08 Okt.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 41/2026: Haus Scheppen, Krankenhaus-Schließung, Brückensanierung und junge Talente

Aufwertung von Haus Scheppen vorerst gescheitert

Aus der Aufwertung des Umfeldes von Haus Scheppen im Rahmen der Internationalen Gartenausstellung 2027 wird nichts: Nicht einmal die zuletzt anvisierte kleine Lösung kann kurzfristig realisiert werden Das geht aus einem Sachstandsbericht der Stadt Essen hervor, den die Bezirksvertretung IX in ihrer jüngsten Sitzung behandelte. Grund sind vor allem fehlende Fördermittel und inzwischen erheblich gestiegene Projektkosten. Die Nachricht löste bei den Politikern in der Bezirksvertretung Ärger und Enttäuschung aus.


Sanierung der Gustav-Heinemann-Brücke verzögert sich erneut

Die Sanierung der Gustav-Heinemann-Brücke verzögert sich erneut. Nach dem aktuellen Stand sollen die Bauarbeiten frühestens im Frühjahr 2027 beginnen.

Zuvor müssen neue technische Erkenntnisse in die Ausschreibungsunterlagen eingearbeitet und die wasserrechtliche Genehmigung für Arbeiten unterhalb der Brücke eingeholt werden.

Damit ist auch der zuletzt genannte Termin nicht mehr zu halten. Noch im März war die Stadt davon ausgegangen, dass die Sanierung im Herbst 2026 beginnen könnte. Davor war sogar noch von einem Baustart im Frühjahr 2026 die Rede gewesen.


Evangelisches Krankenhaus Werden steht vor dem Aus

Die Tage des Evangelischen Krankenhauses Werden sind wohl gezählt: Die Evangelischen Kliniken Essen-Mitte (KEM) wollen dem traditionsreichen Haus den Stecker ziehen und ihre medizinischen Angebote künftig auf die Standorte Huttrop und Steele verteilen. Voraussetzung dafür ist die Bewilligung öffentlicher Fördermittel.

Nach einer Genehmigung rechnen die KEM mit einer Umsetzungszeit von etwa fünf Jahren. Vor 2032 wird das Haus demnach nicht schließen. Als Gründe nennt KEM-Sprecher Thorsten Schabelon medizinische und wirtschaftliche Erwägungen.


SC Werden-Heidhausen wartet weiter auf ersten Saisonsieg

Landesligist SC Werden-Heidhausen holte sich einen Punkt und steht kurz vorm ersten Saisonsieg. Die Damen kletterten in der Tabelle und könnten nun sogar Spitzenreiter werden. Die Reserve bot ein irres Torfestival, die „Dreite“ ging unter.


Zehnjährige Gymnasiastin gewinnt Deutschen Jugendfotopreis

Vom Aufstehen bis zur Schule: Ein „ganz gewöhnlicher Mäusetag“ brachte Maria Gramm, die das Werdener Gymnasium besucht, eine bundesweite Auszeichnung ein. Mit ihrem Stop-Motion-Kurzfilm „Der Tagesablauf einer Maus“ gehörte die Nachwuchsfilmerin zu den Preisträgerinnen des Deutschen Jugendfotopreises 2026. In der Kategorie „Experimente“ erhielt sie 300 Euro.

Bei der Preisverleihung war Maria noch neun Jahre alt, Ende September feierte sie ihren zehnten Geburtstag.


Internationaler Tanznachwuchs trifft sich beim Summer Intensive

Es ist ein Feriensamstagmorgen und dennoch ist das Tanzhaus des Gymnasiums Werden voller junger Menschen. Noch eine halbe Stunde, dann werden sie in drei Gruppen vor Zuschauern zeigen, was sie in dieser Woche erarbeitet haben. Drei Stuhlreihen sind gestellt. Und die Zuschauer sollen am Ende sogar mitmachen, kündigt Michael Foster beim Sitzkreis an.

Über Instagram, vor allem aber über ihre Tanzschulen und das Gymnasium selbst haben die 67 Teilnehmenden, die auch aus Berlin und Freiburg kamen, von dem Sommerintensivkurs gehört. Klassisches Ballett, Improvisation und zeitgenössischer Tanz: Beim „Summer Intensive“ setzte Organisator Jonathan Reimann auf ein vielseitiges Angebot, das tänzerische Technik mit Kreativität und einem bewussten Umgang mit dem eigenen Körper verband.

Zum Dozententeam gehörten international erfahrene Bühnenprofis – darunter auch ehemalige Schüler der Werdener Tanzabteilung.


Eindrücke vom Folkwang-Flötenfest

18 Juni

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 25/2025: Brückensanierung, Geflüchtetenunterkunft und Bürgerprojekte

Gustav-Heinemann-Brücke: Sanierung rückt näher

Die Vorbereitungen für die notwendige Sanierung der Gustav-Heinemann-Brücke gehen weiter: Die Entwurfs- und Genehmigungsplanung befänden sich „in den letzten Zügen“, heißt es von der Verwaltung, der Prüfingenieur habe erste Unterlagen freigegeben. Die lang erwarteten Reparaturen, die im Frühjahr 2026 endlich starten sollen, sind notwendig, denn ein Riss im Material, der zum Einsturz der Brücke führen könnte, würde sich nicht ankündigen. Dies geht aus einem aktuellen Sachstandsbericht der Verwaltung hervor, den die Bezirksvertretung in ihrer kommenden Sitzung am Dienstag, 24. Juni, diskutieren wird.


Geflüchtete müssen Unterkunft an der Dahler Höhe verlassen

Auf der Flucht vor dem Krieg in ihrer ukrainischen Heimat sind Hanna Odintsova und ihr Sohn Oleksandr nach Werden gekommen – fast genau zwei Jahre ist das her, dass sie ins ehemalige Kardinal-Hengsbach-Haus gezogen sind. „Wir wohnen gerne hier“, sagt Oleksandr. Nun müssen der 19-Jährige und seine Mutter sich allerdings eine neue Bleibe suchen – genau wie die rund 70 weiteren Bewohner der Geflüchteten-Unterkunft an der Dahler Höhe: Denn die Stadt will das einstige Priesterseminar als Geflüchteten-Unterkunft aufgeben. Bis zum 31. August soll das Gebäude leergezogen sein, bestätigt die Stadt Essen auf Nachfrage der „Werdener Nachrichten“. Jürgen Reinhardt gehört zu den Helfern der ersten Stunde vor Ort, seitdem Ende März 2022 die ersten Geflüchteten aus der Ukraine hier einzogen. Nun unterstützt er die Bewohner dabei, eine neue Bleibe zu finden.


Bürgerprojekt Streuobstwiese an der Grünen Harfe

„Ich kenne die Fläche noch aus der Zeit, als hier nichts stand“, blickt sich Bürgermeister Rolf Fliß um. Nun ist die Grüne Harfe bebaut mit überwiegend Einfamilienhäusern – ein für lange Zeit umstrittenes Bauprojekt. „Früher war hier Acker“, stimmt Max Schlüter zu. „Ob das ökologisch sinnvoller war, sei mal dahingestellt.“ Doch ist sich der Anwohner durchaus einer gewissen Verantwortung bewusst, die daraus entstanden ist, dass sein Haus dort steht, wo vorher noch Freifläche war. „Mit der Streuobstwiese wollen wir auf jeden Fall auch etwas zurückgeben.“ Diese soll nun als echtes Bürgerprojekt auf einer Grünfläche entlang des Fußwegs zwischen Barkhover Feldweg und Grüne Harfe entstehen. Für die Bäume, die im Herbst gepflanzt werden sollen, werden Paten gesucht.


Blumenkübel in der Altstadt wieder bepflanzt

Und sie blühen doch wieder: Dank nun doch gefundener Spender sind die 14 Blumenkübel in der Werdener Altstadt wieder jahreszeitlich bepflanzt und können stehenblieben: Zumindest „bis Ende des Jahres ist die Bepflanzung und Pflege gesichert“, freut sich Michael Gaigalat, stellvertretender Vorsitzender des Werdener Bürger- und Heimatvereins (WBHV).


Hallenfußballturnier der Grundschulen mit langer Tradition

Die Idee zu einem Hallenfußballturnier für die Grundschulen aus Werden, Fischlaken und Heidhausen kam aus dem Förderverein der Heckerschule und wurde erstmalig vor 14 Jahren von „Macher“ Dr. Thomas Albrecht durchgeführt. Alle waren von Anfang an mit Feuereifer dabei, im Sportunterricht und bei der Fußball-AG wurde das Kicken geübt. Anlass für das Turnier war damals auch die Fußballfrauen-WM, die 2011 in Deutschland stattfand.


Erfolgreichste Jugendsaison der Schachfreunde Werden

Die Schachfreunde Werden haben die erfolgreichste Jugendsaison der Vereinsgeschichte absolviert: Die 1. Jugendmannschaft der Schachfreunde Werden ist Meister in der 2. Liga (NRW-Jugendliga „West“) vor Kaarst und Solingen geworden und ist damit in die Jugendbundesliga aufgestiegen. Die 2. Jugendmannschaft hat die Verbandsliga Gruppe 2 mit fünf Siegen in fünf Runden souverän gewonnen. Der Stichkampf gegen den Sieger der Gruppe 1 entschied dann über den Verbandsmeister 2025 und den Aufstieg in die 2. Liga (NRW-Jugendliga). Die 3. Jugendmannschaft hat die Jugendbezirksliga gewonnen und sind damit Bezirksmeister geworden. Damit hat sie sich zum Stichkampf mit den Meistern der anderen Bezirke des Ruhrgebiets qualifiziert. Hier konnte Werden mit einem klaren 3:1-Sieg gegen Bochum-Linden in die Verbandsklasse aufsteigen.


Bilder aus der aktuellen Ausgabe