29 Dez.

Falsches Polizistenduo überfällt Werdener in Wohnung

Ein Polizei-Helilkopter war im Einsatz. Foto: Jürgen/pixabay

Eine böse Überraschung erlebte ein Werdener kurz nach Weihnachten: Zwei falsche Polizisten drangen am Dienstagabend gewaltsam in seine Wohnung am Viehauser Berg ein und attackierten den 56-Jährigen. Das Duo raubte Bargeld und flüchtete unerkannt. Die Kriminalpolizei sucht Zeugen.
Gegen 21.50 Uhr klingelten zwei Männer an der Haustür des Werdener Mehrfamilienhauses. Unter der Behauptung, Kriminalbeamte der Polizei zu sein, versuchten die Unbekannten sich Zutritt zu der Wohnung zu verschaffen.
Dem 56-Jährigen und seinen Mitbewohnern, eine 55-jährige und eine 77-jährige Frau, kamen schnell Zweifel an der Erzählung der Besucher: Denn weder konnten die beiden Männer einen Dienstausweis vorzeigen, noch trugen die beiden eine Uniform. Als die Werdener ihre Zweifel an der Echtheit der vermeintlichen Polizisten äußerten und ihnen deswegen den Zutritt verwehrten, drängten die Unbekannten die beiden Frauen und den Mann gewaltsam in die Wohnung. Hier bedrohten sie den 56-Jährigen und schlugen auf ihn ein.
Aus einem Schrank nahmen sich die Männer Bargeld und flüchteten anschließend aus der Wohnung. „Nach ersten Zeugenhinweisen könnten die beiden falschen Polizisten über den Viehauser Berg in Richtung Propsteistraße geflüchtet sein“, berichtet die Polizei Essen.
Laut der Zeugen hätten die beiden Männer polnisch oder russisch ausgesehen und seien zwischen 35 und 40 Jahre alt. Zur Tatzeit seien beide Männer dunkel gekleidet gewesen. Einer der beiden Männer sei zudem etwa 1,97 Meter groß und habe eine schlanke Statur. Er habe eine schwarze Kappe ohne Aufschrift, einen schwarzen Mundschutz, eine schwarze Jacke mit glänzendem Stoff und eine Jeanshose getragen.
Der 56-Jährige wurde durch den Angriff leicht verletzt: Sanitäter des Rettungsdienstes haben den Mann versorgt.
Die Polizei hat unmittelbar die Fahndung nach den flüchtigen Tätern eingeleitet: Obwohl ein Polizeihubschrauber bei der Suche nach den Einbrechern half, lief die Fahndung bislang erfolglos. „Noch am Abend übernahm die Kriminalpolizei die Ermittlungen und sicherte umfassend die Spuren am Tatort“, berichtet die Polizei weiter. Zeugen, die Hinweise auf die unbekannten Täter geben können, bittet die Polizei, sich beim Raubkommissariat zu melden: 0201/829-0

22 Dez.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 51/2022

„Maroni-Markt“ im Löwental kam gut an

Dirk Uhlenbrock vom „Erste Liga – Büro für Gestaltung“ zeigte sich mit dem Erfolg des achtstündigen „Maroni-Markt“ im Löwental sehr zufrieden: „Es gab großen Andrang. Viele sagten, wie schön, heimelig und gemütlich es sei – und im übrigen wurde auch gut gekauft.“ Die Stände boten individuelles Kunsthandwerk, abgerundet mit Waffeln, Glühwein, Wild und heißen Maronen. Der Markt am dritten Adventssonntag nahm auch Gäste in die Wärme auf: Beim Dolcinella war nicht nur der Biergarten für den Markt geöffnet, sondern auch das Café-Restaurant. 


Erinnerung an Ernst Huffmann

Ein Gipfeltreffen der besonderen Art gab es am 5. Dezember im Evangelischen Krankenhaus, und zwar ein sehr familiäres: Nachkommen der Familie Huffmann gaben sich dort die Klinke in die Hand. Ihr gemeinsamer Ahne Ernst (1820 – 1888) ist an diesem Tag vor 134 Jahren verstorben, ein geeigneter Anlass, an ihn zu erinnern. 


Fariz Valiyev hilft wo er kann

Von Aserbaidschan nach Werden war es eine Reise über kurzzeitige Unterkünfte in Bielefeld und Bottrop. In Werden jedoch fand Fariz Valiyev Menschen, die ihn in seinem eisernen Willen, ein Deutscher zu werden, unterstützten. Heute können alle stolz sein, die Skepsis der Behörden zu widerlegen: Trotz eines Alters von 72 Jahren arbeitet Fariz Valiyev im Altenheim St. Ludgeri, hilft, wo er kann und wohnt in Fischlaken unter Freunden. Er freut sich, dass er nun seinen Söhnen mit Familien Geschenke machen kann. 


Von Werdens Schule nach New York und um die Welt

Fiamma Rupp ist in ihrem Beruf viel unterwegs: in Afrika, Lateinamerika oder Asien, zuletzt in Afghanistan, Nigeria, Zimbabwe und dem Südsudan. Sie arbeitet für das Kinderhilfswerk der Uno, Unicef, in New York, ist spezialisiert auf Kinderschutz in Krisen und bewaffneten Konflikten. Ihr Einsatz gilt oft Kindern, die Gewalt, Ausbeutung und Vernachlässigung im Krieg erfahren mussten oder im Krieg gar als Kindersoldaten, Köche, oder Boten eingesetzt werden. Rupp hat etwa mit bewaffneten Gruppen verhandelt, dass sie Kinder wieder freigeben, damit Unicef sie wieder in ihre Dörfer reintegrieren kann. Nebenbei ist die ehemalige Schülerin des Gymnasiums Essen-Werden die Vorsitzende des Vereins „Sichere Perspektiven“, den sie 2004 gegründet hat und der für seine engagierte nachhaltige Arbeit schon einige Preise, unter anderem von der UN Dekade für Bildung erhalten hat. Für die Werdener Nachrichten sprach Fiamma Rupps einstige Lehrerin Rita Tekülve mit ihr. 


Das Experiment „Werden Walk“ fasziniert die Besucher

„Kein musikalischer Genuss“ ist es, was sich Christiane Wittmann an vergangenen Freitagabend auf dem „Werden Walk“ erläuft. Und doch ist sie froh, dabei zu sein. Denn: „Es ist ein Genus, Klänge visualisiert zu bekommen. Faszinierend!“ So beschreibt die Werdenerin dieses Erlebnis, das sich ihr in unmittelbarer Nachbarschaft bietet. Denn mit dem „Werden Walk“ des schwäbischen Komponisten Johannes Kreidler hat der Förderverein Evangelische Kirche Werden ein spannendes Experiment nach Werden geholt, dass man buchstäblich erleben muss. 


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: 
Besuchen Sie dieses Jahr (mindestens) einen Weihnachtsgottesdienst? 

22 Dez.

Hammer Straße wieder frei

An der Böschung zu Hammer Straße wurde seit Ende September gearbeitet.

Heute Nachmittag gibt Straßen NRW die Hammer Straße zwischen B224, Velberter Straße und Hespertal wieder frei. Seit Ende September hatte Straßen NRW diesen Abschnitt in beide Richtungen gesperrt, um Schäden an Böschung und Fahrbahn, die der Starkregen im Sommer 2021 verursachte, zu beseitigen. Im kommenden Jahr sind noch Restarbeiten an der Hammer Straße geplant: So wird Straßen NRW eine Böschungstreppe bauen und die endgültige Markierung anbringen. Dann wird voraussichtlich nur eine Spur frei sein und eine Baustellenampel den Verkehr regeln. Den genauen Termin will Straßen NRW noch bekannt geben.

15 Dez.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 50/2022

Skulptur ist bald wieder an ihrem Platz

Je zwei Mitarbeiter der Firmen Metallbau Stratmann aus Kupferdreh und Steinmetzbetrieb Berns aus Duisburg rückten am Montagmorgen zum Heidhauser Platz an, um die Skulptur des dortigen Jugendstil-Brunnens wieder an ihren angestammten Platz zu montieren. 


„Werden hilft“ nimmt Arbeit wieder auf

Im März begann der Ukraine-Krieg – und seitdem sind viele Menschen aus diesem Land geflüchtet, um Schutz zu finden. Immerhin: Fast zeitgleich endeten die Corona-Einschränkungen in den Flüchtlingseinrichtungen. Der Verein „Werden hilft“ konnte darum sich der neuen Herausforderung stellen und seine Arbeit wieder aufnehmen. Seitdem ist viel geschehen. Der E-Mailverkehr mit 15 Mails pro Tag – statt wie vor Kriegsbeginn pro Woche – machte das gut erkennbar, so die wiedergewählte Vorsitzende Christiane Gregor


Wird das Jugendstil-Haus einem Neubau weichen müssen?

Bis Mitte Januar läuft voraussichtlich die Prüfung des Denkmalschutzes des Jugendstil-Hauses an der Propsteistraße 39 – und damit dürfte sich dann das Schicksal des aus dem Jahr 1899 stammenden Gebäudes entscheiden, den ein Investor durch einen Neubau ersetzen will. Die SPD in der Bezirksvertretung nimmt die Diskussion um das Gebäude zum Anlass, erneut eine Denkmalbereichssatzung für Werden mit einer entsprechenden Anfrage an die Verwaltung ins Spiel zu bringen. 


Montage der Fahrradrinne am Wehr führt zu temporären Einschränkungen

Der Ruhrverband lässt Anfang Januar am Treppenaufgang neben dem Wasserkraftwerk am Wehr Baldeney neue Rampensteine montieren, die das Hinauf- und Hinunterschieben von Fahrrädern erleichtern sollen. Für die Dauer der Arbeiten wird jeweils eine Hälfte der Treppe für den Publikumsverkehr gesperrt. 

Abstimmen bei unserer Frage der Woche: 
Wo kaufen Sie Ihre Weihnachtsgeschenke? 

08 Dez.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 49/2022

Plätzchen Backen im Ukraine Café sorgte für gute Laune und den guten Zweck.


Verwaltung bremst Radweg entlang der B 224 weiter aus – Bezirksvertretung kritisiert Stillstand bei der Planung

Ein wenig wie im Film-Klassiker „Und täglich grüßt das Murmeltier“ kamen sich die Bezirksvertreter wohl vor, als sie die Antwort der Verwaltung auf ihre Anfrage nach dem neuesten Stand zum Bau des Radwegs entlang der B 224 lasen: Diese liest sich fast genau so wie das, was die Stadt Essen bereits vor über einem halben Jahr präsentiert hat. Nicht nur der Mobilitätsbeauftragte der Bezirksvertretung IX (Werden/Kettwig/Bredeney) Max Stahr zeigt sich ob dieses offensichten Stillstands bei den Planungen „erschüttert“.


Zwei verkaufsoffene Sonntage geplant – Im ersten Halbjahr 2023

Der Rat der Stadt Essen hat in seiner Sitzung am vergangenen Mittwoch die Termine für die verkaufsoffenen Sonntage beschlossen: Auch für Werden stehen zwei Sonntage im Jahr 2023 auf dem Programm, an denen die Geschäfte in der Altstadt ihre Pforten jeweils von 13 bis 18 Uhr öffnen dürfen.

So soll am 26. März ein verkaufsoffener Sonntag den  Frühjahrsmarkt mit Stoff- & Tuchmarkt in Werden begleiten, und am 11. Juni ist eine zweite Ausgabe der Veranstaltung „Wein & Kunst“ geplant die  in diesem Jahr Premiere feierte. Auch dann sollen die Geschäfte wieder ab 13 Uhr fünf Stunden lang öffnen dürfen.


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: Winterleuchten? Haben Sie die elektrische Advents-, Weihnachts- und Winterbeleuchtung auf dem Balkon und am Haus eingeschaltet?