23 Dez.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 52/2025: Weihnachtsfreude, Literatur, Therapiehunde und kulinarische Spitzenküche

Die Magie von Weihnachten – Doreen Pelizaeus und ihre Liebe zum Fest

Wenn es draußen kalt ist und es drinnen gemütlich nach Tannennadeln riecht und die geschmückte Stube im Kerzenschein schimmert, dann blüht Doreen Pelizaeus richtig auf. „Diese Magie, diese Lebensfreude gipfelt in der Weihnachtszeit“, macht sie aus ihre Leidenschaft für das Christfest keinen Hehl. „Das habe ich als Kind schon so erlebt, Und ich möchte davon so viel weitergeben, wie ich kann.“ Und natürlich steht schon mindestens seit dem ersten Advent ein festlich geschmückter Tannenbaum im Wohnzimmer. „Ich kann niemanden verstehen, der damit bis Heiligabend wartet – dann hat man doch kaum noch etwas davon!“

Ihre Begeisterung für Weihnachten hat sie in etliche Bücher fließen lassen, um möglichst viele andere Menschen anzustecken. Zum Beispiel in literarische Adventskalender: Einen für Paare etwa, ein Advents-Vorlesebuch für die ganze Familie, einen für Mamas, 24 Türchen für vier Pfoten, ein Quiz-Kalender für Wissensdurstige und und und…


Katholische Bücherei St. Kamillus schließt zum Jahresende

Die Katholische Öffentliche Bücherei (KÖB) St. Kamillus schließt zum Jahresende: Das hat die Propsteipfarrei mit Blick auf die „angespannte Haushaltslage der Pfarrei“ bekanntgegeben. Eigentlich hatte der Kirchenvorstand vor längerer Zeit beschlossen, dass die KÖB trotz der Schließung des Gemeindeheims St. Kamillus bis auf weiteres geöffnet bleiben kann. Doch die finanzielle Situation der Pfarrei lässt nun auch das nicht mehr zu.


Bailey in der Ausbildung zum Therapiebegleithund

Hunde wie Bailey werden gezielt in der Ergotherapie eingesetzt, um motorische, kognitive, emotionale und soziale Fähigkeiten zu fördern. Bailey ist eine Labradoodle-Hündin, lieb und verschmust. 17 Monate alt und Auszubildende. Das muss Frauchen Corinna Zuschlag erklären: „Wir machen zurzeit die Ausbildung zum Therapiebegleithund bei Angela Davachi von Casa Canis in Velbert. Das Ganze dauert ein Jahr und beinhaltet ein Praktikum, eine Facharbeit und eine praktische wie theoretische Prüfung.“

Bailey wird intensiv darauf vorbereitet, ruhig, sicher und kontrollierbar in therapeutischen Situationen mitzuwirken.


Die besten Restaurants Deutschlands: Auch ein Österreicher ganz vorne dabei

Das renommierte Gastromagazin „Der Feinschmecker“ hat wieder die Besten der deutschen Koch-Szene gekürt. Dafür waren Tester und Testerinnen unterwegs, die anonym und unabhängig die Leistungen in verschiedenen Kategorien wie Küche, Service und Ambiente bewerteten. Ganz oben thront das „Jan“ in München. Doch was, wenn man nach ausländischer Küche sucht, sagen wir mal: „Wo finde ich den besten Italiener in Deutschland?“ Kein Problem, das „Carmelo Greco“ in Frankfurt / Main führt diese Kategorie an. Bei asiatischer Küche ist es das Taku in Köln. Und wer französische Küche mag? Der sollte in den Schwarzwald, ins „Le Pavillon“ pilgern.

Nur ein paar Schritte dagegen sind es zum „besten Österreicher“ in Deutschland. Denn die Gastrokritiker werteten „Kettner‘s Kamota“ an die Top-Position. Den Lesern Werdener Nachrichten verrät der Sternekoch aus der Steiermark zudem sein liebstes Gansrezept!


Gewinnerinnen und Gewinner des Weihnachtspreisrätsels 2025

Wer darf sich über einen der vielen Preise freuen, die wir beim Weihnachtspreisrätsel 2025 ausgelost haben? Die diesjährigen Gewinnerinnen und Gewinner stehen auf Seite 13 dieser Ausgabe!


Folkwang Abendkonzert zur Weihnachtszeit


Himmel über Werden

18 Dez.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 51/2025: Spannungen, Emotionen und Highlights

Spannungen zwischen Werdener Werbering und Martin Walz

Spannungen herrschen zwischen dem Werbering und dem Werdener Elektroingenieur Martin Walz: Dieser wirft dem Verein vor, diverse Rechnungen, unter anderem für die Installation des leuchtenden Ortseingangsschilds und der Weihnachtsbeleuchtung nicht beglichen zu haben. Der Werbering wiederum hält die Forderungen für „maßlos überzogen“ und versucht, Martin Walz aus dem Verein zu werfen. Dagegen hat sich dieser gerichtlich erfolgreich gewehrt .

Für Werden hat der Streit unschöne Folgen: So ist das Ortseingangsschild ist seit längerem an einigen Stellen defekt, zwischenzeitlich blieb auch die Weihnachtsbeleuchtung dunkel. Und auch der Weihnachtsmarkt stand auf der Kippe, sagt Walz.


Wiedereröffnung der S6-Strecke: Emotionale Rückkehr mit Problemen

Ein ganz besonderer Moment für Thomas Kirch: „Früher bin ich jeden Tag diese Strecke gefahren“, sagt der Lokführer, als er am Samstagmorgen wieder in seinem Stuhl im Führerstand der S6 sitzt. Lange blieb die Bahn weitestgehend still, ein Hangrutsch vor zwei Jahren in Hösel hatte die Verbindung zwischen Köln, Düsseldorf, Ratingen und Essen lange Zeit ausgebremst.

Am Samstag wurde mit viel Medienrummel und Tamtam die Strecke endlich wieder in Betrieb genommen – und endlich durfte Thomas Kirch wieder den Zug steuern. „Ich hänge emotional an dieser Strecke“, sagt er. Vielen Pendlern, die auch in Werden nun endlich wieder komfortabel Richtung Rheinland fahren können, dürfte es da ähnlich gehen. Doch schon am nächsten Tag häuft sich bei diesen Ärger an: Kaum etwas läuft rund auf der frisch eröffneten Strecke, Verspätungen und Zugausfälle sind an der Tagesordnung.


Dreikönigs-Oratorium begeistert Besucher der Evangelischen Kirche

Angestrahlt von außen und innen, zog es Scharen von Menschen in die Evangelische Kirche Werden. In Chorgarderobe die einen, in – wie sich zeigen sollte – viel zu warmen Mänteln die anderen. Dem Andrang auf das Dreikönigs-Oratorium am Samstagabend konnte nur eine Öffnung der Generalprobe Herr werden.

Die Kirche und Teile der Orgelempore waren komplett gefüllt. Es war schnell spürbar: Dieser Abend wollte mehr sein als ein festliches Konzert. Mit Helge Burggrabes Dreikönigsoratorium stellte sich die Gemeinde den Fragen der Gegenwart. Das 2022 für den Kölner Dom geschriebene Oratorium erzählt die Geschichte der Weisen aus dem Morgenland als Bild für die Sehnsucht heutiger Menschen nach Orientierung und innerem Wandel. Burggrabe selbst spricht von einem „Aufbruch des Herzens“ – in Werden wurde dieser Weg eindrucksvoll nachvollziehbar.


WTB-Volleyballerinnen streben westdeutsche Meisterschaft an

Das wU18-Team der WTB-Volleyballerinnen hat eine starke Saison in der höchsten Jugendliga hinter sich und wird nun am 1. März versuchen sich in der letzten Qualifikationsrunde erneut das Ticket zu den westdeutschen Meisterschaften zu sichern. Dann leider wieder ohne Morales-Zambrana, da die bolivianische Auswahlspielerin Deutschland im Januar verlässt, dafür erwartet man selbst mit Kira Schönke Verstärkung nach Auslandsaufenthalt zurück.


Maronimarkt im Löwental überzeugt erneut

Die fünfte Auflage des Maronimarktes im Löwental überraschte erneut positiv. Die Anliegenden Fenja Fürer von Dolcinella und Dirk Uhlenbrock (Grafikdesign Erste Liga) kuratierten den Markt nicht nur, sie waren Teil rund um die Feuerschale im Biergarten. Sieben Stunden eine kleine winterliche Oase: dazu herzhaften Grünkohleintopf mit Maronen und Süßkartoffeln und eine cremige Maroni-Suppe sowie weitere delikate herzhafte und süße Speisen. Im Gepäck: Kunst und allerhand Accessoires, Dekoratives und Schmuck.



Kreative Weihnachtsgrüße aus Werden

11 Dez.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 50/2025: Kritik an Kirchenwahl, Brückensanierung, Zirkus, Fußball und Honig

Unmut über Kirchenvorstandswahl in Werden

„Das war ja wohl eine Werdener-Witz-Wahl!“, schimpft Rainer Ringhoff. Wie im gesamten Bistum Essen und auch in ganz NRW stand für die katholischen Kirchenmitglieder vor rund einem Monat, am Wochenende zum 8. und 9. November, die Wahl des Kirchenvorstands in der Propsteipfarrei St. Ludgerus an. Doch am Wahlprozedere in Werden Stadt und Land hagelt es Kritik.


Brückensanierung wird deutlich teurer

Die geplante Sanierung der Gustav-Heinemann-Brücke in Werden wird deutlich teurer als ursprünglich gedacht: Die Stadt rechnet inzwischen mit Gesamtkosten von 3,264 Millionen Euro – mehr als doppelt so viel als die einst veranschlagten 1,423 Millionen Euro. Dies geht aus einer Verwaltungsvorlage hervor, die der Rat in seiner Sitzung am vergangenen Mittwoch einstimmig beschlossen hat.


Neue Ausgabe „Geschichten aus der Werdener Geschichte“ vorgestellt

227 Seiten stark, zum 23. Mal frisch auf dem Lesetisch: Die neuen „Geschichten aus der Werdener Geschichte“ wurden in der Aula des Gymnasiums Werden vorgestellt. Erfreulicherweise reich bebildert, veranschaulichen die Berichte ihren Fokus auf die Vergangenheit sehr anschaulich. Der Bogen ist zeitlich weit gespannt: Vom Holztor der Alteburg handeln sie und suchen Erkenntnisse aus dem 5. Jahrhundert vor Christus. Dem Autoren Sebastian Senczek ist seine Begeisterung anzuhören, hier zu forschen. Es sei „extrem spannend und direkt hier vor der Haustüre“, die vor 100 Jahren begonnenen Ausgrabungen, deren Dokumentation weitgehend verschollen ist, wieder aufzunehmen. Im nächsten Sommer wird es weitergehen, so der Stadtarchäologe.


Dromedar-Flüsterer im Essener Weihnachtscircus

„Das hatten wir hier in Essen noch nie“, frohlockt Alexander Neigert, Sprecher des „Essener Weihnachtscircus“, der das Löwental auf dem Knaus Campingplatz in Werden von Donnerstag, 18. Dezember, bis Dienstag, 6. Januar, bereits zum achten Mal in eine magische Traumwelt verwandelt. „Wir haben in diesem Jahr einen Dromedar-Flüsterer dabei.“ Besagter „Flüsterer“ ist Daniel Bügler. Er trainiert auch Königspudel und ist zudem ein Meister der Balance.


Schwarzer Spieltag für SC Werden-Heidhausen

Der SC Werden-Heidhausen würde gerne den 7. Dezember 2025 aus dem Kalender streichen. Wo müssen die Kicker aus dem Löwental sich da melden? Ihre Bilanz an diesem trüben 2. Adventssonntag lautete fünf Spiele, fünf teils empfindliche Niederlagen. Allen voran der Landesligist, der erheblich schwächelte. Gegen den VfB Speldorf kassiertte man daheim ein 0:4. Die SC-Reserve ist ihre Tabellenführung los. Allerdings liegt die Zwote, wie auch die „Dreite“, auf einem Aufstiegsplatz. Für drei Teams ist bereits die Winterpause angebrochen, doch 1. Herren und die Damen müssen noch einmal ran.


Nikolausabend am Mariengymnasium: „Pakjesavond“ wie in Holland

„Pakjesavond“ – zu gut Deutsch „Päckchenabend“ – so nennen die Holländer den Nikolausabend, den die niederländischen Nachbarn am 5. Dezember feiern. „Bei uns ist der Nikolausabend fast noch wichtiger als Weihnachten“, berichtet Elena. Die elfjährige Schülerin stammt aus den Niederlanden und freut sich, dass auch am Mariengymnasium, an dem sie die Klasse 6a besucht, nun dieses Fest feiert – mit Poffertjes, Chocomel und allem, was dazugehört. Dafür hat ihre Klasse zusammen mit einigen Siebenern einen kleinen, holländischen Weihnachtsmarkt auf die Beine gestellt.


Goldmedaille für Honig aus Heidhausen

2012 war es, da sammelte Christian Gessner-Pröschs Verwandtschaft zu dessen Geburtstag Geld, damit er sich endlich einen neuen Laptop kaufen kann. Doch der Biologielehrer hatte anderes im Sinn: Er schaffte sich dafür Bienenvölker an und las sich kräftig in die Materie ein. „Ohne Kurs, alles autodidaktisch“ hat er alles gelernt, was man als Hobbyimker wissen muss.

Mit Erfolg: Aus den ersten beiden sind heute 15 bis 20 Bienenvölker geworden, die Gessner-Prösch auf den Feldern des Bischof-Hofes in den Heidhauser Höhen betreut. Seinen Bienen hat der 41-Jährige nun sogar eine besondere Auszeichnung zu verdanken: Der Imkerverbandes Rheinland verlieh dem süßen Heidhauser Honig jüngst in Köln-Porz die Leistungsmedaille in Gold.

04 Dez.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 49/2025: Bollerwagen, Weihnachtsmarkt und Werden im Advent

Weihnachtlicher Trubel in der Altstadt

Der Werdener Weihnachtsmarkt hat am ersten Adventswochenende wieder die Straßen und Gassen gefüllt: Beim Glühwein hatten die Besucher die Qual der Wahl: von Ludgerusbrunnen bis zum Rathausmarkt, vom Kopf der Grafenstraße bis zum Glüh-Almdudler in deren Mitte und egal ob links oder rechts der Weg weiterführte – es dufte sich warmgetrunken werden. Durchaus mit begleitenden Ständen für in allen Geschmacksrichtungen von herzhaft bis süß. Lange Schlangen vor den Ständen auf dem Rathausplatz zeugten davon, dass das Angebot gern angenommen wurde. Sehr junge Musiker nutzten Nischen um live Weihnachtslieder gegen Spende zu spielen. Am Donnerstagabend zeigte sich, dass es durchaus eine Menge junger Menschen gibt, die das „Straßenangebot“ zu beleben weiß.


Historische Impressionen beim Komm-Omend im Zentrum 60plus

Nach historischen Eindrücken vom Bollerwagenumzug hatte Hobbyfilmer Clemens Clasen auf Anregung des hiesigen Karnevals-Urgesteins Peter Gabka gesucht. Seine Funde stellte er im Waddisch-Platt-Club Komm-Omend im Zentrum 60plus vor: „Und er zieht doch!“ stand auf einem der ersten Wagen. Weitere Sprüche: „Erhaltet Tradition und Brauchtum“, „Freiheit für den Bollerwagen“, „Das Brauchtum muss bleiben mit seinem bunten Treiben“ ist auf den Bollerwagen im Umzug 2011 zu lesen. Slogans, die auch heute noch aktuell sind: Denn die explodierenden Kosten und Auflagen drohen Essens kleinsten Lindwurm zu erdrücken.


Bahnchaos statt Betriebsstart

Verdutzte Gesichter am Montagnachmittag auf dem Werdener Bahnsteig: nachdem die Bahn in der Woche zuvor noch stolz verkündete, bei den Bauarbeiten voll im Zeitplan zu sein, und dass zumindest auf Teilstrecken die S 6 nach jahrelangem Ausfall wieder rollen kann, stellte sich bei den Fahrgästen schnell Ernüchterung ein. Die Bahn kam – nicht. „Reparatur an einer Weiche“, hieß es auf den Anzeigetafeln der Bahn. „Also alles wie immer“, meint ein Fahrgast grimmig mit Blick aufs Info-Display. Auch an den Folgetagen läuft längst nicht alles glatt.


Wiedereröffnung des Shaktihäuschens

Lebensfreude ist das, was Claudia Jauß-Kowohl, Yvonne Forster und Jasper Schmitz verbindet. Und genau diese wollen sie gemeinsam im Shaktihäuschen Werden am Wesselswerh 45 vermitteln – jeder auf seine höchst eigene Weise. Denn das Haus, das mit seinem charakteristischen Dach etwas aus der Reihe fällt und wo früher mal ein Handwerkerbetrieb beheimatet war, hat sich zu einem vielfältigen Kunstraum entwickelt, in dem Yoga, Gesang, Schauspiel und Persönlichkeitsentwicklung vereint sind. Bei einer Weihnachtsfeier am Samstag, 13. Dezember will das Gespann die Wiedereröffnung feiern und sich und ihr Angebot den Werdener näherbringen.


Freiwilligen-Pflanzaktion an der Grünen Harfe

Die Bürgerinitiative Streuobstwiese pflanzte 39 alte Obstsorten am Barkhover Feldweg an ihren neuen Standort. Unter der sachkundigen Anleitung von David Gregor unterstützten über 40 Freiwillige die Pflanzaktion an der Grünen Harfe. Ein Foodtruck verwöhnte die Helfer kulinarisch und sorgte so für das leibliche Wohl. Mit viel Elan wurde dann richtig angepackt: Alle matschten, gruben, baggerten, schütteten und hämmerten gemeinsam die Obstbäume mitsamt ihren Pfosten fest in den Lehmboden. Ein Riesenspaß für Groß und Klein.


Erfolgreiches Wochenende für den SC Werden-Heidhausen

Der SC Werden-Heidhausen überraschte beim Tabellenzweiten der Landesliga. Die Zwote holte sich mit einem Kantersieg die Herbstmeisterschaft und auch die „Bierte“ siegte zweistellig. Damen und Dreite mussten unglückliche Niederlagen einstecken.