Entenfamilie wieder vereint. Foto: Feuerwehr Essen
Wo bitte fährt der Zug nach Entenhausen ab? Eine im Gleisbett des Werdener Bahnhofs verunglückte Entenfamilie hat die Feuerwehr Essen heute Vormittag gerettet. Mutter Ente samt zwölf Küken fanden die Einsatzkräfte der Feuerwache Rüttenscheid in den Gleisen. Die Feuerwehr ließ den Bahnverkehr sperren, damit sie die Entenfamilie gefahrlos bergen konnte. Nachdem sie die kleinen flauschigen Abenteurer eingefangen hatten, fuhren die Feuerwehrleute sie in einer Kiste zum Ufer der Brehminsel.
Mutter Ente hatte sich schon selbstständig dorthin begeben: Sie nahm ihre Küken in Empfang und schwamm mit ihnen davon. „Wohin die Reise per Zug gehen sollte oder ob sie das Gleis 9 ¾ gesucht haben, ist der Feuerwehr nicht bekannt“, heißt es von den Rettungskräften. Der Einsatz war nach rund einer Stunde beendet, die Sperrung wurde nach der Rettungsaktion wieder aufgehoben.
Die Boulebahn in der Heidhauser Mitte ist fertiggebaut
Auch wenn sie noch von einem Bauzaun umgeben ist Nur die Corona-Pandemie hat bislang eine Eröffnung verhindert. Mit ihrer Nachbarschaft zum Spielplatz soll die Bahn eine Begegnungsstätte für Jung und Alt werden. Finanziert wurde sie aus Mitteln der Bezirksvertretung IX und Grün und Gruga.
Schulunterricht im Biergarten
Corona erschwert den regulären Schulunterricht weiterhin. 165 scheint jetzt die magische Zahl, auf der sich die Politik geeinigt hat: Ab dieser Inzidenz-Zahl sollen die Schultore wieder geschlossen werden und der Unterricht nur noch vor den heimischen Endgeräten stattfinden. Politiker haben daher die Idee ins Spiel gebracht, den Unterricht ins Freie zu verlagern, wo das Virus keine große Gefahr darstellt. Werdener-Wiesn-Wirt Mali Sirin findet, das ist eine gute Idee, für die er Tische und Bänke – und bei Bedarf seinen ganzen Biergarten – zur Verfügung stellen würde. Bierbank statt Schulbank drücken also. Bei den Schulen allerdings hält sich die Begeisterung in Grenzen.
Heimbrauen: Dennis Hasemann über die Faszination Bier selbst herzustellen
„Pils oder Alt, Weizen oder Lager, Lite- oder Starkbier – ich kann eigentlich alles brauen.“ In seinem Beruf bewegt sich Dennis Hasemann zwischen den Welten der Hegels und der Hobbits: In der Buchhandlung Schmitz empfiehlt er den Kunden die richtige Literatur. Doch in seiner Freizeit beschäftigte er sich mit Hellem und Hopfen – und zwar trinkt der charismatische Buchhändler nicht nur gerne Gerstensaft – er braut in seinen eigenen vier Wänden auch selbst Bier. Ein Hobby, das vor allem Arbeitsdisziplin erfordert, mahnt er. Den Werdener Nachrichten hat er von der Faszination des Heimbrauens berichtet.
Route der Quartiersbusse sorgen für Beschwerde
Manfred Brodersen wohnt seit über 40 Jahren in einer Souterrain-Wohnung im Heidhauser Rathaus. Eine durchaus reizvolle Wohnlage im Herzen des Stadtteils und doch abgesetzt vom Hauptverkehr, in einer kleinen Nebenstraße am Heidhauser Platz. Doch mit der Ruhe ist es vorbei, seitdem die Quartiersbusse durch Werden fahren. „Jetzt muss ich die Abgase einatmen – zu Hauptverkehrszeiten alle zehn Minuten“, klagt er. Dabei versteht er nicht, dass der Bus einfach nicht über die Heidhauser Straße fahren kann – so wie der 169er, wenn er wendet. Der Ruhrbahn wirft er vor, diese Streckenführung rechtswidrig und ohne notwendige Absprache mit der Politik vorgenommen zu haben. Nun hofft er auf Unterstützung aus der Bürgerschaft und Politik für sein Anliegen.
Radeln entlang der B 224 – ein Selbstversuch
Entlang der B 224 soll ein Radweg entstehen zwischen Werden und Velbert – höchste Zeit, sagen die einen, überflüssig, meinen andere. WN-Mitarbeiterin Pippa Kolmer hat sich für uns auf den Drahtesel geschwungen und den Selbstversuch gemacht: Wie sicher ist gegenwärtig das Radeln entlang der B 224?
Abstimmen bei unserer Frage der Woche: Wäre Schulunterricht im Freien eine gute Alternative in Corona-Zeiten?
Bei einem Verkehrsunfall auf der Bergischen Landstraße in Heidhausen wurde am Donnerstagabend ein 26-Jähriger Motorradfahrer schwer und sein gleichaltriger Sozius leicht verletzt. Der Motorradfahrer war in Richtung seiner Heimatstadt Velbert unterwegs, als er in Höhe der Straße An der Kuhl mit dem braunen Mazda einer 31-jährigen Essenerin zusammenstieß, die gerade aus einer Grundstückszufahrt nach links auf die Bergische Landstraße in Richtung Essener Innenstadt abbiegen wollte. Die beiden Verletzten wurden in Krankenhäuser gebracht. Die Mazda-Fahrerin musste wegen eines Schocks kurzzeitig behandelt werden.
Carsharing-Parkplätze am Kastellgraben und vor den Domstuben
Am Stadteingang liegt der Werdener Parkplatz „Kastellgraben“. Dort wird künftig ein Stellplatz für ein Carsharing-Fahrzeug reserviert – und nicht nur dort: Auch vor den einstigen Domstuben müssen künftig zwei Plätze für ein Carsharing-Angebot freigehalten werden.
Neue Parkverbotszone vor dem Bürgermeisterhaus
Ärger um Parkplätze hat auch das Bürgermeisterhaus: Denn praktisch vor seiner Haustür hat die Stadt Essen nun eine Parkverbotszone eingerichtet. Was das für den sowieso schon durch die Corona-Krise gebeutelten Kulturbetrieb bedeutet und was die Stadt dazu sagt, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der Werdener Nachrichten!
Parkplätze – eine poetische Betrachtung
Außerdem gehen wir in einem feuilletonistischen Spaziergang durch Werdens Zentrum der Poesie der Parkplätze nach.
Der April macht dieses Jahr mal wieder, was er will. Noch vor einer Woche zeigte er sich von seiner schönsten Seite, nur um zum Anfang dieser Woche den Winter wieder vorbeizuschicken. Dieses Wochenende sehen die Aussichten auch eher trübe aus. Doch sollte man den Optimismus bewahren und sich an den schönen Seiten des Frühlings erfreuen – so wie es WN-Leser Werner Henselowsky es mit dem in voller Pracht erblühten Baum getan hat, der vor der Luciuskirche steht. Diese Freude möchte er mit den anderen Lesern teilen.
Mangel an öffentlichen Toiletten in Werden
Wer in der Werdener Altstadt ein plötzlich dringliches Bedürfnis verspürt, das auf der Blase drückt, der dürfte angesichts der mangelnden Möglichkeiten, sich Erleichterung zu beschaffen, schnell ins Schwitzen kommen. Auch Wally Klettke befand sich unlängst in einer solchen Notlage: Ihre Hoffnungen, im Werdener Rathaus ihre Notdurft verrichten zu können, haben die Mitarbeiterinnen der dort ansässigen Stadtteilbibliothek jedoch schnell zunichte gemacht. „Man hat sich geweigert, mir die Toilette aufzuschließen“, berichtet die 83-Jährige erbost. „Eine Unverschämtheit.“ Diese unschöne Erfahrung der Seniorin zeigt aber eine weitergehende Problematik auf: In Werden gibt es schlicht keine öffentlichen Toiletten.
Peter Renzel wirbt für die Psychatrische Klinik in Heidhausen
Für die Pläne des Landes NRW, zusammen mit dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) in Heidhausen eine Klinik für psychisch erkrankte, straffällig gewordene Frauen zu errichten, hat Essens Sozial- und Gesundheitsdezernent Peter Renzel in seinem Blog geworben, den er wöchentlich im sozialen Netzwerk Facebook veröffentlicht. Anlass war ein Besuch der Psychiatrischen Klinik in Bedburg-Hau, wo er sich mit Experten aus dem NRW-Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales und dem dortigen Chefarzt „besonders hinsichtlich der Situation der Frauenstation“ fachlich ausgetauscht hat.
Diskussion um den Uhu im Steinbruch gerät zum politischen Zankapfel
Nach einer nicht öffentlichen Ortsbesichtigung der Bezirksvertretung im Steinbruch ist der FDP-Einzelvertreter und vierte stellvertretende Bürgermeister Gerd Kolbecher mit einer Pressemitteilung nach vorne geprescht, in der er seine Sicht der Dinge darstellt und die Grünen ins Visier nimmt. Für andere politische Kräfte ist dies ein Bruch der guten Sitten.
Keine Beleuchtung für den Ruderclub EWRC
Alfred Höltgen ist froh, dass sich der Sommer langsam nähert und dass mit der Sommerzeit auch die Abende wieder kürzer geworden sind. Nicht nur, weil der Vorsitzende des Essen-Werdener Ruderclubs (EWRC) wärmere Temperaturen einfach lieber hat als das nasskalte Wetter, auch nicht nur, weil Rudern eher ein Sommersport ist. Nein, die Besucher des Vereinsheims, die dort trainieren oder – in coronafreien Zeiten – die dort ansässige Gastronomie nutzen, müssen dann in den späteren Abendstunden nicht buchstäblich im Dunkeln tappen. Bei seinem Bemühen, mit Hilfe der Bezirksvertretung den Fußgängerweg am Hardenbergufer mit einer Beleuchtung ausstatten zu lassen, die diese Situation aufhellt, ist er allerdings vorerst von der Verwaltung ausgebremst worden.
Abstimmen bei unserer Frage der Woche: Braucht es mehr öffentliche Toiletten in Werden?