07 Aug.

Stromlos in

1407337697435Heute, Mittwoch, sind wir nach Haarlingen. Das ist nicht viel, aber immerhin raus aus dem Ijsselmeer. An der Schleuse die Bunker, wie man sie eigentlich von überall an der Nordseeküste kennt. Auch von uns gebaut?

Das Schleusen ging viel schneller, als mein Skipper mir das erklärt hatte, mein Festbinden und halten, während das Wasser sinkt, dauerte ein paar Sekunden. Ich war bereit, stundenlang bis an den Rand meiner Kräfte zu gehen.

Umso imponierender gestaltete sich dann die Einfahrt in den Hafen von Haarlingen, aus dem überraschend ein sehr großes Containerschiff stob und uns eine monsterschnelle monstergroße Fähre schob.1407342864646 Auch durften wir mit den 15 Metern nicht in den schönen Noordhaven, sondern in den sehr basalen Südhafen, bei dem der Mitarbeiter des Hafenmeisters uns zwar 30 Euro abnahm, aber eine vollkommen falsche Auskunft gab, was den Stromanschluss betraf. Ich bin eine Stunde durch die Stadt geirrt, weil es den angegebenen Automaten nur hinter einer verschlossenen Tür gab, und ich nicht glauben konnte, dass wir nie die Stromkarte bekommen würden, für die wir extra an der Seite eines anderen Schiffes angelegt hatten.

Ohne Stromnachladen fiel das Kochen mit dem Elektroherd auf dem Schiff aus. Es hätte Rigatoni (Gereon) mit selbstgemachter Hackfleisch-Sauce (Skipper) gegeben. Die Pizzeria in diesem Ort mit der Stromfalle war nicht schlecht; die Tortellini Carbonara drängten sich üppig im riesigen Suppenteller und bordeten auch im Geschmack über. Dafür durften wir bei aufkommendem Regen so lange auf die Rechnung warten, bis es schüttete; was wir erst nach dem Trinkgeld fest stellten. Egal. Nass von oben. Morgen geht es um 7 Uhr raus, meint mein Skipper.