03 Sep.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 36/2026

Edeka-Schließung in Werden: DRK plant ehrenamtlichen Fahrdienst für Senioren

Am 15. Oktober öffnet der kleine Edeka-Markt an der Heckstraße letztmalig seine Türen – für viele ältere Menschen im Stadtteil fällt damit eine wichtige Einkaufsmöglichkeit in fußläufiger Entfernung weg. Als Reaktion darauf will der DRK-Kreisverband Essen mit dem Zentrum 60plus Heckstraße einen ehrenamtlichen Fahrdienst ins Leben rufen, der mobilitätseingeschränkten Seniorinnen und Senioren weiterhin selbstständiges Einkaufen ermöglichen soll.


Großer Besucherandrang: 3. Löwenflohmarkt im Löwental voller Erfolg

Der Löwenflohmarkt vom SCWH und Werbering war auch in der dritten Auflage ein voller Erfolg: Von alten Büchern über Kinderschuhe, Klamotten und Schmuck bis hin zu Aufziehuhren, Porzellan und eine in die Jahre gekommene Waage war alles zu finden. „Werden in Bewegung, Spiel, Spaß und Freude ist das Motto“, sagte Andreas Miksch, Vorsitzender des Werdener Werberings, und freute sich über den Besucherandrang auf dem Sportplatz im Löwental.


Felswand-Silikonabdruck am Pastoratsberg: Ungewöhnliches Lehrprojekt der THGA

Ein wenig sah es zeitweise aus, als hätte sich grüner, glibberartiger Schleim über die Mintrop‘sche Spitzfalte am Pastoratsberg ergossen. Doch war es das Werk von Spezialisten der Technischen Hochschule Georg Agricola (THGA) in Bochum und des ebenfalls in dieser Stadt beheimateten Deutschen Bergbau-Museums, die hier die Grundlage geschaffen haben für ein ungewöhnliches Lehrprojekt.

Einen Abschnitt der Werdener Felswand haben sie mit Silikon abgeformt. Die dabei entstandenen Teile werden nun in Bochum zusammengesetzt und weiterbearbeitet. Voraussichtlich im Frühjahr 2027 soll die Nachbildung im Foyer der Technischen Hochschule Georg Agricola (THGA) zu sehen sein.


SC Werden-Heidhausen: Gemischter Saisonauftakt von Herren und Damen

Der Landesligist SC Werden-Heidhausen legt bisher eine unglückliche Serie hin. Dreimal ging es um Punkte, dreimal unterlag der SC mit 1:2 Toren. Die Damen holten sich einen guttuenden Auftaktsieg über einen der Favoriten der Kreisliga. Die SC-Reserve spielte Katz und Maus mit ihren Gegnern. „Dreite“ und „Bierte“ teilten die Punkte.


Brandschutzerziehung im Zentrum 60plus: Wichtige Tipps für ältere Generationen

Oliver Lücke ist bei der Feuerwehr Essen für die Brandschutzerziehung und Aufklärung im vorbeugenden Brandschutz zuständig. Im Zentrum 60plus hielt er für die Besucher einen wichtigen Vortrag, bei dem nicht nur Senioren das eine oder andere Licht aufging. Die Zielgruppe ab 45 Jahren hat guten Grund, interessiert zuzuhören: Die Todesursachen-Statistik des Statistischen Bundesamtes zeigt einen deutlichen Zusammenhang zwischen dem Lebensalter und der Zahl der Todesfälle durch Rauch, Feuer und Flammen.


Erzbischof Stefan Heße zu Gast beim Ludgerusfest in Werden

In diesem Jahr besucht der Erzbischof Stefan Heße aus Hamburg Essen-Werden und nimmt am kommenden Sonntag am Ludgerusfest teil. Bis in das Kerngebiet des heutigen Erzbistums Hamburg ist Ludgerus als Missionar nicht gekommen. Hier wirkte eher Ansgar (801-865) als Benediktienermönch, Bischof von Bremen und Hamburg und Missionsbischof für Skandinavien. Hier wird der Hl. Ansgar noch heute als „Apostel des Nordens“ verehrt.


Diskussion um Appeltatenkirmes: Debatte über städtische Kulturförderung

Die Absage der Appeltatenkirmes hat in Werden eine grundsätzliche Debatte ausgelöst: Warum unterstützt die Stadt Essen Theater, Konzerte und andere Kulturangebote mit öffentlichen Mitteln, während eine traditionsreiche Kirmes keine Förderung erhält? Die „Werdener Nachrichten“ haben bei der Stadt Essen nachgefragt.

25 Juni

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 26/2026: RadEntscheid, Radplaner, junge Schwimmtalente und Festivalförderung

Gerd Haehnel stellt Radplaner für Werden vor

Wer in Essen-Werden mit dem Fahrrad unterwegs ist, braucht oft Geduld, Ortskenntnis und Kompromissbereitschaft. Genau hier setzt Gerd Haehnel mit seinem Projekt „Radplaner Essen Werden“ an. Der Autor und passionierte Radfahrer hat 20 Routen entwickelt, die möglichst abseits der Hauptstraßen verlaufen und über Komoot abrufbar sind. Sechs Jahre lang hat Haehnel an dem Projekt gearbeitet. Auch beim „First Friday“ am 3. Juli stellt er seinen Radplaner vor.


Widerstand gegen neue Leitlinie zum RadEntscheid

Ein gemeinsamer Antrag von CDU und SPD, dem auch AfD, Essener Bürgerbündnis und FDP zugestimmt haben, relativiert die ursprünglichen Ziele. Diese seien aktuell nicht haltbar, so die Antragsteller Fabian Schrumpf und Philipp Rosenau. Der RadEntscheid müsse einem „Realitätscheck“ unterzogen und an die tatsächlichen Mobilitätsbedürfnisse sowie die finanziellen und personellen Möglichkeiten der Stadt angepasst werden.

Die neue Leitlinie des Rats der Stadt Essen zum RadEntscheid stößt in Werden auf Widerstand. „Eine traurige Geschichte ist das. Die wollen jetzt alles zurückdrehen“, findet der Werdener Stadtplaner Michael Happe. Barbara Vlijt schließt sich der Kritik an. Beide unterstützen das erneute Unterschriftensammeln, mit dem der RadEntscheid so umgesetzt werden soll, wie es der Bürgerentscheid im August 2020 formuliert hatte.


Siebenjähriger Fritz Wattenberg erschwimmt Gold

Im Wasser ist Fritz Wattenberg in seinem Element – ob im Urlaub am Meer mit seinen Eltern in Spanien oder im Schwimmbad in Werden. Der Siebenjährige liebt das kühle Nass und schwimmt längst nicht mehr nur zum Spaß: Jüngst hat er sogar das Goldene Schwimmabzeichen abgelegt. „Damit ist er wohl einer der Jüngsten“, sagt Papa Christian stolz.


Diskussion über Social-Media-Verbot am Mariengymnasium

Der Pausengong ertönt, doch die rund 400 Schüler im Forum des Mariengymnasiums bleiben einfach sitzen. Schülersprecher Elias Jaudschus hatte darum gebeten, die Podiumsdiskussion mit Nathanael Liminski, NRW-Minister für Bundes-, Europa- und internationale Angelegenheiten sowie Medien, und Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen nicht zu unterbrechen. Thema war die womöglich folgenreichste Debatte ihrer Generation: Sollen Instagram, TikTok und Co. für unter 16-Jährige verboten werden?


Pfingst Open Air soll weiter gefördert werden

Das Pfingst Open Air im Löwental soll auch in den kommenden Jahren stattfinden können. Der Kulturausschuss der Stadt Essen hat empfohlen, das Festival in den Jahren 2027 bis 2029 mit jeweils 350.000 Euro zu fördern. Insgesamt würde sich die Unterstützung damit auf 1,05 Millionen Euro belaufen.