01 März

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 9/2018

Da wird schwer gerungen: Was soll im Löwental zwischen ehemals Dicker Engel und Löwental entstehen? Wieder ein Hotel, etwas mit Sport, Parkplätze oder eben doch eine Kita, wie es die Verwaltung offenbar durchziehen will, ohne die Politik richtig zu fragen.

Das beleuchten wir ebenso, wie wir Brummi und seine Disco feiern, aber auch der Neubau an der Velberter Straße auf dem ehemaligen Lelgemann-Gelände schauen wir uns an.

Beim Sport siegen die Fußballer weiter, während die Handballer ausgerechnet gegen den Nachbar patzen. Wir staunen, wie groß eigentlich Heidhausen ist, und was unter Denkmalschutz steht, und was nicht: Die Post nicht, allerdings wird das geprüft. Es gibt den Nachbericht für ein großartiges Konzert und vieles mehr.

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Essen ist nur noch zehntgrößte Stadt Deutschlands. Bald soll ein Bürgerforum über Möglichkeiten beraten. Was muss geschehen?

Das alles und mehr in der neuen Werdener!

01 März

Essen steigt ab

Ich könnte . . .  traurig sein, aber als Essener ist man ja Kummer gewöhnt. Wir waren bis vor 35 Jahren die fünftgrößte Stadt der Republik, als diese noch kleiner war. Man ahnte ja, dass man als Essener in der Provinz lebte, aber immerhin war Essen größer als Dortmund und Düsseldorf. Da konnte man sich wenig für kaufen,aber lernte dann doch: Für die Zuschüsse hat das schon eine Bedeutung. Nun ist die Stadt abgerutscht hinter Leipzig, eine Stadt, die ja einen guten Namen hat. Mal sehen. wohin das Essen noch führt. Immerhin soll es im November eine besondere Bürgerversammlung geben, mit per Zufall ausgesuchten Einwohnern, die beraten, wie Essen baulich noch wachsen könnte und vor allem wo. Man darf gespannt sein.

In jedem Fall ist ein attraktives Umfeld des Baldeneysees dabei hilfreich, und dazu passt die Wiedereröffnung der Heimlichen Liebe, die zu meiner Jugend gehört, Ziel vieler Wanderungen war. Dort soll Krupp seinen Villen-Standort ausgeguckt haben, während er weiter östlich bei der Schwarzen Lene vornehmlich mit Freunden trank. Essen ist reich an guten Geschichten; aber erstaunlich wenig Unternehmen bekennen sich zu der Stadt: Coca Cola weg, Eon und RWE Innogy sponsern in fernsten Gebieten, aber wenig bei Essener Vereinen, was natürlich bisweilen auch an deren Führungen liegen kann. Essen hat einen sehr erfreulichen Aspekt: Da geht mehr.