21 Sep.

S-Bahn der Linie 6 entfällt bis Mitte Oktober

„Dieser Zug fällt heute aus.“ Auf diese Meldung müssen sich Bahnreisende auf der S 6 jetzt bis mindestens Mitte Oktober einstellen. Bei einer Routine-Untersuchung am letzten Freitag wurden erhebliche Schäden am Höseler Tunnel festgestellt, teilt DB-Sprecher Dirk Pohlmann auf Anfrage der Werdener Nachrichten mit.

Vorsichtshalber wurde der Bahnverkehr auf der Strecke von Essen nach Düsseldorf eingestellt, erst seit Sonntag verkehrt wieder ein Pendelverkehr zwischen Kettwig und Essen. Das sorgt in der nun zweiten Woche auch in Werden für irritierte Pendlerinnen und Pendler, denn, wie Pohlmann einräumt: „Derzeit läuft leider noch alles holprig, wir arbeiten mit Provisorien.“ Auch am fünften Tag der Störung gibt es keinen planmäßigen Ersatzverkehr, denn, so Pohlmann: „Wir haben gehofft, dass es schnell erledigt ist, doch die Schäden sind wohl größer als erwartet.“ Ursache dafür sei der Starkregen Mitte Juli, der zu zahlreichen Überschwemmungen, örtlich aber auch Unterspülungen geführt hat.

Mehr zum Thema kommenden Freitag in der neuen Ausgabe der Werdener Nachrichten!

16 Sep.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 38/2021

Wie steht es um das geplante Mehrfamilienhaus?

Auch knapp vier Jahre nachdem das als „Kaiser Friedrich“ bekannte Jugendstilhaus an der Forstmannstraße 27 abgerissen worden ist, tut sich dort nichts: Von dem angekündigten Mehrfamilienhaus ist nach wie vor nichts zu sehen – und die von der Stadt erteilte Baugenehmigung läuft Ende Oktober aus. Eine Verlängerung der Genehmigung werde es nicht geben, heißt es von Seiten der Stadt. 


Fünf-Minuten-Takt hat bald ein Ende

Seit über zwei Jahren rollt der 169er in Stoßzeiten alle fünf Minuten durch Werden – der Förderung durch das Bundesprogramm „Saubere Luft“ sei Dank. Denn die Linie, die zwischen Bredeney und Velbert auch durch unseren Stadtteil rollt, gehört zu denen, die im Rahmen des sogenannten „Lead-City“-Modellstadt-Projekts mit einer höheren Taktung ausgestattet worden sind. Doch anders als die meisten dieser Bus- und Tramlinien, haben die Fahrgäste des 169ers das erhöhte Angebot nicht gut angenommen. Und so wird der Fünf-Minuten-Takt dieser Linie wohl ab 2022 ausgebremst. 


Lichtfestival in der Stadtmitte – Logo aus Werden

Beim Essen Light Festival ist vom 1. bis zum 10. Oktober Lichtkunst von internationalen Künstlern in der Essener Innenstadt zu sehen. Die Werbung für das Festival, das nun in die bereits sechste Runde geht, kommt allerdings aus Werden: Der Grafik-Designer Dirk Uhlenbrock, der im Löwental die Agentur „Erste Liga“ zusammen mit dem Werdener Buchhändler Thomas Schmitz betreibt, hat für das Event ein neues Logo entworfen, das bald auf Plakaten und Flyern überall in der Stadt zu sehen sein wird. 


Politische Runde an Werdener Schulen

Die Gymnasien vor Ort bitten die Direktkandidaten zur Bundeswahl zum Gespräch: Während das Mariengymnasium auf Einzelgespräche setzt, wählt das Gymnasium Werden die große Runde. Beide Formate haben ihren Reiz: Im bischöflichen Gymnasium gehen die Talks mehr in die Tiefe, in der Aula des Gymnasiums Werden, entsteht dafür eine größere Dynamik. 


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: 
Ist das Aus für den Fünf-Minuten-Takt des 169ers verständlich? 

09 Sep.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 37/2021

Gute Stimmung bei der ersten Appeltatenkirmes nach dem Lockdown

Wo in den Coronazeiten noch weitestgehend gähnende Leere herrschte zwischen Los- und Würstchenbuden, Fahrgeschäften und Bierstand, sind diesmal allerlei gut gelaunte Gesichter zu sehen auf der Appeltatenkirmes. Die Menschen lachen und quatschen vergnügt, während sie über den Platz schlendern, freudiges Geschrei war von den Passagieren zu hören, die sich vom „Twister“ durch die Luft wirbeln ließen, der Duft von gebrannten Mandeln, Bratwurst, Zuckerwatte und Popcorn verbreitete sich. Zuschauer und Schausteller ziehen ein positives Fazit der ersten Appeltatenkirmes nach dem Lockdown. 


Panne bei Briefwahl-Benachrichtigungen

Briefwahl liegt im Trend: Nicht zuletzt wegen der immer noch nicht vollends besiegten Corona-Pandemie wollen immer mehr Bürger den Gang ins Wahllokal meiden und stattdessen daheim ihr Kreuz machen zur Bundestagswahl – so wie Günther Schwartz, der nahe vom Pastorsacker wohnt. „Doch ich habe immer noch keine Wahlbenachrichtigung bekommen“, ärgert sich der 83-Jährige, der nun fürchtet, gar nicht von seinem Wahlrecht Gebrauch machen zu können – zumal er ohne Wahlbenachrichtigung nicht wisse, in welches Wahllokal er gehen muss, falls es mit der Briefwahl nicht mehr klappt. Bei der Stadt Essen räumt man auf Nachfrage der Werdener Nachrichten ein, dass rund 900 Wahlberechtigte im Werdener Raum von einer Panne beim Verschicken der Benachrichtigung betroffen sind. 


Ludgerus-Festmesse bei bestem Wetter

Es war Ludgerusfestwetter – blauer Himmel und Sonnenschein. Und die Festmesse fand nach vielen Jahren wieder auf dem Abteihof statt. Die Atmosphäre und die Feier trugen sich wechselseitig zu einem sehr guten Verlauf des Ludgerusfests. Da dachte niemand mehr daran, dass die Festmesse wegen der Coronaviruspandemie statt in der Kirche auf die Weite des Platzes verlegt worden war. 


Domstuben, Kolpinghaus, Gesellenhaus: Drei Namen, drei Häuser der Werdener Geschichte

Nicht mehr vielen, eher einigen wenigen ist die Tradition einer wichtigen Stütze des gesellschaftlichen Lebens in Werden noch klar bewusst. Jetzt, da die Zukunft dieser altehrwürdigen Institution nachhaltig gefährdet ist, bietet sich eine Rückschau auf Beginn und vorläufiges Ende der Werdener Kolpinghäuser an. Begründet haben sie sich im Wirken des katholischen Gesellenvereins zu Werden, der noch heute als ehrwürdig ergraute Kolpingsfamilie besteht. Der erste Teil befasst sich mit dem ersten Kolpinghaus, das von 1882 bis 1945 Bestand hatte: Wie es zu Verein und Versammlungshaus gekommen ist. 


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: 
Reichen vier Tage Appeltatenkirmes? 

02 Sep.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 36/2021

Woher kommen unsere Lebensmittel?

„Häufig kommt es mir so vor, als ob die Städter den Landwirten erklären wollten, wie sie ihren Job machen sollen“, ärgert sich Maria Werner. Dabei sei in der Stadtbevölkerung die Landwirtschaft kaum präsent. Aus ihrer Kindheit kennt die Landwirtin das noch anders: Von Regalen mit Weckgläsern, die mit allem gefüllt waren, was der Garten hergab, bis dazu, dass ab und an ein Schwein geschlachtet worden ist, war ihr schon früh präsent, woher Lebensmittel kommen. „An dem Bild hat sich einiges geändert“, stellt die Landwirtin fest, die dieses Bild gerne wieder geraderücken möchte. Deshalb luden sie und ihr Lebensgefährte Thomas Leuchten Kollegen, Politiker und Verbraucher am vergangenen Samstagabend zum Gespräch auf ihren Hof in die „Heu-Arena“. 


Reichlich Gegenwind für CDU-Kandidat Matthias Hauer im Mariengymnasium

Den Fragen der Schüler der Q2 stellte sich der Essener Bundestagsabgeordnete Matthias Hauer im Forum des Mariengymnasiums. Die Positionen des CDU-Politikers, der sich bei der kommenden Bundestagswahl in drei Wochen ein erneutes Direktmandat erhofft, zu aktuellen Themen wie die Afghanistan-Politik oder Rechtsextremismus interessieren die angehenden Abiturienten. Besonders beim Thema Klimawandel bekommt es der 43-Jährige mit reichlich Gegenwind zu tun. 


Straßenbeschilderung für die Grüne Harfe

Schon längst ist das Neubaugebiet Grüne Harfe besiedelt. Doch die offizielle Beschilderung der neu geschaffenen Straßen hat lange gefehlt. Über Monate hat sich der Werdener Marc Mülling diesbezüglich um eine amtliche Auskunft bemüht – vergeblich. Doch mittlerweile wurden die Straßenschilder in aller Stille aufgestellt. Wirklich zufrieden stellt das Mülling nicht: Denn die Informationen auf den ergänzenden Schildern, die die Bedeutung der Namenspaten erläutern sollen, fallen teils sehr spärlich aus. 


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: 
Sind Lebensmittel zu billig?