Die Bilder der Woche, Ausgabe 20/2020























In der vergangenen Woche ist auch in Werden das eingekehrt, was man durchaus als „neue Normalität“ bezeichnen kann. Die Altstadt ist nun nicht mehr die Geisterstadt, die sie noch im März im Zuge der Beschränkungen wegen des Corona-Virus war. Nachdem die Läden schon seit einigen Wochen wieder Kunden begrüßen, dürfen auch die Gastronomen wieder ihre Türen öffnen. Doch nicht jeder Gastwirt macht mit Blick auf die strengen Auflagen von dieser Möglichkeit Gebrauch.

Auf den ersten Blick scheint es ein Lichtblick zu sein für die Kultur- und Veranstaltungsbranche in der Corona-Zeit: Kleine Freiluft-Konzerte und -Aufführungen dürfen in NRW nach zwei Monaten Stillstand bereits seit Montag wieder stattfinden, Theater, Oper- und Konzerthäuser dürfen ab den 30. Mai wieder ihren Betrieb aufnehmen. Doch die Euphorie der Veranstalter hält sich in Grenzen, denn die der Corona-Pandemie geschuldeten strengen Auflagen machen der Branche weiter das Leben schwer.

Die Finanzen immer im Blick: Das ist die Aufgabe von Werner Dernbach. Als Kassenprüfer im Vorstand des Werdener Bürger- und Heimatvereins (WBHV) erfüllt er damit eine besonders wichtige Aufgabe, ist es doch für den gemeinnützigen Verein besonders wichtig, dass viele Vorschriften beachtet werden. Somit ist er dem Verein, dem er seit vielen Jahren als Mitglied treu ist, eine bedeutende Stütze. Nun feiert Werner Dernbach seinen 70-jährigen Geburtstag – und der Verein und ganz Werden Stadt und Land gratulieren.
Stimmen Sie ab bei unserer Frage der Woche:
Ab dem 30. Mai dürfen wieder Konzerte und Theaterstücke stattfinden – aber coronabedingt unter erheblichen Auflagen. Freuen Sie sich, wieder Kulturaufführungen besuchen zu können?
Corona hat auch die Kommunalpolitik in die Knie gezwungen: Bereits zwei Sitzungen musste die Bezirksvertretung IX (Werden/Kettwig/Bredeney) wegen des Virus absagen. Am 26. Mai jedoch wollen die Vorort-Politiker wieder öffentlich tagen – um die Regeln zur Kontaktsperre und sozialen Distanz einhalten zu können, diesmal im Ratssaal des Essener Rathauses in der Stadtmitte. Doch nicht jedem Bezirksvertreter schmeckt das: Die CDU übt scharfe Kritik am angeblichen Alleingang des Bezirksbürgermeisters Benjamin Brenk. Die SPD wiederum wehrt den Einwurf als „Wahlkampfgetöse“ ab.

Fast zwei Monate ist es her, seit Kitas, Schulen und Spielplätze geschlossen worden sind – und Eltern ihren Erziehungspflichten zuhause nachkommen. Da die Großeltern als Betreuer möglichst nicht aktiv werden sollen, werden berufstätige Väter und Mütter ziemlich herausgefordert: Vereinbarkeit von Familie und Beruf bekommt eine ganz neue Bedeutung. WN-Autorin Kerstin Helmerdig berichtet in den neuen Werdener Nachrichten über ihre Erfahrungen.

Der Duft von Sägespänen und Popcorn, fröhliche Musik, eine in buntes Licht getauchte Manege, in der Artisten und Tiere waghalsige Tricks aufführen, um Groß und Klein zum Staunen zu bringen: In dieser Welt fühlt sich der czu Hause. Doch diese Welt ist in weite Ferne gerückt. Bereits seit dem 15. März darf der Essener Familienzirkus, der normalerweise durch ganz Deutschland tourt und den Werdenern auch als „Werdener Weihnachtscircus“ im Löwental bekannt ist, nicht mehr auftreten. Seitdem ist er am Flughafen Essen/Mülheim gelandet, bedingt durch Corona.

Außerdem: Eine Würdigung von Hanslothar Kranz anlässlich des 85. Geburtstags von „Werdens Bürgermeister der Herzen“.
Stimmen Sie ab bei unserer Frage der Woche: Nächste Woche dürfen Restaurants, Cafés und Biergärten mit Speiseangebot wieder öffnen. Werden Sie bald wieder Gast sein?
Während die meisten Geschäfte in Werden nach den Lockerungen der coronabedingten Beschränkungen schon in der zweiten Woche ihre Läden unter Auflagen wieder öffnen dürften, schauen die Gastronomen noch weiter in die Röhre. Während die Landesregierung wenig Hoffnung schürt, dass in absehbarer Zeit Biergärten, Restaurants und Kneipen wiedereröffnen können, legt die Essener Marketing GmbH (EMG) ein Konzept vor, das genau das ermöglichen soll.
Die Kirchen und Religionsgemeinschaften haben erklärt, die Vorkehrungen zur Einhaltung des Abstands und zum Schutz bis zum 1. Mai 2020 vornehmen zu können. „Gottesdienste und Versammlungen zur Religionsausübung in Nordrhein-Westfalen werden ab Mai wieder öffentlich stattfinden.“ So hat es die die NRW-Landesregierung vor einer Woche verkündet. Doch in Werden werden sich noch nicht die Türen der Kirchen für Gottesdienste öffnen. Und wann es soweit sein wird, ist völlig offen.

Für die Werdener Grundschulen blieb die Woche ungewiss. Klar ist, dass das gemeinsame Fußballturnier aller Viertklässler in Werden im Löwental nicht wie gewohnt stattfindet. Ständig wechselnde häusliche Bedürfnisse erforderten eine täglich abgestimmte Betreuung. Die Planung, wie ab dem 4. Mai beschult werden soll, ist noch nicht spruchreif.

Normalerweise fotografiert Niklas Hlawatsch auf Glasplatten und reanimiert damit eine fast ausgestorbene Art der Fotografie. Nun arbeitet er an historischen Bildern, die der Werdener Albert Mittweg Ende des 19. Jahrhunderts auf eben diese Weise angefertigt hatte: „Es ist, als dürfte ich die Arbeit eines ein längst Verstorbenen fortsetzen darf“, freut sich Hlawatsch.
Stimmen Sie ab bei unserer Frage der Woche:
Händler und viele Dienstleister dürfen unter Auflagen wieder öffnen – für Gastronomen gilt das allerdings nicht. Ist das gerecht?

Wieder ist der Werdener S-Bahnhof zum Tatort geworden: Ein 49-Jähriger hat am gestrigen Donnerstagabend gegen 20.30 Uhr dort eine 17-Jährige sexuell beleidigt. Anschließend warf er sein Handy nach der Jugendlichen und verletzte sie damit leicht im Gesicht.
Zeugen hielten den Mann fest, bis die alarmierte Polizei eintraf. Um weiter Straftaten zu verhindern, wollte die Polizei den Mann in Gewahrsam nehmen. Er sperrte sich jedoch zunächst dagegen, in den Streifenwagen gebracht zu werden. Auch auf dem Weg zur Polizeiwache und in der Wache wehrte sich der Mann gegen die Polizisten und leistete wiederholt Widerstand. Außerdem beleidigte er die Beamten mehrfach.
Da der Verdacht bestand, dass der Mann unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand, hat ein Arzt ihm Blutproben entnommen. Anschließend kam er in Polizeigewahrsam. Gegen ihn wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung auf sexueller Grundlage und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.
Erst in der letzen Woche kam es in der Unterführung des S-Bahnhofs Werden zu einem Überfall: Mehrere Jugendliche hatten am Sonntagabend Geld und die Musikbox eines Zehnjährigen erbeutet.