12 Aug.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 33/2021

Olympisches Silber glänzt wie Gold

Jakob Schneider feierte im Ruderklub am Baldeneysee seine Silbermedaille im Deutschlandachter mit Oberbürgermeister Kufen.

Wie Silber schmeckt, wusste Jakob Schneider am Sonntag nicht. Er habe die Medaille noch nicht probiert, sagte der Gefeierte aus dem Deutschlandachter, der in seinem Wahlverein, dem Ruderklub am Baldeneysee, für die herausragende Leistung gefeiert wurde, die er bei Olympia in Tokio gemeinsam mit seinen Mitstreitern erbrachte.


Erdgasspürgeräte  schlugen Alarm – Erdgasleitungs- und Wasser-Baumaßnahmen auf der Abteistraße

Mindestens zwei weitere Wochen werden sich die Baumaßnahmen an der Abteistraße hinziehen. Dazu berichtete Dirk Pomplun, Unternehmenssprecher der Stadtwerke Essen, dass die Stadtwerke ihre Rohrnetze regelmäßig überprüfen. „Hierbei werden alle Kanäle, alle Wasserleitungen und auch Erdgasleitungen kontrolliert. Die Abwasserkanäle werden begangen oder mit der Videokamera befahren.“ 

So kommt bei den Wasserleitungen auch ein „Wasserhorcher“ zum Einsatz. „Das ist ein Kollege, der mit Geräten in den Boden hineinhorcht und so Wasserrauschen im Boden aufspüren kann.“ so der Pressesprecher. 

Zum zeitlichen Rahmen, der derzeit zeitweise Staus bis auf den Bredeneyer Berg verursacht gibt er an:  „Derzeit gehen wir davon aus, dass wir hier noch mindestens 14 Tage tätig sind.“


Baustellen am Viehauser Berg 

„Gleiches gilt für den Viehauser Berg. Auch hier ist der „Gasspürteppich“ fündig geworden und es wurden minimale Undichtigkeiten gemessen. Wir sind auf Höhe der Hausnummern 17, 64 und 103a derzeit tätig.“ 

Aktuell laufen die Reparaturarbeiten an den Erdgasleitungen. Wie lange es hier noch dauert kann er allerdings derzeit nicht sagen. Es bestehe durchaus die Möglichkeit, dass die Baugruben noch einmal etwas vergrößert werden müssen. „Vorsorglich wird dann ein größeres Teilstück der Erdgasleitung erneuert, um nicht zu einem späteren Zeitpunkt an fast der gleichen Stelle wieder erneut reparieren zu müssen. Auch unter Kostengesichtspunkten ist das die beste Lösung.“   


Warnung vor unseriösen Teppichreinigern – Nach der Reinigung kommt der Wucherpreis-Schock

Mohsen Sabeti war, bevor er Herr der Werdener Salzgrotte wurde, 36 Jahre lang als Teppich-Restaurator tätig. Noch heute wenden sich viele seiner früheren Stammkunden an ihn. In letzter Zeit allerdings suchen ihn zunehmend verzweifelte Menschen auf, die eine böse Überraschung erlebt haben, nachdem sie ihren Teppich woanders reinigen ließen: Bis zu 40.000 Euro sollte zum Beispiel ein Werdener dafür berappen. Für Sabeti eindeutig „nicht seriös, ein klarer Fall von Wucher!“ Er will nun andere vor solcherlei Bauernfängerei warnen.


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer hat gestreikt. Hat Sie der Streik  ausgebremst?

05 Aug.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 32/2021

Werden ist voll auf Blumenkurs

Das Heufeld von Dieter Michael gleicht einer bunten Blumenwiese. „Bienenfreundlicher geht es nicht“, sagt der Eigentümer des Kotten Thiergarten auf dem Büker Hof. Die „wilde Saat“ aus Bayern sei zwar doppelt so teuer wie herkömmliches Heu, „aber das merkt man auch“, sagt der Architekt. „Viele tolle Kräuter“ blühten dort auf rund zehn Hektar, „alles was das Pferd braucht“. Und nicht nur die Tiere dürften sich über den Anblick freuen, auch die Politiker in der Bezirksvertretung IX sind voll auf Blumenkurs. In ihrer vergangenen Sitzung folgten sie einstimmig einem Antrag der Grünen, der auch entlang öffentlicher Wege und Straßen insektenfreundliche Blumen sprießen lassen wollen. 


Wind unter die Flügel des Klima-Festivals

„Wir wollen ein wenig Wind unter die Flügel der vielen Projekte bringen, die sich für ein gutes Klima einsetzen. Und derer, die ein gutes soziales Klima schaffen in dem Sinne, dass sie verbinden und tolle Angebote machen.“ Im Organisations-Team des Klima-Festivals, das am 14. August in Altenessen steigt, ist Christiane Gregor Feuer und Flamme. „Wir verbinden Anregungen dafür, was jeder im Alltag mit Freude machen kann, um das Klima zu verbessern, wie interessant es sein kann, zu entdecken, was im weitesten Sinn damit zusammenhängt. Das alles kombinieren wir mit kulturellen und kulinarischen Angeboten“, fasst Christiane Gregor das Mammut-Projekt zusammen, das hinter dem Titel „Gutes Klima Festival 2021“ steht, für das sich auch die Initiative „Werden hilft“ stark macht. 

Mehr Infos zum Festival? >Hier entlang!


Heidhauserin gewinnt Preis beim China-Wettbewerb

Josephine Martin kommt nach den Ferien in die Stufe Q1 der Goetheschule. Zuvor nahm die 16-jährige Heidhauserin noch am Wettbewerb „Chinese Bridge“ („Chinesische Brücke“) teil. Dort wird auf chinesische Sprach- und Kulturkenntnisse geprüft. Was uns das Goethe-Institut, ist der Volksrepublik China das Konfuzius-Institut. Die regionalen Institute schicken für „Chinese Bridge“ ihre Bewerber ins Rennen, die zunächst eine Vorrunde überstehen müssen. Das deutsche Finale wird ausgeschrieben von der Bildungsabteilung der chinesischen Botschaft. Der Titel des Wettbewerbs setzt sich aus drei chinesischen Schriftzeichen zusammen, liest sich „Hàn yu qiáo“ und bedeutet, zerpflückt in seine drei Bestandteile, „Das Volk der Hàn – Sprache – Brücke“ bedeutet. Die Hàn sind mit rund 1,3 Milliarden die größte Volksgruppe der Welt. Ihre Sprache wird Chinesisch genannt. Beim Deutschland-Finale von „Chinese Bridge“ hielt Josephine einen Kurzvortrag auf Chinesisch, wegen Corona online, auch die landeskundliche Prüfung war keine Hürde. Sie gewann auch aufgrund ihres begeisternden Liedvortrages den Publikumspreis und wurde Gesamtzweite. 


Politisches Ballet von Kurt Joss

Er gilt als Wegbereiter des modernen Tanzes und prägte Generationen von Tänzern und Choreographen, bildete unter anderem Pina Bausch aus, Susanne Linke und Reinhild Hoffmann: Der gebürtige Schwabe Kurt Jooss (1901 bis 1979) wurde mit seinem „Der Grüne Tisch“ quasi über Nacht weltberühmt. Das als erstes politisches Ballett überhaupt geltende Antikriegsstück wurde am 3. Juli 1932 im Pariser Théâtre des Champs Elysées uraufgeführt. 


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: 
Gärten des Grauens nennt mancher Steingärten und -vorgärten. Gehören sie verboten? 

29 Juli

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 31/2021

Kritik an kurzfristiger Mülldeponie Am Volkswald

„Wir sind jetzt wohl die Mülldeponie des ganzen Essener Südens!!“ Das Telefon von Hanslothar Kranz stand am Wochenende kaum still. Viele Heidhauser zeigten sich entsetzt darüber, dass der Platz Am Volkswald kurzerhand zur Mülldeponie umfunktioniert worden ist.“ Und das ohne irgendeine Mitteilung“, kritisiert Kranz. Denn wegen der Folgen der jüngsten Hochwasserkatastrophe haben es die Entsorgungsbetriebe Essen (EBE) mit einem außergewöhnlich hohen Sperrmüllaufkommen zu tun – und der Platz Am Volkswald dient als Zwischenlösung. Nicht zuletzt verärgert dies eine Gruppe junger Menschen, die dort Im Begriff gewesen ist, in Eigenarbeit einen Skatepark als Freizeitmöglichkeit für Jugendliche zu schaffen. 


Beinahe-Unfälle zwischen Fußgängern und Radfahrern am Baldeneysee

Sommerzeit – Seezeit: Um den Baldeneysee tummeln sich Spaziergänger Rollerbladefahrer und Radfahrer. Doch nicht immer läuft es konfliktfrei ab: „Immer wieder kommt es zu Beinahe-Unfällen zwischen Fußgängern und Radfahrern“, hat Hildegard Maria Demmer beobachtet. In der vergangenen Sitzung der Bezirksvertretung warb die grüne Politikerin für einen Antrag ihrer Fraktion: Markierungen auf den gemeinsamen Fuß- und Radwegen könnten zur gegenseitigen Rücksichtnahme mahnen. Doch die CDU winkt ab: Die Bezirksvertretung sei gar nicht zuständig, heißt es von dort. 


Expertenmeinung zur geplanten psychiatrischen Forensik Heidhasuen

55 Jahre lang ist Dr. Stefan Doepp bereits im psychiatrischen Bereich tätig – „Das heißt auch: In diesen 55 Jahren habe ich allerlei Vorurteile gegen psychisch kranke Menschen erlebt.“ Und das ist einer der Gründe, weshalb er sich darüber freut, seine Expertise nun in den Planungsbeirat einbringen zu dürfen, der den Bau einer psychiatrischen Forensik in Heidhausen begleitet. Dort sollen 69 straffällig gewordene, psychisch kranke Frauen behandelt werden. Den Werdener Nachrichten berichtet der Experte, worauf er besonderes Augenmerk bei den Planungen richten will. 


Jubiläum: Werdener Paar feiert Eiserne Hochzeit

Beim Karneval 1954 in der Kneipe „Im Drügen“, was so viel wie „Im Trockenen“ bedeutet, gaben sie ihren Herzen den entscheidenden Schubs und brachten ihre Liebe bald, nun, ins Trockene: Sie sagten „ja“ zueinander. Und nun, am 6. August, feiern die beiden Werdener Urgesteine ihre Eiserne Hochzeit: Maria-Louise und Karl-Heinz Lukas, die heute in der Honnschaften Straße wohnen, haben 65 Jahre Miteinander längst nicht erschöpft. Noch immer bekennen sie gegenseitig: „Ich liebe Dich.“ 


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: Nehmen Politik und Verwaltung in ihren Entscheidungen genug Rücksicht auf die Belange der Jugend? 

25 Juli

Die Bilder der Woche, Ausgabe 30/2021

Woche Eins nach dem Hochwasser in Werden

22 Juli

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 30/2021

Woche Eins nach dem Hochwasser in Werden: Die Werdener Nachrichten berichten ausführlich über die Folgen der Flut

Die Flut hat sich zurückgezogen, das Wasser der Ruhr hat ungefähr seinen normalen Pegelstand wieder erreicht. Doch von Normalität kann längst keine Rede sein. Denn der Schaden, den der reißende Fluss angerichtet hat, ist noch nicht zu beziffern. Verletzt ist in Werden glücklicherweise niemand, doch manche Anwohner der Laupendahler Landstraße haben ihre Bleibe verloren, viele müssen wohl noch einige Zeit ohne Strom auskommen. Hohe Sachschäden durch vollgelaufene Keller und Garagen sind entstanden. Anwohner, Feuerwehr und Helfer hatten die Woche alle Hände voll zu tun, die Schäden zu beseitigen und die Arbeiten dauern an. 


Hochwasser zerstört Fundus des Werdener Gymnasiums – Tanzsäle gleichen Trümmerfeld

Über Jahrzehnte haben sich im Fundus der Tanzabteilung des Gymnasiums Werden Kostüme angesammelt, die in den Tanzabenden Verwendung fanden und von den Zuschauern mindestens genauso bewundert worden sind wie die Darbietungen. Kostüme, die professionelle Gewandmeisterinnen gefertigt haben, mit folkloristischem Touch, „wie man sie nicht einfach nachkaufen kann“, versichert Tanzlehrerin Renate Pomp-Khalil. Nun sind sie alle hinüber. Das Hochwasser hat auch sie nicht verschont, ebenso wenig wie liebevoll gestaltete Bühnenbilder und viele weitere Dinge, die dort und in anderen Kellerräumen lagerten. Auch die Tanzsäle selbst gleichen einem Trümmerfeld. 


Überschwemmung des alten Stadtbades – freiwillige Helfer packen an

„Dass es uns so hart trifft, hätte ich mir im Traum nicht vorstellen können.“ Brigitte Schmitt macht eine kurze Aufräumpause. Sie nimmt einen der geretteten Aktenordner mit wichtigen Unterlagen in die Hand und blättert gedankenverloren darin. Der Vorsitzenden des Werdener Turnerbundes ist anzusehen, dass sie den Schock noch gar nicht richtig verarbeiten konnte. Am Donnerstag hieß es plötzlich „Land unter“ an der Körholzstraße. Das Erdgeschoss des 50 Jahre alten Stadtbades war von der nahen Ruhr geflutet worden. Ab Samstag war Aufräumen angesagt und ein Trupp freiwilliger Helfer geradezu entsetzt über die Schäden, die von den Wassermassen verursacht wurden. Über allem schwebt die bange Frage: Was bedeutet das in letzter Konsequenz? 


Land unter auch beim Campingplatz Deichklause – Landwirt hilft mit Traktor

„Uns geht es nicht gut. Wir sind ganz gut abgesoffen“, berichtet Irina Werres, Chefin des Campingplatz Deichklause, über die Nacht des Hochwassers. Ab Mittwochmittag vergangener Woche wurden die Wohnwagen aus der Gefahrenzone gezogen. Von 4.20 Uhr an brauchte das Wasser am Donnerstagmorgen nur 20 Minuten, um bis zur Anmeldung des Platzes an der Laupendahler Landstraße zu steigen. Um 5.15 Uhr war „Land unter“. Die letzten Wagen wurden mit dem eigenen Traktor und der Hilfe des herbeigerufenen Landwirts Benedikt Kaschinski geborgen. 


Stimmen Sie ab bei unserer Frage der Woche: 
Muss besser vor Hochwasser und anderen Naturkatastrophen gewarnt werden?