07 Mai

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 19/2020

Kommunalpolitik will wieder tagen

Corona hat auch die Kommunalpolitik in die Knie gezwungen: Bereits zwei Sitzungen musste die Bezirksvertretung IX (Werden/Kettwig/Bredeney) wegen des Virus absagen. Am 26. Mai jedoch wollen die Vorort-Politiker wieder öffentlich tagen – um die Regeln zur Kontaktsperre und sozialen Distanz einhalten zu können, diesmal im Ratssaal des Essener Rathauses in der Stadtmitte. Doch nicht jedem Bezirksvertreter schmeckt das: Die CDU übt scharfe Kritik am angeblichen Alleingang des Bezirksbürgermeisters Benjamin Brenk. Die SPD wiederum wehrt den Einwurf als „Wahlkampfgetöse“ ab. 


Vereinbarkeit für Fortgeschrittene

Fast zwei Monate ist es her, seit Kitas, Schulen und Spielplätze geschlossen worden sind – und Eltern ihren Erziehungspflichten zuhause nachkommen. Da die Großeltern als Betreuer möglichst nicht aktiv werden sollen, werden berufstätige Väter und Mütter ziemlich herausgefordert: Vereinbarkeit von Familie und Beruf bekommt eine ganz neue Bedeutung. WN-Autorin Kerstin Helmerdig berichtet in den neuen Werdener Nachrichten über ihre Erfahrungen. 


Circus auf dem Flughafen Essen/Mülheim

Der Duft von Sägespänen und Popcorn, fröhliche Musik, eine in buntes Licht getauchte Manege, in der Artisten und Tiere waghalsige Tricks aufführen, um Groß und Klein zum Staunen zu bringen: In dieser Welt fühlt sich der czu Hause. Doch diese Welt ist in weite Ferne gerückt. Bereits seit dem 15. März darf der Essener Familienzirkus, der normalerweise durch ganz Deutschland tourt und den Werdenern auch als „Werdener Weihnachtscircus“ im Löwental bekannt ist, nicht mehr auftreten. Seitdem ist er am Flughafen Essen/Mülheim gelandet, bedingt durch Corona. 


Außerdem: Eine Würdigung von Hanslothar Kranz anlässlich des 85. Geburtstags von „Werdens Bürgermeister der Herzen“. 


Stimmen Sie ab bei unserer Frage der Woche: Nächste Woche dürfen Restaurants, Cafés und Biergärten mit Speiseangebot wieder öffnen. Werden Sie bald wieder Gast sein? 

29 Apr.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 18/2020

Konzept der EMG für Lockerungen im Gastronomiebereich

Während die meisten Geschäfte in Werden nach den Lockerungen der coronabedingten Beschränkungen schon in der zweiten Woche ihre Läden unter Auflagen wieder öffnen dürften, schauen die Gastronomen noch weiter in die Röhre. Während die Landesregierung wenig Hoffnung schürt, dass in absehbarer Zeit Biergärten, Restaurants und Kneipen wiedereröffnen können, legt die Essener Marketing GmbH (EMG) ein Konzept vor, das genau das ermöglichen soll. 


Gottesdienste finden in Werden weiter nicht statt

Die Kirchen und Religionsgemeinschaften haben erklärt, die Vorkehrungen zur Einhaltung des Abstands und zum Schutz bis zum 1. Mai 2020 vornehmen zu können. „Gottesdienste und Versammlungen zur Religionsausübung in Nordrhein-Westfalen werden ab Mai wieder öffentlich stattfinden.“ So hat es die die NRW-Landesregierung vor einer Woche verkündet. Doch in Werden werden sich noch nicht die Türen der Kirchen für Gottesdienste öffnen. Und wann es soweit sein wird, ist völlig offen


Planungen für Werdener Grundschulen ab Mai

Für die Werdener Grundschulen blieb die Woche ungewiss. Klar ist, dass das gemeinsame Fußballturnier aller Viertklässler in Werden im Löwental nicht wie gewohnt stattfindet. Ständig wechselnde häusliche Bedürfnisse erforderten eine täglich abgestimmte Betreuung. Die Planung, wie ab dem 4. Mai beschult werden soll, ist noch nicht spruchreif. 


Historische Bilder werden wieder bearbeitet

Normalerweise fotografiert Niklas Hlawatsch auf Glasplatten und reanimiert damit eine fast ausgestorbene Art der Fotografie. Nun arbeitet er an historischen Bildern, die der Werdener Albert Mittweg Ende des 19. Jahrhunderts auf eben diese Weise angefertigt hatte: „Es ist, als dürfte ich die Arbeit eines ein längst Verstorbenen fortsetzen darf“, freut sich Hlawatsch. 


Stimmen Sie ab bei unserer Frage der Woche: 
Händler und viele Dienstleister dürfen unter Auflagen wieder öffnen – für Gastronomen gilt das allerdings nicht. Ist das gerecht? 

23 Apr.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 17/2020

Läden in Werden öffnen wieder

„Herrlich.“ Mit diesem Wort beschreibt Judith Kauter das Gefühl, nach einem Monat corona-bedingter Zwangspause mit ihrem Einrichtungsgeschäft wieder für die Kunden da sein zu dürfen. Denn nachdem die NRW-Landesregierung es den meisten Einzelhändlern und Gastronomen zur Eindämmung des Corona-Virus vom 23. März an verboten hatte, ihre Läden zu öffnen, dürfen seit vergangenem Montag zumindest kleinere Läden bis zu einer Verkaufsfläche von 800 Quadrat wieder öffnen – und das sind in Werden so ziemlich alle Geschäfte. Von kommendem Montag an darf man die Läden, wie auch Bus und Bahn allerdings nur noch mit Masken um Mund und Nase betreten. 


Hilfsaktion „Werden Liefert“

Vor gut fünf Wochen starteten der Werdener Bürger- und Heimatverein, der Werdener Werbering, die Kirchengemeinden und das Gestaltungsbüro „Erste Liga“ die Hilfsaktion „Werden liefert“. Und während Händler, Dienstleiter und Gastronomen das Angebot gut annehmen, bleibt die Akzeptanz des Einkauf-Services jedoch hinter den Erwartungen der Netzwerk-Macher zurück. 


Abt Laurentius Schlieker zu Gast in Werden

„Nach rund 200 Jahren zumindest zeitweise wieder einen Benediktinerabt in Werden zu wissen, ist sicher ein schönes Zeichen der Verbundenheit mit der Geschichte der Abtei und der Basilika“, begrüßte Propst Jürgen Schmidt den fünften Abt des Benediktinerklosters Gerleve, Laurentius Schlieker, in der Abteistadt. Der Gast wird hier für ein halbes Jahr wohnen. 


Online-Konzert aus dem Bürgermeisterhaus

Leer war der Saal im Bürgermeisterhaus – das Konzert fand ohne anwesendes Publikum statt. Aber über ein Video-Stream bei Youtube hatten sich innerhalb einer Woche 545 Musikfreunde die Darbietung der Pianistin Anke Pan angehört. Es war ein Solokonzert der besonderen Art und gehört in die Reihe der Beispiele, dass der Schutz vor der Coronavirus-Pandemie in diesem Fall keine Kulturbremse ist. 


Stimmen Sie ab bei unserer Frage der Woche: 
Auch NRW führt eine Maskenpflicht für Geschäfte sowie Bus und Bahn ein Finden Sie das sinnvoll? 

16 Apr.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 16/2020

Lockerungen in Werden bei Einzelhandel und Schule

Ab nächsten Montag wird wieder ein Stück Normalität in Werden Stadt und Land zurückkehren: Bund und Land lockern die coronabedingten Beschränkungen, so dass Einzelhandel mit einer Größe unter 800 Quadratmetern wieder öffnen dürfen. Sprich: In Werden wird man ab kommender Woche wieder wie gewohnt shoppen dürfen – nur auf die Pause im Café oder Restaurant wird man noch weiterhin verzichten müssen. Indes geht für die Abiturienten ab nächste Woche Donnerstag die Schule wieder los. Doch vor der Wiederöffnung der Gymnasien stehen noch viele Fragezeichen. 


Konkrete Utopien für Werdens Zukunft

Die Initiative „Gemeinsam für Stadtwandel Essen-Werden“ will im Herbst eine Stadtteilkonferenz veranstalten: Dort soll es um die nachhaltige Zukunft Werdens gehen. Zur Vorbereitung entwickeln Werdener Bürger und Institutionen „konkrete Utopien“. Simon Wehden, Gründer der Initiative, stellt die Idee dahinter in der neuen Ausgabe der „Werdener Nachrichten“ vor. 


Verbraucherschutz via Telefon gefragt

Manuela Duda und ihr Team von der Verbraucherschutzzentrale Essen sind auch in Zeiten von Corona sehr gefragt. Sie lächelt: „Wir machen unsere Arbeit gerne, und die Dankbarkeit, Freundlichkeit und Erleichterung der Anrufer ist spürbar.“ Den Werdener Nachrichten verrät sie die meistgestellten Fragen am Beratungstelefon in der Essener Verbraucherschutzzentrale. 


Ein Besuch bei Hundetrainer Jörg Müller

„Keinen Hund aufgeben“: Das hat sich Jörg Müller vorgenommen. Er ist ein Ausnahmetalent in Sachen Hundetrainer. Neben einer Begabung und Tierliebe seit Kindertagen hat er ein eigenes System entwickelt, das erstaunlich schnell funktioniert. Ein Selbstversuch zeigte, wie das in der Praxis geht. 


Stimmen Sie ab bei unserer Frage der Woche: 
Kleine Läden dürfen wieder öffnen, Gastros und Kirchen müssen weiterhin schließen, die Kontakteinschränkungen bleiben bestehen, Schulen öffnen nach und nach, Kitas bleiben dicht. Wie bewerten Sie die Corona-Lockerungen? 

08 Apr.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 15/2020

Gregor Lauenburger über Chancen

Für viele Familien wird dieses Osterfest ein ganz anderes als gewohnt. Die Corona-Krise fordert auch in dieser Hinsicht ein Umdenken und die Veränderung lang etablierter Verhaltensweisen. Doch es können sich auch neue Chance ergeben, meint Schulseelsorger Gregor Lauenburger


Nähe durch Technik in der Politik

Corona nimmt auch erheblichen Einfluss auf die politische Arbeit in der Kommune und dem Stadtbezirk: So verbietet die Kontaktsperre, mit deren Hilfe der das Virus eingedämmt werden soll, auch dem Rat und den Bezirksvertretungen, zu tagen und in öffentlichen Sitzungen zu treffen. Dennoch geht die politische Arbeit weiter: Wo der persönliche Kontakt nicht sein darf, hilft auch hier die Technik – auch im Bezirk IX (Werden/Kettwig/Bredeney). 


TV-Experiment von Werdener Filmemacher

„Gerade jetzt in der Krise läuft die Zusammenarbeit super“, freute sich der Werdener Filmemacher Dirk Gion. Von der Idee zum Film-Upload dauerte es nur zwei Tage. „Jetzt steht fest: Zusätzlich zum Abstandhalten, Händewaschen und der Vermeidung von Kontakten, ist nahezu jede Art von Maske – auch die Selbstgenähte und der Kaffeefilter – in der Lage, die Tröpfchen zu filtern, die sonst möglicherweise zur Corona-Ansteckung anderer führen. Details zum TV-Experiment gibt es in der neuen Ausgabe der Werdener Nachrichten – wegen Karfreitag schon am Gründonnerstag erhältlich! 


Yoga hilft immer

Lachen ist gesund – das gilt erst Recht in Krisenzeiten. Kaum einer weiß das besser als Willi Hagemann: Seit sechs Jahren ist er als Lachyoga-Trainer aktiv. Doch auch Corona lässt ihn das Lachen nicht verlernen: In Zeiten der Krise lacht er virtuell – und das mit der ganzen Welt.