18 Dez.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 51/2025: Spannungen, Emotionen und Highlights

Spannungen zwischen Werdener Werbering und Martin Walz

Spannungen herrschen zwischen dem Werbering und dem Werdener Elektroingenieur Martin Walz: Dieser wirft dem Verein vor, diverse Rechnungen, unter anderem für die Installation des leuchtenden Ortseingangsschilds und der Weihnachtsbeleuchtung nicht beglichen zu haben. Der Werbering wiederum hält die Forderungen für „maßlos überzogen“ und versucht, Martin Walz aus dem Verein zu werfen. Dagegen hat sich dieser gerichtlich erfolgreich gewehrt .

Für Werden hat der Streit unschöne Folgen: So ist das Ortseingangsschild ist seit längerem an einigen Stellen defekt, zwischenzeitlich blieb auch die Weihnachtsbeleuchtung dunkel. Und auch der Weihnachtsmarkt stand auf der Kippe, sagt Walz.


Wiedereröffnung der S6-Strecke: Emotionale Rückkehr mit Problemen

Ein ganz besonderer Moment für Thomas Kirch: „Früher bin ich jeden Tag diese Strecke gefahren“, sagt der Lokführer, als er am Samstagmorgen wieder in seinem Stuhl im Führerstand der S6 sitzt. Lange blieb die Bahn weitestgehend still, ein Hangrutsch vor zwei Jahren in Hösel hatte die Verbindung zwischen Köln, Düsseldorf, Ratingen und Essen lange Zeit ausgebremst.

Am Samstag wurde mit viel Medienrummel und Tamtam die Strecke endlich wieder in Betrieb genommen – und endlich durfte Thomas Kirch wieder den Zug steuern. „Ich hänge emotional an dieser Strecke“, sagt er. Vielen Pendlern, die auch in Werden nun endlich wieder komfortabel Richtung Rheinland fahren können, dürfte es da ähnlich gehen. Doch schon am nächsten Tag häuft sich bei diesen Ärger an: Kaum etwas läuft rund auf der frisch eröffneten Strecke, Verspätungen und Zugausfälle sind an der Tagesordnung.


Dreikönigs-Oratorium begeistert Besucher der Evangelischen Kirche

Angestrahlt von außen und innen, zog es Scharen von Menschen in die Evangelische Kirche Werden. In Chorgarderobe die einen, in – wie sich zeigen sollte – viel zu warmen Mänteln die anderen. Dem Andrang auf das Dreikönigs-Oratorium am Samstagabend konnte nur eine Öffnung der Generalprobe Herr werden.

Die Kirche und Teile der Orgelempore waren komplett gefüllt. Es war schnell spürbar: Dieser Abend wollte mehr sein als ein festliches Konzert. Mit Helge Burggrabes Dreikönigsoratorium stellte sich die Gemeinde den Fragen der Gegenwart. Das 2022 für den Kölner Dom geschriebene Oratorium erzählt die Geschichte der Weisen aus dem Morgenland als Bild für die Sehnsucht heutiger Menschen nach Orientierung und innerem Wandel. Burggrabe selbst spricht von einem „Aufbruch des Herzens“ – in Werden wurde dieser Weg eindrucksvoll nachvollziehbar.


WTB-Volleyballerinnen streben westdeutsche Meisterschaft an

Das wU18-Team der WTB-Volleyballerinnen hat eine starke Saison in der höchsten Jugendliga hinter sich und wird nun am 1. März versuchen sich in der letzten Qualifikationsrunde erneut das Ticket zu den westdeutschen Meisterschaften zu sichern. Dann leider wieder ohne Morales-Zambrana, da die bolivianische Auswahlspielerin Deutschland im Januar verlässt, dafür erwartet man selbst mit Kira Schönke Verstärkung nach Auslandsaufenthalt zurück.


Maronimarkt im Löwental überzeugt erneut

Die fünfte Auflage des Maronimarktes im Löwental überraschte erneut positiv. Die Anliegenden Fenja Fürer von Dolcinella und Dirk Uhlenbrock (Grafikdesign Erste Liga) kuratierten den Markt nicht nur, sie waren Teil rund um die Feuerschale im Biergarten. Sieben Stunden eine kleine winterliche Oase: dazu herzhaften Grünkohleintopf mit Maronen und Süßkartoffeln und eine cremige Maroni-Suppe sowie weitere delikate herzhafte und süße Speisen. Im Gepäck: Kunst und allerhand Accessoires, Dekoratives und Schmuck.



Kreative Weihnachtsgrüße aus Werden

11 Dez.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 50/2025: Kritik an Kirchenwahl, Brückensanierung, Zirkus, Fußball und Honig

Unmut über Kirchenvorstandswahl in Werden

„Das war ja wohl eine Werdener-Witz-Wahl!“, schimpft Rainer Ringhoff. Wie im gesamten Bistum Essen und auch in ganz NRW stand für die katholischen Kirchenmitglieder vor rund einem Monat, am Wochenende zum 8. und 9. November, die Wahl des Kirchenvorstands in der Propsteipfarrei St. Ludgerus an. Doch am Wahlprozedere in Werden Stadt und Land hagelt es Kritik.


Brückensanierung wird deutlich teurer

Die geplante Sanierung der Gustav-Heinemann-Brücke in Werden wird deutlich teurer als ursprünglich gedacht: Die Stadt rechnet inzwischen mit Gesamtkosten von 3,264 Millionen Euro – mehr als doppelt so viel als die einst veranschlagten 1,423 Millionen Euro. Dies geht aus einer Verwaltungsvorlage hervor, die der Rat in seiner Sitzung am vergangenen Mittwoch einstimmig beschlossen hat.


Neue Ausgabe „Geschichten aus der Werdener Geschichte“ vorgestellt

227 Seiten stark, zum 23. Mal frisch auf dem Lesetisch: Die neuen „Geschichten aus der Werdener Geschichte“ wurden in der Aula des Gymnasiums Werden vorgestellt. Erfreulicherweise reich bebildert, veranschaulichen die Berichte ihren Fokus auf die Vergangenheit sehr anschaulich. Der Bogen ist zeitlich weit gespannt: Vom Holztor der Alteburg handeln sie und suchen Erkenntnisse aus dem 5. Jahrhundert vor Christus. Dem Autoren Sebastian Senczek ist seine Begeisterung anzuhören, hier zu forschen. Es sei „extrem spannend und direkt hier vor der Haustüre“, die vor 100 Jahren begonnenen Ausgrabungen, deren Dokumentation weitgehend verschollen ist, wieder aufzunehmen. Im nächsten Sommer wird es weitergehen, so der Stadtarchäologe.


Dromedar-Flüsterer im Essener Weihnachtscircus

„Das hatten wir hier in Essen noch nie“, frohlockt Alexander Neigert, Sprecher des „Essener Weihnachtscircus“, der das Löwental auf dem Knaus Campingplatz in Werden von Donnerstag, 18. Dezember, bis Dienstag, 6. Januar, bereits zum achten Mal in eine magische Traumwelt verwandelt. „Wir haben in diesem Jahr einen Dromedar-Flüsterer dabei.“ Besagter „Flüsterer“ ist Daniel Bügler. Er trainiert auch Königspudel und ist zudem ein Meister der Balance.


Schwarzer Spieltag für SC Werden-Heidhausen

Der SC Werden-Heidhausen würde gerne den 7. Dezember 2025 aus dem Kalender streichen. Wo müssen die Kicker aus dem Löwental sich da melden? Ihre Bilanz an diesem trüben 2. Adventssonntag lautete fünf Spiele, fünf teils empfindliche Niederlagen. Allen voran der Landesligist, der erheblich schwächelte. Gegen den VfB Speldorf kassiertte man daheim ein 0:4. Die SC-Reserve ist ihre Tabellenführung los. Allerdings liegt die Zwote, wie auch die „Dreite“, auf einem Aufstiegsplatz. Für drei Teams ist bereits die Winterpause angebrochen, doch 1. Herren und die Damen müssen noch einmal ran.


Nikolausabend am Mariengymnasium: „Pakjesavond“ wie in Holland

„Pakjesavond“ – zu gut Deutsch „Päckchenabend“ – so nennen die Holländer den Nikolausabend, den die niederländischen Nachbarn am 5. Dezember feiern. „Bei uns ist der Nikolausabend fast noch wichtiger als Weihnachten“, berichtet Elena. Die elfjährige Schülerin stammt aus den Niederlanden und freut sich, dass auch am Mariengymnasium, an dem sie die Klasse 6a besucht, nun dieses Fest feiert – mit Poffertjes, Chocomel und allem, was dazugehört. Dafür hat ihre Klasse zusammen mit einigen Siebenern einen kleinen, holländischen Weihnachtsmarkt auf die Beine gestellt.


Goldmedaille für Honig aus Heidhausen

2012 war es, da sammelte Christian Gessner-Pröschs Verwandtschaft zu dessen Geburtstag Geld, damit er sich endlich einen neuen Laptop kaufen kann. Doch der Biologielehrer hatte anderes im Sinn: Er schaffte sich dafür Bienenvölker an und las sich kräftig in die Materie ein. „Ohne Kurs, alles autodidaktisch“ hat er alles gelernt, was man als Hobbyimker wissen muss.

Mit Erfolg: Aus den ersten beiden sind heute 15 bis 20 Bienenvölker geworden, die Gessner-Prösch auf den Feldern des Bischof-Hofes in den Heidhauser Höhen betreut. Seinen Bienen hat der 41-Jährige nun sogar eine besondere Auszeichnung zu verdanken: Der Imkerverbandes Rheinland verlieh dem süßen Heidhauser Honig jüngst in Köln-Porz die Leistungsmedaille in Gold.

04 Dez.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 49/2025: Bollerwagen, Weihnachtsmarkt und Werden im Advent

Weihnachtlicher Trubel in der Altstadt

Der Werdener Weihnachtsmarkt hat am ersten Adventswochenende wieder die Straßen und Gassen gefüllt: Beim Glühwein hatten die Besucher die Qual der Wahl: von Ludgerusbrunnen bis zum Rathausmarkt, vom Kopf der Grafenstraße bis zum Glüh-Almdudler in deren Mitte und egal ob links oder rechts der Weg weiterführte – es dufte sich warmgetrunken werden. Durchaus mit begleitenden Ständen für in allen Geschmacksrichtungen von herzhaft bis süß. Lange Schlangen vor den Ständen auf dem Rathausplatz zeugten davon, dass das Angebot gern angenommen wurde. Sehr junge Musiker nutzten Nischen um live Weihnachtslieder gegen Spende zu spielen. Am Donnerstagabend zeigte sich, dass es durchaus eine Menge junger Menschen gibt, die das „Straßenangebot“ zu beleben weiß.


Historische Impressionen beim Komm-Omend im Zentrum 60plus

Nach historischen Eindrücken vom Bollerwagenumzug hatte Hobbyfilmer Clemens Clasen auf Anregung des hiesigen Karnevals-Urgesteins Peter Gabka gesucht. Seine Funde stellte er im Waddisch-Platt-Club Komm-Omend im Zentrum 60plus vor: „Und er zieht doch!“ stand auf einem der ersten Wagen. Weitere Sprüche: „Erhaltet Tradition und Brauchtum“, „Freiheit für den Bollerwagen“, „Das Brauchtum muss bleiben mit seinem bunten Treiben“ ist auf den Bollerwagen im Umzug 2011 zu lesen. Slogans, die auch heute noch aktuell sind: Denn die explodierenden Kosten und Auflagen drohen Essens kleinsten Lindwurm zu erdrücken.


Bahnchaos statt Betriebsstart

Verdutzte Gesichter am Montagnachmittag auf dem Werdener Bahnsteig: nachdem die Bahn in der Woche zuvor noch stolz verkündete, bei den Bauarbeiten voll im Zeitplan zu sein, und dass zumindest auf Teilstrecken die S 6 nach jahrelangem Ausfall wieder rollen kann, stellte sich bei den Fahrgästen schnell Ernüchterung ein. Die Bahn kam – nicht. „Reparatur an einer Weiche“, hieß es auf den Anzeigetafeln der Bahn. „Also alles wie immer“, meint ein Fahrgast grimmig mit Blick aufs Info-Display. Auch an den Folgetagen läuft längst nicht alles glatt.


Wiedereröffnung des Shaktihäuschens

Lebensfreude ist das, was Claudia Jauß-Kowohl, Yvonne Forster und Jasper Schmitz verbindet. Und genau diese wollen sie gemeinsam im Shaktihäuschen Werden am Wesselswerh 45 vermitteln – jeder auf seine höchst eigene Weise. Denn das Haus, das mit seinem charakteristischen Dach etwas aus der Reihe fällt und wo früher mal ein Handwerkerbetrieb beheimatet war, hat sich zu einem vielfältigen Kunstraum entwickelt, in dem Yoga, Gesang, Schauspiel und Persönlichkeitsentwicklung vereint sind. Bei einer Weihnachtsfeier am Samstag, 13. Dezember will das Gespann die Wiedereröffnung feiern und sich und ihr Angebot den Werdener näherbringen.


Freiwilligen-Pflanzaktion an der Grünen Harfe

Die Bürgerinitiative Streuobstwiese pflanzte 39 alte Obstsorten am Barkhover Feldweg an ihren neuen Standort. Unter der sachkundigen Anleitung von David Gregor unterstützten über 40 Freiwillige die Pflanzaktion an der Grünen Harfe. Ein Foodtruck verwöhnte die Helfer kulinarisch und sorgte so für das leibliche Wohl. Mit viel Elan wurde dann richtig angepackt: Alle matschten, gruben, baggerten, schütteten und hämmerten gemeinsam die Obstbäume mitsamt ihren Pfosten fest in den Lehmboden. Ein Riesenspaß für Groß und Klein.


Erfolgreiches Wochenende für den SC Werden-Heidhausen

Der SC Werden-Heidhausen überraschte beim Tabellenzweiten der Landesliga. Die Zwote holte sich mit einem Kantersieg die Herbstmeisterschaft und auch die „Bierte“ siegte zweistellig. Damen und Dreite mussten unglückliche Niederlagen einstecken.

27 Nov.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 48/2025: Das große Weihnachtspreisrätsel startet zum 1. Advent!

Weihnachtszeit ist Rätselzeit!

Das beliebte Weihnachtspreisrätsel wartet in der Ausgabe der Werdener Nachrichten zum 1. Adventswochenende: Begeben Sie sich auf eine rätselhafte Herbergssuche durch Werden und gewinnen Sie einen der vielen attraktiven Preise!

Hier geht es zur Anmeldung!


Gabriele Kipphardt erneut zur Bezirksbürgermeisterin gewählt

Auf der der ersten, konstituierenden Sitzung der Bezirksvertretung IX (Werden/Kettwig/Bredeney) im Ratssaal des Rathauses Kettwig wurde die CDU-Politikerin mit großer Mehrheit und wenig überraschend wiedergewählt. Weit größer dürfte die Überraschung sein, dass mit Neuzugang Stefan Moors der einzige FDP-Vertreter den Posten des ersten stellvertretenden Bezirksbürgermeisters ergattern konnte. Geschuldet ist dies wohl einem neuen Bündnis der FDP, die sich – gemäß des Vorbilds im Essener Stadtrats – mit dem Einzelvertreter des Essener Bürger Bündnisses (EBB) zu einer Fraktion zusammengeschlossen haben: Diese wiederum hat mit den acht Vertretern der CDU eine Mehrheitskoalition gebildet – „für stabile Verhältnisse und klare politische Schwerpunkte“, so der EBB/FDP-Rats-Fraktionsvorsitzende Kai Hemsteeg, der der Sitzung als beratendes Mitglied beiwohnte.


Heidhauser Tannenbaum leuchtet wieder

Am Samstag wurde in Heidhausen feierlich die erste Beleuchtung des diesjährigen stattlichen Tannenbaums am Rathaus eingeschaltet. Zahlreiche Besucher folgten der Einladung des Bürger- und Heimatvereins, um gemeinsam den Beginn der Adventszeit zu feiern. Musikalisch übernahm eine Melodiegruppe der Concert Band Ruhr die Einstimmung mit Weihnachtsmedley.


Neuer Vorstand für ökumenische Hospizgruppe

Im „Verein zur Förderung der ökumenischen Hospizgruppe Werden“ wurde ein Amtswechsel vollzogen. Die Heidhauserin Cornelia Teichgräber stellte sich als Vorsitzende zur Verfügung. Die bisherige Doppelspitze wird aufgelöst, sodass der zukünftige Vorstand nur noch drei Posten umfasst. Neben der neuen Vorsitzenden werden das der Schatzmeister Manfred Boers und Schriftführer Peter Reimer sein. Im Januar startet ein neuer Befähigungskurs für ehrenamtliche Trauer- und Sterbebegleiter.


Widerstand gegen forensische Klinik wächst

Mittlerweile haben sich zwei Initiativen gegen die geplante forensische Klinik für straffällig gewordene Frauen gebildet. Nicht zuletzt mangelnde Transparenz bei den Planungen steht im Fokus der Kritik der Anwohner. Offenbar trägt diese nun Früchte; Der Planungsbeirat hat nun angekündigt, die Bevölkerung stärker in das Bauprojekt einzubinden. So sollen die Bürger auf einer Bürgerinformationsveranstaltung am Mittwoch, 28. Januar 2026, ab 18 Uhr umfassend über die Planungen des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) Nordrhein-Westfalen informiert werden.


Nachwuchstalente im WDR-3-Campus-Konzert

Zum siebten Mal wurde in der Reihe WDR-3-Campus-Konzert ein Konzert aus der Folkwang-Universität der Künste aufgenommen. „Sie werden nichts vermissen, was Sie sonst auch hören, nur dass es diesmal von unseren Jungstudierenden kommt“, begrüßte die künstlerische Leiterin und Folkwang-Professorin Nicola Jürgensen das Publikum in der Neuen Aula zu Musik, die „von ausgewählten Teilnehmern des Instituts für künstlerische Nachwuchsförderung folkwang junior“ der Hochschule dargeboten wurde. Insgesamt waren es sieben ihrer Schülerinnen und Schüler, denen sie die Bühne bot. Sie durften sich über einen langen Applaus freuen.


Grundschüler lauschen beim Tag des Vorlesens

Bedächtig lauschen die Viertklässler der elfjährigen Elena. Sie hat das Buch „Der Weihnachtspony“ mitgebracht. Ein Buch, dessen Botschaft ihr besonders gut gefällt, weshalb sie diese an die jungen Schülerinnen und Schüler weitertragen möchte: „Es geht um ein Pony, das sich nicht so schön findet und trotzdem am Ende den Schlitten vom Weihnachtsmann ziehen darf, weil es alles kann.“ Sie ist eine der 40 Schülerinnen und Schüler, die am „Tag des Vorlesens“ am vergangenen Freitag die Grundschulen der Umgebung besucht haben, um den jüngeren Schülern ihre Lieblingsbücher nahezubringen.

20 Nov.

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 47/2025: Martinszug, Weihnachtsmarkt, Forensik-Pläne und ein 103-jähriger Youtube-Star

Großer Zuspruch beim Martinszug

Viel Zuspruch fand der Ludgerus St. Martins-Umzug in diesem Jahr: Der Abteihof war mit den Besuchenden des Zuges gut gefüllt. Reiter Jürgen Götte mit seinem Pferd Blue, in diesem Jahr mit Lichterkette, wurde von den Schützen eskortiert.


Neuer Standort für den Weihnachtsbaum

Zahlreiche Neuerungen warten auf die Besucher des Werdener Weihnachtsmarkt, dessen 44. Ausgabe am Donnerstag, 27. November, um 17 Uhr startet und bis Sonntagabend läuft. Neu ist nicht zuletzt der Standort des Weihnachtsbaums, der künftig nicht mehr zentral am Ludgerusbrunnen, sondern am Rand zwischen Schmitz-Junior und Kika’s stehen wird. Im vergangenen Jahr musste die Feuerwehr mitten während des Weihnachtsmarkt-Trubels den Baum entfernen, weil städtische Mitarbeiter die Standfestigkeit der Brunnensäule gefährdet sahen. Diese wurde dann abmontiert und über Monate saniert. Das soll sich nicht wiederholen.


Widerstand gegen geplante Forensik wächst

Der Widerstand wächst gegen den Neubau einer Forensik für straffällig gewordene Frauen, die der Landschaftsverband Rheinland (LVR) im Auftrag des Landes NRW in Heidhausen plant: Nach der Bürgerinitiative Barkhovenallee hat sich nun eine Elterninitiative gegründet. Sie sieht Kinder und Jugendliche, die im Umfeld der geplanten Klinik wohnen oder zur Schule oder zur Kita gehen, gefährdet.


SC Werden-Heidhausen punktet erfolgreich

Der SC Werden-Heidhausen holte sich nach einer irren Aufholjagd drei wichtige Punkte: Die 1. Herren gewannen in einer irren Partie gegen PSV Wesel-Lackhausen 5:3. Die Damen konnten sich auf ihre Offensivpower verlassen. Beide Reserveteams grüßen von der Spitze der Kreisliga B. Die „Bierte“ gab eine Führung aus der Hand. Am kommenden Totensonntag ist spielfrei.


Protest gegen geplantes Parkhaus an der Brehminsel

„Kinder vor Karossen“ und „Sicherer Schulweg“ – So lauten die Parolen auf den beiden Bannern, mit denen die Klimainitiative Klimagerecht-mobil-Werden am Samstag ihren Protest gegen „ein Parkhaus mit vier Paletten und 93 Parkplätzen“ vor der Brehminsel unterstrichen hat. Nach ihren Angaben „trotzten 70 Unterstützende dem trüben Novemberwetter“ und fanden sich zusammen, um sich gegen „den geplanten Verkehrsinfarkt auf dem Altstadtring Werden“ auszusprechen. Unter Bürgern und Geschäftsleuten werden die Pläne indes heiß und kontrovers diskutiert.


Jochen Schmidt: Youtube-Star mit 103 Jahren

Der Heidhauser Jochen Schmidt wurde „auf seine alten Tage“ zum Internetphänomen. Und sagt: „Ich bin erstaunt und beglückt zugleich, dass man über dieses Medium eine maximal vorstellbare Menge an Menschen erreichen kann. Mit einem Bekanntheitsgrad, den man über ein Buch nicht bekommt. Und das über politische Grenzen und Sprachgrenzen hinweg.“ Wohlgemerkt, der Mann ist 103 Jahre alt. Schmidt hatte in einem Youtube-Interview davon berichtet, wie sein Panzer, mit fünf Mann Besatzung, am 22. April 1945 von einem sowjetischen Panzer beschossen wurde. Schmidt überlebte und sagt 80 Jahre später: „Die Toten können es nicht mehr sagen. Deshalb sind wir hier, um zu erinnern.“ Man müsse alles tun, damit sich diese Zeit nie wiederhole: „Krieg ist Unrecht.“ Das trifft offenbar einen Nerv, auch bei jüngeren Generationen.