Archiv der Kategorie: Aktuelle Ausgabe
Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 49/2018
In Sachen Klimaschutz gibt es einiges, wo Werden gehörig hinterherhinkt. Insbesondere die Verkehrssituation ist an vielen Stellen verbesserungswürdig: Das wurde bei einer Diskussion in den Domstuben deutlich, zu der die Werdener Grünen geladen hatten.
Ob und wie die klimafreundliche Verkehrswende in Werden gelingen könnte, steht in der neuen Ausgabe der Werdener Nachrichten!
Außerdem: Die umfangreiche Bibliothek, die der Historische Verein Werden und dessen Nachfolger, der Geschichts- und Kulturverein Werden, soll digitalisiert werden. Damit sollen auch nicht ausleihbare Bücher und Zeitschriften, wie die Werdener Heimatblätter aus den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts, auch weiterhin nutzbar sein.
Zudem blicken wir zurück auf den Werdener Weihnachtsmarkt, berichten von den schönsten Adventsbasaren und bringen die Neuigkeiten aus Kultur und Sport auf den Punkt!
Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 48/2018
Gut ein Jahr ist es her, dass das Jugendstilhaus an der Forstmannstraße 27 Protesten zum Trotz dem Bagger zum Opfer fiel. Seitdem klafft dort ein Loch, wo einst das stolze Gebäude stand, das wegen der nahe gelegenen Statue am Rondell auch „Kaiser-Friedrich-Haus“ genannt wurde. Das wird sich wohl bald ändern. Die Stadt erteilt bald eine Baugenehmigung für ein Mehrfamilienhaus, das dort entstehen soll. In der Bezirksvertretung sorgten die Pläne für das Haus für Kopfschütteln.
Werden soll einen eigenen Bücherschrank bekommen. Sich am Pelikanbrunnen auf eine Bank setzen und in einem Buch schmökern, das man sich zuvor im neben stehenden Schrank ausgesucht hat: Dafür dass das möglich wird, für setzen sich zehn „Freunde des Bücherschranks“ ein.
Apropos Buch: Rüdiger Bertram erinnert in seinem Jugend-Roman „Der Pfad“ an Zeiten, in denen viele Deutsche Flüchtlinge waren. Im Gymnasium Werden stellte der Kinderbuch-Autor seine Geschichte den Sechstklässern vor. Und die folgten gebannt dem Abenteuer des kleinen Rolfs, der mit seinem Vater und seinem Hund während des Zweiten Weltkriegs nach New York fliehen will.
Außerdem lassen wir die erste Ruhrkulele Revue-Passieren: mit dem Genre-Festival im Löwental will Michael Epke-Wessel ein „Wacken für Ukulele-Fans“ schaffen.
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Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 47/2018
Die Dieselfahrverbote, die auch der Velberter Straße drohen, sorgen für Diskussionen auch in Werden. Bezirksbürgermeiser Michael Bonmann meint jedoch, dass dieser Kelch ans Städtchen vorübergeht: Er glaubt, dass die Verantwortlichen rechtzeitig eine Lösung finden, um Fahrverbote zumindest im Essener Süden zu verhindern.
Der Werdener Weihnachtsmarkt rückt näher: Die 42 Verkaufsstände, die vom 30. November bis zum 2. Dezember versprechen Individualität und Lokalkolorit. Im nächsten Jahr soll der Markt sogar noch wachsen.
Ja, der Winter macht sich langsam bemerkbar, die Temperaturen werden kälter – und die Straßen glatter. Für Fußgänger heißt das durchaus eine höhere Unfallgefahr, besonders wenn der Bürgersteig an sich schon böse Stolperfallen bietet: Wie an der Wintgenstraße. Anwohner Willi Hesterkamp ärgert sich schon seit Monaten über die Bodenplatten, die von Baumwurzeln angehoben werden. Die Stadt verspricht Abhilfe.
Außerdem schauen wir schon mal in die Werdener Adventsfenster, erfahren Spannendes über ungewöhnliche Todesanzeigen, gratulieren dem SC Werden-Heidhausen zu einem weiteren Kantersieg und schauen natürlich auch aufs kulturelle Geschehen in und um Werden!
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Fahrverbote könnten auch noch Werden treffen
Fassungslosigkeit und Kopfschütteln macht sich in der Politik breit, nachdem das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen gestern flächendeckende Fahrverbote für Dieselfahrzeuge, aber auch für alte Benziner beschlossen hat. In seltener Einigkeit haben Parteien und Verantwortliche in Kommune, Land und Bund die Schuldigen ausgemacht: die anderen.
Ganze 18 Stadtteile betrifft das Fahrverbot in Essen, das ab Juli 2019 in Kraft treten soll. Werdener können zunächst aufatmen, zumindest, wenn sie nicht durch einen dieser Stadtteile fahren müssen – oder über die A40, denn auch auf Teilstrecken der Autobahn durchs Stadtgebiet soll das Verbot greifen. Doch der Burgfrieden könnte auch im Essener Süden von kurzer Dauer sein: Denn mit einigen Teilstrecken der B224 steht die Velberter Straße nun unter gesonderter Beobachtung. Das Gericht hat die Bezirksregierung Düsseldorf verpflichtet, bis zum 1. April 2019 zu prüfen, ob der Stickoxid-Grenzwert dort eingehalten wird. Sollte dies nicht der Fall sein, könnten auch hier Fahrverbote drohen.
Die Verantwortlichen schieben sich indes gegenseitig den Schwarzen Peter zu: Für Oberbürgermeister Thomas Kufen sind die Verantwortlichen im Bund und Land, im Land, schaut man vor allem auf den Bund. Und der Bund? Schimpft über die EU und ihre Grenzwerte. Als hätte man vorher etwas getan, um sie zu verhindern.
Und wahlweise wird auch die Deutsche Umwelthilfe zum Schuldigen gemacht, schließlich wagte der gemeinnützige Verband ja zu klagen. Eine Petition im Internet will dem Verein gar die Gemeinnützigkeit aberkennen. Auch das Gericht selbst wird Ziel von Anfeindungen, das Urteil „absurd“ oder gar „weltfremd“ genannt. Das hat etwas von den Boten erschießen: Denn nicht der, der feststellt, das Recht gebrochen wird, hat doch Schuld am Rechtsbruch!
Nein, Schuld ist eine Verkehrspolitik in Bund, Land, aber auch in der Kommune, die vor allem die Autos und die Autoindustrie im Visier hat und bei der Infrastruktur für Rad, Elektromobilität oder einen attraktiven öffentlichen Nahverkehr nur widerwillig geschaffen wird. Die bislang geplanten Maßnahmen von Land und Kommune, um die Luft reiner zu bekommen, reichen längst nicht aus: Das jedenfalls hat das Gericht in seinem Urteil klargestellt.
Die Quittung dafür zahlen nun diejenigen, die auf ihr Auto angewiesen sind, für die der ÖPNV dank teils miserabler Taktung und dürftigem Streckennetz keine Alternative ist und die nicht das nötige Kleingeld haben, um sich ein neues Fahrzeug zu kaufen.
Die Hoffnungen der politischen Entscheider, die bislang bei dem Thema nur die Hände in den Taschen hielten, ruhen nun aufs Land NRW: Dieses will in Revision gehen. Doch sollten sich die Verantwortlichen nicht abermals auf die Hoffnung ausruhen, dass die nächst höhere Instanz die Fahrverbote einzukassieren.
Aber immerhin: Sollte im kommenden Jahr auch auf der Velberter Straße es zu einem Fahrverbot kommen, könnte das das Ende für den Last-Fernverkehr über die B224 durch Werden bedeuten. Dann kann man ja wieder kräftig übers Werdener Verkehrskonzept diskutieren…




























































