26 März

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 13/2026: Stoff- und Tuchmarkt lockt, Brückensanierung verzögert und Selbsthilfegruppe geplant

Stoff- und Tuchmarkt lockt Besucher in die Altstadt

Beste Stimmung herrschte am Sonntag bei den Händlern an den Ständen des deutsch-holländischen Stoff- und Tuchmarkts, die sich auf dem Schulhof des Gymnasium Werdens an der Joseph-Breuer ausgebreitet haben. Aber auch die Geschäftsleute in der Werdener Altstadt freuten sich über die Besucherströme, die der Markt mit Hilfe des sonnigen Frühlingswetters angelockt hat.

„Solche Tage brauchen wir als Einzelhändler einfach“, unterstreicht Julian Frielingsdorf, Mitinhaber der beiden „Catwalk“-Boutiquen an der Grafenstraße, die Wichtigkeit von verkaufsoffenen Sonntagen wie diesen aus Einzelhändlersicht . „Nach dem Weihnachtsmarkt ist der Stoff- und Tuchmarkt die größte Attraktion. Der Herbstmarkt ist sogar noch stärker.“

Gewesen, möchte man ergänzen, denn dieses Jahr müssen die Einzelhändler der Werdener Altstadt genauso wie die Besucher wohl auf diese Tradition verzichten. Der Grund: „Auf dem Schulhof sind massive Umbaumaßnahmen geplant“, berichtet Marko Krstic, Geschäftsführer der Expo Event Marketing GmbH, die den Markt ausrichtet. „Uns fehlt daher die Planungssicherheit – und es hat sich niemand bemüht, diese herzustellen“, sagt er insbesondere mit Blick auf dem Werdener Werbering. Vor allem von dessen Vorsitzenden fühl er sich im Stich gelassen. „Die Kommunikation war unterirdisch.“ Doch der Werbering widerspricht.


Sanierung der Gustav-Heinemann-Brücke verzögert sich weiter

Der Beginn der geplanten Sanierung an der Gustav-Heinemann-Brücke verschiebt sich weiter: Zuletzt hatte die Stadt Essen angekündigt, dass die umfangreichen Arbeiten in diesem Frühjahr beginnen sollen. Doch daraus wird nichts: Die Verwaltungsmühlen mahlen bekanntlich langsamer, so dass die Stadt Essen jetzt mit kommendem Herbst für den Baustart anvisiert. Es fehlen Papiere der der Bezirksregierung Düsseldorf, ohne die man nicht starten kann, heißt es vonseiten der Stadt Essen zur Begründung für die Verzögerung.


Miriam Stehling plant neue Selbsthilfegruppe in Essen

Rein äußerlich beeindruckt Miriam Stehling durch ihre klare, unerschütterliche Präsenz. Seit einem Jahrzehnt führt sie die Velberter Stehling Stanztechnik GmbH gemeinsam mit ihrem Bruder in dritter Generation, trägt damit die unternehmerische Verantwortung für Belegschaft und Kundenstamm. Sie tritt verbindlich auf und beherrscht das – nach eigener Aussage – perfekt antrainierte Lächeln.

Eine Depression ist kein lauter Knall, kein plötzlicher Bruch, sondern eher ein feiner Riss im Fundament des Lebens: Anhaltende Niedergeschlagenheit, Verlust von Freude und Interesse oder Selbstzweifel. Das Gefühl, keine Energie mehr zu haben, ist oft begleitet von der Antriebslosigkeit, Alltägliches wie Aufstehen, Einkaufen oder das Beantworten von Nachrichten zu erledigen. Anhaltende Müdigkeit, trotz ausreichenden Schlafs. Irgendwann erscheint die Welt wie durch ein trübes Glas betrachtet: farblos, distanziert und merkwürdig fremd. Sie plant ein neuartiges Projekt in Essen: eine Selbsthilfegruppe für Betroffene und Angehörige.

„Die Selbsthilfegruppen sind geschützt, was ja grundsätzlich gut ist. Ich möchte beide zusammenbringen: ein gemeinsamer Auftakt, dann getrennter Austausch in Gruppen und am Ende ein Zusammenkommen. Die Einsicht muss bestenfalls von einem selbst kommen“, betont Stehling.


SC Werden-Heidhausen mit kämpferischem Auftritt

Der Fußball-Landesligist SC Werden-Heidhausen zeigte sich kämpferisch von seiner besten Seite, war aber spieltechnisch unterlegen.

Die Damen kamen zu einem hart erkämpften Auswärtserfolg. Die 2. und 3. Herren rutschten aus den Aufstiegsrängen, doch da ist noch nichts verloren. Vor Ostern steht eine englische Woche an.


Besonderer Jahrgang am Mariengymnasium

„Keiner war sich so richtig sicher, was wir überhaupt sind.“ Mit diesen Worten beschreibt Lina Stachow die anfängliche Verwirrung, die die 19-Jährige und ihre Mitschülerinnen und Mitschüler im sogenannten Bündelungsjahrgang am Werdener Mariengymnasium erlebten.

Ihr Jahrgang ist eine Besonderheit im nordrhein-westfälischen Bildungssystem, denn er entstand im Zuge der Umstellung von G8 auf G9. Er sollte Schülerinnen und Schülern den Wechsel auf ein Gymnasium erleichtern oder diejenigen auffangen, die den Übergang in die gymnasiale Oberstufe nicht direkt schafften.

12 März

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 11/2026: Kunstrasen, Studierendenwohnheim, Verkehrspolitik und ein Buchhandlungspreis

Buchhandlungspreis aus Protest abgelehnt

„Das war eine wilde Woche“. Das Telefon stand kaum still bei Dennis Hasemann, nachdem er aus Protest gegen politische Einflussnahme den Buchhandlungspreis abgelehnt hatte. Die mediale Aufmerksamkeit, die ihn „ziemlich im Mittelpunkt“ stehen ließ, sei „echt anstrengend“ gewesen.

Zahlreiche Medien, kontaktierten Hasemann, dem Deutschlandfunk gab er am vergangenen Dienstag ein live im radio ausgestrahltes Interview. Auch die Branchenpresse wie das Börsenblatt berichtete mehrfach.


Kunstrasen im Löwental wird erneuert

Im Sommer hat die Sanierungsbedürftigkeit des Kunstrasens im Löwental ein Ende. Der Ausschuss für Sport- und Bäderbetriebe Essen (SBE) hat die „Erneuerung des Kunstrasens auf dem Kunstrasengroßspielfeld und Jugendspielfeld der Sportanlage Im Löwental“ beschlossen.

Vor dem größten Feriencamp in Nordrhein-Westfalen, ausgerichtet vom SC Werden-Heidhausen im Löwental im August, sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, so Sebastian Paas, Jugendleiter des Vereins.


Ehemalige Jugendarrestanstalt wird Studierendenwohnheim

Früher brummten Jugendliche, die etwas ausgefressen haben, hier ihre Zeit auf Staatskosten ab. Bald sollen hier junge Menschen leben, die vornehmlich an der Folkwang Universität studieren. Die ehemalige Jugendarrestanstalt (JVA) in Werden, ein geschichtsträchtiges Denkmal aus dem Jahr 1912, erlebt derzeit eine bemerkenswerte Transformation. Unter der Federführung von Architekt und Stadtplaner Thomas Deilmann wird das ehrwürdige Gebäude zu einem modernen Studierendenwohnheim umgebaut.

Ein Projekt, das nicht nur dringend benötigten Wohnraum für junge Menschen in akademischer Ausbildung schafft, sondern auch ein bedeutendes Stück regionaler Geschichte bewahrt und mit neuem Leben füllt. Diese anspruchsvolle Sanierung wird unter anderem von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz mit 100 000 Euro unterstützt, wobei dieser Betrag explizit für die umfassende Instandsetzung des Daches vorgesehen ist.


Verkehrspolitik: Was wird aus dem Radweg?

Die rot-schwarze Koalition will die Prioritäten im Straßenverkehr verschieben. Hatte bislang, nicht zuletzt auch mit Blick auf den fraktionsübergreifenden Ratsbeschluss zum Radentscheid, der Ausbau des Radverkehrs im Vordergrund gestanden, rückt man nun den Fokus wieder auf die Sanierung vorhandener Straßen und Brücken, die vornehmlich dem Autoverkehr dienen. Doch was bedeutet das für den geplanten Radweg zwischen Werden und Velbert entlang der B224?


Vom Operationssaal in den „Ayurveda Space“

„Ich fresse einen Besen, wenn mir das hilft.“ Dieser Satz markiert einen Wendepunkt im Leben von Iris Rupprecht. Er steht für den Beginn einer tiefgreifenden persönlichen und beruflichen Veränderung, die die aus Essen stammende Fachärztin für Viszeralchirurgie – will heißen: Bauchchirurgie – vom Operationssaal in ihre eigene Praxis für Ayurveda und ganzheitliches Coaching führte.

Iris Rupprecht – Fachärztin für Viszeralchirurgie

In ihrem „Ayurveda Space“ im Tor 3 an der Ruhrtalstraße bietet sie nun einen Raum für Menschen, die einen anderen Weg zu mehr Wohlbefinden suchen.


SC Werden-Heidhausen: Wichtiger Punkt im Abstiegskampf

Der stark ersatzgeschwächte Landesligist SC Werden-Heidhausen konnte in Duisburg unter großen Anstrengungen ein Remis erzielen. Sogar ein wenig Glück war vonnöten. Umso wichtiger, dass so ein Konkurrent im Abstiegskampf auf Distanz gehalten werden konnte. Die Damen siegten überzeugend und überholten den Gegner in der Tabelle. Zwote und „Dreite“ bleiben im Aufstiegsrennen und die „Bierte“ ergatterte spät einen Zähler.

05 März

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 9/2026: Alte Post, Stadtteilpflege, Bischofsbesuch und Sport

Zukunft der „Alten Post“ bleibt ungewiss

Die Zukunft der „Alten Post“ in der Hufergasse scheint ungewiss: Ob und wann die Pläne für einen Neubau mit Büros, Wohnungen und Einzelhandel – und damit auch das anvisierte Parkhaus auf dem gegenüberliegenden Lehrerparkplatz – realisiert werden, steht in den Sternen. „Das Vorhaben und die damit verbundenen Arbeiten sind vorübergehend ruhend gestellt“, formuliert Burkhard Leise, Sprecher der Stadt Essen. „In Absprache mit dem beteiligten Investor sind noch wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu klären.“ Bewegung kam nur kürzlich durch ein Feuer im Gebäude auf.


Stadtteilpfleger sorgt für Sauberkeit – Zukunft der Stelle offen

„Ich fühle mich gebraucht.“ Seit fünf Jahren kümmert sich Udo Lieder als Stadtteilpfleger um Sauberkeit und Ordnung in der Werdener Altstadt. Zwischen Werdener Wehr und Porthofplatz zieht er dreimal die Woche seine Runden, sammelt Zigarettenkippen, achtlos hingeworfenen Verpackungen oder herumliegende Kartonreste auf.

Ein Job, den die Werdenerinnen und Werdener honorieren: „Viele bedanken sich bei mir“, freut sich der 55-Jährige. „Die Leute merken, dass es durch ihn sauberer wird“, bestätigt Theo Körber vom Werdener Bürger- und Heimatverein. Seit das Jobcenter vor zwei Jahren die Förderung des Projekts eingestellt hat, finanziert der Traditionsverein die Stelle aus eigener Tasche. „Bis nächstes Sommer nächsten Jahres ist die Stelle gesichert“, betont Körber. Doch danach droht dem Stadtteilpfleger das aus: Dem Verein fehlen schlicht die Mittel.


Bischof Overbeck diskutiert mit Oberstufenschülern

„Man muss für die Freiheit einstehen.“ Die klare Botschaft brachte der Essener Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck den Oberstufenschülerinnen und -schülern des Mariengymnasiums Werden am Mittwochvormittag mit.

In seiner Funktion als Militärbischof für die Deutsche Bundeswehr stellte er sich den Fragen der Jugendlichen zu aktuellen gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen. Die Notwendigkeit, sich für Freiheit, Demokratie und Recht einzusetzen, zog sich wie ein roter Faden durch die Veranstaltung.


Neues Tapas-Angebot am Werdener Ruhrufer

„Wir bringen ein wenig spanisches Flair an die Werdener Wiesn“, freut sich Ervis Kotka, der ab sofort den dortigen Food Truck führt. Damit bleibt der Biergarten am Ruhrufer kulinarisch international: Nach einer italienischen und einer ungarischen Saison folgt nun das Tapas-Angebot von „Buena Vida“.


Buchhandlung Schmitz lehnt Deutschen Buchhandlungspreis ab

Die Werdener Buchhandlung Schmitz lehnt die Auszeichnung mit dem diesjährigen Deutschen Buchhandlungspreis aus Protest gegen den Umgang von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) mit der aktuellen Preisrunde.

Auslöser sind drei Buchhandlungen, denen der bereits von einer unabhängigen Fachjury zugesprochene Preis nachträglich verwehrt wurde. Das Staatsministerium begründet dies damit, dass es bei diesen drei Häusern „verfassungsrechtliche Erkenntnisse“ gebe. Hasemann sieht darin einen „massiven politischen Eingriff in unsere Freiheit“.


SC Werden-Heidhausen: Niederlage in der Liga, Erfolg im Pokal

In der Landesliga zahlten die 1. Herren des SC Werden-Heidhausen gegen starke Budberger kräftig Lehrgeld und unterlagen zuhause 0:3, erreichten aber im Pokal mit einem 3:1 gegen den Vogelhemer SV das Halbfinale und sind somit für den nächsten Niederrheinpokal qualifiziert.

05 Feb.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 06/2026: Hilfe, Förderung und Diskussionen

Spendenaktion für ukrainische Partnerschule

Aus einer Idee im Klassenraum wurde eine wirksame Hilfe. „Wir haben gemeinsam mit den Schülern der Klasse 9a überlegt, was man den Schülern unserer Partnerschule in der Ukraine, dem Lyzeum Nr. 7 in Riwne, Gutes tun könnte, und haben dann eine Spendenaktion gestartet“, erzählt Geschichtslehrer Malte Knapp. „In einer ersten Sammelaktion haben die Schüler nützliche Alltagsgegenstände wie Schreibutensilien und Hygieneprodukte mitgebracht. Sachen, worüber sich die notleidenden Schüler in der Ukraine freuen.“ Die gesammelten Spenden wurden von Wolfgang Kintscher und seinem Team vom Essener Verein „Ukraine wir kommen“ in die Ukraine gefahren und dort feierlich übergeben.


Bezirksvertretung unterstützt Bollerwagenumzug

Die Bezirksvertretung IX Werden, Schuir, Bredeney und Kettwig (BV) hat in ihrer letzten Sitzung das neue Haushaltsjahr beschlossen. Dabei wurde der Zuschuss zum Bollerwagenumzug von 500 auf 3000 Euro aufgestockt – nach Angaben der Veranstalter sichert das den Zug; drei Feste in Kettwig erhalten zudem 6000 Euro Unterstützung. Die traditionelle Altweiberfeier der AWO erhält 50 Euro. Ein Arbeitskreis, der sich aus Mitgliedern der BV und Vertretern der Verwaltung zusammensetzt, empfiehlt in diesem Bereich eine Reduzierung der Mittel für „Zuwendungen an Dritte“ auf 16 315 Euro, wobei insbesondere bei den Stadtfesten jeweils eine Förderung von 2000 Euro vorgesehen ist, statt – wie gewünscht – 4000 Euro.


Anhaltende Diskussion um Forensik-Standort

Die Diskussion um die geplante Forensik, die der Landschaftsverband Rheinland (LVR) im Auftrag des Landes NRW in Heidhausen bauen möchte, reißt auch nach dem Bürgerdialog vor gut einer Woche nicht ab. Die FDP Werden wirft den Entscheidungsträgern falsche Prioritäten bei der Wahl des Standorts und mangelnde Transparenz vor, auch die hiesige CDU lehnt die Planungen ab. Im Essener Norden indes zeigt sich mancher verwundert über diese Diskussion im beschaulichen Süden.


Männer reden über Gefühle: „Mann, lass mal reden“

Ein kühler Montagabend im Wesselswerth. Im „Karst´s Gesundheitspunkt“ stehen heute nicht maßgeschneiderte Behandlungspläne im Mittelpunkt, sondern Stühle. Darauf sitzen überwiegend Männer, vereinzelt auch Frauen, zwischen Ruderbank und Ergometer. Und sprechen über Dinge, die sie meistens für sich behalten: Unsicherheiten, Körpergefühl oder emotionale Bedürfnisse. In der zwölften Ausgabe der Essener Gesprächsreihe „Mann, lass mal reden“ erzählt der Physiotherapeut und Extremsportler Fabian Karst von seinem Lebensweg und dem, was ihn jeden Tag zu Höchstleistungen anspornt. Der Inhaber des Gesundheitszentrums spricht dabei auch über seine Grenzen und betont, dass Bewegung für ihn weit über reine Fitness hinausgeht, ihm als seelische Stütze und notwendige Kraftquelle für seinen fordernden Berufsalltag in der Verantwortung als Unternehmer dient.


SCWH unterliegt deutlich zum Auftakt

Das einzige Ziel des SC Werden-Heidhausen in der Landesliga kann nur Klassenerhalt heißen, nicht mehr, aber auch nicht weniger. In der Mintarder Aue kam der SC jetzt unter die Räder.: Bei DJK Blau-Weiß Mintard unterlagen die 1. Herren mit 5:0.


Tour über den Ruhrtalradweg durch Werden

22 Jan.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 04/2026: Neue Jahresprogramme, neue Fahrschule neue Ausstellung und ein Neujahrsempfang

Geschichts- und Kulturverein sowie Heimatverein präsentieren neues Jahresprogramm

Zwischen der dramatischen Weltumrundung einer Frau am Steuer eines Automobils in den 1920er-Jahren und den verzweifelten Bittschreiben jüdischer Familien an den Vatikan spannt sich im kommenden Jahr der thematische Bogen des Geschichts- und Kulturvereins Werden und der Werdener Bürger- und Heimatvereins. Geschichte lebendig zu erzählen und große Fragen anhand konkreter Schicksale und regionaler Bezüge verständlich zu machen ist das Anliegen der beiden hiesigen Traditionsvereine.

An jedem zweiten Dienstag im Monat – außer in den Schulferien – haben die Experten jeweils um 19.30 Uhr in der Aula des Gymnasiums Werden, Grafenstraße 9, ihren großen Auftritt.


Dritte Fahrschule unter dem Namen Schmitz eröffnet

Es ist die dritte Fahrschule, die Kai Schmitz unter dem Namen seines Vaters Rolf in der Grafenstraße eröffnet. Der Ort gefiel ihm schon immer. Und dies trotz der Zurückhaltung bei den Anmeldungen, die spürbar ist. „Die meisten haben irgendwo aufgeschnappt, dass es billiger werden soll“, sagt er ruhig. Doch was genau geplant sei, wüssten die wenigsten – schon deshalb, weil man seit Oktober letzten Jahres in der Findungsphase ist.

„Ende März werden sich die Verkehrsminister der Länder in der Konferenz zusammensetzen und für die Bundesebene die in ihren Gremien erarbeiteten Vorschläge einbringen. Die frühestmögliche Änderung würde also Ende 2026 oder 2027 kommen.“ Grundsätzlich erwarte er nach der Änderung des Gesetzes nur eine minimale Verbilligung des Führerscheins: Denn es werden vielleicht nur noch sechs statt zwölf Sonderstunden vorgeschrieben sein. Die Theorie könnte online absolviert werden. Doch wie lange jemand braucht, um die Reife zur Prüfung zu haben,


Schachfreunde Werden feiern außergewöhnlichen Erfolg

Die Schachfreunde Essen-Werden sind längst mehr als ein Traditionsverein, sie sind eine Talentschmiede. Rund 130 Mitglieder zählt der Club, etwa 50 davon sind Kinder und Jugendliche – damit sind die Werdener mittlerweile der größte Schachverein in Essen.

Gekrönt wurde diese Entwicklung jüngst durch den Gewinn der Deutschen Jugendvereinsmeisterschaft im U20 der Mädchen– ein Erfolg, wie es ihn in Werden und seit Jahrzehnten in Essen kaum gegeben hat.

„Wie alles: harte Arbeit“, sagt Jugendwart Stefan Hütte trocken, wenn man ihn nach dem Geheimnis hinter dem Höhenflug fragt. Hütte, 56 Jahre alt, Steuerberater von Beruf und seit Jahrzehnten im Verein verwurzelt, leitet die Jugendarbeit mit einem klaren Doppelziel: sportliche Spitze und soziale Stärke. „Wir wollen natürlich gut sein“, sagt er, „aber wir wollen auch das Teambuilding nicht vernachlässigen.“


Zonta-Benefizkonzert für Folkwang-Stipendien

Die beiden Essener Zonta-Clubs laden am Mittwoch, 11. Februar, in die Neue Aula der Folkwang-Universität der Künste zu einem Benefiz-Konzert ein. Der Abend soll neun weitere „Deutschland-Stipendien“ ermöglichen, die an „begabte und leistungsfähige“ Folkwang-Studentinnen vergeben werden. Gestaltet wird das Programm von den diesjährigen Stipendiatinnen.

Sie treten auf mit Geige, Fagott, Cello, Bratsche, es gibt eine Mezzosopranistin und Talente aus den Bereichen Musical, moderner Tanz und Jazz zu erleben. Und eben auch Schlagzeugerin Polina Bataeva. Die wirbelt auf Marimba, Snare Drums und Kesselpauken. Seit 2024 absolviert die gebürtige Moskauerin in Essen ein Masterstudium bei Professorin Katarzyna Myćka. Im Sommer steht das finale Konzertexamen an: „Ein großer Tag, der viel Vorbereitung benötigt.“


Kunstverein Kunstwerden zeigt kritische Ausstellung zum Fleischkonsum

Wer einer Kuh auf dem Weg zur Schlachtung in die Augen sieht, erblickt darin lautlose Tränen extremer Todesangst. Die feuchten Augen der Schlachttiere spiegeln das stille Grauen vor dem sicheren Tod. In den Schlachthöfen schreit dieses Entsetzen aus jedem Blick, noch bevor das kalte Eisen ihre Haut berührt, der erste tödliche Schlag sie trifft.

In der Ausstellung „Kühe sehen – meet your meat“ im Kunstverein Kunstwerden konfrontieren die Künstler Carina Hommel, Julian Baer, Christiane Voigt und Thomas Hannappel das Publikum direkt und eindringlich mit der Herkunft des eigenen Fleischkonsums – ohne jede beschönigende Distanz.

zur Website der Veranstaltung


SC Werden-Heidhausen mit Fairness-Preis ausgezeichnet

Der SC Werden-Heidhausen erreichte bei den 30. Essener Hallenfußballmeisterschaften den finalen Tag. In der Runde der besten Acht verkauften sich die Löwentaler gut. Alles in allem gab es in der diesjährigen Hallensaison nur ein einziges Spiel, wo die Werdener nicht mithalten konnten. Stolz können sie auf eine ganz besondere Ehre sein.

An einem Tag mit vielen hitzigen Konflikten, nickeligen Fouls und sogar einem skandalösen Spielabbruch holten sie sich den Titel der fairsten Mannschaft in Essen. Was Trainer Danny Konietzko so kommentierte: „Als Mannschaft zum wiederholten Mal den Fairness-Preis zu bekommen, zeigt gewisse Werte zu vertreten, die heutzutage sicherlich keine Selbstverständlichkeit mehr sind.“


Ehrung für André Ströttchen beim Neujahrsempfang

Ein besonderer Moment für André Ströttchen: Der Vorstandssprecher vom ERRV Essener Ruder- und Regattaverein nahm auf dem gemeinsamen Neujahrsempfang der Essener Sport- und Bäderbetriebe (SBE) und des Essener Sportbundes (ESPO) im Congresscenter Essen von Kevin Kerber, 2. Vorsitzender des ESPO, eine Ehrung für sein herausragendes Engagement entgegen. Für diese Auszeichnung hatten ihn seine Vorstands- und Ruderkollegen vorgeschlagen.

Seit nunmehr über zwei Jahrzehnten engagiert sich André Ströttchen mit außergewöhnlichem Einsatz für den Essener Rudersport. Seine ehrenamtliche Laufbahn begann im Jahr 2005 als Trainer beim Essen Werdener Ruderclub. Es folgten zahlreiche weitere Aufgaben und Ämter, unter anderem als Ruderwart, Sportwart und stellvertretender Vorsitzender.


Spektakulär: die Polarlichter über Werden