20 Juli

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 29/2023

(Foto: Meisert)

Betriebshof Löwental mit Steinen abgesperrt

Tonnenweise Findlinge machen den Betriebshof der Bezirksregierung Düsseldorf, der als Parkplatz für das Alte Strandbad genutzt wurde, nun nicht mehr zugänglich. „Das Grundstück wird  immer wieder als Lagerfläche benötigt. Da die Fläche nicht abgesperrt war, wurde sie zuletzt zunehmend für Partys genutzt. Um die reguläre Nutzung sicherzustellen und Störungen für die Anwohner zu minimieren, wurden nun die Absperrungen vorgenommen“, so Beatrix Van Vlodrop, Sprecherin der Bezirksregierung. Bezirksbürgermeisterin Gabriele Kipphardt besuchte das Löwental vermehrt und sprach mit den Gillenden. Dass hier ein Schild direkt am Zugang zur Wiese angebracht werden müsse, habe sich erwiesen, weil die Besucher daran  gewöhnt seien, frei zu grillen.  


Jedes Sträßchen in Werden ist frisch vermessen – Ruhrfibre schickte beexact-Vermessungswagen durch die Abteistadt

Nicht Google Maps, sondern beexact fuhr mit dem „mobile mapping car“, dem kartenaufzeichnenden Fahrzeug, auch durch Werden, um jede Straße so zu vermessen, dass es die Bauleitplanung und schließlich das Genehmigungsverfahren mit der Stadt Essen möglichst vereinfacht. Dies geschieht durch 360-Grad-Bilder, LiDAR-Sensoren, die ein Panoramabild alle fünf Meter aufnehmen. Auch der Fahrer kann darauf Einfluss nehmen. Der Laserscanner (LiDAR)  erfasst Entfernungsdaten und und weitere Information und erstellt daraus ein 3D-Modell


In tiefer Trauer um Annette Jäger – Die ehemalige Oberbürgermeisterin lag vielen am Herzen

„Mit großer Bestürzung haben wir heute Morgen vom Tod unserer langjährigen Weggefährtin Annette Jäger erfahren. Annette Jäger war ohne Zweifel eine der prägendsten Persönlichkeiten der Essener Sozialdemokratie. Als Essener Oberbürgermeisterin prägte sie von 1989 bis 1999 auch das Gesicht der Stadt Essen maßgeblich mit. Durch ihre bürgernahe und herzliche Art ist sie auch nach Ihrer Amtszeit vielen Essenerinnen und Essenern in guter Erinnerung geblieben.“ formulieren Frank Müller und Ingo Vogel, Vorsitzende der SPD Essen.

Neben ihrer politischen Tätigkeit war Anette Jäger immer auch im Ehrenamt, hier vor allem im sozialen Bereich tätig. Bei der Arbeiterwohlfahrt war sie über 50 Jahre unermüdlich aktiv und wurde sogar zum Ehrenmitglied des Kinderschutzbundes ernannt.

Für ihr Engagement wurde Annette Jäger 2003 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet, 2011 verlieh ihr der Rat der Stadt Essen den Ehrenring und 2012 wurde ihr schließlich der Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen verliehen.

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Spenden für notleidende Familien, wohnungslose Frauen,  Kinder und Hund – „Dein Kauf tut Gutes“ im Café Vita Provitina

Das charmante Vita Provitina Café, bekannt für seine handgemachte, italienische Patisserie, hat ab sofort eine weitere verlockende Zutat im Angebot – soziales Engagement. Denn als erstes Unternehmen aus Essen-Werden hat sich das Café der Charity-Initiative „Dein Kauf tut Gutes!“ der Spendenplattform „I do Essen“  angeschlossen.

Vita Provitina, die Inhaberin des Cafés, ist keine Unbekannte in der Welt der süßen Köstlichkeiten. Sogar die Hochzeitstorte von Daniela Katzenberger hat sie einst gezaubert. Doch ihr Herz schlägt nicht nur für die Patisserie, sondern auch für das soziale Engagement in ihrer Stadt.

Bei der feierlichen Eröffnung der Heldenwand zeigte sich auch Stadtdirektor Peter Renzel begeistert: „Der Einsatz von Unternehmerinnen wie Vita Provitina bereichert unsere Gemeinschaft enorm. Sie zeigt, wie man mit Leidenschaft und Verantwortungsbewusstsein Positives bewirken kann.“

Unternehmen, die ebenfalls an der Initiative „Dein Kauf tut Gutes!“ teilnehmen möchten, erreichen das Organisations-Büro von I do Essen per E-Mail an dktg@i-do.app oder telefonisch unter +49 201 749 265 00.


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: Das Hochwasser sitzt denen, die es hautnah erlebten, noch nahebei. Fühlen Sie sich durch die Frühwarn-Apps und Sirenen gut geschützt?

13 Juli

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 28/2023

Mariengymnasium informierte im Pride-Monat Juni über Gender

53 Jahre alt ist die Geschichte der Pride Parade, die gegen die willkürlichen Verhaftungen der New Yorker Polizei im „Stonewall Inn“ protestierten. Dort trafen sich Menschen, die ihr Geschlecht nicht auf das biologische und sozial Vorgegebene reduziert leben. Daraus entstand der Pride Monat, in dem immer noch nicht nur für die Anerkennung, sondern für Selbstverständlichkeit und Freude des Lebens eingestanden wird. Im Mariengymnasium rannten Schüler mit der Idee, Prideflagge im Foyer aufzuhängen, offene Türen ein.
Das berichtet Schulseelsorger Gregor Lauenburger. Im Gespräch mit der Heimatzeitung nahmen sich auch Philipp Lauenburger und Lau Jacob in den Ferien Zeit, die Flaggen in der Schule und ihren Hintergrund vorzustellen.


Wohnmobil geklaut – Ausflugsparkplatz Haus Scheppen

Am Donnerstagnachmittag entwendeten Unbekannte das Wohnmobil eines 66-jährigen Bielefelders von einem Ausflugsparkplatz am „Haus Scheppen“. Die Polizei sucht mit Fotos des Wohnmobils nach Hinweisen aus der Bevölkerung und gibt Tipps zum Schutz von geparkten Fahrzeugen.

Am Donnerstag gegen 19.15 Uhr meldete sich der Eigentümer eines Wohnmobils bei der Leitstelle der Polizei Essen und den Diebstahl des Fahrzeugs. Dieses hatte er gegen 15 Uhr am Parkplatz P1 am Hardenbergufer / Pörtingsiepen in unmittelbarer Nähe zum Ausflugsziel „Haus Scheppen“ geparkt. Als er gegen 19 Uhr zum Parkplatz zurückkam, stellte er den Diebstahl des Wohnmobils fest. Am Heck befanden sich zudem zwei E-Bikes auf einem Fahrradträger. Der Gesamtschaden wird auf einen mittleren fünfstelligen Betrag geschätzt. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen blieben bisher ohne Erfolg.


Mit dem Schrecken davongekommen – Hubschrauber kreiste über Werden

Am Freitagabend und am Sonntagnachmittag kreiste der Hubschreiber der Polizei über der Gustav-Heinemann-Brücke. In beiden Fällen wurde eine vermisste Person gesucht, die möglicherweise im Wasser sei. Am Sonntag beteiligte sich auch die Feuerwehr mit großem Aufgebot. In beiden Fällen wurde die gesuchte Person wohlbehalten aufgefunden. 

Auch die befürchtete Gewitter-Wetterlage am Sonntag verschonte Werden vor größeren Schäden. Ein kurzes, aber heftiges Gewitter mit starken Windböen zog am Nachmittag über Essen. Um 16.35 Uhr gingen die ersten Meldungen über einen umgestürzten Baum und vollgelaufene Keller über den Notruf 112 bei der Feuerwehr Essen ein. Im Minutentakt liefen unzählige weitere Notrufe ein, sodass umgehend alle zwölf Abfrageplätze in der Leitstelle besetzt wurden.


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: Wie erleben Sie derzeit die  Freizeit mit Grillverbot auf dem Brehm und beschränkt im Löwental?

07 Juli

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 27/2023

Neues digitales Identsystem für Tonnen: Die Essener Entsorgungsbetriebe (EBE) ziehen nach Testphase positive Bilanz

Karsten Woidtke, Geschäftsführer der EBE, stellte den Fraktionen im Kettwiger Rathaus das neue Identsystem  vor, das nach dieser Testphase  ab 2024 alle Mülltonnen in Werden zieren wird – soweit sie Müllabgaben bezahlen. Das neue System soll sicherstellen, dass nur die Tonnen geleert werden, für deren Leerung auch bezahlt wird. Der Mehraufwand für die Kennzeichnung der Tonnen scheint sich bezahlt zu machen.


Flughafen kontrovers – Bürger gegen Fluglärm sind alarmiert

NRW-Umwelt- und Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) stellte Anfang des Jahres eine zeitnahe Entscheidung über die beantragte Kapazitätserweiterung des Düsseldorfer Flughafens in Aussicht. Im Antrag des Flughafens wurden statt der bisherigen 131.000 Flugbewegungen in den Sommermonaten mit 45 Flügen pro Stunde, nunmehr 60 stündlich gefordert, ohne jahreszeitliche Begrenzung. Nun wurde eine kleine Änderung des Antrags nachgetragen. Das Bündnis der Aktionsgruppen „Bürger gegen Fluglärm“ (BgF)  engagierte sich in Jahren dagegen und sammelte 40.000 Unterschriften, formulierte Einwendungen und zeigt sich nun enttäuscht.


Mit Musik und ohne Schießgewehr durch Fischlaken – Schützen zogen mit Blasmusik durch Fischlaken – begleitet von der Polizei und den Maltesern, verschont von Regen

Sehr zufrieden zeigten sich die Verantwortlichen und die Mitglieder des BSV „Gut -Schuss“ mit dem Verlauf des diesjährigen Schützenfestes in Fischlaken. Obwohl man zahlreiche Abstriche machen musste und einige Kompromisse eingegangen ist, war die Zufriedenheit am Sonntagabend auf die Gesichter geschrieben: „Das haben wir gut gemacht.“


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: Mehr Flüge und ein weiches Nachtlandeverbot, so wünscht es der Flughafen.  Strikteres Vorgehen für die Nacht, sagen die Gegner. Was ist gerecht?

29 Juni

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 26/2023

Kontrolliertes Grillen im Löwental startete – Auch auf dem Brehm war das Ordnungsamt am Wochenende vor Ort

Das Grillverbot auf dem Brehm wurde am Wochenende vom Ordnungsamt kontrolliert. Gut sichtbar stand das Fahrzeug am Eingang auf dem Brehm, drehte seine Runde, ermahnte, wenn sich irgendwo eine Rauchwolke emporhob. Auch im Löwental waren seit Donnerstag die Schilder installiert, die Poller eingeschlagen.
Am Sonntagmittag wurde zunächst fröhlich frei gegrillt im Löwental. Ein Mann deutet auf das Schild, das in Piktogrammen darstellt, was in der Grillzone nicht erlaubt ist: „Hier ist offenbar alles verboten“, sagt er kopfschüttelnd. Auf die Erklärung, dass dies nur für die Grillzone gilt, außerhalb derer er gerade sein Fleisch zubereitet, legt er den Kopf auf die Seite, schaut treuherzig und sagt: „Ich will das aber lieber hier machen. Wir kommen doch extra hierher wegen dem Grillen. Was sollen wir denn machen bei dem Wetter. Das ist das einzige, was wir machen können. Und dann können die Kinder spielen.“ 
Wenige Minuten später ist das Ordnungsamt mit Unterstützung der dunkelblau gekleideten Sicherheitsfirma in Fünf-Mann-Stärke auf dem Plan. 


Motorräder rasten weniger als andere – Sonderkontrolle in Fischlaken

Am vergangenen Sonntag führten der Verkehrsdienst und Kräfte der Kradgruppe der Polizei Essen zwischen 10 und 18 Uhr eine große Sonderkontrolle, mit Schwerpunkt auf die Motorradfahrer, durch.
Im Bereich Hammer Straße, Pörtingsiepen und Margrefstraße kontrollierten die Beamten die Verkehrsteilnehmer bezüglich Geschwindigkeit, Lärm und Technik
Die Intention der Sonderkontrolle war neben der Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten und Straftaten auch die Sensibilisierung auf Gefahren im Straßenverkehr, besonders im Umgang mit Krafträdern.


Rekord an Austritten – Zahl der Taufen und Eintritte verbessert

14.093 Menschen haben im vergangenen Jahr ihren Austritt aus der Kirche im Bistum Essen erklärt. Dabei wurden die bisherigen Höchstwerte von 9.518 (1992) und 9.133 Austritten (2021) übertroffen. „Die katholische Kirche scheint sich weiterhin im freien Fall zu befinden“,  kommentiert Generalvikar Klaus Pfeffer die Statistik.


Das 29-Euro-Ticket für Schüler kommt – Ab August deutschlandweit reisen – Studierende gehen leer aus

Seit dem 1. Mai ist das 49-Euro-Ticket deutschlandweit im Angebot. Und ab August gewährt der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) auch Schülern die Vorzüge eines Deutschlandtickets: Bald wird das „Schoko-Ticket“ nicht nur 20 Euro billiger, sondern gilt über den bisherigen Verbundraum hinaus im gesamten Bundesgebiet.   
NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) gab bereits Anfang des Monats bekannt, dass der Weg hierfür frei wäre. Bisher ermöglichte das „Schoko-Ticket“ für monatlich 39,40 Euro Fahrten im Tarifgebiet D des VRR. War der Weg zur Schule länger als 3,5 Kilometer, so wurden die Fahrtkosten  laut Verkehrsverbund bis dato übernommen.


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: Ab August können auch Schülerinnen und Schüler mit einem ermäßigten Ticket durch ganz Deutschland fahren. Das eröffnet natürlich auch ganz neue Reisemöglichkeiten.

22 Juni

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 25/2023

Grillverbot auf der Brehminsel wird durchgesetzt – Bezirksvertretung stimmt Grillzone im Löwental zu, aber anders als geplant

Bei einem Ortstermin vergangene Woche waren sich alle Fraktionen einig, so Bürgermeisterin Gabriele Kipphardt (CDU): „Wir werden den Vorschlag einer Grillzone im Löwental annehmen, allerdings nicht an der geplanten Stelle.“ Damit habe der Bezirk IX (Bredeney, Fischlaken, Heidhausen, Kettwig, Schuir und Werden) eine Grillfläche beschlossen. Ab vergangenem Donnerstag würde nun ein Grillverbot auf dem Brehm ermöglicht. Je nachdem, wie schnell die Stadtverwaltung die von der Bezirksvertretung ausgewiesene Stelle umsetzt, könne auch das Grillverbot auf anderen Teilen des Löwentals verboten werden.


83-Jährige bei Unfall schwer verletzt – Zeugen gesucht

Am Dienstagmittag kollidierten eine 83-jährige Fußgängerin und ein Kleinwagen an der Kreuzung Abteistraße / Brückstraße. Die Fußgängerin wurde schwer verletzt. Die Polizei sucht weitere Zeugen des Unfalls.
Gegen 11.30 Uhr alarmierten Zeugen den Rettungsdienst und die Polizei über den Notruf zu einem Verkehrsunfall an der Kreuzung Abteistraße / Brückstraße. 
Hinweise zum Unfallhergang nimmt die Polizei  unter 0201/829-0 beim Verkehrskommissariat 2 der Polizei Essen auf.


Ehemalige Jugend-Arrestanstalt wird Studentenwohnheim – Mit Denkmalamt abgestimmte Fenster und Neubau

Das Schicksal der ehemaligen Jugendarrestanstalt im Wesselswerth scheint entschieden: Statt Radlerhotel wird derzeit  der Bauantrag geprüft, aus dem denkmalgeschützten Gebäude ein Wohnheim für Studierende zu machen. 
Dazu wird das Gebäude um mit dem Denkmalamt abgestimmte Fenster ergänzt. Auch ein Neubau soll auf dem Gelände erbaut werden, um es rentabler zu machen. 
Derzeit wird geprüft, wie mit den Abstandsregeln für eine Außentreppe, die aus brandschutzrechtlichen Gründen dort angebracht werden muss, verfahren werden soll. Die Nachbarn des angrenzenden Grundstücks haben hier ihre Genehmigung nicht erteilt.  Die Verwaltung muss nun entscheiden, wie sie damit umgehen wird.


Jugendliche sollen demokratisch abstimmen und sich selbst verwalten – Das Jugendwerk der Awo hat im Wesselswerth geeignete Räumlichkeiten für einen offenen Jugendclub in Werden gefunden.

Wo in Werden können Jugendliche von 14 bis 18 Jahren Freunde treffen, Kickern, Karten spielen oder Musik hören? Wo können sie mitdiskutieren, quatschen, Kekse essen und Ausflüge erleben? Der Jugendclub im Wesselswerth bietet all‘ das und vor allem wirkliche Selbstbestimmung. Das Jugendwerk der Arbeiterwohlfahrt (Awo) war stolz auf seinen Treff „Studio T“ in einem Pavillon gegenüber des Schwimmbads, wo sich heute der Lehrerparkplatz befindet. Doch vor zwölf Jahren musste der Pavillon abgerissen werden. Seitdem war die Gruppe heimatlos. 


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: Dauert es zu lang? Die Bezirksvertretung wünscht sich eine andere Grillzone im Löwental. Dadurch verschiebt sich der Startzeitpunkt in den Sommer. Wie stehen Sie dazu?

Siegerehrung des Mix-Doppelvierers 12/13 Jahre.