10 Sep.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 37/2020

Ludgerusfest mal ganz anders

Ludgeruswetter lag über Werden, denn bei seinem Fest lässt sich der Heilige Ludgerus „nech op Dag regen“, wie eine alte Waddische Weisheit sagt. Trotzdem war es ein Ludgerusfest, das durch die Coronapandemie ganz anders war. Das war traurig, aber es war dennoch eine würdige Feier des Stadtpatrons Werdens. Zwar hatte umständehalber die Zahl der Teilnehmer der Festmesse erheblich beschränkt werden müssen, doch durch eine Livestream-Übertragung vom Domradio Köln konnten viele tausend Ludgerusfreunde den Festtag mitbegehen. 


Förderverein sagt Bollerwagenumzug für 2021 ab

Corona hat mit dem Werdener Bollerwagenumzug ein weiteres prominentes Opfer: Der Förderverein hat den Umzug fürs kommende Jahr nun abegsagt. Damit fällt der närrische Höhepunkt der Altstadt zum zweiten Mail in Folge aus: Dieses Jahr sorgte eine Sturmwarnung dafür, dass die Bollerwagen in den Schuppen blieben. 


Verkaufsoffener Sonntag wurde kurzfristig gestrichen

Wer sich am vergangenen Sonntag auf einen gemütlichen Shopping-Spaziergang durch Werdens Altstadt gefreut hat, dem hat Verdi einen Strich durch die Rechnung gemacht: Erst am Freitag hatte die Dienstleistungs-Gewerkschaft eine Klage beim Oberverwaltungsgericht zum verkaufsoffenen Sonntag eingereicht – und bereits am Nachmittag desselben Tages wurde der Klage stattgegeben. Lange Gesichter bei den Kaufleuten und beim Werdener Werbering waren die Folge – und die zwei verkaufsoffenen Sonntage, die für dieses Jahr eigentlich noch geplant sind, stehen nun auf der Kippe. 


Hospizbewohner Conrad Schlimm möchte mit Vorurteilen aufräumen

Die Tageszeitung hatte Conrad Schlimm beim morgendlichen Interview im Hospiz  Werden schon gelesen, schließlich beginnt sein Tag um fünf Uhr morgens. „Ich müsste Schmerzen haben, aber ich habe keine. Und wenn  doch mal, dann habe ich eine Bonus-Taste, sofort dagegen anzugehen.“ Als er die Entscheidung traf, nach seiner Entlassung aus dem Huyssenstift nicht nach Hause, sondern ins Hospiz Werden gefahren  werden  zu wollen, ist es eine Fahrt ins Ungewisse. Er möchte  aufräumen mit den Vorurteilen, dass Hospize gruselige  Orte  seien, in denen Menschen nur sterben und es womöglich nicht gut rieche. 


Abstimmen bei unserer Frage der Frage der Woche!
Der Bollerwagenumzug fällt wegen Corona aus: Ist die Entscheidung richtig? 

03 Sep.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 36/2020

U-16 Wahl im Jugend- und Bürgerzentrum Essen-Werden

Für die Oberbürgermeisterin / des Oberbürgermeisters: Kern, Oliver Robert (SPD) 4, Mostofizadeh, Mehrdad (Grüne) 3, Fergee, Detlef Albert (NPD) 1, Kufen, Thomas Markus (CDU) 7, Tarrach, Annie Maria (die Partei) 7.

Für die  Vertretung des Stadtbezirkes 9 der kreisfreien Stadt Essen: Die Linke 1, Tierschutzpartei 1, SPD 4, Die Grüne 2, CDU 1.

Für den Rate der Stadt Essen: Brenk, Benjamin (SPD) 5, Blümer, Dorothea (Grüne) 4, Dr. van Heesch-Orgaß, Elisabeth Maria (Tierschutzpartei) 1, Schürmann, Martina (CDU) 1.


Sorgen der jungen Wähler betreffen den Freizeitbereich

Die Jugendlichen hatten sich den Bezirksbürgermeister und seine Vertreter eingeladen. Von dem Ergebnis waren sie begeistert. Hier beauftragten die Jugendlichen die Politiker, die Skateranlage im Löwental zu reparieren. Auch ein zweiter Basketball-Korb auf dem Feld dort wäre wünschenswert, um richtig spielen zu können. Monika Watermann, die ebenfalls  teilnahm, erfuhr zum ersten Mal, dass der jetzige Basketballkorb sehr unglücklich angebracht ist und – wird er bespielt – dazu beiträgt, Fußgänger und Radfahrer zu gefährden. Auch Spielfeldmarkierungen wünschten sich die Jugendlichen. Die Politiker versprachen, die Anregungen der Jugendlichen in der nächsten Bezirksvertretungs-Sitzung vorzutragen.


Letzter Aufschrei richtet sich an Politik und die Verbraucher

 Auf dem Oberschuirshof trafen sich drei Landtagsabgeordnete der FDP (Markus Diekhoff, Stefan Haupt, Ralf Witzel) sowie Kommunalpolitiker auf Anregung von Peter Barthel zur Hofbesichtigung und Diskussion. Die Familie Ludger und Nikolas Weber hatten die Landwirte Dr. Günter Maas, Overhammshof, Hermann Terjung jun. aus Mülheim und weitere Mitstreiter dazu gebeten.  

Bereits im Januar hatte die FDP im Landtag darum gebeten, eine sogenannte Enquete-Kommission zu gründen. Das ist für einen Landtag unüblich. Solche Kommissionen, die  parteiübergreifend mit Fachleuten und Betroffenen besondere Themen erarbeiten, werden sonst nur im  Bundestag eingesetzt. In NRW trägt sie den Titel „Gesundes Essen. Gesunde Umwelt. Gesunde Betriebe.“ Sie will den gesamten Zusammenhang überblicken und langfristige politische Weichen stellen, die für die Landwirte kalkulierbarer sind als der derzeitige oft nur teilweise gestückelte Flickenteppich.

Die Bauern gaben ihnen mit auf den Weg:  Zwar sei die erste Ernte gut gewesen, ab dann allerdings griff die Dürre zu. Schlechte Jahre kennt jeder Landwirt. Doch müsse man sich nun über Bewässerung ernsthaft Gedanken machen. Vermeidlich gut informierte Verbraucher beschimpften die  Landwirte, wobei sie ihre Vorwürfe oft nicht klar definierten, teilte Nikolas Weber mit. Er werde mit unrealistischen Forderungen überhäuft, bei dem das Wort „Bio“ eine große Rolle spiele. „Wenn alle Bauern morgen auf ,Bio’ umstellen würden, hungern 3 Millionen Menschen“, sagte er. Gerade die Verbraucher allerdings, die satt, zufrieden und gesund seien, hätten deutliche Luxusprobleme. Er müsse einmal ganz deutlich sagen: „Wir Landwirte verstehen Sie nicht mehr, denn Sie reden anders, als Sie handeln.“ Dass die Moral am Regal ende, bewies wohl ein Experiment, bei dem Verbraucher zu 86 Prozent das günstigere Produkt dem teurern „Tierwohl“-Fleisch vorgezogen haben.


Gelenk-Therapie für Tänzer erfolgreich beendet: „Wind bewegt“ sollte sich nun bei starkem Wind wieder drehen

Die Happen, die die Restaurierung einer Tänzerin (beschädigt durch Sturm Ela) und die Gelenke aller Stangen verschlang, wurden mit 5000 Euro von der Kulturstiftung der Stadt Essen zur Verfügung gestellt, wofür der Bürger- und Heimatverein seine Spendenberechtigung als gemeinnütziger Verein zur Verfügung stellte. So konnte es an die Künstlerin weitergeleitet werden, um die Kosten zu bezahlen.  Die Bezirksvertretung steuerte aus ihrem Fundus noch weitere 1500 Euro bei. Der Werbering tat das seine, um den himmelsstürmenden Bewegten ihre Versicherung zu sichern.


Abstimmen bei unserer Frage der Woche:

Strafrechtlich gesehen ist ein Mensch mit 14 Jahren als  Jugendlicher schon in gewisser Verantwortung. Offenbar traut man ihm zu gut von böse zu unterscheiden. Vielleicht klappt das ja auch  hinsichtlich klug und dumm. So unsere Frage der Woche: Sollten Jugendliche mit 14 Jahren kommunal wählen dürfen?


27 Aug.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 35/2020

Werdens neue Stadtteilfahne wird am Dienstag gehisst

Der Werdener Bürger- und Heimatverein hat auf Grundlage des Wappenentwurfs von Kurt Schweder eine neue Stadtteilfahne für Werden herstellen lassen. Diese wurde erstmals am Dienstag am Marktplatz vor der Basilika gehisst. Corona-bedingt sollte es keine große Feier geben, sondern nur eine kurze Ansprache der Vorsitzenden Martina Schürmann. 


Neubau für Supermarkt und Wohnungen geplant

Werden soll wieder einen weiteren Lebensmittelhändler bekommen: Dies geht aus einer städtischen, nicht öffentlichen Verwaltungsvorlage hervor, die den Werdener Nachrichten vorliegt. Demnach will die Stadt das Gelände der einstigen Parkpalette an der Joseph-Breuer-Straße an einen Mülheimer Immobilieninvestor verkaufen. Dort und auf dem benachbarten Areal der alten Post an der Hufergasse in der Werdener Altstadt soll ein Neubau entstehen, der neben einem Supermarkt auch Wohnungen enthalten soll. 


Hintergründe zum Neuen Radweg

Manches Mal herrscht dicke Luft zwischen den Vertretern der Bezirksvertretung und des Rats. Nicht selten ist der Grund, dass sich die Bezirksvertreter von den Ratsleuten ignoriert oder übergangen fühlen. In dieser Woche haben nun sowohl die Bezirksvertretung IX (BV Werden/Kettwig/Bredeney) als auch der Rat der Stadt Essen über Anträge zu einem Radweg von Werden nach Velbert, beziehungsweise die Aufnahme der Strecke ins Hauptroutennetz beraten. Daniel Behmenburg, der SPD-Fraktionsvorsitzende in der Bezirksvertretung, fand es „versöhnlich“, dass die BV ihren Antrag, der aus den Ergebnissen eines Termins mit der Werdener Radinitiative beruhe, einen Tag, bevor der Rat an der Reihe war, beschließen konnte. 


Marc Real übernimmt KommOmend-Vorsitz

Ist das dein erstes Amt?“ Neugierig befragt Irmin Schmuck, die ihren den Vorsitz der „KommOmend“-Gruppe abgegeben hat, ihren Nachfolger. „Mein erstes von Bedeutung“, antwortet Marc Real – und das verschmitzte Lächeln dabei ist mehr in der Stimme wahrnehmbar als auf den Lippen. Doch für den 22-Jährigen ist dieses „Amt“ tatsächlich besonders wichtig: Setzt sich doch kaum einer wie er für den Erhalt des Waddischen ein, dem Dialekt, der noch vor einigen Jahrzehnten hier der ganz gängige Zungenschlag war. 


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: 
Wie bewerten Sie die Nahversorgung in der Werdener Altstadt? 

24 Aug.

Im Jubb hat die Jugend die Wahl

Das Jubb wird wieder zum Wahllokal für die Jugend.

Das Jugend-und Bürgerzentrum Werden (Jubb) ist im Vorfeld der Kommunalwahl wieder Wahllokal für junge Menschen unter 16 Jahren. Vom 1. bis 3. September können Kinder und Jugendliche, die bei der Kommunalwahl am 13. September noch nicht stimmberechtigt sind, ihren Bürgermeister-Kandidaten für Essen und ihre Vertreter für den Stadtrat wählen. In das tatsächliche Wahlergebnis fließt diese Abstimmung freilich nicht ein, doch dürfte es ein interessantes Stimmungsbild darüber ergeben, wie die Jugend hier politisch tickt.

Das Wahllokal im Jubb, Wesselwerth 10, hat dienstags bis donnerstags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Bitte schellen, eine Mund-und Nasenbedeckung und einen Stift mitbringen.

Auf der Seite des Wahlamts der Stadt Essen https://www.essen.de/rathaus/wahlen_und_abstimmungen/wahlen/wahlamt.de.html oder auf www.townload-essen.de und natürlich in den Werdener Nachrichten kann man sich vorab über die Kandidaten informieren.

Für alle Jugendlichen, die sich ein Bild davon machen möchten, wie die Bezirksvertretung arbeitet, was ihre Aufgaben sind und mit welchen Anliegen man sich an sie wenden kann, gib es am Donnerstag, 27.August, 19 Uhr im Jubb eine Bürgersprechstunde für Jugendliche mit dem Bezirksbürgermeister Benjamin Brenk (SPD) und seinen Stellvertretern Michael Nellessen (CDU) und Ludger Hicking (Grüne).

Da wegen Corona die Besucherzahl beschränkt ist, bittet das Jubb, sich vorher telefonisch anzumelden Tel: 0201/8851149

24 Aug.

Verkehrsprobleme in Heidhausen und am Werdener Berg

Seit Montag sorgt eine Baustelle auf der Heidhauser Straße, zwischen Grüters Gasse und Grüne Harfe, für Verkehrseinschränkungen:  Die Stadtwerke Essen erneuern dort einen Entwässerungskanal. In beiden Fahrtrichtungen steht deshalb nur eine Fahrspur zur Verfügung. Eine Baustellenampel regelt den Verkehr. Die Arbeiten werden bis November andauern.

Probleme gibt es zudem auf der Werdener Straße: Wegen eines Fahrbahnschadens ist seit Montag auf der B224 (Bredeneyer Straße) Richtung Werden zwischen den Kreuzungen Graf-Bernadotte-Straße und „Weg zur Platte“ am Werdener Berg nur ein Fahrstreifen frei, so Straßen.NRW. Ursache ist offenbar ein der viele Regen, der das Kanalsystem überlastet hat. Die rechte Fahrspur muss nun über eine Strecke von 40 Metern komplett erneuert werde. Dafür muss die Straße voraussichtlich eine Woche lang gesperrt bleiben