06 Aug.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 32/2026: Werbering in Turbulenzen, Tanztheater, Ruder-Gold und Werdener Geschichte

WTB modernisiert Kursraum im Schwimmbad

Der Werdener Turnerbund nutzt die Sommerpause, um den Kursraum im ersten Obergeschoss des Werdener Schwimmbads an der Körholzstraße umfassend zu modernisieren. Erneuert werden unter anderem Decke, Beleuchtung, Sonnenschutz und Elektrik.

Der Verein verbessert damit die Rahmenbedingungen für seine Sport- und Gesundheitsangebote.


Werbering muss nach verweigerter Entlastung neu sortieren

Mit dem aktuellen Vorstand des Werberings ist in den vergangenen Jahren viel Bewegung nach Werden gekommen. Neue Veranstaltungsformate wie „Werden swingt“, der Löwen-Flohmarkt und der monatliche „First Friday“ haben die Altstadt belebt.

Der nächste First Friday am 7. August steht unter dem Motto einer kulinarischen „Weltreise“. Trotz dieser erfolgreichen Veranstaltungen geriet der Werbering zuletzt in schwieriges Fahrwasser: Bei der jüngsten Mitgliederversammlung verweigerten die Mitglieder dem Vorstand die Entlastung.


Szene 2wei steht für inklusives Tanztheater

Seit mehr als 15 Jahren setzen sich William Sánchez H. und Timo Gmeiner mit ihrer 2009 in Essen gegründeten Kompanie Szene 2wei dafür ein, die Grenzen des zeitgenössischen Tanzes zu erweitern. Ihr Tanztheater versteht Vielfalt als künstlerische Stärke und möchte Menschen zusammenbringen.

Unterstützt von der Aktion Mensch, der Stadt Essen und der Folkwang Universität entstand ein Konzept, das insbesondere Menschen mit Behinderung professionelle Möglichkeiten auf und hinter der Bühne eröffnet.


Kathleen Bartkowiak wird Deutsche Großbootmeisterin

Nur zwei Wochen nach den Deutschen Juniorenmeisterschaften fanden auf dem Elfrather See in Krefeld die Deutschen Großbootmeisterschaften statt. Für den Essen-Werdener Ruderclub ging Kathleen Bartkowiak im Vierer ohne über 1.000 Meter an den Start.

Gemeinsam mit Greta Renate Coldewey, Pauline Seehafer und Paula Becher aus Hannover setzte sich das Boot früh an die Spitze und verteidigte die Führung bis ins Ziel. Der Lohn war der Titel der Deutschen Großbootmeisterin.


SC Werden-Heidhausen sammelt Selbstvertrauen

Der SC Werden-Heidhausen belegte beim Geno-Cup den vierten Platz. Im Halbfinale fehlte lediglich das entscheidende Quäntchen Glück. Nun richtet sich der Blick auf die erste Runde des Niederrheinpokals beim Rheydter SV in Mönchengladbach.

Währenddessen bereiteten sich auch die weiteren Mannschaften intensiv auf die neue Saison vor: Die Reserve absolvierte unter anderem eine Pilates-Einheit, die „Dreite“ testete fleißig und die „Bierte“ überraschte mit starken Leistungen.


Historischer Blick auf Werden um 1900

Wie sah Werden um 1900 aus? Ein Rückblick der Werdener Nachrichten aus der Silvesterausgabe 1949/50 zeichnet das Bild eines Stadtteils im Wandel. Die Zeitung beschreibt die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts als prägende Epoche, in der das beschauliche Werden von Technik, Modernisierung und dem Verlust seiner kommunalen Selbstständigkeit geprägt wurde.

Ergänzt wird der historische Rückblick durch die Erinnerungen von Luise Wenz, geborene Kowertz. Die damals 94-Jährige schilderte in bemerkenswerter geistiger Frische ihre Kindheit und Jugend im alten Werden.


Bilder aus Werden

18 Juni

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 25/2026: Seniorentag, Abteistraßen-Stau, neue Gastronomie und Werdener Geschichte

Erster Seniorentag belebt den Werdener Markt

Mächtig Trubel herrschte am Mittwoch auf dem Werdener Markt vorm Rathaus: Der Runde Tisch Senioren im Bezirk hatte zusammen mit dem Zentrum 60plus den ersten Seniorentag in Werden organisiert. Zahlreiche Institutionen und Vereine informierten an eigenen Ständen, darunter Awo, Caritas, Deutsches Rotes Kreuz, Bürger- und Heimatverein, Stiftung St. Ludgeri, Hirsch-Apotheke und die Stadtteilbibliothek. Mit Aktionen, Leckereien und Angeboten wie der Rollstuhl-Rikscha Rolfi wurde der Aktionstag zu einem lebendigen Treffpunkt für ältere Menschen im Stadtteil.


Staus auf der Abteistraße sorgen weiter für Ärger

Über die Abteistraße in Richtung Heidhausen und Velbert geht derzeit kaum etwas. Seit Anfang Juni legen die Stadtwerke Essen dort auf rund 120 Metern neue Versorgungsleitungen. In Stoßzeiten berichten Betroffene von Verzögerungen bis zu einer Stunde. Dass die Bauzeit nun von ursprünglich drei Monaten um zwei Wochen verkürzt werden soll, erscheint manchen nur als schwacher Trost. Der pensionierte Polizist Uwe Klein aus Fischlaken kritisiert fehlende verkehrsleitende Maßnahmen und fragt, warum Stadt und Polizei die Autofahrer aus seiner Sicht weitgehend sich selbst überlassen.


Fahrradständer an der Heckstraße sorgen für Kopfschütteln

Die neuen Fahrradständer vor der Boutique „Engel Werden“ an der Heckstraße 10 sorgen bei vielen Werdenern für Unverständnis. Einige halten sie für überflüssig, weil auf der gegenüberliegenden Straßenseite bereits Radständer vorhanden seien, die selten voll belegt wirkten. Zusätzlich kommt es offenbar immer wieder zu Problemen mit den rot-weißen Baken an den Stellplätzen: Lkw oder Lieferwagen fahren beim Wenden dagegen, wie ansässige Geschäftsleute beobachtet haben.


Sardisches Fine Dining in der Grafenstraße

In der Grafenstraße bietet Turhan Demirci nun Hummer und sardisch geprägte Küche an – genauer gesagt sein Sohn Luca, eigentlich Gianluca, der viele Gäste bereits aus Oberhausen mitgebracht hat. Der fehlende Name „La Maddalena“ auf der Scheibe ist Absicht: Gerade daran erkennen Stammgäste das Restaurant. Luca verbindet sardische Küche mit Fine Dining sowie modernen und asiatischen Einflüssen. Seine kulinarischen Wurzeln liegen in der Familie: Der Vater ist Koch mit türkischen Wurzeln, die Mutter Konditorin.


Werdener Grundschulen feiern ihre eigene Fußball-WM

Wer keine Lust hat, sich für die Fußball-WM in Amerika nachts den Wecker zu stellen, findet in Werden eine lautstarke Alternative: das zwölfte Fußballturnier der vier Werdener Grundschulen in der Sporthalle im Löwental. Diesmal ist die Ludgerusschule Ausrichterin.

Schulleiterin Kerstin Peiker musste am Mikrofon gegen einen enormen Lärmpegel ankommen, denn die jungen Fans sorgten mit Anfeuerungsrufen, Trommeln und Klangstäben für echte Turnieratmosphäre.


„Zeitfenster“ machen Werdener Geschichte sichtbar

Seit rund einem halben Jahr verwandeln großformatige historische Schwarz-Weiß-Fotos an Häuserwänden die Werdener Altstadt in eine Art Freilichtmuseum. Die Bilder stammen aus dem Archiv von Albert Mittweg. Nach dessen Tod entwickelte der pensionierte Lehrer Norbert Fabisch die Idee für das Projekt „Zeitfenster“.

Nun erweitert er es um Schaukästen gegenüber dem Werdener Gymnasium. Zum Auftakt zeigt er Motive zur Strafanstalt in der alten Abtei sowie zum Karneval der frühen Nachkriegszeit. Ein besonderes Bild erzählt von drei jungen Frauen, die in Bergleute auf der Zeche Pörtingsiepen verliebt waren und unbedingt einmal die Arbeitswelt unter Tage kennenlernen wollten.