20 Feb.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 8/2025: Werden leuchtet, Wohnbauprojekte und 40 Jahre Kultur

Schriftzug am Ortseingang erneut installiert

„Werden“ leuchtet wieder: Das Team von Elektronik Walz hat am Dienstagabend den Schriftzug wieder an den Ortseingang, über die Abteistraße gehängt. Vier Monate lang mussten die Werdener auf das leuchtende Wahrzeichen verzichten, das in dieser Zeit aufwendig saniert worden ist. Wer nun also über die Gustav-Heinemann-Brücke in Richtung Velbert durch Werden fährt, wird nun wieder – wie seit 25 Jahren – durch die Buchstaben, die den Ortsnamen ergeben und abends sogar hell erstrahlen, begrüßt.

Nun ja – fast wie seit 25 Jahren: Denn die rund 560 Glühbirnen, die die Buchstaben des Schriftzugs bislang zum Leuchten gebracht haben, gehören der Vergangenheit an. Das Team von Elektronik Walz hat die störanfälligen Birnen durch wetterfeste Leuchtstreifen ersetzt. Am heutigen Freitag, 18 Uhr, nimmt Bezirksbürgermeisterin Gabriele Kipphardt den Schriftzug offiziell wieder in Betrieb.


Diskussion um Nachnutzung des Sportplatzes Am Volkswald

Wie geht es weiter mit der Fläche des einstigen Sportplatzes Am Volkswald? Die Diskussion um die Nachnutzung des Areals scheint kein Ende zu nehmen. Die von der Bezirksvertretung jüngst favorisierte Kombination aus Trendsport-Anlage und Waldkindergarten scheint jedenfalls wieder in die Ferne gerückt zu sein – das deutet eine Vorlage der Verwaltung an, über die die Bezirksvertretung am kommenden Dienstag in ihrer Sitzung diskutiert.

Auch der Waldkita-Träger bestätigt: In diesem Jahr wird es wohl nichts mehr mit der Eröffnung. Den Dirt-Bike-Parcours sieht die an diesem Standort indes gar nicht für realisierbar.


Wohnbauprojekt an der Ruhrtalstraße geplant

Ernst Peter Altschaffel von der „Nawobau“ möchte an der Ruhrtalstraße bauen, um ein aus seiner Sicht attraktives Wohnangebot zu schaffen. Modernste Technik helfe mit, Energie zu sparen. So seien KFW 40 Effizienzstandards geplant. Hier sollen Anlagen zur kontrollierten Wohnraumlüftung (KWL) zum Einsatz kommen. Das System entzieht der verbrauchten Raumluft Energie und nutzt diese zum Erwärmen der zugeführten kalten Außenluft. Unterstützt wird dies durch eine Photovoltaik-Anlage mit Speicher. Das hilft mit, die Heizkosten zu senken.

Doch die Kritik lässt nicht auf sich warten: Beim aktuellen Bauvorhaben entstehe kein „bezahlbarer“ Wohnraum, so Estelle Fritz vom „Bündnis Grüne Lungen für Essen“. Außerdem liege laut Starkregenkarte der Stadt Essen dieser Abschnitt der Ruhrtalstraße in einem sehr starkregenbelasteten Gebiet.


SC Werden-Heidhausen siegt gegen Duisburger FV 08

Daheim an der Paul-Esch-Straße ist der Duisburger FV 08 eine Macht. Trainer Mustafa Öztürk gab sich deshalb zuversichtlich. Im Hinspiel sei man die bessere Elf gewesen und habe trotzdem mit 1:3 verloren: „Diesmal sind wir so weit, dass wir sie schlagen können.“

Es sah auch verdammt lange so aus, als ob die Löwentaler sich die zweite Saisonniederlage fangen könnten. Der SC Werden-Heidhausen erkämpfte sich trotz anfänglichem 0:1-Rückstand einen Arbeitssieg und thront weiter an der Tabellenspitze der Bezirksliga: Am Ende stand es in Duisburg 2:1 aus Sicht des SCWH.


Velvet Quartet im Bürgermeisterhaus.

40 Jahre Kultur im Bürgermeisterhaus

Seit 40 Jahren ist das Bürgermeisterhaus eine feste Größe im Werdener Kulturleben. Am 9. März 1985 begann das Programm mit einem klassischen Konzert. Und im gleichen Jahr wurde eine weitere Fährte gelegt: Der heutige Intendant und Geschäftsführer, Carsten Linck spielte dort ebenfalls mit Volker Niehusmann als „Folkwang Gitarrenduo“: „Es war das Beste in jungen Jahren und ich habe mich sofort zuhause gefühlt. Nun bin ich am schönsten Arbeitsplatz von Essen.“

Damals lud Agnes Wallek das Duo ein, das Francesco da Milano, Bach-Suiten, Anton Webern, Daniel Lesur, Eigenkompositionen und John Lennon/McCartneys „Yesterday“ – somit Musik aus vielen Jahrhunderten im Programm hatte. Das beschreibt auch so ziemlich die Bandbreite, die im Bürgermeisterhaus seit 40 Jahren ertönt.


Der Frühling bahnt sich auch in Werden an…

13 Feb.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 7/2025: Demokratie, Radwege und Abschied vom Herrenausstatter

Zeichen für Demokratie auf dem Brehm

Rund 100 Menschen folgten dem Aufruf, am vergangenen Samstag auf dem Brehm ein Zeichen für Demokratie und Wahlbeteiligung zu setzen. Manche setzten gar ihre Unterschrift aufs Banner. „Demokratie war lange zu selbstverständlich“, so Organisatorin Christiane Gregor.


Radweg zwischen Werden und Velbert: Verzögerungen trotz Beschluss

Der Rat der Stadt Essen hat bereits im August 2020 im Zuge des Radentscheids beschlossen, dass zwischen Werden und Velbert ein Radweg entstehen soll. Doch seitdem hat sich wenig getan. Nicht nur, dass mit dem Bau fast ein halbes Jahr später noch nicht begonnen wurde – auch die lange angekündigte Machbarkeitsstudie ließ auf sich warten. Am gestrigen Donnerstag lag sie endlich dem Ausschuss für Mobilität und Verkehr zur Entscheidung vor. Überraschungen gab es keine: Die Studie empfiehlt die Errichtung von Radwegen auf beiden Seiten der Fahrbahn – auch wenn dies Parkplätze kosten wird.


Herrenausstatter „Montino“ schließt resigniert nach neun Jahren

Neun Jahre lang war Julian Frielingsdorf mit seinem Modegeschäft „Montino“ eine feste Größe in der Werdener Altstadt. Doch damit ist bald Schluss: Die Boutique an der Hufergasse, Ecke Grafenstraße, steht vor der Schließung, der Räumungsverkauf hat bereits begonnen. Damit verliert die Altstadt ihren letzten verbliebenen Herrenausstatter. Inhaber Julian Frielingsdorf erklärt resigniert: „In der Hufergasse ist nichts mehr los.“ Dennoch will er Werden treu bleiben. „Ich bin doch ein alter Werdener.“


SC Werden-Heidhausen übernimmt Tabellenführung

Der SC Werden-Heidhausen hat die Tabellenführung der Bezirksliga übernommen. Während die Konkurrenz ihre Spiele verlor, siegten die Werdener deutlich gegen Kellerkind FSV Duisburg. Die verjüngte Reserve gewann souverän in Altenessen, während Damen und Dritte Testspielniederlagen hinnehmen mussten.


Werdener Karneval der 50er: Verbot nach Eskalation

„Karneval in den 50ern? Ich durfte da nicht hin! Wir waren anständige Leute!“ – „Sodom und Gomorrha war da noch eine harmlose Umschreibung.“ Mit solchen Zeitzeugenberichten schilderte Heimatforscher Norbert Fabisch in der gut gefüllten Aula des Gymnasiums Werden die turbulente Geschichte des Werdener Karnevals in den 50er Jahren.

Auf Einladung der Werdener Traditionsvereine erklärte er, warum die Feierlichkeiten in der Nachkriegszeit so eskalierten, dass sie schließlich verboten wurden.

Als Höhepunkt des Abends enterten schließlich die „Aule Wiewer“ die Bühne und übernahmen das Kommando.


Grüße aus der Vergangenheit: der Ludgerusbrunnen

Der Ludgerusbrunnen wird 1978 gebaut.
Feierlichkeiten am Brunnen.
Damals wie heute: ein einladender Ort für Kinder.
Der Brunnen kommt mit Figur auf eine Höhe von 3,90 m.
06 Feb.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 6/2025: Ludgerusbrunnen, Bundestagskandidat, Golf und Spielplätze

Ludgerusbrunnen in Werden: Sehnsucht nach der sprudelnden Attraktion

Es ist nicht so lange her, da hat Monika Reinhardt stets Freude empfunden, wenn sie aus dem Schaufenster ihres Eiscafés Kika‘s geschaut hat: Schließlich steht dort der stolze Ludgerusbrunnen, der an warmen Tagen Abkühlung bietet und Kindern auch als Spielgelegenheit dient, während die Eltern draußen vorm Café ein Eis oder ein Heißgetränk genießen. Nun umgibt schon seit über zwei Monaten ein wenig ansehnlicher Bauzaun den derangierten Brunnen, der seitdem auf seine Reparatur wartet.

Dabei sei dieses Wahrzeichen Werdens so wichtig, nicht nur für ihr Café, sondern für den gesamten Stadtteil, ist Reinhardt überzeugt: „Ich hoffe, dass der Brunnen zum 1. April, spätestens zu Ostern wieder sprudelt.“ Ob sich ihre Hoffnung bewahrheitet, kann die Stadt zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht sagen: Ein Konzept für die Restauration werde aktuell entwickelt, heißt es aus dem Essener Rathaus.


Albert Ritter als SPD-Bundestagskandidat: Vom Glühweinstand zum Wahlkampfzirkus

Die Umfragewerte sehen nicht allzu gut aus für die SPD. Aber schlechte Laune verbreiten ist die Sache von Schaustellern nicht. Allein schon deshalb ist es wohl nicht die schlechteste Wahl, dass die hiesige SPD mit Albert Ritter den wohl einflussreichsten Schausteller Europas als Bundestagskandidat nominiert hat. Den Glühweinstand hat der 71-Jährige nun also gegen den Wahlkampfzirkus eingetauscht. In der vergangenen Woche ist er auch ins Werdener Löwental gekommen, um sich im Vereinsheim des SC Werden Heidhausen vorzustellen.


Golftraining für Sechstklässler: Kooperation zwischen Gymnasium Werden und Golfclub

Eine Kooperation zwischen dem Gymnasium Werden und dem Golfclub Essen-Heidhausen ist gestartet: In der Turnhalle des Gymnasiums konnten Schülerinnen und Schüler der Klasse 6 auf einem Parcours das Chippen und Putten üben, und sogar für das „lange“ Golfspiel gab es eine riesige Dartscheibe an der Turnhallenwand.


Spielplätze in Werden: Kaum Angebote für knapp 3500 Kinder

Knapp 1300 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren wohnen in Werden, gibt es das für Statistik, Stadtforschung und Wahlen mit Stand vom 31. Dezember 2024 aus. Hinzu kommen rund 1140 Heidhauser, 714 Fischlaker und 280 Schuirer Kinder und Jugendliche. Dass es für diese knapp 3500 Kinder und Jugendliche – gerade für die jüngeren unter ihnen – keine Spielmöglichkeiten gibt, mag verwundern. Ein Werdener Bürger wunderte sich so sehr darüber, dass er sich deshalb an die Stadt Essen gewandt hat. Mit dieser Bürgereingabe hat sich nun die Bezirksvertretung beschäftigt – dort sieht man diesbezüglich jedoch wenig Handlungsbedarf.


Andreas Kempin: Verabschiedung des langjährigen Basilika-Kantors

Während seiner fast 33 Jahre im Dienst der Kirchenmusik hat Andreas Kempin tonangebende Ereignisse gestaltet und unzählige Lebenswege musikalisch begleitet. Es wird nun seltener werden, dass er Klangwolken aus Musik von Chören und Orgel über das Publikum schiebt: Der langjährige Kantor und Organist der Basilika Werden wird am kommenden Sonntag, 9. Februar, 10 Uhr, mit einem Dankgottesdienst offiziell verabschiedet.


Cartoon: Thomas Plaßmann
30 Jan.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 5/2025: Gedenken, neue Bücher und sportliche Erfolge

Gedenken an die Befreiung von Auschwitz

Anlässlich des 80. Jahrestags der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz organisierten Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Werden in der Alten Synagoge Essen eine Gedenkveranstaltung. Auf dem Foto ist der Kammerchor des Gymnasiums zu sehen, der den 2. Satz aus den „Chichester Psalms“ von Leonard Bernstein aufführt.


Heidhausen: Streit um neue Bauprojekte

„Der eigentliche Skandal ist, dass wir zwei große Gebäudekomplexe haben, die verfallen, während Grünflächen zugepflastert werden sollen“, kritisiert Eva Tkaczak. Im Fokus stehen die geplanten Ein- und Mehrfamilienhäuser an der Barkhoven- und Jacobsallee Die Diskussion wird Ende Februar den Stadtrat beschäftigen.


Kinderbuch „Wir entdecken Werden!“ vorgestellt

Rolf Sachtleben, seine Enkelin Hannah Willaschek und Evelina Muntendorf brachten mit ihrem Team das Kinderbuch „Wir entdecken Werden!“ heraus. Drei Kinder gehen zusammen mit der Gans „Lütti“ auf eine spannende Entdeckungstour zwischen Basilika und Brehminsel. Das Buch wurde im Forum des Mariengymnasiums präsentiert.

Wo gibts das Buch? Zum Beispiel:

Martin Göttinger veröffentlicht ersten Roman

Fasziniert von verlassenen Gebäuden, hat Martin Göttinger seinen ersten Roman geschrieben: „Die vergessene Dynastie – Schatten der Vergangenheit“, veröffentlicht unter dem Pseudonym Noah Flint. Inspiriert wurde er durch die Entdeckung einer außergewöhnlichen Familiengeschichte in einem verfallenen Gebäude.

Kunst aus Kinderkritzeleien: Dr. Cornelia Alischs außergewöhnliche Werke

Dr. Cornelia Alisch verwandelt die spontanen Kritzeleien von Kindern in beeindruckende Wandbilder. Ihre Arbeit zieht die Aufmerksamkeit vieler auf sich und beweist, wie kreativ und ausdrucksstark Kinderkunst sein kann.


Volleyball-Erfolge beim WTB

Ein erfolgreiches Wochenende für die Volleyballjugend des WTB: Alle Teams konnten mindestens ein Spiel gewinnen, doch besonders glänzte die weibliche U16. Mit ihrem Turniersieg sicherten sie sich souverän ein Ticket für die zweite Qualifikationsrunde.


Mehr Sport aus Werden

23 Jan.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 4/2025: Baustellen, Musik, Hundesalons und Budenzauber

Tierisch nervig: Baustellen-Chaos in Werden

In der Werdener Innenstadt prägen weiß-rote Barken das Straßenbild. Ob Bungertstraße, Abtei- oder Brückstraße – überall sorgen Baustellen seit Wochen für Frust bei Autofahrern. Wir haben nachgefragt, wie lange die Maßnahmen noch andauern sollen.


Tierisch traurig: Ordnungsamt stoppt Weihnachtsmusik

Die Band Tuba Libre, seit über zwei Jahrzehnten ein fester Bestandteil des Essener Weihnachtsmarkts, wurde am 20. Dezember von Ordnungsbeamten überrascht. Ohne Genehmigung durften die Musiker der Folkwang-Musikschule keine weihnachtlichen Klänge auf der Verbindungsstraße zwischen Grillo und Kettwiger spielen.


Tierisch gesund: Erweiterung der Tierarztpraxis

Kai-Sven Herrmann, seit 25 Jahren Tierarzt an der Ruhrtalstraße, hat seine Praxis vergrößert. Die Erweiterung schafft Platz für eine eigene Tier-Physiotherapie, die nun unter dem gleichen Dach angeboten wird. „Tiere sind mein Leben“, sagt Herrmann, der schon als Kind wusste, dass er Tierarzt werden wollte.


Tierisch schick: Neuer Hundesalon eröffnet

Frederic Genuth eröffnet am Samstag, 1. Februar, ab 11 Uhr seinen Hundesalon in der Grafenstraße 37. Der ehemalige Schüler des Gymnasiums Werden schwärmt von der Verbindung zwischen Architektur und seiner Liebe zu Tieren, die ihn ursprünglich sogar über eine Karriere als Ranger nachdenken ließ.


Tierisch musikalisch: Erfolgreiches Jahr der „Wundersession“

Nach einem Jahr voller „Wundersession“-Konzerte ziehen Jakob Jentgens und Béla Bluche eine positive Bilanz. Die Konzertreihe im „Haus Wunderbar“ an der Rittergasse wurde ins Leben gerufen, um Kultur in dem historischen Fachwerkhaus zu verankern. Das Publikum wächst stetig.


Tierisch weit gekommen: SC Werden-Heidhausen überzeugt in der Halle

Der SC Werden-Heidhausen zeigte starke Leistungen bei den Essener Hallenfußball-Stadtmeisterschaften. Trainer Danny Konietzko setzte auf seine Hallenspezialisten, die sogar den Oberliga-Spitzenreiter aus dem Wettbewerb kegelten. Erst im Halbfinale mussten sie sich dem späteren Gesamtsieger geschlagen geben.


Kalte Ente à la Werden: auf Eis serviert, mitten auf dem See!