21 Nov.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 47/2019

Die Arbeiten an der Brücke zur Brehminsel fangen an.


Neue Diskussion um Wohnbebauung?

Das Bürgerforum zur Wohnbebauung in der Stadt Essen hatte für den Essener Süden eigentlich ein erfreuliches Ergebnis gebracht. Der Bezirk IX (Werden/Kettwig/Bredeney) war der einzige in der ganzen Stadt, in denen keine Flächen als geeignet angesehen worden sind. Doch in den übrigen Bezirken regt sich Widerstand – und das scheint auch hier die Diskussion neu anzufachen: Wie der vergangene Stammtisch der CDU Werden zeigt, ist gerade im Werdener Land weiterhin die Angst groß, dass auch hier noch freie Flächen zugebaut werden könnten. 


Offener Brief an die St.-Ludgerus-Gemeinde

Mit einem offenen Brief wenden sich die Ortsverbände Werden und Heidhausen/Fischlaken der CDU an die St.-Ludgerus-Gemeine: Darin fordern Hanslothar Kranz, Vorsitzender der CDU Werden, seine Stellvertreterin Martina Schürmann und Yannick Lubisch, Vorsitzender der CDU Heidhausen-Fischlaken, Propst Jürgen Schmidt und den Gemeindevorstand auf, bei der Planung der Zukunft der Gaststätte auch die Bedürfnisse der Vereine und andere Gruppen nicht außer Acht zu lassen.  


Wirbel um Versetzung bei Kita

Viele Kinder, die die Kita Pusteblume besuchen, verstehen die Welt nicht mehr. Jeden Morgen gehen sie gern zur Kindertagesstätte an der Heckstraße. Eine der Gründe ist die Erzieherin Elena K. „Sie ist eine sehr gute Bezugsperson“, sagt auch Faruk Sari, Vater der zweijährigen Hüma, die die „Eichhörnchen“-Gruppe der Kita besucht – die Gruppe, die Elena K. bislang betreut. Umso überraschter waren er und andere Eltern, als sie erfahren haben, dass das Diakoniewerk als Träger die Erzieherin kurzfristig versetzen will: Bereits zum 1. Dezember soll sie an einer anderen Kita ihren Dienst antreten. Die Eltern sind verärgert.


Wandgemälde mit Haltung

Vorsichtig trägt Sarah mit dem Pinsel Farbe auf die Betonwand am Zugang zur Joseph-Breuer-Straße an der Ruhr auf. Zusammen mit einigen ihrer Mitschüler lässt sie ein eindrucksvolles Wandgemälde aus unterschiedlichen Motiven entstehen. Sarahs Motiv ist durchaus typisch für die Friday-for-Future-Generation: Die Schülerin malt an einer Erdkugel, die von unterschiedlichen Händen gehalten wird. Oben drauf machen sich qualmende Fabrikschlote breit, die jedoch von mächtigen Bäumen – und einem Windrad – überragt werden. „Die Industrie macht die Welt kaputt“, erklärt die 16-Jährige ihre Idee dahinter, „aber wenn wir alle zusammenhalten, kann man die Welt retten“.


Stimmen Sie ab bei unserer Frage der Woche: 
Wohnen im Essener Süden ist beliebt. Doch neue Wohnbebauung bedeutet auch zugleich weniger Grün. Fürchten Sie um die „Grüne Lunge“ Werdens? 

18 Nov.

Feuerwehreinsatz am Mariengymnasium

Der defekte Motor einer Belüftungsanlage im Mariengymnasium hat am Montagmorgen einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst: Vor Ort konnten die Einsatzkräfte noch einen Brand auf der Toilette verhindern.

Gegen 10.20 Uhr hat der Hausmeister der Schule einen verschmorten Geruch festgestellt, berichtet die Feuerwehr Essen. Daraufhin alarmierte er die Feuerwehr und löste zudem den Handmelde-Alarm aus, der dafür sorgte, dass die Schule evakuiert wurde.

Mit neun Einsatzfahrzeugen, darunter auch welche der Freiwilligen Feuerwehr Werden/Heidhausen, rückten die Rettungskräfte vor. Die Feuerwehrleute haben schnell die Ursache für den Geruch gefunden: Einer der beiden Motoren der Belüftungsanlage war stark erhitzt. Die Einsatzkräfte konnten den Motor erst außer Betrieb nehmen und ihn dann wieder instand setzen.

Die Feuerwehr wollte gerade wieder abrücken, als ein Lehrer sie darauf aufmerksam machte, dass Rauch aus einer Toilette trat. In der Toilette im Erdgeschoss fanden die Einsatzkräfte Reste von verbranntem, bereits erloschenem Toilettenpapier. Ein Elektrolüfter hat den Rauch ins Freie gedrückt. Die Vermutung nach Brandstiftung liegt nahe, die genaue Brandursache werde allerdings die Polizei klären, so die Feuerwehr: Anzeige gegen Unbekannt wurde erstattet.

14 Nov.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 46/2019

Themen der kommenden Sitzung der Bezirksregierung

Der Sommer ist erstmal vorbei. Dennoch sind „Grillorgien“ im Löwental, wie es Bezirksbürgermeister Michael Bonmann bei einem Ortstermin mit Vertretern der Verwaltung, Polizei und Bezirksregierung formuliert hat, Thema der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung am 26. November. Halteverbote und Poller sollen zumindest dem Verkehrschaos Einhalt gebieten. 


Veränderung bei St. Ludgerus

Am 30. November wird Pater Jörg Gabriel seinen Dienst als Pastor in der Gemeinde St. Kamillus beenden und nach Freiburg ziehen. Als Provinzial der Deutschen Ordensprovinz der Kamillianer möchte er dort die Grundlagen für einen Fortbestand des Ordens legen. Durch den Weggang von Pater Gabriel und die zeitgleiche Abberufung von Kaplan Pater Byju in seine indische Heimat werden der Propsteipfarrei St. Ludgerus gleich zwei Geistliche fehlen. Das erfuhren die Besucher der Versammlung, zu der der Gemeinderat St. Kamillus in die Kirche Christi Himmelfahrt am Lürsweg eingeladen hatte. 


Restaurierung am Heidhauser Platz

Die Gerüste um die Säule zeigen es deutlich: Grün und Gruga hat mit der Restaurierung des Kriegerdenkmals auf dem Heidhauser Platz, das an die gefallen Soldaten im Ersten Weltkrieg erinnern soll, begonnen. Und noch mehr soll sich rund um die Heidhauser Mitte tun… 


RUhrkulele geht in die zweite Runde

Letztes Jahr fing das Festival Ruhrkulele als kleine intime Veranstaltung in lockerer Atmosphäre an: Ukulelen-Fans aus dem ganzen Land und darüber hinaus sind ins Vereinsheim der Wanderfalken im Löwental gekommen, um Konzerten zu lauschen, an Workshops teilzunehmen und sich auszutauschen. Vom 22 bis 24. November feiert das Fest nun seine zweite Auflage – und ist gehörig gewachsen. Und gewachsen ist auch der Aufwand: „Das ist verdammt viel Arbeit“, gibt Festival-Chef Michael Epke-Wessel zu. Was die Besucher erwartet, steht in den neuen Werdener Nachrichten!


Stimmen Sie ab bei unserer Frage der Woche: 
Sind Halteverbote am Löwental geeignet, um den sommerlichen Grillorgien im ehemaligen Strandbad einzudämmen? 

12 Nov.

Falsche Polizisten bestehlen Werdenerin

Falsche Polizisten legten am vergangenen Sonntagabend eine Seniorin in Werden rein und konnten dabei eine hohe Beute machen. Die Polizei sucht Zeugen.

Gegen 20:25 Uhr klingelte das Telefon einer älteren Dame in der Nähe der Brehminsel. Am anderen Ende der Leitung meldete sich ein angeblicher Kriminalbeamter. Mit einer erfundenen Geschichte täuschte er einen Kriminalfall vor: Einbrecher seien in der Umgebung aktiv gewesen. Die Polizei habe bei der Durchsuchung einer Täterwohnung einen Zettel gefunden. Auf diesem sei Name und Anschrift der Angerufenen aufgeführt. Zudem habe man neben ihrem Namen das Wort „Tresor“ geschrieben.

Die 77 Jahre alte Frau war offenbar über diese Infos sehr bestürzt und schenkte dem Unbekannten ihr volles Vertrauen. Dieser gab ihr den Rat, ihr Hab und Gut in einem Beutel zu verstauen und diesen hinter einem bestimmten Autoreifen auf der Straße zu verstauen. Die ganze Aktion müsse schnell verlaufen, da die Bande auch gewalttätig sei. Zwei Zivilpolizisten seien schon auf dem Weg, um ihre Wertsachen abzuholen. Danach sollten die Gegenstände angeblich zur sicheren Aufbewahrung ins Polizeipräsidium gebracht werden.

Rund eine Stunde lang hielt der zirka 50-jährige Anrufer die Werdenerin am Telefon. Als seine Komplizen die Beute sicher hatten, legte er auf. Momentan geht die echte Kriminalpolizei von einem Schaden im fünfstelligen Euro-Bereich in Form von Schmuck und Bargeld aus.

Die Polizei sucht Zeugen, die vor oder nach der Tat östlich der Brehminsel verdächtige Personen- oder Fahrzeuge beobachtet haben: 0201/829-0.