Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 41/2020
Ärger und Verständnis: Graffiti sorgen stets für Diskussionsstoff
Für die einen sind die öffentlichen Wandmalereien ärgerliches Geschmiere, für die anderen ein wichtiger Teil von Jugendkultur. Auch bei den Werdener Nachrichten gingen in den vergangenen Tagen Beschwerden ein über die frischen Sprühereien, die jüngst nicht nur unter der Gustav-Heinemann-Brücke, sondern auch auf dem neben gelegenen Treppenaufgang vom Ruhrufer prangen. Der Werdener Künstler Ulf Lorenz verteidigt die Graffiti – nicht nur, dass sie an dieser Stelle legal seien, sie seien auch wichtig, findet er: „Jugend braucht Freiraum.“

Was passiert mit dem altem Postgeäude?
„Ich bin keine Heuschrecke“. Horst Giesen verteidigt sich gegen Kritik an seinen Plänen für das alte Postgebäude an der Hufergasse: Er will als Eigentümer das Haus abreißen und dort und auf dem benachbarten Parkplatz, den er dafür von der Stadt abkaufen will, einen Discounter sowie Studentenwohnungen errichten lassen – die Fassade zur Hufergasse soll dabei, wie berichtet, erhalten bleiben. Auf Gewinn sei er bei diesem Projekt nicht aus, beteuert der Werdener Unternehmer: Ihm gehe es vor allem um die Belebung der Altstadt.
Verkaufsoffene Sonntage im Oktober und November bereits abgesagt – was wird aus dem 1. Advent?
Nachdem das Oberverwaltungsgericht Münster nach einer Klage der Gewerkschaft Verdi auch den für den 4. Oktober geplanten verkaufsoffenen Sonntag in der Essener Innenstadt verhindert hat, hat der Rat der Stadt Essen die bereits erteilten Genehmigungen für die ursprünglich am 25. Oktober und 29. November geplanten verkaufsoffenen Sonntage in der Werdener Altstadt wieder einkassiert. Was der Werdener Werbering dazu sagt – und was das für den eigentlich geplanten verkaufsoffenen Sonntag am ersten Advent nebst Nikolausaktion für Kinder bedeutet, steht ab heute in den neuen Werdener Nachrichten!

Neue Galerie im „Kunsthaus Werden“ für die lokale Szene
Julian Frielingsdorf und Tim Scheidt möchten die lokale Kunstszene stärken. In ihrer neuen Galerie „Kunsthaus Werden“ setzen auf ansässige Künstler wie Roger Löcherbach und Jürgen Marose. „Werden hat so viel zu bieten“, so Frielingsdorf. „Aber Fischlaken und Heidhausen sind in den letzten Jahren ein wenig zurückgefallen. Deshalb haben wir uns gezielt dafür entschieden, das Mittelzentrum Am Schwarzen zu stärken, und eröffnen genau dort eine Galerie. Wir glauben an diesen Standort.“
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Graffiti unter der Werdener Brücke – ist das Kunst oder kann das weg?






