10 Apr.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 15/2025: Gedenkstein, Gemeindefusionen und ungarisches Fast Food

Kunstvolle Aufwertung am Ludgerusbrunnen

In Eigenregie wurde der Bauzaun rund um den Ludgerusbrunnen mit Bannern aus der Feder von Dirk Uhlenbrock (r.) verschönert. Andreas Miksch vom Werbering stieß die Idee an und holte die Genehmigung der Stadt ein. Monika Reinhardt (Kika’s, m.) war begeistert, Dennis Hasemann von der Buchhandlung Schmitz (l.) bestellte sie. Auch der Bürger- und Heimatverein beteilige sich, so Ivo Matic vom Werbering.


Evangelische Kirche Essen plant umfassende Fusion

Die Zahl der Gemeindemitglieder hat sich in der Evangelischen Kirche Essen deutlich verringert: Das hat zu Überlegen geführt, wie die fehlenden Einnahmen kompensiert werden könnten: Eine davon ist die Zusammenlegung, Fusion oder Zusammenarbeit von Gemeinden. Im Raum steht eine Fusion der bislang 26 Gemeinden zu zunächst sechs – und bis 2035 eine Essener Gemeinde. In Werden und Heidhausen gibt man sich gelassen.


Schließung des Kamillus-Gemeindezentrums steht bevor

Nachdem vergangene Pfingsten die Gemeinden Kamillus und Christi Himmelfahrt aus Heidhausen und Fischlaken in die „ökumenische Wohngemeinschaft“ der bis dahin evangelischen Jonakirche gezogen sind, kündigt sich nun nächste Schritt an, mit dem die Verantwortlichen den Pfarrei-Entwicklungsprozess für St. Ludgerus auch in Werden-Land umsetzen wollen: Zum 31. Mai soll das Kamillus-Gemeindezentrum schließen. Das hat der Kirchenvorstand unter Zustimmung des Pfarrgemeinderats beschlossen. Der Filipino-Gemeinde zieht das buchstäblich das Dach über dem Kopf weg für ihr zweiwöchentliches Beisammensein nach ihren Gottesdiensten. Auch von Gemeindemitgliedern aus St. Kamillus wird Kritik an dem Vorgehen der Verantwortlichen in der Propsteipfarrei laut.


Gedenken an die Opfer des Tieffliegerangriffs vor 80 Jahren

So viel Trubel wie an diesem Mittwochnachmittag herrscht nur selten auf der Auffahrt zu dem Hof, auf dem Heinz Feldmann aufgewachsen ist. Auto an Auto parken am Straßenrand, fast direkt an der Einbiegung zum Schuirweg. „Zu nah“, sagt er, „die parken zu nah. Es kommen doch noch mehr, und die Leute wollen alle um den Gedenkstein herumstehen“. Der Stein erinnert an ein schreckliches Ereignis, das sich vor 80 Jahren ereignet hat: Am 9. April 1945 zog eine Kolonne von rund 3 000 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern durch den Schuirweg, als sie alliierte Jagdbomber versehentlich angriffen: Es gab über 40 Tote und etliche Verwundete. Heinz Feldmann, damals 14 Jahre alt, hat den Angriff mit eigenen Augen sehen müssen. „Die Tiefflieger…, die Toten, die hier überall herumlagen…“ – diese Bilder wird der heute 94-Jährige wohl nie mehr aus dem Kopf bekommen. Heute hält er es für seine Verpflichtung, diesen Gedenkstein zu hegen und zu pflegen.


WTB-Volleyballerinnen holen Bronze bei NRW-Meisterschaft

Die U16-Volleyballerinnen des WTB sind seit Sonntag die drittstärkste Mannschaft in NRW. Bei den westdeutschen Meisterschaften spielte man sich als Außenseiter aufs Treppchen der Besten. Bereits am Freitagnachmittag fuhren die Werdener in Richtung Nottuln, um am Wochenende die westdeutschen Meisterschaften der stärksten zwölf Mannschaften NRWs in Münster zu bestreiten.


Ungarische Küche bereichert die Werdener Wiesn

An den Werdener Wiesn speist man nun ungarisch: Martin Wohl ist der neue Mann im Imbisswagen, der neben der bewährten Brat- und Currywurst samt Pommes nun auf Langos setzt: „Ungarisches Fast Food, das wird in Ungarn so häufig und gern gegessen wie hier die Bratwurst“, lächelt der Gastronom und ergänzt: „Viele hierzulande kennen Langos vom Weihnachtsmarkt.“ Am vergangenen Freitag feierte er bei bestem Wetter Einstand im Biergarten am Werdener Ruhrufer.

07 März

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 10/2024

Wedener Ruderer räumen auf – „Sauber Zauber“ am Baldeneysee“

Dem jährlichen Aufruf des „Sauber-Zaubers“ der Stadt Essen, vom 24. Februar bis zum heutigen 8. März mit Mülltüten, Zangen und Handschuhen dem Abfall auf öffentlichen Flächen den Kampf anzusagen, sind auch in Werden Stadt und Land viele Menschen gefolgt. Darunter auch über 25 jugendliche Mitglieder des Essen-Werdener Ruderclubs (EWRC) und Aktivisten der Plan Deutschland Aktionsgruppe Essen, die das Ufer des Baldeneysees und die Ruhr unterhalb des Stauwehrs von Müll säuberten.


Postkunden stehen vor verschlossenen Türen – DHL Group sucht weiter nach alternativem Standort in der Altstadt

Ende vergangener Woche wollte Ulrich Unger ein Paket abgeben und ging deshalb – wie gewohnt – zur Poststelle an der Hufergasse. Doch der Werdener stand bereits vor verschlossenen Türen: Denn die Poststelle hat dichtgemacht. „Äußerst ärgerlich“, findet er. „Jetzt gibt es im Werdener Stadtgebiet keine Möglichkeit mehr, Pakete abzuholen, abzugeben oder Briefmarken zu kaufen“ Für ihn gehöre ein solches Angebot doch zur „Daseinsversorgung“. Wie die „Werdener Nachrichten bereits im November berichtete, hatte die DHL Group, das zur deutschen Post gehörende Paket- und Brief-Express-Unternehmen, die Zusammenarbeit mit ihrem Vertragspartner, der die Poststelle an der Hufergasse seit dem Frühjahr 2018 betrieben hatte, nicht verlängert. Immerhin: Die DHL Group sucht weiter nach einer neuen geeigneten Partner-Filiale, die künftig die Post-Services anbieten kann – und befinde sich derzeit „in aussichtsreichen Gesprächen“.


Grillzonen ja oder nein – Entscheidung diese Woche

Wenn – wie am vergangenen Sonntag – sich die Sonnenstrahlen durchkämpfen und die Temperaturen ins mindestens Frühlingshafte steigen, dann kann man sich sicher sein: Die Lust aufs Grillen steigt bei vielen. Und wer über keinen eigenen Garten verfügt, weicht mit tragbarem Grill in öffentliche Parks und Grünflächen aus. Bis zum Sommer 2023 war dies in Essen auf fast allen Grünflächen möglich. Doch da – auch auf der Werdener Brehminsel und im Löwental – das Grillen oft Überhand nahm und dies immer öfter zu Konflikten mit Spaziergängern und Anwohnern geführt hat, hat die Stadt nach langer Diskussion Grillzonen eingeführt: Fortan darf in Werden – und im gesamten Stadtbezirk inklusive Bredeney und Kettwig – nur noch in einem ausgewiesenen Bereich im Löwental gegrillt werden. In diesem Monat stehen die politischen Entscheidungen im Rat und in der Bezirksvertretung an, ob dies auch so bleiben soll. Die Verwaltung will dauerhaft an den Grillzonen festhalten.


Biergarten am Wedener Ufer hat wieder geöffnet

„Oh nein!“ Mali Sirin schaut bedröppelt: Irgendwas ist mit der Bierleitung schief gegangen, und das gute Stauder fließt auf den Asphalt anstatt ins Bierglas. „Gut 15 Liter sind futsch!“ Glück im Unglück: Das Missgeschick ist nicht im Hochbetrieb passiert, sondern bei den letzten Vorbereitungen zur Saison-Eröffnung der „Werdener Wiesn“. Seit dem vergangenen Wochenende ist der beliebte Biergarten am Werdener Ruhrfer aus dem Winterschlaf erwacht. Einige Neuerungen erwartet die Gäste, und einige davon sind äußerst schmackhaft – oder sollte man sagen: „delizioso“? Denn mit Fausto Piccinno hat sich Mali Sirin einen erfahrenen Wirt an die Seite geholt, der fortan den Essensstand betreiben wird.


Abstimmen bei unserer Frage der Woche:
Vermissen Sie eine Poststelle mit Paketdienst in der Altstadt?

17 Juni

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 25/2021

Sommer, Sonne, Grillzeit – aber auch Rauch und Müll

Gerade an sonnig-heißen Wochenenden tummeln sich zahlreiche Menschen im Löwental und auf der Brehminsel, um dort in gemütlicher Gemeinschaft zu grillen – nicht wenige Bürger fühlen sich jedoch durch die Rauschwaden und den Müll, den die Gruppen hinterlassen, belästigt. „Ist das Grillen in der Öffentlichkeit nicht mittlerweile verboten?“, fragte daher unlängst ein Leser der Werdener Nachrichten. Zumindest hatte Oberbürgermeister Thomas Kufen im vergangenen Jahr während des Kommunalwahlkampf versprochen, das ein solches Grillverbot baldmöglichst kommt: Diesen Sommer ist allerdings nicht mehr damit zu rechnen– denn die politischen Beratungen über das Verwaltungskonzept werden kaum bis zur Sommerpause beendet sein, räumt die Stadt Essen auf Nachfrage der Werdener Nachrichten ein. 


Barrierefreiheit auf der Wartburg

Einen kleinen Fortschritt gab es zu vermelden bezüglich der Barrierefreiheit am Bahnhof Hügel bei einem Ortstermin, den die Grünen im Bezirk zusammen mit dem Verkehrsclub Deutschland (VCD) und Vertretern der Deutschen Bahn (DB) unternommen haben: Denn entgegen vorheriger Aussagen soll auch dieser Bahnhof künftig für Menschen, die nicht gut zu Fuß sind, besser erreichbar sein – allerdings frühestens in acht Jahren – zu spät, finden die Grünen. 


Im Bürgermeisterhaus geht es langsam wieder los

Im Bürgermeisterhaus startet die Kultursaison am kommenden Freitag Juni „Es wird sich in den nächsten Tagen noch ein wenig erweitern, da einige Termine noch in der Schwebe sind und noch bestätigt werden müssen.“ so der Geschäftsführer des Kulturwohnzimmers, Carsten Linck. Er weiß, dass sich viele Künstler erst einmal impfen lassen wollen, bevor sie starten. Ob sich seine Befürchtungen bestätigen, dass viele Stammgäste vielleicht erst einmal vorsichtig sein werden, wird die Stimmung bei den ersten Konzerten zeigen. 


Public Viewing in Werden

Gemeinsam mitfiebern ist beim Fußball eine gute Idee. Zum Auftakt der Saison wurde dies auch gerne angenommen. Stimmung herrschte bei Fausto und Ramona im Ristorante Viehauser Höhe. Auch auf den Werdener Wiesn wurde mit einem kleinen Format angefangen, Deutschland in der EM zu begleiten. Die Wahl der Fußball-Beilage zum Gucken war demnach entweder die italienische Variante oder der amerikanischen Dreier-Kette aus Brötchen-Rindsfrikadelle-Brötchen. Wenn es auch dieses Mal keine Luftsprünge gab, ist gemeinsam Leiden auch was Schönes. 


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: 
Grillen soll ab 2022 nur noch auf einer kleinen Fläche im Löwental erlaubt sein. Eine gute Idee? 

20 Apr.

Frohe Ostern

Frohe Ostern

BlogBooteDSCN0226Gestern bei der Biergarten Eröffnung „Werdener Wiesn“ war eine sehr nette Stimmung. Es gab Eistee aus eigenen Herstellung, und der Mandarinenkuchen war sehr gut. Mali Sirin und sein Team sind echte Sympathieträger. Man kann diesem Projekt nur alles Gute wünschen. Im Sommer soll es noch eine Eröffnung mit Programm geben. Unten am Bootsverleih Müller war auch schon mächtig was los. Werden ist an der Ruhr angekommen, was auch einige Radfahrer goutiert haben.

Ich habe heute Morgen die Messe auf dem Petersplatz gesehen, es kamen einige Erinnerungen. Aber noch besser, es wieder ein paar Feinheiten, die Franziskus verbessert hat. Die Blumen aus Holland, die zivilen Frauen, die Vielfarbigkeit; und – na gut – die Fahrt über den Platz war klasse, aber da hatten die Päpste zuvor ja auch Wege gefunden.