29 Jan.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 05/2026: Neue Postfilliale, mehr Fahrradständer und ein kontroverser Bürgerdialog

Die Altstadt erhält eine vollständige Post-Filiale mit Mode-Outlets

JS Shop von Joachim Krause in der Heckstraße wird vom „Pottliebe“-Design ergänzt.

Der DHL-Standort in der Heckstraße 24 ist ab Februar eine vollwertige Post mit einigen Besonderheiten. Damit stehen den Kundinnen und Kunden wieder sämtliche Dienstleistungen rund um den Paket- und Briefversand zur Verfügung.

Ausgangspunkt der Entwicklung war die Schließung der früheren DHL-Filiale, die Ende Februar des vergangenen Jahres ihren Betrieb eingestellt hatte, nachdem sie die Post in Werden ersetzt hatte. Seitdem war die Altstadt faktisch ohne klassische Postfiliale. Für viele Bürgerinnen und Bürger bedeutete das längere Wege, insbesondere für den Versand von Briefen oder Paketen ins Ausland – Leistungen, die in reduzierten Paketshops nicht angeboten werden.

Die Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9.30 bis 12 Uhr und 14.30 bis 18 Uhr, samstags von 9.30 bis 13 Uhr.


Fahrradständer auf der Heckstraße

Die weiteren vier Abstellmöglichkeiten werden kontrovers diskutiert.

Anfang Februar 2024 legte die Fraktion der Grünen in der Bezirksvertretung IX (BV Kettwig/Bredeney/Schuir/Werden) eine Beschlussvorlage durch Ludger Hicking-Göbels vor, dass im Zusammenhang „mit der Diskussion über die Verkehrssicherheit in der Heckstraße in Werden in den Sitzungen der BV IX am 28. 2. 2023 sowie am 28. 11. 2023“ von Seiten der Stadtverwaltung mitgeteilt worden sei, dass alternativ zu einer angeregten Grenzmarkierung (Zickzacklinie) im Bereich der Heckstraße in Höhe der Straße Haus Fuhr als Lösung „auch Radfahrbügel aufgestellt werden“ könnten. 


Heidhausen wurde als geeignet bewertet

Vehemente Kritik beim Bürgerdialog zur geplanten Forensischen Klinik in der Jonakirche.

Selten hat die Jonakirche so einen emotional aufgeladenen Abend erlebt. Wenn der sehr kontrovers diskutierte Bürgerdialog zum geplanten Bau einer Forensischen Klinik für Straftäterinnen in Heidhausen eines aufzeigte, dann tief sitzenden Argwohn gegen die Entscheidungsträger Land, Landschaftsverband Rheinland und Stadt Essen. Die Anwohner rund um den geplanten Standort Barkhovenallee sind alarmiert. Das war vielen spontanen und nicht immer fairen Zwischenrufen anzumerken. Manche Eltern fühlten sich hinterher sogar noch verunsicherter als im Vorhinein. Zu vieles sei offengeblieben, zu oft sei Fragen ausgewichen worden. So entbrannte ein Streit um die wiederholte Nachfrage, ob es denn eine Prüfung alternativer Flächen gegeben habe oder doch nicht. 


Bilder vom Neubau der Fischlaker Schule


Werdens Stolpersteine sind wieder blitzeblank

01 Sep.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 35/2022

Domstuben – gerettet doch ohne Gastronomie

Zumindest das Gebäude an der Brückstraße 81 soll erhalten bleiben, bestätigt Propst Jürgen Schmidt die neuen Pläne der Propsteipfarrei St. Ludgerus. Grund dafür seien die stark angestiegenen Baukosten: Der zuvor anvisierte Neubau erscheint nun schlicht zu teuer. Stattdessen sollen nun im Bestand neue Räume für Gruppen der Pfarrei entstehen, die auch Externe anmieten können. Wermutstropfen: Eine Gastronomie wird es in dem Gebäude wohl nicht mehr geben. 


Verkehrswende in Werden – Antrag der Grünen scheitert erneut

„Das geht an den Wünschen der Bürger vorbei“: Mit diesen Worten kritisiert der FDP-Vertreter Gerd Kolbecher in der Bezirksvertretung IX nicht nur den erneuten Antrag der Grünen, der Fahrradständer auf einem Autoparkplatz an der Heckstraße in Höhe vom Edeka-Supermarkt fordert, sondern den sogenannten „Modal Split“, also die Umverteilung des Autoverkehrs auf Fahrräder, öffentliche Verkehrsmittel und Fußwege, als Ganzes.
Henrike Galla sieht das anders: „Gerade in Werden gibt es den Willen zur Verkehrswende“, findet die Leiterin der Elternschule Werden. „Es gibt immer mehr Familien, die mit dem Rad zur Schule, zur Arbeit oder zum Einkaufen fahren.“ In der Bezirksvertretung IX (Werden/Kettwig/Bredeney) scheint dieser Gedanke nicht ganz angekommen zu sein: Hier ist der Antrag der Grünen am Dienstag erneut gescheitert. 


Ludgerusfest, Apfelfest und Appeltatenkirmes

Am kommenden Wochenende ist einiges los in der Werdener Altstadt. In ihrem Veranstaltungskalender verraten die Werdener Nachrichten, was die Besucher bei den Festivitäten vor Ort erwarten können – und was sonst noch los ist in Werden Stadt und Land. 


Werdener Zeitzeugin erinnert sich an Olympia vor 50 Jahren

Vor 50 Jahren blickte die Welt nach Deutschland: In München gingen die Olympischen Spiele über die Bühne. Unter den Zuschauern: Die Werdenerin Monika Reich-Püttmann „Es waren die fröhlichen Spiele“, erinnert sich Monika Reich-Püttmann, „bis zu dem Attentat.“ Die Werdener gewährt einen Blick in ihr privates Fotoalbum 


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: 
Die Domstuben bleiben – ohne Gastronomie. Ein guter Kompromiss?