01 Okt.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 40/2026: Volkswald, Asiatische Hornisse, neue Grillregeln und Werdener Geschichte

Stillstand am Volkswald sorgt für wachsenden Unmut

Seit mehr als zehn Jahren herrscht Stillstand auf dem ehemaligen Sportplatz am Volkswald. Nun sorgt laut Verwaltung auch die Entdeckung einer seltenen Heuschreckenart für weitere Verzögerungen. In der Bezirksvertretung wächst deshalb der Unmut.

SPD-Fraktionschef Benjamin Brenk forderte Oberbürgermeister Thomas Kufen auf, die Entwicklung des Geländes zur Chefsache zu machen. Nach mehr als einem Jahrzehnt ohne sichtbares Ergebnis müsse die Verwaltung dafür sorgen, dass die Beschlüsse aus dem Stadtbezirk umgesetzt werden.


Ehrenamtliche bekämpfen Asiatische Hornisse

Die Asiatische Hornisse „Vespa velutina“ breitet sich aus und kann heimische Honigbienen und andere Insekten gefährden.

Martin Rohde aus Heidhausen und Kevin Roß (Foto) aus Kettwig gehören zu einem ehrenamtlichen Team, das bei Meldungen ausrückt und Nester der invasiven Art entfernt.

An der Spillheide hatte ein Anwohner beim Gassigehen ein Nest in rund 14 Metern Höhe in einem Baum entdeckt.

Der in der Nähe wohnende Martin Rohde wurde alarmiert und rückte mit seinem Kollegen zur Bekämpfung aus.


25 Jahre Hilfe für Guatemala

Seit 25 Jahren engagieren sich Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Werden für Fiamma Rupps Guatemala-Projekt „Sichere Perspektiven“. Zum Jubiläum sorgte Dirigent Georg Dücker mit zwei Ensembles für musikalische Unterstützung.

Rupps Engagement begann nach ihrem Abitur am Gymnasium Werden im Jahr 2001, als sie zunächst als Lehrerin nach Guatemala ging. Seither unterstützt das Projekt Menschen im Mayadorf Belejú mit Hilfe zur Selbsthilfe. Aktuell werden unter anderem drei Studentinnen und bedürftige Familien gefördert. Auch der Aufbau einer Bäckerei im Dorf wurde ermöglicht.


Strengere Grillregeln für das Löwental geplant

Müll, zahlreiche Grillgeräte und Rauch sorgen an warmen Tagen im Löwental immer wieder für Beschwerden. CDU und SPD im Essener Rat wollen deshalb neue Regeln für das Grillen im öffentlichen Raum einführen und zunächst in drei besonders stark beanspruchten Bereichen testen – darunter das Löwental.

Vorgesehen sind unter anderem Begrenzungen bei Gruppengrößen und Grillgeräten, eine konsequentere Verfolgung von Verstößen und möglicherweise ein Reservierungssystem. Nach Beratungen in Bezirksvertretungen und Fachausschüssen soll der Rat am 14. Oktober über den Antrag entscheiden. Nach den Vorstellungen der Antragsteller könnten die Regelungen zur Grillsaison 2027 starten.


SC verpasst ersten Saisonsieg knapp

Der SC Werden-Heidhausen musste weiter auf seinen ersten Saisonsieg in der Landesliga warten und verpasste den Erfolg nur um wenige Minuten. Dafür sorgten die Damen für eine Überraschung und bezwangen den Tabellenführer.

Während die „Zwote“ eine deutliche Niederlage hinnehmen musste, gewann die „Dreite“ souverän. Der „Bierten“ reichte eine Führung nicht zu einem Punktgewinn. Unter der Woche stehen für die Damen und die erste Mannschaft weitere Pokalspiele an.


Erinnerung an den legendären „Werdener Hof“

Ein Hotel in attraktiver Ruhrlage, nahe Bahnhof und B224 – diese Idee wurde in Werden bereits diskutiert, als sich die Schließung der Flüchtlingsunterkunft im Löwental abzeichnete.

Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass Werden schon einmal mit einem besonderen Hotel warb: Monika Reich Püttmann entdeckte in ihrem Archiv historische Werbung für den „Hotel Werdener Hof“. Das Haus wurde 1898 eröffnet und galt schon bald als eine der schönsten Gaststätten der Umgebung.


19 Dez.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 51/2019

Wie geht es weiter mit dem Café Olé?

Das Café Olé ist schon ein ganz besonderes Café: Die Schüler der Theodor-Fliedner-Schule bewirten an ihrem freitäglichen „Praxislerntag“ die Gäste nicht nur. Die Fischlaker Schüler kaufen ein, berechnen Mengen und backen Waffeln. Doch ist für das nächste Jahr nichts mehr sicher: Lehrermangel an der Förderschule gefährdet das Projekt. 


Gestoppten Dieselfahrverbote haben ihren Preis

Nach der – vorläufigen – Einigung der Stadt Essen mit der Deutschen Umwelthilfe sind Dieselfahrverbote, die auch in der Werdener Altstadt drohten, erst einmal vom Tisch. Doch die Einigung hat ihren Preis: So sollen unter anderem temporäre Parkverbote an der Brückstraße die Stickoxid-Werte aufs gesetzlich vorgeschriebene Maß senken. Aber Politiker fürchtet negative Folgen für Geschäftsleute und Fußgänger. 


Jubiläum: 25 Jahre Sichere Perspektiven

Ein Jahr Auslandsaufenthalt veränderte ihr Leben: Nachdem sie 2001 ihr Abitur am Gymnasium Werden absolvierte, ging Fiamma Rupp für ein Jahr lang als Hilfslehrerin nach Guatemala. Die ärmlichen Verhältnisse, die ihr in dem zentralamerikanischen Land begegneten, wollte die junge Frau nicht tatenlos hinnehmen. Nachdem sie zunächst anfing, bei Familie und Freunden Geld zu sammeln, gründete Rupp 2004 die Hilfsorganisation „Sichere Perspektiven – Secure Perspectives“. Jetzt hat diese Organisation ihr 25-jähriges Jubiläum gefeiert – und in diesen 25 Jahren ist Fiamma Rupp immer wieder nach Guatemala gereist, um vor Ort zu helfen. Auch manches Weihnachtsfest hat sie dort verbracht. 


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