Vlieland ist voll
Nun ja, dem Skipper reichen dann dann auch 7.15 Uhr. Dabei wäre 5 Uhr besser gewesen, denn morgen gibt es Ostwind, und dann werden wir die nächsten 60 Seemeilen kaum schaffen. Heute dagegen mit super Westwind ist es schon zu spät. Macht nichts.
Jedenfalls macht das Segeln echt Spaß. Irgendwie haben wir eine Rennjacht, denn wir ledern alle ab. Nur so eine rote Yacht hält mit und nutzt eiskalt unsere Entscheidung rechts von dem Tanker vorbei zu segeln aus, um links vorbei einen guten Vorsprung heraus zu fahren. Skippers Kommentar: Na ja, ich hatte die Segel zum Schluss auch nicht mehr optimal getrimmt.“ Nett von ihm, aber ich werde wohl nicht optimal gefahren sein. Ich würde sagen, bei einem Steuermann mit drei Stunden Erfahrung macht es bei so einem Duell nicht mer viel, wenn die anderen Bedingungen nicht ganz stimmen; zumal mein Gegner am anderen Ruder mit Bart und Mütze sehr erfahren aussah, und zuvor in unserem Windschatten stets viel zu zuversichtlich lächelte.
Immerhin sind wir zwischendurch lange 9,2 Knoten über Grund gefahren; über Wasser (oder was auch immer) sind das 7,2 Knoten.
Jetzt haben wir auf das Abenteuer verzichtet (Ankunft nach 60 Seemeilen bei möglichst 6 Knoten Durchschnitt im alleridealsten Fall erst eine Stunde nach Sonnenuntergang) und liegen vor dem Hafen in Vlieland, der absolut überfüllt ist. Die anderen Ankernden sind auf die Robben-Insel per Schlauchboot gefahren. Durch das Tele meiner Kamera sieht das lustig aus: 50 Meter von den Robben entfernt stehen Menschen und starren; die Robben machen das gleiche, nur in liegender Position.
Nun liegen wir in der Sonne.

und auch wunderschön . . .
Vielleicht sogar die Königin der westfriesischen Inseln!