Ungeklärte Fragen
In der Ausgabe am Freitag werden die Werdener Nachrichten zwei Stellungnahmen haben, die noch einmal interessante Aspekte aufwerfen zu der beschlossenen Einebnung der Parkpalette.
Traurig bleibt, dass alle Ratsfraktionen nicht auf ihre Bezirksfraktionen und die Politiker vor Ort gehört haben. So einig verlieren sie vielleicht ohne Alternativen keine Stimmen, aber traurig ist es.
Andererseits steht hinter dem Ja zur Planierung ja der klare Plan, dass die Maßnahme in diesen Sommerferien über die Bühne geht. Für die Verantwortlichen gilt: Also jetzt stoppen, oder es schaffen vor Ende der Sommerferien. Alles andere wäre der Höhelunkt der Verhohnepiepelung Werdens, wie sie schon seit zwei Jahren erfolgreich läuft.
Der Werbering ist eigentlich zuversichtlich, dass das nur Vorteile bringt. Immerhin haben wir die halbe Neue Mitte bei Edeka an der Velberter ja jetzt schon. Das Sortiment wird nicht erweitert, wie es bei der Neuen Mitte Haarzopf mit Aldi, DM; Bäcker, Sparkasse, Textildiscounter, Eisdiele etc. ja der Fall ist. Bei den Parkplätzen könnte es Werden entlasten. Man wird sehen. G.B.
Der Werbering ? Oder nur Teile des Werberings ? Der Vorsitzende des WWR äußerte ja die Genugtuung darüber , daß ein eventueller neuer Supermarkt im Bereich des Post / Parkpalettengrundstücks
jetzt vom Tisch ist. Begründet wurde es damit , daß eine Konkurrenz zu Edeka nicht wünschenswet sei, weil dieser Händler in der Vergangenheit in „vorbildlicherweise inhabergeführt die Nahversorgung in Werden sichergestellt habe .“ So weit -so gut. Übrigens hätte dieser neue Markt über eine Fläche von maximal 1900 qm verfügt. Jetzt baut die Firma Edeka ein Einkaufscenter mit insgesamt 3300 qm , wobei durch angegliedertes Blumengeschäft, Bäckerei, Lotto und Zeitschriftengeschäft sowie Getränkemarkt alles angeboten wird, was man so zum Leben braucht. Die Parkplätze ( 150 Stück ) stehen dem Ortskern nur dann zur Verfügung, wenn Edeka geschlossen hat. Also nur am Sonntag oder nachts. Wo bitte ist da die Entlastung für den Ortskern ?
Kundenströme werden damit flugs aus dem Ortskern herausgeführt und alle die dort mit dem Auto eingekauft haben , fahren weiter , ohne die Altstadt zu besuchen. Nur was ist mit den dortigen inhabergeführten Blumengeschäften , mit den Metzgereien , den Bäckereien usw. ? Sorgen die nicht auch schon seit jeher für die optimale Nahversorgung ? Sind die weniger interessant für die Entscheidungsträger in Politik und privaten Vorstandsschaften wie ein Einzelhändler im Edeka-Verbund ?
Wenn man Menschen in die Werdener Altstadt bringen will , muß man die Angebote des täglichen Lebensunterhaltes dort anbieten , muß man dort Parkplätze schaffen , anstatt sie einzuebnen, muß man Parkflächen für alle und nicht nur für ausgewählte Berufsgruppen ( hier :Lehrer ) schaffen. Und man muß endlich einmal Politik für die Bürger machen , anstatt in Hinterzimmern Spezlwirtschaft zu betreiben.
Abschließend noch etwas zum Vergleich mit Haarzopf : Dort steht das EKZ in keiner Konkurrenz mit einem gewachsenen Ortskern, wäre das Center dort nicht, wäre dort das , was vorher dort war : Nichts. Die Läden waren auf großer Fläche verteilt und erst jetzt entstand so etwas wie ein „Dorfmittelpunkt “ . Ob dies dort auf ansprechende Weise gelungen ist , das ist natürlich Geschmacksache. Die Verhältnisse in Haarzopf mit denen in Werden zu vergleichen , ist ein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen.
Herrn Rainer Henselowsky kann nur zugestimmt werden.
Ich könnte ….. ja jetzt mal unken……
Vielleicht brauchen wir ja bald gar nicht mehr so viele Parkplätze im Ortskern. Wenn Edeka bald die „Neue Mitte Werden “ baut , wird wohl mancher gar nicht mehr im Dorf einkaufen.
Sollte das dann so kommen , hat es von den Verantwortlichen natürlich keiner so gewollt.