musical-Mäuse bringen irisches Märchen auf die Bühne

„Olivia! Komm dazu“, ruft die Leiterin, während sich die kleine Gruppe sortiert. Sechs Kinder der „Musical-Mäuse“ aus dem Shaktihäuschen Werden bereiten sich auf ihren Auftritt vor. Gespielt wird „Die kleinen Leute von Swabedoo“, ein Kindertheaterstück nach einem irischen Märchen. Im Mittelpunkt stehen Gemeinschaft, Vertrauen, Teilen und der Mut, gemeinsam etwas auf die Bühne zu bringen.


SC Werden-Heidhausen wartet auf neuen Kunstrasen

Der Spielplan der Landesliga steht fest: Für den SC Werden-Heidhausen beginnt die neue Saison am 16. August mit einem Auswärtsspiel bei der DJK Neuss-Gnadental. Das kommt dem Verein gelegen, denn der Austausch des Kunstrasenplatzes im Löwental hat sich verzögert. Eine Spezialfirma aus Dresden hat inzwischen mit den Arbeiten begonnen. Nun hoffen die Verantwortlichen, dass der neue Belag rechtzeitig vor dem beliebten Kinderferiencamp ab dem 24. August fertiggestellt wird.


Spurensuche im Werdener Volksbad

Vor genau 50 Jahren endete die Geschichte der Werdener Volksbadeanstalt im Keller der alten Heckerschule an der Joseph-Breuer-Straße.

Das Bad war 1910 mit zwölf Brause- und sechs Wannenbädern eröffnet worden. Finanziert wurde es aus einer Stiftung, die anlässlich der silbernen Hochzeit von Kaiser Wilhelm II. und seiner Frau eingerichtet worden war.

Auch heute befinden sich die Räume des ehemaligen Volksbades noch unter der alten Heckerschule – Anlass für eine historische Spurensuche.


Blick auf das Werdener WehrNiedrigwasser schafft neue Inseln

Der niedrige Wasserstand an der Ruhr macht vor dem Werdener Wehr zahlreiche Kiesbänke sichtbar. Wasservögel nutzen die kleinen Inseln als Rastplatz.

03 Juli

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 27/2025: Kunstwerk, Verkehrsdebatten und Bürgerbeteiligung

Der „Werdener Löwe“ erhält einen neuen Platz

Der „Werdener Löwe“ hat am vergangenen Mittwoch seinen neuen Liegeplatz auf der Wiese vor der Luciuskirche unter den wachsamen Augen seines Schöpfers, dem Bildhauer Johannes Brus (h. r.) bezogen. Nachdem die Arbeiter ihn auf den eigens angefertigten Sockel gehievt hatten, wurde er erst einmal verhüllt: Denn am morgigen Samstag, 5. Juli, 12 Uhr, wird das vom Geschichts- und Kulturverein Werden sowie dem Werdener Bürger- und Heimatverein gestiftete Kunstwerk feierlich enthüllt.


Einschränkungen im Nahverkehr: Ruhrbahn und Stadtverwaltung reagieren

Nicht nur das Angebot der Quartiersbusse will die Ruhrbahn künftig einschränken, auch der Idee einer besseren und barrierefreien Anbindung des Regattaturms durch Busse erteilt die Verwaltung nach Absprache mit dem Verkehrsunternehmen eine Abfuhr. Eine Wiedereinführung der Seelinie 181, die bis 2018 Werden und Heisingen verbunden hat, ist ebenfalls vom Tisch. Dies ist bei der vergangenen Sitzung des Ausschusses für Verkehr und Mobilität deutlich geworden. Indes hat der Rat die Entscheidung über die Ausdünnung der Quartiersbus-Takte vertagt. Es bestehe Beratungsbedarf.


Neue Pläne für Haus Scheppen: Konzept zur Umgestaltung vorgestellt

Die Umgestaltung des Umfeldes von Haus Scheppen ist schon seit langem im Gespräch. Auch die Bürger waren in vielen Veranstaltungen und einer Online-Befragung eingeladen, ihre Vorstellungen und Wünsche einzubringen. Wie die Umgestaltung aussehen soll, hat die Stadtverwaltung nun in eine Vorlage gegossen. Elf Schritte sind im Gesamtkonzept vorgesehen, von denen drei rechtzeitig zur der Internationalen Garten-Ausstellung IGA im Ruhrgebiet im Jahr 2027 fertig werden sollen. Die übrigen acht Punkte, die das Areal zu „einem attraktiven Erholungsraum für alle“ machen, sollen erst „mittel-“, beziehungsweise langfristig umgesetzt werden. Im Zentrum der Planung steht der Vorplatz zwischen Baldeneysee und der Ruine Haus Scheppen. Der dortige Motorradtreff soll ebenso erhalten bleiben wie der „Ruhrgebietscharme“, den die Imbissbuden ausstrahlen. Verzichten sollen allerdings vor allem Autofahrer auf Parkplätze in diesem unmittelbaren Bereich. Ob es so kommt, bleibt zunächst offen: Der Rat der Stadt Essen hat den entsprechenden Punkt bei seiner Sitzung am vergangenen Mittwoch wegen Beratungsbedarfs von der Tagesordnung genommen.


Polizeipräsident zu Gast im Mariengymnasium

Wie sieht der Alltag eines Polizeipräsidenten aus? Wie wird man Polizist – und wie schützt die Polizei eigentlich Schulen? Diese und viele weitere Fragen standen im Zentrum einer spannenden Podiumsdiskussion mit Polizeipräsident Andreas Stüve, und den Polizeibeamten Max Gärtner und Sebastian Agethe, zu der die Schülervertretung des Mariengymnasiums geladen hatte. Proppevoll mit Schülern der Oberstufe war das Forum – das Interesse war groß.


SC Werden-Heidhausen erinnert an Vereinslegende Theo Kalkhoff

Das Wetter war perfekt, die Spielfelder früh morgens schon aufgebaut, alle Attraktionen standen und die Gewinne waren rechtzeitig eingetroffen: Am Samstagmorgen startete das diesjährige Theo-Kalkhoff-Turnier des SC Werden-Heidhausen zu Ehren der vor wenigen Wochen verstorbenen Vereinslegende Friedhelm „Theo“ Kalkhoff.