04 Dez.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 49/2025: Bollerwagen, Weihnachtsmarkt und Werden im Advent

Weihnachtlicher Trubel in der Altstadt

Der Werdener Weihnachtsmarkt hat am ersten Adventswochenende wieder die Straßen und Gassen gefüllt: Beim Glühwein hatten die Besucher die Qual der Wahl: von Ludgerusbrunnen bis zum Rathausmarkt, vom Kopf der Grafenstraße bis zum Glüh-Almdudler in deren Mitte und egal ob links oder rechts der Weg weiterführte – es dufte sich warmgetrunken werden. Durchaus mit begleitenden Ständen für in allen Geschmacksrichtungen von herzhaft bis süß. Lange Schlangen vor den Ständen auf dem Rathausplatz zeugten davon, dass das Angebot gern angenommen wurde. Sehr junge Musiker nutzten Nischen um live Weihnachtslieder gegen Spende zu spielen. Am Donnerstagabend zeigte sich, dass es durchaus eine Menge junger Menschen gibt, die das „Straßenangebot“ zu beleben weiß.


Historische Impressionen beim Komm-Omend im Zentrum 60plus

Nach historischen Eindrücken vom Bollerwagenumzug hatte Hobbyfilmer Clemens Clasen auf Anregung des hiesigen Karnevals-Urgesteins Peter Gabka gesucht. Seine Funde stellte er im Waddisch-Platt-Club Komm-Omend im Zentrum 60plus vor: „Und er zieht doch!“ stand auf einem der ersten Wagen. Weitere Sprüche: „Erhaltet Tradition und Brauchtum“, „Freiheit für den Bollerwagen“, „Das Brauchtum muss bleiben mit seinem bunten Treiben“ ist auf den Bollerwagen im Umzug 2011 zu lesen. Slogans, die auch heute noch aktuell sind: Denn die explodierenden Kosten und Auflagen drohen Essens kleinsten Lindwurm zu erdrücken.


Bahnchaos statt Betriebsstart

Verdutzte Gesichter am Montagnachmittag auf dem Werdener Bahnsteig: nachdem die Bahn in der Woche zuvor noch stolz verkündete, bei den Bauarbeiten voll im Zeitplan zu sein, und dass zumindest auf Teilstrecken die S 6 nach jahrelangem Ausfall wieder rollen kann, stellte sich bei den Fahrgästen schnell Ernüchterung ein. Die Bahn kam – nicht. „Reparatur an einer Weiche“, hieß es auf den Anzeigetafeln der Bahn. „Also alles wie immer“, meint ein Fahrgast grimmig mit Blick aufs Info-Display. Auch an den Folgetagen läuft längst nicht alles glatt.


Wiedereröffnung des Shaktihäuschens

Lebensfreude ist das, was Claudia Jauß-Kowohl, Yvonne Forster und Jasper Schmitz verbindet. Und genau diese wollen sie gemeinsam im Shaktihäuschen Werden am Wesselswerh 45 vermitteln – jeder auf seine höchst eigene Weise. Denn das Haus, das mit seinem charakteristischen Dach etwas aus der Reihe fällt und wo früher mal ein Handwerkerbetrieb beheimatet war, hat sich zu einem vielfältigen Kunstraum entwickelt, in dem Yoga, Gesang, Schauspiel und Persönlichkeitsentwicklung vereint sind. Bei einer Weihnachtsfeier am Samstag, 13. Dezember will das Gespann die Wiedereröffnung feiern und sich und ihr Angebot den Werdener näherbringen.


Freiwilligen-Pflanzaktion an der Grünen Harfe

Die Bürgerinitiative Streuobstwiese pflanzte 39 alte Obstsorten am Barkhover Feldweg an ihren neuen Standort. Unter der sachkundigen Anleitung von David Gregor unterstützten über 40 Freiwillige die Pflanzaktion an der Grünen Harfe. Ein Foodtruck verwöhnte die Helfer kulinarisch und sorgte so für das leibliche Wohl. Mit viel Elan wurde dann richtig angepackt: Alle matschten, gruben, baggerten, schütteten und hämmerten gemeinsam die Obstbäume mitsamt ihren Pfosten fest in den Lehmboden. Ein Riesenspaß für Groß und Klein.


Erfolgreiches Wochenende für den SC Werden-Heidhausen

Der SC Werden-Heidhausen überraschte beim Tabellenzweiten der Landesliga. Die Zwote holte sich mit einem Kantersieg die Herbstmeisterschaft und auch die „Bierte“ siegte zweistellig. Damen und Dreite mussten unglückliche Niederlagen einstecken.

27 Feb.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 9/2025: Bauvorhaben, Bundestag und Bollerwagenumzug

Abriss der Feuerwache in Werden-Heidhausen gestartet– Bauvorhaben im Zeitplan

Der Abriss der Wache der Freiwilligen Feuerwehr Werden/Heidhausen am Brakeler Wald hat begonnen. Damit liege das Bauvorhaben im Zeitplan, freut sich Bernhard Brinkmann, Sprecher der Feuerwehr. Bis Mitte März soll der Abriss abgeschlossen sein, dann werde der Baugrund vorbereitet, bevor im Herbst der eigentliche Neubau starten soll.

Anno 1957


Einbruch in evangelische Jona-Kita

Böse Überraschung in den Morgenstunden: Als am vergangenen Mittwoch um 7 Uhr der Frühdienst die Tore der Jona-Kita aufschloss, bot sich ein Bild der Verwüstung. Unbekannte waren nachts eingestiegen und hatten randaliert. Kita-Leiterin Sandra Mintrop: „Wir haben die Polizei alarmiert. Türen waren beschädigt, auch mein Büro wurde aufgebrochen.“


Bundestagswahl: CDU verteidigt Direktmandat

Der Essener Süden bleibt schwarz: Matthias Hauer hat das Direktmandat für den Wahlbezirk Essen III geholt. Damit bleibt er in der dritten Wahlperiode der direkt gewählte Abgeordnete für den Essener Südwesten. Auch in Werden Stadt und Land konnte die CDU ihren Vorsprung ausbauen.


Baldeneysteig: Verlorener Ausblick durch neuen Zaun

Der Baldeneysteig ist eine Attraktion für Wanderer. Auch Martin Bernard, Anwohner der Forstmannstraße, erfreute sich lange am Blick auf den See und die Villa Hügel. Doch seit einigen Jahren versperrt ein Zaun den Durchgang. Bernard wundert sich: „Soll die Absperrung jetzt ein Dauerzustand sein?“


Bollerwagenumzug mit neuer Kita-Gruppe

Der Bollerwagenumzug startet am Sonntag um 11.11 Uhr an der Ecke Dücker- und Heckstraße. Vorneweg laufen die Bollerwagen-Jecken mit Karnevalsprinzessin Anja I. Kirchhoff. Neu dabei ist eine Gruppe aus der Kita Lummerland mit einer selbstgebauten Emma-Lokomotive.


SC Werden-Heidhausen hadert mit Schiedsrichter

Der SC Werden-Heidhausen bleibt Tabellenführer der Bezirksliga, musste sich jedoch mit einem 1:1 begnügen. Besonders ärgerlich war eine spielentscheidende Aktion des Schiedsrichters. Der Trainer sah sogar Rot.


Fröhliche Stimmung bei der Karnevalssitzung des Vereins Völl Freud

15 Feb.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 7/2024

Helau ist Trumpf: Der Frauen und Mädchen-Turnverein (FUM TV) Essen-Werden war eine von 24 Gruppen, die am Sonntag beim Werdener Bollerwagenzug alles auf die jecke Feierkarte setzte. Ordentlich Kamelle und ganz viel gute Laune brachten sie in der Werdener Altstadt unters Volk: Über 5 000 Besucher sind zum Zug gekommen


Übervolle gelbe Tonne verärgert die Anwohner

Die ersten neuen Wochen des Jahres haben für Frank Schilla zum Himmel gestunken. Denn auf seiner Gelben Tonnen blieb er buchstäblich sitzen. Geschlagene sechs Wochen hat es laut seiner Aussage gedauert, bis Remondis die Behälter für Verpackungsabfall mitgenommen hat. Und der Bewohner des Büschenweg scheint da kein Einzelfall zu sein.


Postkarten erzählen Geschichten und Geschichte

Ein wenig sind sie aus der Mode gekommen, doch einst waren sie die Verbindung zwischen Heimat und der großen weiten Welt: Postkarten. Oft mit einem Gruß aus dem Urlaub versehen, gelten sie vielen als Kitsch, manchem als Erinnerungshort, anderen wiederum als Sammlerobjekt. Auch die Großmutter von Tom Leiermann sammelte Ansichtskarten. Wenn der kleine Tom bei ihr zu Besuch in Berlin war, stöberte er nur zu gerne in dieser Sammlung, die die große, weite Welt versprach. „Das war die Idealzündung zu meinem jüngsten Buchprojekt“, so Leiermann: In „Kaleidoskop der frühen Reisepostkarten“ präsentiert er nämlich noch eine weitere Option dieser vielfältig bedrucken Objekte: Denn sie können Geschichten und Geschichte erzählen, aus der Heimat wie aus der großen weiten Welt. Karten aus Deutschland und aus allen Kontinenten, alle circa 100 Jahre alt, sind in dem rund 230 Seiten dicken, großformatigen Werk versammelt.


Alaaf oder Helau? SC Werden-Heidhausen feiert Karnevall

Dass der SC Werden-Heidhausen sich bei der Bewerbung seiner ersten Karnevalsparty, die am Sonntag direkt nach dem Bollerwagenzug auf dem Vereinsgelände im Löwental über die Bühne ging, für „Alaaf“ entschied, hatte vor allem unter alteingesessenen Narren Diskussionsstoff gesorgt: Schließlich heißt es hier doch bekanntlich „Wadden Helau“. Die zahlreichen Besucher störte das indes wenig. Sie freuten sich über die gute Stimmung, die draußen wie drinnen herrschte: Und die Vereinsführung zeigte sich schier überwältigt vom großen Zuspruch.


Abstimmen bei unserer Frage der Woche:
Nach der Karnevalszeit beginnt die Fastenzeit – fasten Sie mit?

08 Feb.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 6/2024

Wenn kleine Hexen und Magier, Helden und Piraten, Giraffen und Einhörner durch Werdens Straßen ziehen, dabei „Helau“ rufen und fleißig Kamelle sammeln, die die Erwachsenen Anwohner, Eltern und Ladeninhaber in die Lüfte werfen, dann ist klar: Es ist wieder Altweiber-Morgen – und die Heckerschule dreht wieder ihre traditionsreiche Runde. 


Rekord-Teilnahme beim Bollerwagenumzug – 600 Narren beteiligen sich

Der „kleinste Lindwurm der Stadt“ wächst gehörig an: Beteiligten sich im Vorjahr noch rund 330 Jecken in 17 Gruppen am Werdener Bollerwagenumzug. so haben sich diesmal 24 Gruppen mit 600 Aktiven angemeldet. Eine „Rekordzahl an Teilnehmern“, freuen sich Anja Kirchhoff und Ulf Korten von den „Freunden und Förderern des Werdener Bollerwagenzuges“. Am kommenden Sonntag, 11. Februar, startet der Zug von der Heckstraße aus durch die Werdener Altstadt. 



Radweg nach Velbert kommt nicht in den Tritt – Bezirksvertretung kritisiert mangelnde Fortschritte bei der Verwaltung

„Sie stehlen uns die Zeit!“ Nicht nur der SPD-Fraktionsvorsitzende Heinz Schnetger wählt wenig freundliche Worte, um dem Verwaltungsmitarbeiter Dirk Thomas während der letzten Sitzung der Bezirksvertretung IX (Werden/Kettwig/Bredeney) seinen Unmut mitzuteilen. Auch die übrigen Bezirksvertreter jeglicher Couleur zeigen sich entsetzt über das, was der Sachgebietsleiter für Straßenplanung und Verkehr im Kettwiger Rathaus zum Sachstand der Umsetzung des Rad-Entscheids zu sagen hatte. Der Eindruck verfestigt sich: Die Verwaltung tritt auf die Bremse – und ignoriert die Beschlüsse und Anregungen der Bezirksvertretung. So ist auch beim lang diskutierten Radweg von Werden nach Velbert kaum ein Fortschritt erkennbar. 


Keine gute Erfahrung mit Außer-Haus-Mehrweggeschirr in Werden

Seit einem Jahr herrscht nun bei Außer-Haus-Gastronomie die Verpflichtung, Mehrweggeschirr anbieten zu müssen: So will die Bundesregierung der Verpackungsflut eindämmen, die vor allem im „To Go“-Bereich, also bei Getränken und Essen zum Mitnehmen, herrscht. In Werden sind die Erfahrungen in der Nachfrage eher nicht überwältigend, wie eine Umfrage der „Heimatzeitung“ unter hiesigen Gastronomen zeigt. 


Spannend bis zum Abpfiff: U16 Volleyballerinnen spielten im Löwental

Die weibliche U16 darf zu den westdeutschen Jugendmeisterschaften im Volleyball fahren. Drei Spiele auf unfassbar hohem Niveau von allen Kontrahenten gab es im Werdener Löwental am Sonntag zu bestaunen. Angefeuert durch zahlreiche Fans, gewann der WTB zwei davon, doch spannend blieb es auch nach Abpfiff. Da sich der Ausrichter SG VVH Schwerte als Gruppendritter sportlich nicht qualifizierte, schied der schwächste Gruppenzweite aus vier Vierergruppen aus. Ein um 18 Bälle besseres Ballverhältnis gab am Ende den Ausschlag zugunsten des WTB. 


Abstimmen bei unserer Frage der Woche: 
Nutzen Sie Mehrwegbecher und -geschirr der Gastronomie?