04 Aug.

Purge Anarchy ein seltsamer aber guter Film

Purge2014273084.jpg-r_160_240-b_1_D6D6D6-f_jpg-q_x-xxyxxManchmal sollte man einfach sich auf den 20-Jährigen Sohn verlassen, manchmal auch nicht. Nachts hat er mich in den Kinofilm „The Purge 2: Anarchy“ geschleppt, der mich an die guten alten Warriors von Walter Hill und Klapperschlange von John Carpenter erinnerte, nur alles noch abgefahrener, weil das Chaos von der Regierung für eine Nacht gewünscht wird und sogar noch mehr. Da passt Anarchy natürlich irgendwie. Sonst ist es ein klassischer Überlebensreißer, und als solcher gut gemacht. Eine Nacht im Jahr sind die Straßen für unbestrafte Straftaten freigegeben. Und mit Plünderungen hält sich dieser zweite Filrm zu diesem Grundgedanken nicht lange auf: Es geht nur noch um Morden, und eine Gruppe findet zusammen, um nicht zu morden, sondern zu überleben; wobei die Motive des Leaders dieser Gruppe bis zum Ende nicht klar werden. Dafür sind die Dekadenz und die Bosheit der Staatsmacht bald in sehr ekelerregender Form zu sehen. Während ich in der Vorstellung mehrmals gedacht habe: „Was ist das denn?!“ dachte ich nach dem Film um 1 Uhr nachts im noch lebendigen Halle an der Saale: „Nun ja, da macht die Realität doch Mut!“

Übrigens gibt es in dieser Region um Halle sehr sehr viele Windräder, weit weg von der windigen See. Offenbar läuft dort die Energiewende schon etwas länger.