05 März

Die Werdener Nachrichten, Ausgabe 9/2026: Alte Post, Stadtteilpflege, Bischofsbesuch und Sport

Zukunft der „Alten Post“ bleibt ungewiss

Die Zukunft der „Alten Post“ in der Hufergasse scheint ungewiss: Ob und wann die Pläne für einen Neubau mit Büros, Wohnungen und Einzelhandel – und damit auch das anvisierte Parkhaus auf dem gegenüberliegenden Lehrerparkplatz – realisiert werden, steht in den Sternen. „Das Vorhaben und die damit verbundenen Arbeiten sind vorübergehend ruhend gestellt“, formuliert Burkhard Leise, Sprecher der Stadt Essen. „In Absprache mit dem beteiligten Investor sind noch wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu klären.“ Bewegung kam nur kürzlich durch ein Feuer im Gebäude auf.


Stadtteilpfleger sorgt für Sauberkeit – Zukunft der Stelle offen

„Ich fühle mich gebraucht.“ Seit fünf Jahren kümmert sich Udo Lieder als Stadtteilpfleger um Sauberkeit und Ordnung in der Werdener Altstadt. Zwischen Werdener Wehr und Porthofplatz zieht er dreimal die Woche seine Runden, sammelt Zigarettenkippen, achtlos hingeworfenen Verpackungen oder herumliegende Kartonreste auf.

Ein Job, den die Werdenerinnen und Werdener honorieren: „Viele bedanken sich bei mir“, freut sich der 55-Jährige. „Die Leute merken, dass es durch ihn sauberer wird“, bestätigt Theo Körber vom Werdener Bürger- und Heimatverein. Seit das Jobcenter vor zwei Jahren die Förderung des Projekts eingestellt hat, finanziert der Traditionsverein die Stelle aus eigener Tasche. „Bis nächstes Sommer nächsten Jahres ist die Stelle gesichert“, betont Körber. Doch danach droht dem Stadtteilpfleger das aus: Dem Verein fehlen schlicht die Mittel.


Bischof Overbeck diskutiert mit Oberstufenschülern

„Man muss für die Freiheit einstehen.“ Die klare Botschaft brachte der Essener Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck den Oberstufenschülerinnen und -schülern des Mariengymnasiums Werden am Mittwochvormittag mit.

In seiner Funktion als Militärbischof für die Deutsche Bundeswehr stellte er sich den Fragen der Jugendlichen zu aktuellen gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen. Die Notwendigkeit, sich für Freiheit, Demokratie und Recht einzusetzen, zog sich wie ein roter Faden durch die Veranstaltung.


Neues Tapas-Angebot am Werdener Ruhrufer

„Wir bringen ein wenig spanisches Flair an die Werdener Wiesn“, freut sich Ervis Kotka, der ab sofort den dortigen Food Truck führt. Damit bleibt der Biergarten am Ruhrufer kulinarisch international: Nach einer italienischen und einer ungarischen Saison folgt nun das Tapas-Angebot von „Buena Vida“.


Buchhandlung Schmitz lehnt Deutschen Buchhandlungspreis ab

Die Werdener Buchhandlung Schmitz lehnt die Auszeichnung mit dem diesjährigen Deutschen Buchhandlungspreis aus Protest gegen den Umgang von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) mit der aktuellen Preisrunde.

Auslöser sind drei Buchhandlungen, denen der bereits von einer unabhängigen Fachjury zugesprochene Preis nachträglich verwehrt wurde. Das Staatsministerium begründet dies damit, dass es bei diesen drei Häusern „verfassungsrechtliche Erkenntnisse“ gebe. Hasemann sieht darin einen „massiven politischen Eingriff in unsere Freiheit“.


SC Werden-Heidhausen: Niederlage in der Liga, Erfolg im Pokal

In der Landesliga zahlten die 1. Herren des SC Werden-Heidhausen gegen starke Budberger kräftig Lehrgeld und unterlagen zuhause 0:3, erreichten aber im Pokal mit einem 3:1 gegen den Vogelhemer SV das Halbfinale und sind somit für den nächsten Niederrheinpokal qualifiziert.

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