Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 08/2026: Besucherrekord beim Bollerwagenumzug, Forensik-Debatte und Ruder-Club-Jubiläum
Bollerwagenumzug: 6000 bis 7000 Besucher – Organisatoren kündigen Rückzug an
Abermals einen Besucherrekord hatte der Bollerwagenumzug zu verzeichnen: 6000 bis 7000 Besucher sind nach Schätzung der Veranstalter zum kleinsten – allerdings nicht mehr so kleinen – Lindwurm der Stadt – nach Werden gekommen, um den 23 Gruppen zuzujubeln und die Kamelle zu fangen die die Teilnehmenden aus ihren mit viel Liebe gestalteten Wagen in die Menge werfen. „Die Veranstaltung ist ganz schön gewachsen“, stellt Ulf Korten fest.



Neun Jahre lang hat er zusammen mit Anja Kirchhoff den Umzug federführend organisiert. Doch nun ist Schluss: Am Sonntag, als der letzte Wagen auf dem Marktplatz vorm Werdener Rathaus eingezogen ist, hat das Duo seinen Rückzug angekündigt. „Alles hat seine Zeit. Und irgendwann ist auch der Zeitpunkt gekommen, an dem man etwas an neue Hände übergeben sollte“, bestätigt Ulf Korten gegenüber den „Werdener Nachrichten“ die Entscheidung.






Bürgerdialog zur Forensik: Zweite Bürgerversammlung am 25. Februar im Mariengymnasium
Hoch her ging beim Bürgerdialog in der überfüllten Jonakirche. Die Infoveranstaltung zur geplanten Forensik, die der Landschaftsverband Rheinland (LVR) im Auftrag des Landes NRW in Heidhausen bauen möchte, geriet auch atmosphärisch an ihre Grenzen. Nun lädt der LVR-Planungsbeirat zu einer zweiten Bürgerversammlung, diesmal ins Forum des Mariengymnasiums. Die erste Veranstaltung fand ein sehr geteiltes Echo, was ist von der Wiederholung am 25. Februar zu erwarten? Die „Werdener Nachrichten“ berichten von den Plänen der „Bürgerinitiative Barkhovenallee“: Noch vor Ostern werde der frisch gegründete Verein zur Mitgliederversammlung mit Wahlen sowie einem separaten Informationsteil für die interessierte Öffentlichkeit abhalten. Der Vorstand werde dort seine Kritikpunkte benennen.


Karnevalstradition in Werden: 45. Bollerwagen-Umzug und ein Blick zurück
Zum 45. Mal ist der Bollerwagen-Umzug am Sonntag offiziell durch Werden gezogen: 1978 gilt als Geburtsjahr dieser waddischen Karnevalstradition, wenngleich 1982 tatsächlich erstmals die Bollerwagen durch Werden zogen. 1978 aber kehrte der Straßenkarneval nach Werden zurück, nachdem diese Tradition nach den tollen Tagen 1952 erst einmal eingestellt wurde, weil es den Verantwortlichen dann doch zu hoch her ging in Werdens beschaulicher Altstadt. Die Karnevalsgesellschaft KG Lindenbeck beteiligte sich dann 26 Jahre später nicht nur mit einem eigenen Wagen am Rosenmontagszug, sondern ließ diesen Wagen morgens zunächst durch Werden rollen.



Viel beachtet war dieser Auftritt – und die Rufe nach mehr Karneval im Werden wurden erhört. 1979 schloss sich auch Völl Freud mit ihrem Wagen an, deren Fanfarencorps und Altweibergruppen an – ein richtiger, kleiner Zug, Bis 1986 war dann mittlerweile der Bollerwagenumzug am Karnevalssonntag, wie wir ihn heute kennen, fest etabliert. Die „Werdener Nachrichten“ werfen einen Blick in die „Werdener Nachrichten“ vom 14. Februar jenes Jahres, um zu schauen, was vor 40 Jahren bei den waddischen Närrinnen und Narren so los war.
Essen-Werdener Ruder-Club: 130 Jahre am 23. Juni
Am 23. Juni wird der Essen-Werdener Ruder-Club von 1896 sage und schreibe 130 Jahre alt. Oder wenn man auf die Erfolge der Jugendabteilung schaut, 130 Lenze jung. Und überhaupt. Beim Neujahrsempfang im Lujo mit Blick auf den Baldeneysee hielt der Vorsitzende Christian van Beem fest: „Was heißt schon alt, der Rudersport hält uns jung.“ Das Jubiläum solle gefeiert werden: „Merkt euch schon mal das Datum.“